NC-Trainingslager - OÖ. FSV Bodenlos

Report
NC-Trainingslager
13.-14. März 2010
Hinterstoder, Oberösterreich
HERZLICH WILLKOMMEN
IN HINTERSTODER!
Organisatorisches
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Parken, Wohnmobile/-wägen
Fluggebiet, Flugschule (Daniela)
Toiletten
Getränke & Essen … und zahlen ;-) (Josef)
Gibt’s offene Fragen/Probleme, die sofort
gelöst werden müssen?
Teilnehmerliste
Tagesablauf
Samstag
Sonntag
09.00 – ca. 12.30 Uhr
09.00 – ca. 12.30 Uhr
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Vorbereitung &
Flugausrüstung (Drusi)
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Wetter (Wolfbe)
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Diskussion
GPS-Training &
Wettbewerb (Staufisch)
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Vorbereitung
Trainingstask
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13.30 – ca. 17.00 Uhr
14.00 – ca. 17.00 Uhr
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Flugpraxis
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Debriefing
Flugpraxis
Ab 19:00
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Debriefing
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Taktik (Helei)
Tagesablauf
Samstag
09:00
Einleitung, Organisatorisches (Stefan)
09:15 Vortrag Vorbereitung (Drusi) und GPS (Stefan)
12:15 Mittagessen
13:30 Trainingstask
15:00 Vortrag Wolfgang Bernhard
17:00 Einchecken, Duschen, Abendessen, usw.
19:00 Taktik Helmut Eichholzer
anschließend gemütlicher Ausklang, Fragen, Diskussion, ...
Ein paar Zahlen
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41 Anmeldungen
– 19 NC-Klasse (8 Weiß-nicht, 14 Nein)
– Frauenanteil: 3 :-(
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Altersdurchschnitt: 36 Jahre
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Weiteste Anreise: ???
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Schirme (34):
– 6 UP, 6 Nova, 4 Niviuk
– 18 LTF-2
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GPS (26): 17 x Bräuniger, 5 x Garmin, 3 x Aircotec, 1 x
Top Navigator (ein paar Garmin als Backup)
Steckbrief Drusi
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Name: Andreas Preininger (Drusi)
Fliege seit: 2004
Liga NC-Klasse 2007, 2008
Erfolge:
– 2007 NC-Klasse 2 Gesamtrang
– 2008 XC-Challenge Offene Klasse 4; NC 1
– 2009 Österr. Streckenflugstaatsmeisterschaft Team
3 Platz OÖ FSV Bodenlos Einzel 14
Steckbrief Stefan
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Name: Stefan Aufischer (Staufisch)
Fliege seit: 2003 (Strecken seit 2006, Bewerbe seit 2007)
NC-Klasse 2007/08, Serienklasse seit 2008
Erfolge:
– 2009: 3. Platz österr. Liga Paragleiten (Austria Cup) Serienklasse
– 2009: Österr. Streckenflugstaatsmeisterschaft
• Team: 3. Platz (OÖ FSV Bodenlos)
• Einzel: 12. Platz
– 2010: Qualifizierung für den Weltcup in Brasilien
(3.-10. April - Poços de Caldas - http://www.hipoxia.com.br/pwc2010/)
Begriffe, Termine, Anmeldungen, Voraussetzungen, ...
Um was geht’s eigentlich?
Was ist die Liga?
Was ist die NC-Klasse?
• Liga = Österreichische Liga Paragleiten
– Vereinsgründung 1988
– Leistungssport im Gleitschirmfliegen
– Organisation von und Teilnahme an Wettbewerben
– http://www.paragleiter.org
• NC-Klasse = Newcomer-Klasse
– 2007 von Bruno Lehner et. al. ins Leben gerufen
– Nachwuchsförderung
– Einstiegshürde verringern
– Trainingsmöglichkeiten schaffen
Voraussetzungen NC-Klasse
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Sonderpilotenschein mit Überlandberechtigung (oder
gleichbedeutende Berechtigung, z.B. B-Schein in DE)
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Schirm mit Gütesiegel (EN A bis EN D, LTF 1 bis LTF 2-3)
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GPS, das den Anforderungen für's Streckenfliegen und LigaFliegen genügt (Track-Aufzeichnung, Wendepunkte, ...)
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Gültige Haftpflichtversicherung mit
Bergekostenversicherung
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Sportlizenz/Aeroclub: Mitgliedschaft in einem
österreichischen Gleitschirmverein
Voraussichtliche NC-Termine 2010
• ...
– ...
Körperliche-, mentale und fliegerische Vorbereitung
VORBEREITUNG
Körperliche Vorbereitung
• Ausdauertraining
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Pulsmesser
Maximale Herzfrequenz (HF) 180 – Alter oder 220 – Alter
Aerobes Training ca. 65 – 75% max. HF
Wichtig Regeneration
Dehnungsübungen (vor und nach Training)
verschiedene Sportarten
Aufzeichnungen über Training
Trainingsplan auf Liga HP
Körperliche Vorbereitung
• Krafttraining
– Beinmuskulatur (Speed-System)
– Schultermuskulatur (Steuerleinen)
– Rücken- und Bauchmuskulatur (Sitzposition)
• Ernährung
– Trinken (min. Wasser 2-3 Liter)
– Ausgewogen Ernährung (Bunt)
– Einschränken von Alkohol, Nikotin, Zucker, Fett
z.B.: 1 l. Fanta, Sprite, Cola ~35 Würfelzucker
• Doping
Mentale Vorbereitung
• Familie, Arbeit (Einplanung der Flugtage)
• Anmeldung / Zimmer
• Erstellung der Ziele / Kontrolle / Analyse
Endankünfte / Platzierung /
Durchschnittsgeschwindigkeit
• Wettkampfablauf verinnerlichen Startvorbereitung /
Briefing / Start
• Autogenes Training
• Entspannungsübungen
• Konzentrationsübungen / Aufholjagd
Fliegerische Vorbereitung
• Wetterinformationen
– Vortrag von Wolfgang Bernhard morgen Vormittag
• Training
–
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–
–
Schirmhandling und Sicherheitstraining
Kurbeltechnik (links/rechts)
Fliegen mit Speed
GPS-Training
Während dem Flug Einstellungen ändern, umschalten auf
andere Seiten, Route ändern
Flugausrüstung
• Schirm (Schirmwahl)
• Gurtzeug (Sitzposition, Verstauung der Geräte,
Trinksystem, Cockpit..)
• Retter
• Speedsystem
• Essen
• Packcheck (ist auch wirklich alles dabei)
• Urinalkondom / Windel / Isostar / Trinkgewohnheiten
• Vario, GPS (kenne ich die Funktionen?)
• Funkgerät (Details auf nächster Folie)
• …
Funkgerät
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Dank Bruno gibt es seit heuer Liga-Frequenz: 161,275 Mhz
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Sicherheitsfrequenz (Race canceled/stopped, Level 1, 2 ,3)
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Montage
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–
Nicht in der Nähe des GPS
–
Lautstärkeregler erreichbar
–
Tastensperre bzw. Knöpfe geschützt
Headset verwenden
–
Mikrofon windgeschützt
–
Sprechtaste am Handschuh oder am Helm
–
VOX-Funktion NICHT benutzen
Achtung: Teamfliegen offiziell nicht erlaubt
Sonnenbrille
Tommi
PAUSE
• Fragen
• Diskussion
Verwendung von GPS beim Wettkampf- und Streckenfliegen
GPS-VERWENDUNG
Marktübersicht
• Bräuniger IQ Basic/GPS, Competino(+),
Compeo(+)
• Flytec 5020, 5030, 6020, 6030
• Aircotec XC-Trainer (Dual, 3DG)
• Garmin (60cs[x], etrex, ...)
• MLR
• Renschler
• Top-Navigator
Was ist GPS? Wie funktioniert es?
• Global Positioning System
– weltweites, satellitengestütztes Navigationssystem
– NAVSTAR-GPS des US-Verteidigungsministeriums
• Satelliten, GPS-Empfänger
– Genauigkeit: ca. 10-15m horizontal
(Vor 1. Mai 2000 mit
Abschaltung der künstlichen
Signalverzerrung: ca. 100 Meter)
Was können Flieger-GPS?
• Verschiedene "Ausbaustufen"
– Nur GPS
– GPS kombiniert mit Vario
– All-in-one-Geräte
– GPS-Logger + PDA + Software
Was können Flieger-GPS? (2)
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Track-Aufzeichnung
Höhenaufzeichnung (barometrisch, GPS)
Kompass (magnetisch, GPS)
Geschwindigkeit (over Ground, True/Indicated
Airspeed)
• Temperatur, Druck, Uhrzeit, Flugzeit, usw.
• Wegpunkte, Routen, Lufträume, …
Competino/Compeo
• Verschiedene Typen
– Grundfunktionen
• Aufbau / Bedienelemente
– Display
– Knöpfe
– Andere Teile
• Einstellungen
–
–
–
–
Uhrzeit
Kartenformat / Koordinatensystem
Eingabeformat / Einheiten
3 Bildschirme  Werte einstellen
• Stromversorgung
• Mehr Info auf:
– www.brauniger.com
Competino/Compeo
• Aufbau / Bedienelemente
– Display
– Knöpfe
– Andere Teile
• Einstellungen
–
–
–
–
Uhrzeit
Kartenformat / Koordinatensystem
Eingabeformat / Einheiten
3 Bildschirme  Werte einstellen
• Stromversorgung
• Mehr Info auf:
Montage
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Sicherung
Sichtbarkeit
Bedienbarkeit
Cockpit
Abstand zu anderen
Geräten (Funk)
• Backup
Wegpunkte und Routen
• Basics
– Bezeichnung
– Höhe, Koordinaten
• Eingabe von Wegpunkten
– Händisch
– Wegpunkte überspielen
(USB)
• Erstellung von Routen
–
–
–
–
Route, Competition Route
Zylinder, Radius um WP
Startzylinder, Goal
…
Wettkampf – Vorbereitung zu Hause
• Batterie-/Akkus aufladen
• Alte Wegpunkte und Routen löschen
– Vorher evtl. auf Computer überspielen
• Neue Wegpunkte evtl. bereits aus dem
Internet herunterladen und einspielen
– Erspart Zeit und Nerven vor Ort
Wettkampf – Vorbereitung vor Ort
• WP überspielen gleich bei Anmeldung
• Vorbereitung des GPS
– Taskboard (auf Zettel abschreiben)
– Start- und Endzeit (Window Open, Race-Start, …)
– Startzylinder (ENTER, EXIT)
– Startart (automatisch/manuell)
• Eingabe einer Competition-Route
Wettkampf - Startcheck
• Erweiterter Startcheck
– GPS eingeschalten?
– Competition Route aktiv?
– Lautstärke eingeschalten?
– Befestigung/Sicherung passt?
Wettkampf – Während des Fluges
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Einflug in den Startzylinder (Radius)
Richtungsanzeigen / Navigation
Distanzen (Dist to Cyl, Dist to WP, …)
Gleitwinkel, Geschwindigkeit,
Windrichtung
Nötiger Gleitwinkel für WP (bzw.
Goal)
Höhe über nächstem WP
Letzte Thermik (Windversatz?)
Erreichen eines Wendepunktes
– Ein Punkt mindestens im Zylinder!!!
– Wendemanöver
Wettkampf - Endanflug
• Nötiger Gleitwinkel bis ins Ziel (über mehrere
WP) – Req. L/D Goal
• Höhe über Ziel – Alt a Goal
• Endanflugsrechner (mit Grafik)
• Groundspeed
• Distance to Goal (1 km vor dem Ziel aus dem
Gas!!, Ziellinie trotzdem überfliegen bzw. in
400m-Radius einfliegen)
Probleme
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Stromversorgung (Temperatur, nicht aufgeladen, ...)
Störung mit Funkgerät o.ä.
Speicherplatz reicht nicht f. Aufzeichnung, Wegpunkte
Ausversehen ausgeschalten
Knöpfe mit Handschuhen nicht bedienbar
Einstellungen während Flug nicht mehr änderbar
GPS nicht gesichert
Kein Kabel für Wegpunkte oder Auswertung
Soft- bzw. Firmware nicht auf dem neuesten Stand
Inkompatibel mit Auswertung (alte od. spezielle
Geräte)
Tipps
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Nummer, Name, Tel.nr. auf GPS kleben
Gute Schutzhülle
Immer festmachen (evtl. doppelt)
Gutes Cockpit
Backup
Ausschalten / Speichern
Track noch nicht löschen
Üben, üben, üben!
PAUSE
• Fragen
• Diskussion
Die alten Weisen nannten den einen klugen Kämpfer, der nicht nur siegt,
sondern sich dadurch auszeichnet, dass er mit Leichtigkeit siegt.
(Sun Tsu)
Teil 3: TAKTISCHES FLIEGEN
Wettbewerb
• Gelände: Wo sind die kritischen Stellen, XContest,
Google Earth, Routenwahl, Schneelage, Wegpunkte
alter Bewerbe
• Taskboard: Drehrichtung; Start Typ (Boden, Luft); IN,
OUT; Speed run; Ziel schließt; Task Ende;
• Sign in, Rückmeldung, Sign out, Runreport
• Taktik: Durchkommen vs. Risiko
• Risiko: Wolkenflug / Lemming Effekt
• Führungspersonen: (Schirm, Nummer, Gurtzeug,
Helm)
Wettbewerb (2)
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Funk: kleine „intime“ Gruppe; Sicherheitsfrequenz
Bewerbsstopp
Start: Vorbereitung; Startplatz sichern
Startzeitpunkt
Pulkfliegen / Führungsfunktion / Formationsflug
Wegpunkte einprägen
Thermikqualität: gute Thermik; Thermikverlauf im
Bezug auf die Höhe / Tageszeit
Tipps
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•
•
Durchkommen ist alles
Fragen, Fragen, Fragen
Teamwork 1+1=3
Sicherheit
Spaß
Wenn der Hahn kräht auf dem Mist,
ändert sich's Wetter oder es bleibt wie's ist.
WETTER
Steckbrief Wolfgang
Name:
Wolfgang Bernhard
Fliege seit:1990 (mit einigen Jahren Pause)
Bewerbe: Streckenflug, intensiv seit 2004
Erfolge: …..noch immer unverletzt!
Wozu mit dem Wetter beschäftigen?
 Der Veranstalter entscheidet ob es fliegbar ist
 Wetterbriefing beim morgendlichen Task-Briefing
 Dann noch einen erfahren Kollegen fragen
 Als Newcomer hab ich andere Bereiche, die meine
Aufmerksamkeit erfordern!
Alles richtig! Aber:
Wozu? Flugleistung!
Gute Wetterkenntnisse helfen bei der fliegerischer Entwicklung
• Flugtaktik: Wie werden sich Wind und Thermikqualität im
Taskverlauf entwickeln?
• Jeden möglichen Informationsvorsprung nutzen, erleichtert
Entscheidungen während dem Task (z.B. etwas früher
aufziehende hohe Wolken, Abschattungen,…)
• Wetter-Debriefing: Verstehen, warum welche Stelle im Task
besonders gut/schlecht funktioniert hat
 Ziel: weniger Fehler machen (zuerst: Absaufrisiko, später:
Schnittgeschwindigkeit)
Wozu? Sicherheit!
 Selbst beurteilen können, ob die Verhältnisse für mich OK sind!
Auch Veranstalter können irren.
 Während dem Task die angekündigten Gefahren richtig
einschätzen können (bricht der Föhn doch durch? Gibt’s da
doch ein Lee am Hauptkamm? Überentwicklungsgefahr?)
 Wenn ich bezüglich der Verhältnisse unsicher bin, fliege ich
schlechter!
Wozu? Hammertag erkennen!
Entscheidend für leistungsorientiertes Streckenfliegen:
 Am richtigen Tag am richtigen Ort sein!
Es gibt ein Leben zwischen den Ligabewerben:
• Streckenfliegen ist unverzichtbares Training
• Eigene Entscheidungen treffen lernen
• Ausdauer und Konzentrationsvermögen steigern
• Streckenfliegen (speziell in der Gruppe) ist ein durchaus
aussagekräftiger Leistungsvergleich
Wetter: Basiswissen
Wir müssen nicht jeden thermodynamischen Vorgang mit all
seinen Fachbegriffen verstehen (wer das trotzdem will: z.B.
Wikipedia: Flugmeteorologie oder www.gleitsegelwetter.de )
Alles was wir wollen: ungestörter Sonnenschein, kein Wind und
oben kalte Luft…
Uns interessiert nachfolgend nur
• wo wir brauchbare Flugwetterdaten finden, und
• wie wir die möglichst schnell möglichst richtig interpretieren
können
Trotzdem: Einige Begriffe
• Windgeschwindigkeit: 10 Knoten (kn, kt) ~ 18 kmh (Hilfe: x2 –
10%)
• Uhrzeit: UTC, Z, GMT => weltweite Bezugszeit, alles das selbe…
Unsere Lokalzeit = UTC + 2 Std. (bei Sommerzeit, sonst nur +1)
• Höhe: 1000 Fuss (ft) ~ 300 meter
• Druckkarten:
850hPa ~ 1500m
700 hPa ~ 3000m
500 hPa ~ 5500m
• Gradient: Temperaturabnahme mit Höhe (Grad je 100m)
Grobplanung: mehrere Tage davor
• ORF (TV nach ZIB, http://wetter.orf.at)
• www.wetteronline.de schneller 6-Tage Überblick, weltweit
verfügbar, Windtendenz in unterschiedlichen Höhen (z.B.
Feuerkogel, Schmittenhöhe, Sonnblick, Villacher Alpe),
Föhngefahr (Patscherkofel)
• www.wetterzentrale.de (‚weitere GFS-Karten‘ – ‚NiederschlagPanel‘ oder ‚500hPa Bodendruck Panel‘) guter 9-Tage Überblick
• Hörmann: www.gleitsegelwetter.de kostenpflichtig, dafür exakt
auf uns zugeschnittene 6-Tage Vorschau
• Südtirolwetter: www.provinz.bz.it/wetter/suedtirol.htm
Achtung, Touristenprognose!
Kurzfristprognose: 1-2 Tage davor
AustroControl: www.flug-wetter.at kostenlose Anmeldung nötig,
einige Daten auch als Telefondienst verfügbar (0517039999)
• Vorhersagetexte: nicht überbewerten… nur grobe Einteilung in
Nord/Südalpen, oft stimmungsabhängig, wienlastig
• Wind/Temperaturkarte: brauchbar! Grober Gradient ableitbar,
zeitlicher Verlauf im 3 Std-Raster, leider nur 1x am Tag
aktualisiert
• Satellitenloop: zeigt Wolken, IR (infrarot, 24h), VIS (visible, nur
am Tag) gute Hilfetexte zur Interpretation vorhanden
• Radarloop: zeigt Niederschlag, gute Bewertung der (lokalen)
Restfeuchte möglich
Kurzfristprognose (2)
Alptherm: ebenfalls über AustroControl www.flug-wetter.at
• Reines Rechenmodell, basiert auf GFS-Daten und
programmierten Erfahrungswerten
• Gute Gebietsaufschlüsselung
• 2x je Tag aktualisiert (7:00 und 17:00, je nach Jahreszeit und
Stimmung des Diensthabenden….), auch für den Folgetag
• Gute Windprognose
• Gute Qualität wenn wenig Wetteränderung (statisches
Rechenmodell)
• Oft Probleme mit (lokaler) Restfeuchte
Kurzfristprognose (3)
www.wetterzentrale.de DIE Basisdaten. Alle 6 Stunden neu
• Mittlere Wolken: Könnten abschirmende Wolkenfelder
kommen?
• Niederschlag: Achtung beim Interpretieren, kurze Schauer am
Abend (labiler Tag) sind nicht unbedingt negativ! Rote Punkte:
Überentwicklung
• Wind 850 hPa: entspricht 1500m. Wurfpfeile, kurze Feder: 5
Knoten, lange Feder: 10 Knoten. Achtung! Wetterkarten geben
den überregionalen Wind an, sie berücksichtigen keine
Talwinde und kein Abblocken durch Thermik!
Kurzfristprognose (4)
• Wind 700hPa: entspricht 3000m. Im Alpenbereich die
wichtigste Windseite! Derzeit nur über
http://www.wzkarten3.de/pics/Rmgfs2413.gif erreichbar.
Zeitachse muss manuell eingegeben werden, die ‚24‘ in der
Adresse gibt die Stunden ab Aktualisierung an
• Hörmann: www.gleitsegelwetter.de Mittlerweile sehr gute
Qualität, 2x täglich aktuell (19:00 und 6:00), übersichtlich, für
Laien verständlich. Kostenpflichtig (ca. 60.- pro Jahr)
• Webcams: Speziell am Vortag zur Beurteilung der erwartbaren
Restfeuchte
Am Flugtag
 Kurze Kontrolle für das gewählte Fluggebiet (sofern nicht
ohnehin alles klar ist)
• Aktualisierter Alptherm (Ausgabezeit kontrollieren!)
• Radiosonde (bei AustroControl): sieht nur kompliziert aus,
Verstehen lohnt sich! Keine Prognose, liefert den Istzustand. Bei
Wind eine Sonde im Luv wählen. Liefert uns den Gradient in
der jeweiligen Flughöhe und eventuelle Sperrschichten
(Ausheizzeit beurteilen, Startzeitpunkt entsprechend wählen!)
Am Flugtag (2)
• Aktuelle Windwerte: AustroControl, Telefonansage, ORFBergwetter, für Südtirol:
ww.provinz.bz.it/hydro/daten/meteo_d.asp
Wichtig, gilt für praktisch alle Prognosen:
Speziell kurzfristige Änderungen in der Prognose (z.B.
Windzunahme von 5 auf 10 Knoten zwischen Abend- und
Morgenprognose) sind in der Realität meist noch deutlicher
ausgeprägt (oft werden es dann 15 Knoten……).
Gleiches gilt für herannahende Wolkenfelder.
Regionale Besonderheiten
• Talwindsysteme
• Überlagerung Talwind / überregionaler Wind
• Zusammenhänge: Thermikstärke / Höhe des Talwindes / Höhe
der Basis / Starke Inversion an der Basis (Turbulenzgefahr!)
Abschließend
 Hilfreich: Versuche(!), dir die aktuelle Luftmasse in deinem
Fluggebiet räumlich vorzustellen. Woher wird Luft angesaugt?
Wo entstehen dadurch Düsen? Wo sind eher ruhige Bereiche,
in denen sich die Thermik gut entwickeln kann?
 Wetter-Debriefing (am besten in der Gruppe): Besseres
Verständnis
• verringert die Anzahl der Fehlentscheidungen
• steigert so eure Flugleistung
• erspart euch eventuell so manches unangenehme Erlebnis in
der Luft
SPOT Messenger
Was ist, wenn
• ich irgendwo im Hochgebirge absaufe, notlande oder am Retter
in den Bäumen hänge?
• ich eventuell sogar verletzt bin?
• ich nicht mehr selbst telefonieren kann?
• kein Handyempfang ist?
Oder:
• Wer sucht mich, wenn ich am Abend fehle?
• Wo sollen sie mich überhaupt suchen?
SPOT Messenger: Funktion
• Die aktuelle Position (eingebauter GPS-Empfänger) wird vom
Gerät über das Satellitennetz (Globalstar) versendet
 Unabhängig vom Handyempfang!
• Die Daten werden dann bei SPOT in den USA auf einem Server
gesammelt
Jeder Pilot kann selbst konfigurieren,
• wer diese Daten sehen kann (Google Maps), bzw.
• wer spezielle Meldungen (OK, Hilfe) sofort als SMS bekommt
SPOT Messenger: Nachrichten
• OK: Wird üblicherweise am Start (hallo, ich bin heute auf
Strecke, macht euch am Abend Gedanken wenn ich mich nicht
melde…) und nach Landung (gut gelandet, alles OK) gedrückt.
Per SMS an ausgewählte Personen.
• HILFE: Ich benötige Hilfe, aber keine unmittelbare Gefahr.
Würde z.B. unverletzt im Baum hängend gedrückt. Per SMS an
ausgewählte Personen, wird vom Gerät alle 5 min abgesendet.
• ALARM (911): Ich bin verletzt, Hubschrauber/Bergrettung
sofort nötig! Wird direkt vom SPOT-Server an die
entsprechende Rettungsstelle geleitet. Achtung! Den
Alarmknopf niemals versehentlich drücken, da entstehen
Kosten durch den Rettungseinsatz!
SPOT Messenger: LiveTracking
• Alle 10 Minuten wird die aktuelle Position gesendet, und in
Echtzeit auf GoogleMaps dargestellt.
 Ein gnadenloses Folterinstrument für alle im Büro sitzenden…..
• Wichtig aber vor allem für die Suche: Wenn (aus welchen
Gründen auch immer) der Alarm nicht mehr ausgelöst werden
kann, schränkt sich der Suchbereich auf einen Umkreis von 10
Flugminuten ein!
SPOT Messenger: Kosten
• Gerätepreis: 149.- (Stand Februar 2010)
• Neues Gerät vermutlich noch 2010 verfügbar (etwas kleiner,
besserer Empfang, bessere Bedienung,….)
• Service: 138.- pro Jahr
• Batterielebensdauer: Eine Flugsaison mit einem Satz AA
Lithium ist kein Problem
 Alles unter www.findmespot.eu/gm/
Lufträume
Es gibt für Österreich genial einfache, für jeden Laien
verständliche Luftraumkarten:
© Wolfgang Dertnig
www.haengegleiten.com/download.php?list.3
Fragen / Diskussion
NC Klasse 2009

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