Skript Teil 1 (Upload 08.04.2014) - Dr. Ingendahl, Rust und Steinkuhl

Report
Arbeitsrecht im Betrieb
Dr. jur. Joachim Ingendahl
3. Vorlesung
Sommersemester 2014
Stand 08.04.2014
Arbeitsrecht im Betrieb, Sommersemester 2014
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Arbeitsrecht im Betrieb
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Vor- & Nachbereitung der Vorlesung
• Power – Point Datei als Skript & in Moodle
– Übersicht & Strukturen
– Lernkarten für Nacharbeit
• Arbeitsgemeinschaften:
– 3 – 5 Teilnehmer
– 2 – 3 Stunden, einmal wöchentlich
• Arbeitsmittel:
– Wichtige Arbeitsgesetze, 20. Auflage
– Schaub Arbeitsrechtshandbuch, 14. Auflage 2011, für
Dauer der Arbeitsgemeinschaften Entleihe aus Bibliothek
• Individuelle Schwerpunkte & berufl. Perspektiven:
– Kranke Mitarbeiter
– Bewerberauswahl
– Leistungsförderung
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Arbeitsrecht im Betrieb
Abkürzungen
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AG
AGB
AN
a. o.
ArbG
AV
BA
BAG
BG
BR
event.
ff
G
gg.
grds.
i.d.R.
IG
LAG
MTV
o.
Std.
TV
UVV
VO
0
Allgemein
Arbeitgeber
Allgemeine Geschäftsbedingungen
Arbeitnehmer
außerordentlich/-e
Arbeitsgericht
Arbeitsvertrag
Bundesanstalt für Arbeit
Bundesarbeitsgericht
Berufsgenossenschaft
Betriebsrat
eventuell
fortfolgende
Gesetz
gegen
grundsätzlich
in der Regel
Industriegewerkschaft
Landesarbeitsgericht
Manteltarifvertrag
oder
Stunde
Tarifvertrag
Unfallverhütungsvorschriften der BG
Verordnung
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Arbeitsrecht im Betrieb
Abkürzung
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AGG
AEntG
ArbMedVV
ArbSchG
ArSiG
ArbZG
BGB
BBiG
BDSG
BEEG
BetrVG
BUrlG
EntgFG
GewO
GG
GmbHG
HGB
InsO
JSchG
KSchG
MuSchG
NachwG
SGB
SGG
TVG
TzBfG
0
Gesetz
Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz
Arbeitnehmerentsendegesetz
Arbeitsmedizinische Vorsorgeverordnung
Arbeitsschutzgesetz
Arbeitssicherheitsgesetz
Arbeitszeitgesetz
Bürgerliches Gesetzbuch
Berufsbildungsgesetz
Bundesdatenschutzgesetz
Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz
Betriebsverfassungsgesetz
Bundesurlaubsgesetz
Entgeltfortzahlungsgesetz
Gewerbeordnung
Grundgesetz
Gesellschaft mit beschränkter Haftung Gesetz
Handelsgesetzbuch
Insolvenzordnung
Jugendschutzgesetz
Kündigungsschutzgesetz
Mutterschutzgesetz
Nachweisgesetz
Sozialgesetzbuch
Sozialgerichtsgesetz
Tarifvertragsgesetz
Teilzeit- und Befristungsgesetz
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Arbeitsrecht im Betrieb
0
Arbeits- & Organisationspsychologe
Ihr beruflicher Einsatz erfolgt in Personalabteilungen. Aus organisatorischen und Kostengründen
müssen Personalverantwortliche das arbeitsrechtliche Tagesgeschäft überwiegend ohne fachanwaltliche Begleitung bewältigen. Nur wenn Sie die
beteiligen Institutionen, ihre Aufgaben & Rechte,
die wesentlichen Rechtsvorschriften sowie die
aktuelle Rechtsprechung kennen und verstehen,
können Sie den sozialen Frieden schonen und
1.
kompetent reagieren sowie
2.
rechtssichere Entscheidungen treffen,
die Ihre Mitarbeiter nachvollziehen und
ggf. einer Überprüfung durch die
Arbeitsgerichte standhalten.
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Arbeitsrecht im Betrieb
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Beteiligte im Arbeitsrecht
1.
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1.
2.
1.
2.
3.
4.
5.
6.
Arbeitsvertrag:
Arbeitgeber
Arbeitnehmer
Direktionsrecht
Existenzielle Abhängigkeit
Sozialversicherungen, Behörden:
Krankenkassen & Pflegekassen
Deutsche Rentenversicherung mit Prüfdienst
Bundesanstalt für Arbeit + Arbeitsämter
Berufsgenossenschaft: Arbeitsunfälle und -sicherheit
Finanzämter
Abführung der Lohnsteuer
Zoll
Bekämpft Schwarzarbeit
Betriebsrat: Mitbestimmung AN zum Wohl des Betriebs
Gewerkschaften: Arbeitsbedingungen,
insbes. Löhne durch Tarifverträge
Arbeitsgerichte: Anwendung GG,Gesetze,TV
Gesetzgeber: Arbeitsrechtliche Gesetze
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Arbeitsrecht im Betrieb
Vorlesung Thema
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Grundgesetz: Staatsgewalten, öffentl. &privates Recht
BGB Allg.T, Verträge, GesellschaftsR, absolute Rechte
Dienst- und Arbeitsverträge im Zivil- & SozialversR
Sozialversicherungen: Sozialgesetzbücher SGB
Allgemeiner Kündigungsschutz & -klage
Gewerkschaften & Tarifverträge, AN-Überlassung
Betriebsrat: Betriebsvereinbarung, Beteiligungsrechte
Sonstige arbeitsrechtliche Gesetze
Gestaltung durch Arbeitsverträge und ihre Grenzen
Recruting & Diskriminierungsverbote des AGG
Arbeitsschutz & -sicherheit
Kranke Mitarbeiter & Gesundheitsförderung
Wiederholung & Vertiefung: Kündigungsschutz
WuV: Rechtsträger & Rechte
1. Probeklausur
WuV: Rechtsmittel & -wege
2. Probeklausur
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Arbeitsrecht im Betrieb
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Grundgesetz &
Staatsgewalten
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Arbeitsrecht im Betrieb
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Bundes- Republik Deutschland
• Republik: Staatsform = Keine Monarchie
• Bundesstaat: 16 Länder, NRW, Bayern, HH usw.
Demokratie: Die Staatsgewalt (kratie =
Herrschaft) geht vom Volke (= Demos-) aus
• Wahlen: Direkt & unmittelbar, Mehrheitsprinzip, jede Stimme zählt grds. gleich
• Urteile: „Im Namen des Volkes“
Verfassung: Grundgesetz
• Verfassungsgeber:
Das Volk
• Erlass: Verfassungsgebende Versammlung
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Arbeitsrecht im Betrieb
1
Gewaltenteilung im Grundgesetz
• Art. 70 ff
Gesetzgebung
Legislative
- Bundestag, -rat, -präsident
- Länderparlamente
• Art. 83 ff
Verwaltung
Exekutive
- Bundesministerien
- Länderverwaltungen
nach öffentlichem Recht
Gerichte
Judikative
- Gerichtsbarkeiten
- Rechtszüge
• Art. 92 ff
http://www.bundestag.de/dokumente/rechtsgrundlagen/grundgesetz/index.html
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Arbeitsrecht im Betrieb
Grundgesetz:
Schutz des Bürgers vor Staat
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Grundrechte:
Ausstrahlung auf AG
• Art. 2
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•
Freie Entfaltung, Schutz der körperlichen
Integrität: Weder Eingriff noch Untersuchung
Art. 3
Gleichheit, insbes. Männer + Frauen
Arbeitsrechtliche Gleichbehandlung
Art. 4
Glaubens- u. Gewissensfreiheit
(siehe AGG)
Art. 5
Freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit
Art. 6
Ehe und Familie
Art. 8
Versammlungsfreiheit, insbes. Demonstrationen
Art. 9
Vereinigungsfreiheit:
Abs. 3 Gewerkschaften und Streikrecht
Art. 12
Berufsfreiheit, freie Arbeitsplatzwahl
Art. 14
Eigentum
Art. 19
Gesetzesvorbehalt: Einschränkung von Grundrechten nur durch ein Gesetz
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Arbeitsrecht im Betrieb
1
Zusammenwirken der Gewalten
• Gesetze: Rahmen und Strukturen
des
Zusammenlebens in der Gesellschaft
– Verbindlich für alle
– Nicht systematisch, Spiegel des politischen Willens
– Durchsetzung durch Verwaltung & Gerichte
• Verwaltung: Gesetzesvollzug
– Wahrnehmung der Aufgaben, z.B. Steuern einnehmen
– Repressiv:
Verteidigung gegen Verstöße
• Gerichte:
– Auf Klage: Anwendung der Gesetze, auch Aufsicht
– Bundesverfassungsgericht: Kein „rechtsfreier Raum“
Sonderstatus als
Hüter der Verfassung
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Arbeitsrecht im Betrieb 1
Europäische Gemeinschaft „EU“
• Grundgesetz:
•
•
Staatsziel, Art. 23: Vereinigtes Europa
Hoheitsrechte auf zwischenstaatliche Einrichtungen, Art. 24
• Europäisches Parlament:
• Wahl durch alle EU- Bürger
• Rechtsetzungen durch:
–
–
Richtlinien:
Auftrag an Nationale Gesetzgeber
Rechtsverordnungen: Unmittelbare Bindung
• Europäische Kommission:
– Executive – wie Regierung
– Alleiniges Initiativrecht im Gesetzgebungsverfahren
• Europäischer Gerichtshof (den Haag):
•
Anrufung nur durch nationale letztinstanzliche Obergerichte
• Arbeitnehmer- Freizügigkeit: Jeder Unionsbürger kann
ungeachtet seines Wohnortes in jedem Mitgliedsstaat eine
Beschäftigung aufnehmen und ausüben.
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Streik des öffentlichen Dienstes
• Gewerkschaft Verdi:
• Angestellte & Arbeiter (keine Beamten)
• Verwaltungen von Bund, Ländern,
Städten & Gemeinden
• Streikrecht, Art. 9 GG:
• Zur Regelung von Arbeitsentgelten,
insbes. Lohnstrukturen und sonstigen
Arbeitsbedingungen
• In Tarifverträgen, hier Tarifvertrag für
den öffentlicher Dienst „TVöD“
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Verwaltungen des
• Bundes
– Bundesministerien, z.B. Auswärtiges Amt, Finanzen
– Bundeseigene Verwaltung, z.B. Bundeswehr, Zoll
• Landes: Polizei, Finanzämter, Regierungspräsidium
• Kommunale: Städte, Kreise & Gemeinden
Verwaltungsaufbau:
• Historisch gewachsen über alle drei Ebenen
• Grds. auf kommunaler Ebene, z.B. Schulen,
Gewerbeämter
• Land: Rechtsaufsicht
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Rechtsschutz durch Instanzenzüge
Zivilgerichte:
•
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•
Klagen unter Privaten
Amtsgerichte incl. Familien-, Insolvenzgerichte
Landgerichte incl. Kammern für Handelssachen
Oberlandesgerichte
Bundesgerichtshof auch Strafgerichtsbarkeit
Arbeitsgerichte aus Arbeitsverhältnissen
Weitere Gerichtsbarkeiten:
•
•
•
•
Verwaltungsgericht mit Ober-, BundesSozialgericht
mit Landes-, BundesFinanzgericht
und Bundesfinanzhof
Bundesverfassungsgericht und Verfassungsgerichtshöfe der Länder: Stehen über Gesetzgeber
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Arbeitsrecht im Betrieb
Öffentliches Recht
1S
Rechtsschutz
• Rechtsverhältnisse staatlicher Stellen zum
untergeordneten Bürger
– Verwaltungsrecht
– Sozialrecht
– Steuerrecht
• Strafrecht
Verwaltungsgerichte
Sozialgerichte
Finanzgerichte
Ordentliche Gerichte:
Privatrecht
- Amtsgerichte
• Bürgerliches Recht:
- Landgerichte
Rechtsverhältnisse zwischen Bürgern
• Sonderprivatrecht:
- Oberlandesgerichte
– Gesellschaftsrecht
– Handelsrecht
– Arbeitsrecht
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- Bundesgerichtshof
Arbeitsgerichte
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Wir begleiten einen Arbeitstag von
Bundeskanzlerin Angela Merkel
Organe des Bundes:
• Bundestag
wird vom Volk gewählt
• Bundeskanzler
wird vom Bundestag gewählt
• Bundesregierung Bundeskanzler ernennt die Minister
= Kabinett
• Bundesrat
Vertretung der Länder
• Bundespräsident wird von Bundesversammlung gewählt
Gesetzgebungsverfahren:
•
•
•
•
Bundesregierung
Bundestag
Bundesrat
Bundespräsident
bringt Gesetzesvorlagen ein
verabschiedet: Abstimmungsmehrheit
muss teilweise zustimmen
unterzeichnet, eigenes Prüfungsrecht
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Koalitionsvertrag „Große Koalition“
Gesetzgebung Arbeitsrecht bis 2017
• Allg. gesetzlicher Mindestlohn zum 01.01.2015: 8,50 €/Std.
• Mindestlohn alle Branchen gem. ArbeitnehmerentsendeG
• Allgemeinverbindlich- Erklärung nach Tarifvertragsgesetz:
Besonderes öffentlichen Interesseses genügt. Tarifgebundene
AG müssen nicht mehr mindestens 50 % aller AN beschäftigen.
• Arbeitnehmerüberlassung: „Überlassung von AN vorübergehend“ im AÜG wird auf eine Höchstdauer von 18 Monaten
konkretisiert. Abweichungen in Tarifverträgen möglich.
• Scheinselbständigkeit, Missbrauch von Werkvertragsgestaltungen: Rechtswidrige Vertragskonstruktionen bei Werkverträgen zulasten von AN müssen verhindert werden. Die
Kontroll- + Prüftätigkeit bei Schwarzarbeit ist zu konzentrieren
und effektiver zu gestalten.
• Teilzeitrecht: AN, die sich z. B. wegen Kindererziehung o. Pflege
von Angehörigen zu einer Teilzeitbeschäftigung entschieden
haben, können zur früheren Arbeitszeit zurückkehren.
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Grundrechte und Arbeitsrecht:
• Art. 3 GG: Gleichheitsgrundsatz
• Abs. 1: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Abs. 2: Männer und Frauen sind gleichberechtigt.
Abs. 3: Niemand darf wegen seines Geschlechts,
seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache,
seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner
religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden.
• Ungleichbehandlung nur aus sachlichem Grund
• Arbeitsrechtliche Gleichbehandlung, z.B. equal pay
• Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz:
Diskriminierungsverbot, § 1 AGG
• § 75 BetrVG: Behandlung der Mitarbeiter
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Ausstrahlung Grundrechte auf
Arbeitsverhältnis: Verpflichtung AG
• Gleichheit, Art. 3:
•
•
•
•
Minderheitenschutz,
Frauenförderung
Glaubensfreiheit, Art. 4:
• Kündigung wegen Kopftuch am Arbeitsplatz
• Mahlzeiten ohne Schweinefleisch in Kantine
Meinungsfreiheit, Art. 5: Sachliche Kritik auch
gegenüber Arbeitgeber
Familie, Art. 6: - „Zölibatsklausel“ in AV unwirksam
• Kein Fragerecht nach Familienplanung
• Keine Pflicht zur Mitteilung einer Schwangerschaft
Berufsfreiheit, Art. 12: Freie Verwertung des eigenen
Wissens nach Arbeitsplatzwechsel
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Arbeitsrecht im Betrieb
1S
Arbeitnehmerdatenschutz:
• Recht des Arbeitnehmers auf „informationelle
Selbstbestimmung“ aus
• Schutz allgemeines Persönlichkeitsrecht, Art. 2 Abs. 2 S.3
GG gem. Urteilen Bundesverfassungsgericht
• § 75 Abs. 2 Betriebsverfassungsgesetz
• Personalakten:
– Beschränktes Recht Arbeitgeber, Informationen über den
AN (Persönlichkeit, Fähigkeiten, innerbetriebliches Verhalten) zu erheben, verarbeiten und zu nutzen: Nur soweit zur
Begründung, Durchführung o. Beendigung des Arbeitsverhältnisses erforderlich, § 32 BDSG.
– AG muss Personalakte sorgfältig verwahren und vertraulich
behandeln.
– AG darf keine Detailinformationen zur Gesundheit des AN
erheben. Was er mit Einwilligung erfährt, darf kein regulärer
Teil der Personalakte sein, sondern muss besonders
gesichert werden.
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