Präsentation_Praxiswissen_Mitabeiterbeteiligung [4972

Report
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Praxiswissen Mitarbeiterbeteiligung
WP/StB Rainer Weichhaus, RA Konstantin Maretis, LL.M.
Kernfragen
■ Warum Mitarbeiterbeteiligung?
■ Welche Mitarbeiterbeteiligungsmodelle bestehen?
■ Was sind die Vor- und Nachteile der Modelle?
■ Welcher rechtliche Rahmen ist zu beachten?
■ Welche Vorüberlegungen sind anzustellen?
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Warum Mitarbeiterbeteiligung?
Gründe für Mitarbeiterbeteiligung
■ Erhöhung der Mitarbeitermotivation
■ Förderung der Identifikation mit dem Unternehmen
■ höhere Bindung der Mitarbeiter
■ ggf. Stärkung der Eigenkapitalbasis
■ evtl. Aufbesserung der Liquiditätslage
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Welche Mitarbeiterbeteiligungsmodelle bestehen?
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Mitarbeiterbeteiligung
Modelle
Mitarbeiterbeteiligung
materiell
Erfolgsbeteiligung
: Gegenstand der Präsentation
Kapitalbeteiligung
immateriell
Sonstige
Beteiligung
gesetzliche
Mitbestimmung
freiwillige
Mitbestimmung
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Mitarbeiterbeteiligung
Erfolgsbeteiligungen (z.B. Tantieme)
keine
Mitwirkungsrechte
Gewinnbeteiligung
• Jahresüberschussbeteiligung
• Ausschüttungsbeteiligung
Ertragsbeteiligung
• Umsatzbeteiligung
Leistungsbeteiligung
• Produktionsbeteiligung
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Mitarbeiterbeteiligung
Kapitalbeteiligungen
Eigenkapitalbeteiligung
abnehmende
Mitwirkungsrechte
Mezzanine Kapitalbeteiligung
Fremdkapitalbeteiligung
• GmbH-Geschäftsanteil
• Kommanditanteil
• Belegschaftsaktien
• Typisch Stille Beteiligung
• Genussrechte
• Partiarisches
Mitarbeiterdarlehen
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Mitarbeiterbeteiligung
Sonstige Beteiligungen
zunächst keine
Mitwirkungsrechte
Anwartschaften
Virtuelle Beteiligungen
• Optionen (z.B. Stock
Options)
• Phantom Shares
keine
Mitwirkungsrechte
Virtuelle Optionen
• Stock Appreciation Rights
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Was sind die Vor- und Nachteile der Modelle?
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Erfolgsbeteiligungen – z.B. Tantieme
Vor- und Nachteile
Vorteile




geringer rechtlicher Aufwand
keine Gesellschafterstellung
Abzugsfähigkeit als Personalaufwand
Zahlungsverpflichtung grundsätzlich
nur bei Gewinnsituation
Nachteile
 Liquiditätsbelastung
 regelmäßig begrenzte
Motivationswirkung
Kapitalbeteiligung – z.B. GmbH-Geschäftsanteil
Vor- und Nachteile
Vorteile
 hohe Motivationswirkung wegen
Gesellschafterstellung
 Verbesserung Eigenkapitalquote
Nachteile
 Anteilszersplitterung
 Stimm-, Informations- und
Kontrollrechte für Mitarbeiter
 erheblicher Übertragungsaufwand
 Regelungen für Trennung erforderlich
 Einlage erforderlich
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Mezzanine Kapital-Beteiligung – Typisch Stille Beteiligung
Vor- und Nachteile
Vorteile
 flexible Gestaltung
 ggf. handelsrechtliches Eigenkapital,
und steuerliches Fremdkapital
 nur Einsichtsrechte
(Jahresabschluss)
 psychologischer Effekt der
„gesellschaftsrechtlichen Beteiligung“
 grundsätzlich rechtsformunabhängig
Nachteile
 Einlage notwendig
 Mitarbeiterkündigung bei
Vertragsgestaltung bedenken
 Gesellschaftsrecht
 Kapitalertragsteuer
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Mezzanine Kapital-Beteiligung – Genussrechte
Vor- und Nachteile
Vorteile
 variable Gestaltung möglich
 Beteiligung am Wertzuwachs des
Unternehmens möglich
 ggf. handelsrechtliches Eigenkapital
und steuerliches Fremdkapital
 keine gesellschaftertypischen
Mitwirkungs- oder Kontrollrechte
 grundsätzlich rechtsformunabhängig
Nachteile
 Einlage erforderlich
 keine Mitwirkungs- oder
Kontrollrechte, ggf. begrenzte
Motivationswirkung
 Gesellschaftsrecht
 Kapitalertragsteuer
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Fremdbeteiligung – Partiarisches Mitarbeiterdarlehen
Vor- und Nachteile
Vorteile
 geringer rechtlicher Aufwand
 keine Stimm-, Informations- und
Kontrollrechte für Mitarbeiter
 Zinsen sind Betriebsausgaben
 Verbesserung der Liquiditätslage
Nachteile
 Finanzierungsaufwand für Mitarbeiter
 regelmäßig begrenzte
Motivationswirkung (Ausnahme:
Convertible Loan)
 Verschlechterung Eigenkapitalquote
 grundsätzlich Kapitalertragsteuer
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Sonstige Beteiligung – Optionen
Vor- und Nachteile
Vorteile
 vor Optionsausübung keine
Einflussnahme
 zeitliche Verschiebung der
Beteiligung
 keine Liquiditätsbelastung
 bei Optionsausübung
Liquiditätszufluss
 Mitarbeiterrisiko auf etwaiges
Optionsentgelt beschränkt
Nachteile
 nach Optionsausübung Einlage
erforderlich
 ab Optionsausübung Einflussnahme
 Kapitalerhöhung bzw. Auskehrung
eigener Anteile
 ggf. Anteilszersplitterung
 ggf. Trennungsregelung
 ggf. Übertragungsaufwand
Sonstige Beteiligung – Optionen
Beispiel für „Stock Options“ (unter Berücksichtigung von Convertible Bonds)
■ Beispiel:
¬ Unternehmen gewährt Mitarbeiter Stock Option (Aktienoption)
¬ Die Stock Option berechtigt zum Kauf einer gewissen Anzahl von Aktien zu einem vorher bestimmten
Preis nach Ablauf eines vereinbarten Zeitraums
¬ Ist der Aktienwert gestiegen, erfolgt Ausübung der Option
¬ Mitarbeiter kann Wertzuwachs der Aktie durch Verkauf realisieren
¬ Stock Options werden durch Kapitalerhöhung oder eigene Anteile bedient




teilweise strittig, ob Einräumung der Aktien zu Ergebnisminderung führt
steuerpflichtiger Arbeitslohn erst bei Optionsausübung (Kurswert bei Verschaffung der Aktie > Übernahmepreis)
Veräußerungsbeschränkungen sind steuerlich unbeachtlich
In Abweichung zur Stock Option gewährt beim Convertible Bond (Wandelanleihe) Mitarbeiter bereits bei
Einräumung Geldbetrag
 Besteuerung von Convertible Bonds entspricht grundsätzlich der Besteuerung von Stock Options
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Sonstige Beteiligung – Phantom Shares
Vor- und Nachteile
Vorteile
 insbesondere auf Barzahlung und
ggf. fiktive Dividendenausschüttung
gerichtet
 keine Einflussnahme
 keine Anteilsverwässerung
 Zahlungen sind Personalaufwand
 Begründung wohl ohne
Hauptversammlungsbeschluss
 Beteiligung am Wertzuwachs
 Liquiditätsabfluss ggf. erst beim Exit
Nachteile
 keine Mitwirkungs- bzw.
Kontrollrechte, ggf. begrenzte
Motivationswirkung
 Liquiditätsabfluss
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Sonstige Beteiligung – Phantom Shares
Beispiel für „Phantom Shares“
■ Beispiel:
¬
¬
¬
¬
Unternehmen gewährt Mitarbeiter unentgeltlich Phantom Shares (fiktive Aktien)
Diese werden zu einem bestimmten Basiswert eingeräumt
Bei Zielerreichung (z.B. Exit) wird dem Mitarbeiter eine Barzahlung gewährt (Strike Yield)
Die Höhe des Strike Yields bemisst sich unter Zugrundelegung des beim Exit erzielten
Veräußerungspreises und des Basiswerts
 Mit den Phantom Shares wird die Mitarbeiterbeteiligung auf den Zeitpunkt des Exits hinausgeschoben
 Strike Yield ist grundsätzlich Betriebsausgabe
 Strike Yield ist steuerpflichtiger und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn
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Sonstige Beteiligung – Stock Appreciation Rights
Vor- und Nachteile
Vorteile
 nicht auf Aktien, nur auf Barzahlung
gerichtet
 keine Einflussnahme
 keine Anteilsverwässerung
 Zahlungen sind Personalaufwand
 Begründung wohl ohne
Hauptversammlungsbeschluss
 Liquiditätsabfluss ggf. erst beim Exit
Nachteile
 keine Mitwirkungs- bzw.
Kontrollrechte, ggf. begrenzte
Motivationswirkung
 Liquiditätsabfluss
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Sonstige Beteiligung – Stock Appreciation Rights
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Beispiel für „Stock Appreciation Right“
■ Beispiel:
¬ Unternehmen gewährt Mitarbeiter Stock Appreciation Right (virtuelle Stock Option)
¬ Das Stock Appreciation Right berechtigt „virtuell“ zur Option eine gewissen Anzahl von Aktie zu einem
vorher bestimmten Preis nach Ablauf eines vereinbarten Zeitraums zu kaufen
¬ Die Ausübung der Option erfolgt „virtuell“
¬ Mitarbeiter erhält bei gestiegenem Aktienkurs Wertzuwachs in Form einer Barzahlung
 Barzahlung ist grundsätzlich Betriebsausgabe
 steuer- und sozialversicherungspflichtiger Arbeitslohn
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Welcher rechtliche Rahmen ist zu beachten?
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Mitarbeiterbeteiligung
Wesentlicher rechtlicher Rahmen
Handelsrecht
Gesellschaftsrecht
Sozialrecht
Steuerrecht
Mitarbeiterbeteiligung
Insolvenzrecht
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Welche Vorüberlegungen sind anzustellen?
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Mitarbeiterbeteiligung
Vorüberlegungen
Rechte?
Förderung?
Begünstigte?
Vorüberlegungen
rechtliche
Auswirkungen?
Finanzierung?
Mitarbeiterbeteiligung
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
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Ihre Ansprechpartner
Rainer Weichhaus
Konstantin Maretis, LL.M.
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