Název školy: Autor: - Gymnázium Jana Opletala

Report
Název
Deutschland – Kultur III: Literatur - Überblick
Předmět,
ročník
Německý jazyk, 4. ročník
Tematická
oblast
Reálie německy mluvících zemí
Anotace
Prezentace s výkladem a obrázky.
Klíčová slova
Epochen der deutschen Literatur, Autoren, Werke
Autor
Mgr. Vlastimil Kudláček
Datum
4. 12. 2013
Škola
Gymnázium Jana Opletala, Litovel, Opletalova 189
Projekt
EU peníze středním školám, reg. č.: CZ.1.07/1.5.00/34.0221
 Die Vorgeschichte der dt. Literatur reicht in die Zeit der
Sippengesellschaft zurück – alte germ. Dichtungen wurden
mündlich vorgetragen und weitergegeben. Meistens handelte sich
um mythische Gesänge, Totenlieder, Kampflieder und Heldenlieder.
 4. Jh. – die Bibelübersetzung des Bischofs Wulfilas --- das erste
schriftliche Denkmal in der germanischen Sprache --- Anfang des
germanischen Schrifttums.
 9.
Jh.:
Hildebrandslied
(Heldenepos
aus
der
Völkerwanderungszeit, im Kloster Fulda von zwei Mönchen
geschrieben)
 Bis zum 12. Jh. waren vornehmlich Klöster kulturelle Pflegestätten
und Bildungszentren. Seit Mitte des 12. Jh. entstand an den Höfen
eine neue Kultur – es entwickelten sich der Minnesang (Walther
von der Vogelweide) und das höfische Epos (Wolfram von
Eschenbach – „Parzival“, Gottfried von Straßburg – „Tristan und
Isolde“). Um 1200 entstand das Heldenepos „Nibelungenlied“.
 Um 1450 - Erfindung des Buchdrucks durch Johann
Gutenberg --- Verbreitung der dt. Literatur.
 15. und 16. Jh. (Renaissance, Humanismus und
Reformation) – kräftige Impulse für neue Formen. M.
Luthers Bibelübersetzung trug wesentlich zur
Durchsetzung einer gemeindeutschen Sprache bei.
 17. Jh. – die Barockzeit: die ersten Sprachgesellschaften
wurden gebildet; es entstanden Gramatiken; neue
Regeln der Poetik nach franz. Vorbild; neue lyrische
Genres und Tragödie.
Walther von der Vogelweide
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Vogelweide_Weingartner_Handschrift.jpg
Das Nibelungenlied
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 18. Jh.: Zeitalter der Aufklärung --- es ging um die
Prinzipien kritischer Vernunft und befreiter Natur, um
die Ideale der Klarheit, Einfachheit. Literatur war
Bildungsmittel. Das theoretische Fundament für die
Dichtung gaben die Philosophen R. Descartes, G. W.
Leibniz, I. Kant u.a.
 Die größte Gestalt dieser Zeit: Gotthold Ephraim Lessing
– versuchte eine neue dt. Literatur und ein neues
bürgerliches Theater zu schaffen. Er trat für eine
einfache, natürliche Sprache ein. Sein Werk: „Mina von
Barnhelm“ (die erste dt. klassische Komödie), „Emilia
Galotti“ (Familientragödie), „Nathan der Weise“.
 Um 1770: Sturm und Drang --- gegen die
Vernunftherrschaft der Aufklärung; verkündete die
Freiheit des Gefühls und der Phantasie, die
schöpferische Kraft und Herrschaft des Genies.
 Johann Gottfried Herder – Wiederentdeckung des dt.
Volksliedes: „Stimmen der Völker in Liedern“.
 Der junge J. W. Goethe: „Die Leiden des jungen
Werthers“ – Briefroman.
 Der junge F. Schiller: „Die Räuber“, „Kabale und Liebe“
– Dramen.
 18. – 19. Jh.: Weimarer Klassik --- die Zeit der
Wirkungsgemeinschaft Goethes und Schillers in Weimar
von 1794 bis zu Schillers Tod 1805; sie nahm die Antike
zum Vorbild.
 Friedrich Schillers (1750 – 1805) Werk: Dramen „Wallenstein“, „Maria Stuart“, „Die Jungfrau von
Orleans“, „Braut von Messina“ und „Wilhelm Tell“;
Balladen – „Der Handschuh“, „Der Taucher“.
 Johann Wolfgang Goethe (1749 – 1832) schuf auch
Balladen – „Der Schatzgräber“, „Der Zauberlehrling“.
Sein Hauptwerk ist das philosophische Werk „Faust“.
Sein Spätwerk – v.a. Lyrik und Romane.
Friedrich Schiller
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Johann Wolfgang Goethe
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 1798 – 1830: Romantik --- wollte das Leben poetisieren;
Zurückgehen der Dichtung auf Mythos, Sage, Märchen, bei
Lyrik auf die Formen der Volkspoesie; Vorbild – das
Christentum, das Mittelalter. Das Symbol romantischer
Sehnsucht, die blaue Blume, stammt von Novalis („Heinrich
von Ofterdingen“, „Hymnen an die Nacht“). Vertreter:
Clemens Brentano, Achim von Arnim, Joseph von
Eichendorf, E. T. A. Hoffmann. Jakob und Wilhelm Grimm –
Gründer der Germanistik: „Deutsches Wörterbuch“; Märchenund Sagensammler: „Kinder- und Hausmärchen“.
 1815 – 1848: Biedermeier --- Die Vormärzliteratur: politische
Lyrik hoch im Kurs; Ferdinand Freiligrath, Georg Herwegh.
 1830 – 1850: Junges Deutschland --- revolutionäre Romantik,
Gesellschafts- und Zeitkritik; Heinrich Heine: „Buch der
Lieder“.
 1850 – 1890: Realismus --- Romane, Novellen; Wilhelm
Raabe, Theodor Storm, Theodor Fontane.
 1880
–
1890:
Naruralismus
--detailgetreue
Wirklichkeitsabbildung und Wissenschaftlichkeit; Gerhard
Hauptmann (Nobelpreisträger) : „Der Biberpelz“.
 1890 – 1920: Die Moderne --- Impressionismus,
Symbolismus, Dekadenz und Expressionismus; Hugo von
Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke: „Die Sonette an
Orpheus“, Franz Kafka: Erzählungen – „Das Urteil“, „Die
Vewandlung“ usw., Heinrich Mann: Romane – „Professor
Unrat“, „Die Göttinnen“ usw., Thomas Mann: „Die
Buddenbrooks“ (Roman), „Der Zauberberg“ (Novelle).
Franz Kafka
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Thomas Mann
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1910 – 1925: Expressionismus - Franz Kafka
(Prager deutschschreibender Schriftsteller): „Das
Schloss“, „Der Prozess“, „Amerika“, „Brief an den
Vater“ usw.; Gottfried Benn (Dichter); Georg
Trakl (Dichter); Franz Werfel: „Das Lied von
Bernadette“, „Spiegelmensch“.
1918 – 1933: Hermann Hesse (Nobelpreis für
Literatur): „Der Steppenwolf“; Erich Kästner
(Gedichte, Kinderbücher): „Emil und die
Detektive“; Thomas Mann (Romane, Novellen):
„Der Tod in Venedig“; Heinrich Mann; Bertolt
Brecht (Dramatiker von Weltruf): „Mutter
Courage und ihre Kinder“; Kurt Tucholsky, Franz
Kafka.
1933: Machtergreifung durch Hitler und die
NSDAP --- Emigration deutscher Intellektueller --deutsche Literatur im Exil: Heinrich Mann,
Thomas Mann, Bertolt Brecht, Arnold Zweig:
„Der große Krieg der weißen Männer“
(Romanzyklus), Erich Maria Remarque –
Antikriegsromane: „Im Westen nichts Neues“,
„Triumphbogen“, „Zeit zu leben und Zeit zu
sterben“ usw., Lion Feuchtwanger – große
historische Romane: „Goya“, „Josephus“, „Jud
Süß“; Anna Seghers – Romane: „Das siebte
Kreuz“, „Die Toten bleiben jung“.
Erich Maria Remarque
Anna Seghers
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02-10867%2C_Erich_Maria_Remarque.jpg
Nach 1945 entwickelte sich die Literatur in
beiden Staaten unterschiedlich:
Im Westen knüpft die Literatur nicht nur an
die
Traditionen
der
bürgerlichen,
humanistisch-demokratischen Literatur des 19.
Jh. an, sondern sie folgt auch Tendenzen der
Moderne (Expressionismus, Existenzialismus).
Sie war thematisch und formal differenzierter.
Die Literatur der DDR war geprägt von der
Aufgabe, gemäß dem Programm des
sozialistischen
Realismus
die
Realität
widerzuspiegeln.
 Einige der Vertreter der Nachkriegsliteratur in der BRD:
Heinrich Böll – Nobelpreisträger, Kämpfer für
Demokratie und Humanismus, Romane: „Wo warst
du, Adam?“, „Billiard um halb zehn“ usw.
Günter Grass – Nobelpreisträger, Romanautor: „Die
Blechtrommel“.
Martin Walser – Romane: „Halbzeit“, Dramen: „Eiche
und Angora“.
Johannes Mario Simmel – österreichischer
Romanschriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor,
Romane: „Liebe ist nur ein Wort“, „Alle Menschen
werden Brüder“ usw.
Die „Gruppe 47“ – lockere Gruppierung von Autoren
ohne politisches oder ästhetisches Programm,
wichtige Rolle bis in die späten 60er Jahre.
 Einige der Vertreter der Nachkriegsliteratur in der DDR:
Johannes Bobrowski – Gedichte, Romane
Bertolt Brecht
Franz Fühmann – Erzählungen, Gedichte, „König
Ödipus“
Peter Hacks – „Adam und Eva“
(Emanzipationskomödie)
Anna Seghers – Präsidentin des Deutschen
Schriftstellerverbandes, Romane: „Das siebte Kreuz“,
„Transit“, „Die Entscheidung“
Christa Wolf – in Ost und West gleichermaßen
bekannt, Erzählungen: „Der geteilte Himmel“, Romane:
„Kindheitsmuster“ (autobiographisch gefärbt)
Quellenverzeichnis
Justová, H. Deutschsprachige Länder. 3. vyd. Havlíčkův Brod: Fragment, 2000,
59 s. ISBN 80-7200-424-7.
Kolektiv autorů. Maturitní otázky z němčiny. 2. vyd. Třebíč: Jazyková literatura,
1996. 303 s. ISBN 80-902077-1-5.
Mynarik, L. a kol. Němčina Otázky a odpovědi … nejen k maturitě. Vyd. 2.
Dubicko: INFOA, 2009, 239 s. ISBN 80-7240-490-3.

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