Präsentation Wirksame Entwicklungszusammenarbeit?!

Report
Wirksame Entwicklungszusammenarbeit?!
Prinzipien der EZ gestern und heute.
Begriffe und Definitionen
Entwicklungspolitik
ist ein übergeordneter Begriff für alles,
was politisch Handelnde in Staaten oder internationalen
Organisationen tun, um globale Ziele der Entwicklung
festzulegen
entsprechende Strategien zu entwickeln
und sie in Aktionsprogramme umzusetzen.
Entwicklungszusammenarbeit
kann als der praktische Teil der Entwicklungspolitik verstanden
werden
bezeichnet die zwischen den Regierungen von Staaten oder
zwischen internationalen Organisationen und Staaten(gruppen)
vereinbarten konkreten Maßnahmen um die wirtschaftliche und
soziale Entwicklung in sog. Entwicklungsländern zu fördern.
hat das Ziel die Lebensbedingungen der dortigen Bevölkerung
zu verbessern.
Begriffe und Definitionen
Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Achtung! Achtung!
Der Begriff Entwicklungshilfe
ist veraltet und wird durch den Begriff
„Entwicklungszusammenarbeit“ ersetzt. Dieser betont viel stärker
den partnerschaftlichen Ansatz nachhaltiger Entwicklungspolitik und
verdeutlicht den stattgefundenen Paradigmenwechsel.
Problematik des Begriffs Entwicklung
es gibt keine allgemeingültige Definition von Entwicklung.
es handelt sich um einen wertbesetzten Begriff,
der normativ gebraucht wird: er bündelt Vorstellungen von der
gewünschten Richtung des gesellschaftlichen, wirtschaftlichen
und politischen Wandels.
Begriffe und Definitionen
Entwicklungsindikatoren
• Anhand verschiedener
Einzelindikatoren
erstellen die Vereinten
Nationen jährlich den
Human Development
Index. Dabei handelt es
sich um eine Rangliste
von Ländern.
Berücksichtigt werden
neben dem Pro-KopfEinkommen auch die
Lebenserwartung und
das Bildungsniveau.
Welthunger-Index
• Laut Weltbank gilt
jemand, der
weniger als 1,25
US-$ am Tag zur
Verfügung hat, als
extrem arm. Mehr
als eine Milliarde
Menschen weltweit
leben unterhalb
dieser absoluten
Armutsgrenze.
Human Development Index
Pro-Kopf-Einkommen
Den „Entwicklungsstand“ eines Landes zu messen, ist
immer nur in Bezug auf bestimmte Indikatoren möglich.
• Der WeltnungerIndex stellt jedes
Jahr die Entwicklung
des Hungers auf
globaler, regionaler
und nationaler Ebene
dar. Er berücksichtigt
die Indikatoren
Unterernährung,
Untergewicht und
Kindersterblichkeit.
Historischer Überblick
Entwicklungsdekaden
 Die eigentliche
„Entwicklungspolitik“
begann in den 60er Jahren.
Nach dem Kolonialismus taucht der
Entwicklungsgedanke erstmals 1949
in der Antrittsrede von Präsident
Truman auf:
„Wir müssen ein kühnes neues
Programm auf den Weg
bringen, um die Vorzüge
unseres wirtschaftlichen und
industriellen Fortschritts der
Verbesserung und dem
Wachstum der
unterentwickelten Gebiete
verfügbar zu machen.“
 Von den Vereinten Nationen
wurde seit 1961 jeweils für das
folgende Jahrzehnt eine
Dekadenstrategie eingeleitet
und Entwicklungsziele für die
folgenden zehn Jahre
festgelegt.
 Jede Entwicklungsdekade
kennzeichnet sich durch
bestimmte Ziele, spezielle
Maßnahmen, unterschiedliche
Theorien und besondere
Instrumente der Überprüfung
von Erfolgen.
Nachholende Modernisierung
1960 Jahre
Ziel: die wirtschaftsschwachen
Entwicklungsländer sollten mit Hilfe der
Industrieländer möglichst schnell auf einen
vergleichbaren Stand „gehoben“ werden.
Grundbedürfnisstrategie
1970 Jahre
Ziel: Verbesserung der Lebensbedingungen
der Menschen in den Bereichen Ernährung,
Gesundheit, Beschäftigung, Wohnen und
Bildung.
Entwicklung wurde mit
wirtschaftlichem Wachstum
gleichgesetzt.
Grundbedüfnisbefriedigung wurde
als entscheidender
Entwicklungsmotor gesehen.
Entscheidender Indikator was das
Pro-Kopf-Einkommen.
Maßnahmen zur Arbeitsbeschaffung, zur Grundbildung,
zur Gesundheitsvorsorge.
Industrielle Modernisierung nach
westlichem Vorbild sollte
Wachstumsschub bringen.
Investiert wurde v.a. in GroßProjekte: „Trickle-Down-Effekt“
Die Armen profitierten in den
meisten Ländern nicht davon,
eher haben sich Unterschiede zw.
Reich und Arm verschärft.
Entstehung von
Kleinkreditprogrammen.
„Hilfe zur Selbsthilfe“ wurde zum
Schlagwort.
Der bangladeschische
Wirtschaftswissenschaftler
Muhammad Yunus ist einer
der Begründer des
Mikrofinanz-Gedankens.
Das verlorene Jahrzehnt
1980 Jahre
Ziele: Verringerung der Kindersterblichkeit
und Bekämpfung von Hunger und
Unterernährung.
Weltwirtschafts- und Ölkrise:
fallende Rohstoffpreise auf dem
Weltmarkt treiben die
Entwicklungsländer in eine
Schuldenfalle.
Strukturanpassungsprogramme:
die Vergabe von Krediten wurde
an bestimmte Bedingungen
gekoppelt.
Situation der Ärmsten verschärft
sich in den meisten Ländern.
Nachhaltige Entwicklung
1990 Jahre
Ziele: Entwicklung soll so gestaltet werden,
dass sie die Bedürfnisse heutiger
Generationen befriedigt, ohne zu riskieren,
dass kommende Generationen ihre
Bedürfnisse nicht mehr befriedigen können.
Einsicht in die Endlichkeit der
Ressourcen und die Grenzen des
wirtschaftlichen Wachstums.
Globale ökologische und soziale
Probleme können nur gemeinsam
gelöst werden.
Entwicklungs- und Umweltpolitik
werden zur Querschnittsaufgabe
für alle Politikbereiche:„Agenda 21“
Partizipation und Partnerschaft:
Beteiligung der betroffenen
Bevölkerung und stärkere
Zusammenarbeit zwischen
Industrie- und
Entwicklungsländern.
Leitbild der Nachhaltigkeit
Soziale
Gerechtigkeit
Politische
Stabilität
Nachhaltige
Entwicklung
Wirtschaftliche
Leistungsfähigkeit
Ökologisches
Gleichgewicht
Die Millenniumentwicklungsziele
Akteure der EZ in Deutschland
Nichtstaatliche EZ
Staatliche EZ
Finanzielle
Zusammen
-arbeit
Technische
Zusammen
-arbeit
beauftragt zur
Durchführung versch.
Organisationen
Kirchliche Organisationen:
z.B. Brot für die Welt, Misereor
Nichtregierungsorganisationen:
z.B. Terres des Hommes,
Kindernothilfe, NETZ
z.B.
Kreditanstalt
für
Wiederaufbau
z.B.
Gesellschaft für
Internationale
Zusammenarbeit
Politische und private
Stiftungen: z.B. Friedrich-EbertStiftung, Konrad-Adenauer-Stiftung
Prinzipien der EZ
Partnerschaft
Partizipation
Partizipation:
Zu Beginn eines neuen Projektes
bestimmen die DorfbewohnerInnen,
wer am Projekt teilnehmen wird.
Beispiele aus einem
NETZ-Projekt zur
Ernährungssicherung
durch die Erzielung
eigener Einkommen.
Hilfe zur Selbsthilfe
Mit einem individuellen Startkapital
gelingt es den Projektteilnehmerinnen,
ein eigenes Einkommen zu erzielen.
Wirksamkeit der EZ
Armutsbekämpfung muss an den Ursachen ansetzen.
Hilfe wird erst dadurch sinnvoll, wenn sie dazu verhilft,
dass sich Arme selbst helfen können.
Sie ist nur dann effizient und nachhaltig, wenn sie
Menschen befähigt, sich selbst aus
unverschuldeter Not zu befreien.
und wenn die wirtschaftlichen
und politischen Strukturen,
die zu Elend, Verarmung und
Benachteiligung führen,
dauerhaft verändert werden.

similar documents