Barfußaktivitäten zu Förderung der Konzentration

Report
Gut geerdet
Lorenz Kerscher
und
voll konzentriert
1
Unser Schicksal als
zivilisierte Menschen:
Wir leben „auf der Straße“.
Wir haben unseren Lebensraum
gründlich umgestaltet:
unser Leben spielt sich
überwiegend zwischen
Häuserwänden und auf
Verkehrsflächen ab.
2
Oder noch schlimmer:
Wir sind online!
Moderne Medien überfluten uns
mit Reizen, die nicht natürlichen
Ursprungs sind.
Daraus enstehende
Bewegungsimpulse können oft
nicht sinnvoll ausgelebt werden.
3
Vielfach ist unsere
Lebenswirklichkeit
völlig jenseits dessen,
was unser
Nervensystem noch
richtig verarbeiten
kann.
4
"Was uns erschöpft, ist die Nichtinanspruchnahme der
Möglichkeiten unserer Organe und unserer Sinne, ist
ihre Ausschaltung, Unterdrückung ...
Was aufbaut, ist Entfaltung. Entfaltung durch die
Auseinandersetzung mit einer mich im Ganzen
herausfordernden Welt.“
Hugo Kükelhaus, 1900 - 1984
Entwickler der
Erfahrungsfelder zur Entfaltung der Sinne,
darunter das „Fußerfahrungsfeld“.
5
Themenübersicht
• Unser Weltbild ist ein Körperbild
• Barfußlaufen in der Natur
• Fußfühlpfade
• Fußgymnastikspiele
6
Sensomotorischer Homunculus:
Verteilung der Wahrnehmungs- und Bewegungszentren in Gehirn
7
Grundfunktionen des Nervensystems
• Sinnesreize aufnehmen und verarbeiten:
– nach Wichtigkeit sortieren,
– Unplausibles aussortieren und Widersprüche glätten,
– Informationslücken rekonstruieren.
Damit beschäftigt sich das Gehirn auf die Gefahr hin,
Unsinn zu produzieren!
Und der raubt Konzentration ...
• Wahrnehmung in Bewegung umsetzen.
•  Die Qualität der Wahrnehmung und der
Korrekturen bedingt den Erfolg unserer Aktionen.
8
Die Arbeitsweise des Nervensystems und seine Korrekturmechanismen sind
angepasst an Lebensräume, in denen wir uns bewegen und die wir gestalten.
Soll - Ist -Vergleich
9
Sensomotorik und aufrechter Gang
•
Die landlebenden Wirbeltiere sind fast ausschließlich
Vierfüßler.
•
Doch vor etwa 4 Mio. Jahren begannen unsere
Vorfahren, aufrecht zu gehen.
•
So hatten sie jederzeit die Hände frei -- und damit die
Möglichkeit, Präzisionsarbeit zu leisten.
•
Fest in sicher auf dem Boden stehend konnten sie
Werkzeuge und Jagdwaffen gebrauchen und ihre Felder
bestellen.
•
Mit wachsendem Gehirn konnten diese Möglichkeiten
immer besser genutzt werden.
– Nahezu verdreifachte Gehirnmasse innerhalb von 3 Mio.
Jahren,
– Entwicklung von Sprache und Kommunikation,
– Kunst und Kultur,
– Wissenschaft und Technik,
– Domestizierung von Hunderten von Nutzpflanzen und
10
Haustierarten.
Die Füße sind das Kontaktorgan zum Boden
• Sie registrieren den Zustand des Bodens
– Festigkeit und Oberflächenstruktur,
– Feuchtigkeit oder Trockenheit,
– Wärme oder Kälte.
• Die Wahrnehmung der Bodenbeschaffenheit
wird vom Nervensystem in Bewegungsimpulse
umgesetzt, um beim Gehen und Stehen auf
jeder Art von Boden den Körper im
Gleichgewicht zu halten (Sensomotorik).
 Grundlage für gute Haltung und
gesunden Rücken
• Die Wahrnehmung der Bodenbeschaffenheit
hilft beim Finden von Wasserstellen,
Jagdgründen, essbaren Pflanzen, fruchtbarem
Land.
 Grundlage für das Überleben
11
Die Füße steuern den aufrechten Gang
• Das sensorische Areal für die Fußsohlen ist auffällig groß und in
Nachbarschaft der Bewegungszentren für die Beine und den
Rücken.
• Fehlende Wahrnehmung
mindert die Qualität der
Bewegung wie auch unseres
Handelns 
• Intensive Wahrnehmung holt
uns ins Hier und Jetzt und
lässt uns mit aller
Konzentration agieren 
12
Die Füße sind vielseitig und geländegängig
•
Für jedes Gelände finden sich die
optimalen Bewegungsabläufe:
– Waldboden,
– Wiese,
– Sumpf,
– Sand,
– steile Böschungen,
– Kletterpartien,
– bis zu einem gewissen Grad auch
steiniges Gelände.
13
Barfuß steht im Lehrplan für Bayerische Grundschulen
14
Themenübersicht
• Unser Weltbild ist ein Körperbild
• Barfußlaufen in der Natur
• Fußfühlpfade
• Fußgymnastikspiele
15
Ganz natürlich gehen!
• Barfuß gehen wir langsam und bewusst
und empfinden die Verbindung zur Natur
mit allen Sinnen.
• Das freie Gefühl weckt natürliches
Wohlbefinden.
• Der sanfte Tritt unserer Sohlen schont den
Untergrund und die Vegetation.
• Barfußgehen ist eine Naturheilmethode:
– Gegen Fußschäden,
– gegen Hautkrankheiten,
– gegen Rückenbeschwerden,
– gegen Durchblutungsstörungen und
Venenleiden,
– gegen Erkältung.
16
„Das natürlichste und einfachste Abhärtungs-Mittel
besteht im Barfußgehen.“
Sebastian Kneipp: Meine Wasserkur, 1892
Quelle:
Penzberger Merkur
17
Barfuß Stress abbauen
• Das Nervensystem ist auf Wahrnehmung
und Abbildung eines natürlichen Umfelds
ausgerichtet.
• Termindruck und Informationsflut haben
mit natürlichen Sinnesreizen wenig
gemein.
• Überflutung mit künstlichen Reizen irritiert
und führt zu Unruhe, Angst, Hektik,
Verstimmung.
• Wohlbefinden entsteht in den sensorischen
Gehirnarealen durch Wahrnehmung („alles
ist, wie es sein soll“).
• Gönnen wir also auch dem großen Bereich
für die Wahrnehmung der Fußsohlen so
viele barfüßige Schritte wie möglich!
18
Geerdet findet
man leichter
Kontakt
Bei Barfußaktivitäten
erlebt und empfindet
jeder dasselbe kleine
Abenteuer,
das schweißt zusammen.
Und natürlich wird das
in der Pädagogik längst
eingesetzt!
19
Barfußwandern stärkt die Gemeinschaft
20
Barfußwandern mit Schulklassen
Alternativen:
• selbst ausgekundschaftete Wege
• barfußtauglich laut Wanderliteratur
• ausgewiesene Barfußpfade
21
Barfußwege kann man überall entdecken
• Pfade in Wald und Wiese
–
–
–
–
abwechslungsreich und uneben
niedriges Gras, erdiger Waldboden
mit Wurzeln und Steinbrocken
durch Schlamm und Wasser
• günstig erreichbar
– kurzer Weg zu Fuß, ggf. mit dem Rad
– kurze Anfahrt mit Verkehrsmitteln
• Untergrund einsehbar
– Müll und Glasscherben sind sichtbar und
können beseitigt werden.
– keine Berührung von mittelhoher Vegetation
= keine Zeckengefahr.
– Bienen auf Blüten, Wespen auf Fallobst,
ggf. Schlangen kann man sehen, bevor man
darauf tritt.
22
Themenübersicht
• Unser Weltbild ist ein Körperbild
• Barfußlaufen in der Natur
• Fußfühlpfade
• Fußgymnastikspiele
23
Tastpfade
Eine Attraktion für Kinderfeste, Schulfeste,
Sport- und Spielfeste, die einfach zu
verwirklichen ist.
24
25
Wir leben am besten in einer Umgebung von
vielfältigen Sinnesreizen
„Die Entwicklung des Menschen wird
von derjenigen Umwelt optimal gefördert,
die eine Mannigfaltigkeit wohldosierter
Reize gewährleistet. Ungeachtet der
Frage, ob diese Reizwelt von physischen
oder sozialen Verhältnissen und Faktoren
aufgebaut ist -
die Vielgestaltigkeit der Umwelt
ist Lebensbedingung.“
Hugo Kükelhaus, 1900 - 1984
Entwickler der
Erfahrungsfelder zur Entfaltung der Sinne,
darunter das „Fußerfahrungsfeld“.
26
27
So bringt man den
Gleichgewichtssinn
mit ins Spiel.
28
Barfußpark im
Schulhof
Angelaschule Osnabrück
29
Barfußpark im Klassenzimmer
• Schöne Aufgabe für einen
Schulprojekttag,
• ideales Angebot, um am
Tag der offenen Tür die
jüngeren Geschwister
einzubeziehen.
30
Die kleine Variante
kann platzsparend
aufbewahrt und
jederzeit im Unterricht
eingesetzt werden.
31
Themenübersicht
• Unser Weltbild ist ein Körperbild
• Barfußlaufen in der Natur
• Fußfühlpfade
• Fußgymnastikspiele
32
Lustige Fußspiele -- gesunde Gymnastik, die Spaß macht
• fröhliches Gemeinschaftserlebnis
• Fesselnde Aktivität im Hier und Jetzt
• Training der Fußmuskulatur
• Erhaltung der Beweglichkeit
• Schulung des Gleichgewichtssinns
• Aktivierung der Sensomotorik zu Beginn
jeder Art von Barfußaktivität
33
Förderung der Konzentration
Durch Umsetzung von Sinnesreizen in Bewegung
• Notwendige Umsicht beim
Barfußlaufen
• Bewusstes Tasten vielfältiger
Untergründe und Gegenstände
• Kombination verschiedener
Sinne:
– Tast- und Druckwahrnehmung
– Gleichgewicht (Stehen auf
einem Bein)
– Räumliches Sehen
• Gemeinsames Bewältigen von
Schwierigkeiten erfordert, dass
man aufeinander achtet.
34
35
36
www.barfusspark.info
• Verzeichnis der Barfußpfade im deutschsprachigen Raum
• Lösungskatalog und Infozentrale für Planer und Betreiber
von Barfußpfaden
• Anleitung für Tastpfade
• Fußgymnastikspiele, Barfußturnen und Barfußwandern
• Gesundheit baut auf den Füßen auf !
Lorenz Kerscher, 82377 Penzberg, Paul-Loebe Str. 21
37

similar documents