Die Gegenlunge

Report
Tauchkurs für das
geschlossene Kreislaufgerät
BUDDY
Inspiration CCR
Arbeitsbuch & Bilder von:
Dave Thompson, Tom Mount,
Don Townsend & Mike Fowler
Deutsche Bearbeitung und Übersetzung
Frank Gottschalch
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1
Voraussetzungen
• Mindestalter 18 Jahre
• IANTD Advanced Nitrox Diver (kann in Verbindung
mit diesem Kurs absolviert werden) oder gleichwertiges
Brevet
• Nachweis von
mindestens 50 geloggten
Tauchgängen
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2
Lizenzbeschränkungen
• Taucher wird qualifiziert für folgendes
Kreislauftauchgerät:
– BUDDY Inspiration Closed-Circuit Rebreather
• Qualifizierung innerhalb der Sporttaucher
Tiefen- und Zeitbeschränkungen
• Training ist gekauft, Lizenz ist erworben
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3
Ausbildungsinhalt
• Tauchzeit von insgesamt mindestens 500 min.
im Pool und im Freigewässer.
• Davon min. 8 Tauchgänge im Freigewässer.
• 2 Tauchgänge tiefer als 15m (50ft)
• 1 Tauchgang tiefer als 27m (90ft)
• Schriftliche Prüfung mit einem Ergebnis
von min. 80% richtiger Antworten
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4
Ausrüstung
•
•
•
•
•
•
•
•
BUDDY Inspiration CC Rebreather
alternative Gasversorgung (Bailout)
Tauchanzug geeignet für das jeweilige Gewässer
Tafel und Bleistift
Reel und Markierungsboje
Tiefenmesser und Timer
Messer, Z Cutter oder Schere
Maske und Flossen
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5
SCUBA
Self-Contained
Underwater
Breathing Apparatus
Geschlossener Kreislauf
Sauerstoff
Mischgas
Halbgeschlossener Kreislauf
Mischgas
Aktiv
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Offener Kreislauf
Luft
Mischgas
Passiv
6
Offener Kreislauf Scuba
Erste Stufe reduziert Druck
auf 9.5 Bar (140 psig)
über Umgebungsdruck
Ausgeatmetes Gas
entweicht ins Wasser
Zweite Stufe reduziert
Druck auf
Umgebungsdruck
Luft oder Mischgas
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7
Offener Kreislauf „Scuba“
•
•
•
•
Einfach, Transportabel & Verfügbar
Einfache Pflege
Ausbildung überall erhältlich
Kein Gasumlauf (Ineffizient)
– Tauchzeit limitiert durch Gasmenge
– Reduziertes Potential für Hypoxie, Hyperoxie und
CO2 Probleme
• Komprimierte Luft, Mischgas, oder Sauerstoff
• Relativ geringe Kosten
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8
Geschlossener &
Halbgeschlossener Kreislauf
•
•
•
•
Geräuschloser Betrieb
Nicht schwierig zu Pflegen
Ausbildung Weltweit erhältlich
Atemgas Umwälzung (Effizient)
– Lange Tauchzeiten
– Potential für Hypoxie, Hyperoxie and
Hyperkapnie vorhanden
• Sauerstoff und Mischgas
• Von „relativ“ preiswert bis teuer
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9
Rebreather Geschichte
• Frühe Geschichte
• Neuere Geschichte
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10
Frühe Geschichte
• Borelli
• Erstes funktionierendes System von Henry Fleuss
in 1878. Zuerst erfunden im 17. Jahrhundert von
Giovanni
• Erste CO2 Reinigung von Khotinsky und Lake in
1881
• Dräger produziert ein System vor dem 1.
Weltkrieg
• Italienische und Britische Marinen benutzen
Sauerstoff & Nitrox Systeme während des 2.
Weltkrieges
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11
Neuere Geschichte
• Electrolung produziert 1969 das erste
elektronische Kreislaufgerät
• Biomarine CCR1000
• Carleton Technologies Mk 15/16
• Dräger Atlantis 1 1995, Dolphin 1998 & Dräger
Ray 1999
• BUDDY Inspiration, Cis-Lunar, & Halcyon
• Moderne Elektronik heißt, dass robuste &
preiswerte Systeme heute erhältlich sind.
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12
Allgemeine Rebreather
Konstruktionsmerkmale
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13
Baue einen Rebreather
• Atme in einen Beutel
• Füge CO2 Reiniger zu
• Füge Atemgas zu
O2
CO2
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14
Umlaufendes „Scuba“
•
•
•
•
•
Gas Vorrat
Gas-Kontroll-Mechanismus
Gegenlunge (Beutel, Kanister)
Kohlensäure-Reinigungs-System
Alternative Gasversorgung
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15
Geschlossener Kreislauf
Sauerstoff
„Scuba“
Sauerstoff
KontrollVentil
Kohlensäure
Reiniger
Gegenlunge
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Sauerstoff
16
Dräger Lar V
Mundstück
Zuluftschlauch
Abluftschlauch
CO2
Reinigungs
Kanister
Sauerstoff
Flasche
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Gegenlunge
(Atembeutel)
Unterdruckventil
Sauerstoff Regler
Flaschenventil
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Geschlossener Kreislauf O2 Scuba
Anwendungen
• Flachwasser Tauchgänge
• Langzeittauchgänge
• Militärische Tauchgänge
– Blasenfreier Betrieb
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Allgemeine Halbgeschlossene
Rebreather Designmerkmale
•
•
•
•
•
•
•
•
Mundstück
Gegenlunge
Wasserabscheider
CO2 Reinigungs Kanister
Gas Zuführungssystem
Eingeatmetes Gas – (Upstream)
Ausgeatmetes Gas – (Downstream)
Alternative Gasversorgung
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Generelle Halbgeschlossene
Rebreather Designmerkmale
• Einzelnes atembares Sauerstoff-Angereichertes
Atemgas oder Sauerstoff und Füllgas
• Constanter Gasfluss (Aktiv) oder “auf Verlangen”
(Passiv), um verbrauchtes O2 zu ersetzen
• FiO2 variiert mit Belastung und Flussrate
• Schwierig zu berechnender PN2 in Gegenlunge,
speziell mit aktiven Geräten
• Circa 5 mal besserer Gasverbrauch verglichen mit
offenem Kreislauf
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20
Halbgeschlossene
Rebreather Typen
Aktive Systeme
Passive Systeme
• Kontinuierlicher Ein• Angereichertes Gas wird
“auf Verlangen”
fluss einer konstanten
zugeführt
Masse von Nitrox
• Tiefenkompensiert um
• Eingenommener FO2
eingenommenen FO2 zu
(Fio2) abhängig von
stabilisieren
Flussrate & O2 Verbrauch
des Tauchers
Alle halbgeschlossenen Systeme geben periodisch Gas ab
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21
Passive Halbgeschlossene
Rebreather
Overpressure
valve
Mouthpiece
Discharge control
valve
LP demand reg.
LP ports
Depth compensated
compound counterlung
Scrubber
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Counterlung
triggered
reg.
HP gauge
HP
supply
HP valve
& first stage
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Atlantis 1 & Dolphin
Atemkreislauf
Mundstück
Linker Atemschlauch
Rechter Atemschlauch
Abluftventil
Einwegventil
Einwegventil
Ausatembeutel
Einatembeutel
Bail-Out Atemregler
CO2 Absorber
Alternative Gas
Versorgung
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Bypass
Demand Ventil
Dosierstein
Gasversorgung
23
Dolphin / Atlantis 1
Design
• Halbgeschlossen
– Konstanter Fluss (Aktiv)
– Geringes Gewicht, wenig Blasen
– Vier Dosiersteine erhältlich, für:
• EAN 60 - EAN 50 - EAN 40 - EAN 32
• No-Dekompressionslimit variiert mit der
Belastung (Gasverbrauch)
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24
Dolphin & Atlantis 1
Innenansicht
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Geschlossenes KreislaufTauchgerät
•
•
•
•
Elektronische Gasmischung
Unlimitierte Tiefentauglichkeit
Sehr effizienter Gasverbrauch
PO2 Setpoint kontrolliert den
Tauchgang
• Ideal für Technisches
Tauchen
• Teuer
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Geschlossener Kreislauf &
Partialdrücke
• Elektronisches Kontrollsystem hält konstanten
PO2 Setpoint
• O2 Sensoren erkennen Abfall von PO2 & öffnen
Magnetventil um O2 zuzuführen
• Verbleibendes Gas im Umlauf ist das Füllgas,
welches aus einem oder mehreren Gasen besteht
• Closed Circuit maximaler Setpoint ist 1.4 ATA
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BUDDY Inspiration CCR
O2-Manometer
VG-Manometer
pO2-Controler
JacketInflator
Erste Stufe
O2-Sensoren
Erste Stufe
Elektronisches
O2-Ventil
Auto-Air
Bail-Out
CO2-Absorber
Trockenanzug
Inflator
Manueller
O2-Inflator
Wasserfallen
VerdünnungsgasEinlassventil
Überdruck
Ventil
&
manuelles
Auslassventil
Ausatembeutel
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Mundstück mit
Richtungsventilen
Einatembeutel
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Closed Circuit SCUBA
Anwendungsgebiete
• Tiefe, Langzeit und
Technische Tauchgänge
• Wracktauchgänge
• Höhlentauchgänge
• Photographie
• Wissenschaftliche
Tauchgänge
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Rebreather & Dekompression
• Partialdruck des Füllgases bestimmt die
Dekompressionspflicht
• Offene & halb geschlossene Systeme – maximaler
PO2 nur auf Zieltiefe
• Mit CC, konstanter PO2 (Setpoint), dadurch
erhöhte Dekompressionseffizienz. Bei einigen
Geräten kann der Setpoint während des Tauchens
verändert werden
• Erheblich reduzierte Dekompressionspflicht
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BUDDY Inspiration Rebreather
Technische Daten
•
•
•
•
•
2.45 Liter CO2 Atemkalk Kanister
Gegenlunge in den Grössen M & L erhältlich
Bebänderung in den Grössen S, M & L erhältlich
Gewicht: 30 kg (65 lb); Neutral im Wasser
2 x Zylinder: 3 Liter / 232 bar
(20 cu ft / 3000 psig)
• Warn-Signalgeber
• 2 Sauerstoff-Kontrolleinheiten
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Atemkreislauf
• Atemverbindung zur Atemkalkpatrone um CO2 zu
entsorgen
• Ausgeatmetes Gas passiert den AtemkalkBehälter “Filter Effekt”
• Effizienz und Atemwiderstand ist abhängig
von Größe und Type des Granulates
• Temperaturempfindlich
• Konstruktion beeinflusst die Effizienz
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Konstruktionsmerkmale der
Atemkalkpatrone
• Ausreichende Oberfläche um CO2 zu absorbieren
• Durchflussrate durch das Granulat muss
ausreichende Verweilzeit (Dwell Time) des Gases
für chemische Absorption von CO2 garantieren
• Muss einfaches & korrektes Packen erlauben um
‘Channeling’ des Atemkalkes zu vermeiden
• Evtl. eindringendes Wasser darf den Atemkalk
nicht erreichen
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Atemkalkpatrone
• Axial Fluss System - Gas fließt durch einen
‘Block’ von Granulat in linearer Richtung
• Kreuz Fluss - Gas fließt durch einen ‘Block’
von Granulat mit einer Richtungsänderung
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Atemkalkpatrone
• Radial – Gaseintritt durch das Zentrum der
Patrone & Gasausfluss nach außen durch
den Atemkalk
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35
Atemkalk* Typen
• Barium Hydroxyd ist die frühste Form von
Atemkalk die benutzt wurde
• Lithium Hydroxyd ist langlebig (8 Std.) und
effizient, aber muss vorsichtig gehandhabt
werden
• Soda Lime ist der normalerweise verwendete
Atemkalk und ist unter den Markennamen wie
Sofnolime™ und Dräger Divesorb® zu erhalten
*Jeder Atemkalk hat einen kaustischen Effekt wenn er
mit Wasser in Verbindung kommt
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36
Kohlensäure Absorption
• Soda Lime besteht aus
–
–
–
–
4% Sodium Hydroxyd [NaOH]
1% Pothassium Hydroxyd [KOH]
~94% Calcium Hydroxyd [Ca(OH)2]
>1% Silicat (Bindemittel)
• Indikator für Verfärbung nach Gebrauch
• Leicht angefeuchtet, um die Produktion von
Karbonischer Säure einzuleiten
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37
Co2 Absorption
CO2 + H2O  H2CO3
H2CO3 + NaOH  Na2CO3 + 2H2O + Wärme
H2CO3 + Ca(OH)2  CaCO3 + 2H2O + Wärme
• CO2 reagiert mit Wasser (Dampf) und
entwickelt eine schwache Karbonische Säure
• Karbonische Säure reagiert mit Lauge und
produziert Salz (Kreide), Wasser, & Wärme
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38
Co2 Absorbent
Wirksamkeit & Variablen
•
•
•
•
•
Chemische Zusammensetzung
Kanister Volumen
Temperatur
Arbeitsleistung
Feuchtigkeitsgehalt
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Kohlensäure Absorbent
Zeit
Kanister Effizienz
Zeit vs. Wassertemperatur
Warm
Kalt
Wassertemperatur
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40
Packen des CO2 Kanisters
• Entleeren das verbrauchten Absorbent
• Entfernen von Absorbent Resten an der
Kanisterwand
• Entsorgen das Absorbent (Hersteller Hinweise)
• Überprüfen der Absorbent Patrone
• Überprüfen der Innenseite des Kanisters auf
Schäden
• Fülle Patrone – keine Luftlöcher – Verdichten
• Lade Patrone in Kanister, Prüfe O-Ring &
Distanzring
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41
Die Gegenlunge
• Benötigt für freies Atmen
– Leere Flasche / Plastiktüte
• Konstante Tarierung
– Ausatmen: Lungenvolumen kleiner & Gegenlungenvolumen größer
– Einatmen: Lungenvolumen größer & Gegenlungenvolumen kleiner
– Vergleiche mit offenem System
• Positioniert um Druckunterschied zwischen
Lunge & Gegenlunge zu minimieren
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42
Hydrostatischer Effekt
• Atembeutel vor Brust -Taucher Horizontal
– Einatmen leichter
– Ausatmen schwerer
• Atembeutel auf Rücken - Taucher Horizontal
– Einatmen schwerer
– Ausatmen leichter
• Atembeutel über Schulter – Fast alle Positionen
– Atemwiederstände beim Ein- & Ausatmen gleich
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43
Bakterien
• Mundstück, Schläuche, Atembeutel
(Gegenlunge), CO2 Absorber
• Bakterien & Vieren im Atem
• Brutstätten für Bakterien
• Desinfiziere Mundstück, Schläuche,
Atembeutel (Gegenlunge) nach jedem
Tauchgang
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44
Rebreather Physik
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45
Rebreather Formeln
•
•
•
•
•
Partialdrücke & Dalton’s Gesetz
Maximale Arbeitstiefe (MOD)
CC Gasverbrauchsberechnung
Äquivalente Lufttiefe (EAD)
Sauerstoff Toxizität
– CNS %
– OTU
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46
Druckeinheiten
• Der Partialdruck eines Gases in einer
Atemgasmischung (pP G) wird in ATA/Bar
gemessen
• Die Summe der Partialdrücke ist gleich dem
Gesamtdruck.
• Wir befassen uns mit dem Partialdruck von
Sauerstoff, bezeichnet als
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pO2
47
Druck in der Tiefe
 D(msw)
P(Me tri sch
)  
 10
 D(fsw) 
  1
P(ATA)  
 33 

  1

ATA/ msw
Bar
1
0
fsw
0
2
10
33
3
20
66
4
30
99
5
40
132
1 ATA = 10 msw 33 fsw = 34 ffw = 14.7 psi = 1 Bar
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48
Partialdrücke von Gasen
Der Gesamtdruck der von einer Gasmischung ausgeübt wird, ist die Summe der
Drücke, die von jedem einzelnen Gas ausgeübt würde, wenn es alleine wäre und
den zur Verfügung stehenden Raum alleine besetzen würde.
P(ges)=P1+P2+P3…..Pn
Partialdruck von O2 in Luft in Meereshöhe (1 ATA/Bar)= 0.21 ATA/Bar
Partialdruck von N2 in Luft in Meereshöhe (1 ATA/Bar)= 0.79 ATA/Bar
Gesamtdruck (Spurengase ignoriert) = 0.21 + 0.79 = 1 ATA/Bar
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49
Dalton's
Gesetz
Pg = Fg x P
Was ist Partialdruck?
Pg
Fg =
Pg
P
Fg P
Was ist der Prozentuale Anteil?
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Pg
P=
F g
Was ist die Tiefe in ATA?
50
Equivalente Luft/Stickstoff
Tiefe. (EAD) Formel
FN 2 x D  10
EAD 
 10
0.79
0.50 x 20  10
15
EAD 
 10 
 10  9 msw
0.79
0.79
FN 2 x D  33
EAD(Imperial) 
 33
0.79
0.50 x 66  33
EAD 
 33  60 fsw
0.79
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51
Geschlossener Kreislauf &
Partialdrücke
• Elektronisches Kontrollsystem regelt
konstanten PO2 - Setpoint
• Sauerstoffsensoren erkennen PO2 Abfall
& öffnen das Magnetventil um Sauerstoff
zuzufügen
• Verbleibendes Gas im Kreislauf ist
Füllgas – ein oder mehrere Inertgase
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52
Grundsätzliche
Atmungs- Physiologie
• 21% O2 in Luft auf Meereshöhe
• 1/4 bis 1/3 wird im Blut absorbiert
• 80-82% wird durch den Stoffwechsel
in CO2 umgewandelt
• Atemreflex wird von CO2 ausgelöst
• Atmungsrate wird von der CO2
Produktionsrate bestimmt
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53
Grundsätzliche Atmungs
Physiologie
• Atemminutenvolumen (AMV) wird bestimmt von
Atmungsrate & Gasvolumen welches bei jedem
Atemzug bewegt wird.
• AMV = Gesamter Gasdurchsatz in einer Minute
• OC - Betriebszeit bestimmt durch AMV
• Semi-Closed - Betriebszeit bestimmt durch Flussrate
• Closed Circuit-Betriebszeit bestimmt durch O2
Verbrauch des Stoffwechsels
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54
Sauerstoff Stoffwechsel
• Sauerstoffverbrauch variiert mit Arbeitsrate
–
–
–
–
Bei Ruhe---------------------------- 0.5 L/min
Leichte bis mittlere Arbeit ----- 1.0-1.5 L/min
Schwere Arbeit----------------------2.0 –2.5 L/min
Sehr schwere Arbeit -------- ---- 3.0 – 3.5 L/min
Verbessere Gaseffizienz durch Rebreathing!
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55
Gasverbrauch
Tiefe
msw(fsw)
0 (0)
10 (33)
20 (66)
30 (99)
40 (132)
50 (165)
70 (198)
90 (264)
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Absoluter
Druck
1.0 Bar
2.0 Bar
3.0 Bar
4.0 Bar
5.0 Bar
6.0 Bar
8.0 Bar
10.0 Bar
Offener Geschl.
Kreislauf Kreislauf
25 Lpm
50 Lpm
75 Lpm
100 Lpm
125 Lpm
150 Lpm
200 Lpm
250 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
1 Lpm
56
Geschlossener Kreislauf
Sauerstoff Stoffwechsel
Sauerstoffvorrat - 3 Liter bei 200 Bar = 600 Bar Liter
O2-Stoffwechselrate = 1.0 lpm bei mittlerer Arbeit
600 Liter  600 minuten oder 10 Stunden
1.0 lpm
Annahme- keinen Gasverlust durch Maske oder
Kreislauf. Betriebsdauer unabhängig von Tiefe
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57
Geschlossener Kreislauf
Sauerstoff-Stoffwechsel
Inspiration: 3 Liter bei 200 Bar = 600 Bar Liter
Offenes System:
AMV an der Oberfläche = 20 lpm
AMV in 10 msw (33 fsw) = 40 lpm
600 Liter 15 Minuten
40 lpm
15 Minuten Open Circuit - 10 Stunden Inspiration
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58
Sauerstoff % im Atemgas
Tiefe
ATA PO2
FO2
(9 fsw)
1.3 Bar
1.3 Bar
100 %
6 msw (18 fsw)
1.6 Bar
1.3 Bar
81.3 %
10 msw (33 fsw)
2.0 Bar
1.3 Bar
65.0 %
20 msw (66 fsw)
3.0 Bar
1.3 Bar
43.3 %
30 msw (99 fsw)
4.0 Bar
1.3 Bar
32.5 %
40 msw (132 fsw)
5.0 Bar
1.3 Bar
26.0 %
50 msw (165 fsw)
6.0 Bar
1.3 Bar
21.7 %
3 msw
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Physiologische
Betrachtungen
•
•
•
•
•
Hyperoxie (CNS O2 Toxizität)
Hypoxie (O2 Mangel)
Hyperkapnie (CO2 Toxizität)
Dekompressions-Krankheit
Chemische Verletzungen
Hypoxie & Hyperkapnie können mit geringen oder
keinen Warnzeichen vor Bewusstlosigkeit auftreten!
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60
CNS Sauerstoff Toxizität
• Oberhalb eines PO2 von 1.6 Bar/ATA
• CON – Convulsions = Spasmen
V – Vision = Gesichtsfeld
E - Ears, Hearing Disturbances =
Gehörstörungen
N – Nausea = Erbrechen
T – Twitching = Zuckungen
I - Irritability = Erregung
D – Dizziness = Schwindel
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61
O2 Limits
Partialdruck
(Bar/ATA)
1.6
1.5
1.4
1.3
1.2
1.1
1.0
0.9
0.8
0.7
0.6
Einzeltauchgang 24 Std. Maximum
(Minuten) (Minuten)
45
120
150
180
210
240
300
360
450
570
720
150
180
180
210
240
270
300
360
450
570
720
Quelle: National Oceanographic and Atmospheric Administration
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OTU Limits
Tauchtage
Max. täglicher OUT
1
850
850
2
700
1400
3
620
1860
4
525
2100
5
460
2300
6
420
2520
7
380
2660
8
350
2800
9
330
2970
10
310
3100
11
300
3300
12
300
3600
13
300
3900
14
300
4200
14-30
300
N/A
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Max. Total OTU
63
Nullzeiten im Vergleich
Vergleich von Nullzeiten
200
180
160
Ze it / min
140
"offen" mit Luft
120
100
Inspiration
80
60
40
20
0
15
20
25
30
35
40
45
50
Tiefe / m
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64
Dekozeiten im Vergleich
Vergleich von Dekozeiten
Zeit / min
80
60
"offen" mit Luft
40
Inspiration
20
0
20 m, 90'
30 m, 60'
40 m, 50'
50 m, 30'
Tiefe / m und Grundzeiten / min
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Asphyxie
• Wenn ein Taucher in einen geschlossenen
Beutel Ein & Ausatmet - CO2 steigt und O2
fällt
• Dyspnie – Ansteigende Atemnot
• Atemschwierigkeit verursacht durch
ansteigendes CO2
• Tod - verursacht durch Sauerstoffmangel
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Hypoxie
• Sauerstoffmangel im Zellenbereich
– Erste Zeichen bei 0.16 PO2
– Schwere Zeichen bei 0.10 PO2
• Unkoordiniert
– Hochgefühl
– Unfähig klar zu Denken
– Bewusstlosigkeit & Tod
Hypoxie ist eine Hauptgefahr – Sie kann ohne
Warnung zu Bewusstlosigkeit & Tod führen.
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Hyperoxie
• Überfluss von Sauerstoff im Zellbereich.
• PO2 > 0.5 Bar/ata bis 1.0 Bar/ata =>
Ganzkörper Toxizität
• PO2 > 1.0 Bar/ata =>
CNS Toxizität ist der kontrollierende Faktor
• Ohne Vollgesichtsmaske - Spasmen
Unterwasser resultieren in Ertrinken
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Hyperoxie
• Wichtige „begünstigende“ Faktoren
– Tatsächlicher PO2
– Dauer der Aussetzung (Exposition)
– Physische Belastung
– Kumulative O2 Aussetzung
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Hyperkapnie
• Überfluss von CO2 im Zellbereich
• Schwere Probleme in Rebreathern aufgrund
des geschlossenen Kreislaufs
• CO2 Produziert durch Stoffwechsel muss
entfernt werden
• CO2 –Entfernt durch chemische Absorption
- mechanische Separation in der Zukunft
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Hyperkapnie
PCO2 Erhöhung auf 0.02 Bar/ATA
• Erhöhte Atemfrequenz (Dyspnie)
PCO2 überschreitet 0.1 Bar/ATA
• Zerstreutheit & Schwindel
CO
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2
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Hyperkapnie
PCO2 überschreitet 0.15 Bar/ATA
•
•
•
•
Atemschwierigkeiten
Steifheit
Muskelspasmen
Bewusstlosigkeit
Sicherheits-Atmung am offenen Gerät
Füllgas Spülung
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Absorptionsmaterial
• Das BUDDY Inspiration wurde wie folgt getestet:
– 1-2.5mm (797 / 8-12 Grade) Sofnolime Granulat,
Wassertemperatur 5ºC(41°F), AMV 43 lpm
• Unter diesen Konditionen ist das Gerät für 3 Std.
Betriebsdauer zugelassen
• Im BUDDY Inspiration können verschiedene
Grade-Absorptionsmaterialien verwendet werden
– 2.5-5mm (4-8 Grade) Sofnolime reduziert die
Betriebsdauer um 1/3
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CO2 Betriebsdauer
• Tauchzeitlimits
– Du musst innerhalb des 3 Stunden Limits aus dem
Wasser sein
• Die Gefahr kommt während nachfolgender
tiefen Tauchgängen:
– Wenn tiefer als 20 msw(66 fsw), Verlasse den
Grund, wenn die Kanisterzeit 140 Min. erreicht.
– Wenn tiefer als 50 msw(165 fsw), Verlasse den
Grund, wenn die Kanisterzeit 100 Min. erreicht.
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CO2 Betriebsdauer
• Die Kanisterzeit kann mit Hilfe des eingebauten
Timers festgestellt werden.
• Der Timer berechnet die Zeit die das Gerät
eingeschaltet ist.
• Die Nullstellung des Timers erfolgt im Menü.
• Alternativ kann der Timer zur Fortschreibung der
Batteriezeit verwendet werden.
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Risiko Vergleich
Voll-Geschl.
Halb-Geschl.
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Hyperoxie Hypoxie Hyperkapnie
Hoch
Mittel
Niedrig
Niedrig
Mittel
Niedrig
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Dekompression
• Ideales System für Dekompression, da Auswahl und
Leichtigkeit der CNS -Berechnung einfach
• Partialdruck vom Inert-Gas bestimmt die
Dekompressionspflicht
•
•
•
•
Das idealste System ist der geschlossene Kreislauf
An 2. Stelle kommt EANx oder Trimix als offenes System
An 3. Stelle kommt der halbgeschlossene Kreislauf
Zuletzt kommt Luft im offenen System
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Masken
•
•
•
•
Limitierter Gasvorrat
Gut passende Maske um Gasverlust zu vermeiden
Wiederholtes Maske ausblasen verschwendet Gas
Vollgesichtsmaske für U/W Kommunikation
– Vollgesichtsmaske muss geringes Volumen haben um
ein Ansteigen von CO2 und Verlust von Gas zu
vermeiden
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Atemcharakteristik
• Natürlicheres Atmen als mit offenem System
• Atemwiderstand ist abhängig von der Position
der Gegenlunge und des Tauchers im Wasser
• Wasser im Kreislauf erhöht den Atemwiderstand
• Feuchtigkeit reduziert den Flüssigkeitsverlust
• Wärme reduziert den Wärmeverlust
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Überwachen des PO2
Hypoxie & Hyperoxie sind
reale Gefahren
Kenne immer
Deinen PO2
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Sicherheitseinrichtungen
• BI kann Wasser im Kreislauf tolerieren –
Kleines Risiko von “Caustic Cocktail”
• Doppelte Elektronik, Master & Slave mit
zwei getrennten Stromversorgungen
• 2 Stunden vorher “Low Battery” Warnung
• Hoher & niedriger PO2 Warnungsgeber
• Sensoren Diagnostik
• Not “Bail-out” System
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Handsets (O2 Controller)
• Zwei identische Controller - Ein Master, ein
Slave. Welcher zuerst eingeschaltet wird, ist
der Master
• Der Slave ist nur ein “Backup Display”, die
Schalter haben keine Funktion
• Der Master kontrolliert den PO2 im Kreislauf
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Handsets (O2 Controller)
• Die O2 Controller bekommen ihre Daten von
den drei Sauerstoffsensoren
• Der Master mittelt die zwei nächsten Sensoren
und vernachlässigt den dritten Sensor
• Der O2 Controller funktioniert, bis einer der
Sensoren um 0.15 bar abweicht. Dann wird der
Alarm aktiviert und die Nachricht “CELL
ERROR” erscheint auf dem Display
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MASTER O2 Controller
• Erlaubt den Wechsel vom hohem zum
niedrigem “Set Point” und zurück
• Im Menü System werden die Set-Points
gewechselt und der Timer auf Null gestellt
• Der Master hat seine eigene Stromversorgung,
unabhängig vom Slave
• Im Falle eines plötzlichen Stromverlustes
übernimmt der Slave die Kontrolle des
Magnetventils
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SLAVE O2 Controller
• Der Slave zeigt den PO2, er übernimmt die
Werte des Masters bzw. der Sensoren
• Die Schalter haben keine Funktion
• Der Slave hat seine eigene Stromversorgung
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Sauerstoffsensoren
• Jeder neue Sensor liefert zwischen 8 und 13.5 mV.
Gemessen an den zwei äußeren Stiften in Luft und
in Meereshöhe
• Wegen dieser Abweichung und der Tatsache, das
die Sensoren mit der Zeit an Spannung verlieren,
ist es notwendig, das Gerät vor jeder Benutzung
zu kalibrieren.
• Die Kalibrierung ist einfach und kann in 20
Sekunden am zusammengebauten Gerät
vorgenommen werden.
• Einfach vor jedem Tauchgang zu kalibrieren
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Elektrische Sauerstoffsensoren
• Kritische Komponenten - Redundant
• Galvanische Zellen
• Blei Anode - vergoldete Kathode - Pothassium
Hydroxyd Lösung
• Blei wird oxydiert und produziert einen
schwachen Strom zwischen Anode & Kathode
• Individuell kalibriert
• Beeinflusst von Feuchtigkeit und Temperatur
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Gerät einschalten
• Entscheide welcher Controller der Master sein soll und schalte ihn
ein.
– Höre auf den „Beep“ und das Klicken des Magnetventils
• Schalte den Slave ein
– Höre auf den Beep und das Klicken des Magnetventils
• Beide Controller überprüfen ihre Batterien und den Strom der
Sensoren
• Wenn Du wartest bis der Master im “DIVE Mode” ist bevor Du
den Slave einschaltest, wird der Slave keinen Batterie und
Sensorentest vornehmen.
• Du hast dann die Option zu Kalibrieren
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Kalibrierungs Optionen
• Die Leistung der Sensoren wird überprüft
• Das Gerät merkt sich die Werte des letzten Kalibrierungsvorgangs. Wenn der Unterschied zwischen den Werten der
alten und neuen Kalibrierung zu groß ist, wird - “MUST
CALIBRATE” “Yes” oder “No” ? Angezeigt
-Unterwasser wähle immer “NO”
• Es wird Empfohlen nach 5 Stunden Tauchzeit, bzw. täglich
zu Kalibrieren
• Um Batteriestrom zu sparen, schalte das Gerät aus und
schalte das Gerät vor dem Tauchgang wieder an
• Vergiss nicht vorzuatmen
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Interpretation der PO2 Anzeige
• Die PO2-Werte von den drei Sauerstoffsensoren werden
einzeln angezeigt. Das sind die wichtigsten Daten die
Du zu überwachen hast. – Tu es regelmäßig
• Vergleiche die PO2 Anzeigen miteinander und mit dem
Setpoint
• Vergleiche die Geschwindigkeit, mit der der PO2 von
einem Sensor zum nächsten wechselt
– Langsam reagierende Sensoren haben wahrscheinlich Wasser
auf der Sensorenoberfläche
• Wenn ein Sensor 0.0 anzeigt, ist das Kabel abgerutscht
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CNS Sauerstoff Toxizität
• CNS Berechnung kann kaum einfacher sein
• Wenn Du die NOAA O2 Exposure Table bei 1.3
Bar benutzt, hast Du 3 Stunden Tauchzeit oder
3.5 Stunden pro Tag
• Vergiss nicht, dass wenn Du den PO2 auf 1.5
Bar erhöhst, reduzierst Du deine Tauchzeit auf
2 Stunden!
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Gasverbrauch Überlegungen
• Gasverbrauch für Tarierweste & Trockenanzug
beeinflusst die Betriebszeit des Rebreathers
• Füllgas wird nur während des Abstieges benötigt
• Es ist wahrscheinlicher, dass Sauerstoff die
Betriebszeit limitiert
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Pre-Dive Checks
Analysiere und prüfe den Druck von:
Füllgas Zylinder
Sauerstoff Zylinder
Einwegventil Check
Mundstück und Gasfluss Check
Positiver / Negativer Atembeutel Check
Überdruckventil Check
Drehe die Gaszylinders auf für HD Leck Check
Überprüfe Master/Slave Computer Funktion
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Voratmungssequenz
• Voratmung 2 - 5 Minuten
– Öffne Mundstück und Atme normal
– Wähle niedrigen Setpoint
– Verifiziere das der Sauerstoff Controller den P02
Setpoint hält
– Betätige Füllgas und Sauerstoffventile
– Verifiziere, das die CO2 Absorption richtig funktioniert
– Verifiziere die Funktion des Bail-Out Systems
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Tauchpraxis
•
•
•
•
•
•
•
Erste Unterwasserüberprüfung
Abtauchen - manuell Füllgas zuführen
Tarierung
Atemcharakteristik
Überwachen des PO2
Überwachen des Gasvorrates
Auftauchen
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Erste Unterwasserüberprüfung
6 msw (20 fsw)
•
•
•
•
Überprüfe auf Lecks
Verifiziere, ob Master O2 korrekt arbeitet
Verifiziere, ob Slave O2 korrekt arbeitet
Justiere deine Tarierung
• Überprüfe deinen Tauchpartner
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Abtauchen
• Gegenlunge fällt mit Anstieg des Umgebungsdrucks zusammen
• Kompensation durch manuelles hinzufügen von
Füllgas
• Schnelles Abtauchen führt zu PO2 Spitzen
• Wähle niedrigen PO2 Setpoint zum abtauchen
• Wähle hohen Setpoint spätestens bei 20 msw
(66 fsw)
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Tarierung
• Keine Änderung der Tarierung während des
Atemzyklus
• Kleine Änderung der Tarierung mit Hilfe
des Lungenvolumens ist nicht möglich
• Gegenlunge fällt beim Abtauchen
zusammen und expandiert beim Auftauchen
• Effekt auf Tarierung von voller auf leere
Gegenlunge ist erheblich
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Überwachen des PO2
• Hypoxie & Hyperoxie sind reale
Gefahren
• Regelmäßiges überprüfen von Master
& Slave
Konstantes überwachen des PO2
ist Lebenswichtig
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Überwachen des Gasvorrats
• Gasvorrat wird viel langsamer verbrauchttrotzdem ist ein Überwachen notwendig
• Der kleine Gasvorrat wird schnell
verbraucht, wenn Lecks im Kreislauf sind,
die Maske oft ausgeblasen wird oder die
Tiefe oft gewechselt wird
• O2-Vorrat und nicht der Füllgas-Vorrat
limitiert die Tauchzeit
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Auftauchen
• Tarierung verändert sich aufgrund der
Expansion der Gegenlungen
• PO2 darf nicht fallen
• Das INSPIRATION hält den Setpoint
während des Auftauchens
• Wenn erforderlich kann O2 manuell
zugefügt werden
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101
Fehlerquellen
• Gefluteter Kreislauf
• Versagen des CO2 Filtersystems
• Versagen der Gasversorgung
• Andere Fehlerquellen und Notverfahren
Im Notfall werden die schlecht gelernten
Notverfahren als erste vergessen
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Gefluteter Kreislauf
• Aufgrund von Kondensation ist immer etwas
Wasser im Kreislauf
Rolle rechts, unten & dann nach oben
• Versehentliches herausnehmen des
Mundstücks
• Undichte Schlauchverbindungen, beschädigte
Schläuche, Gegenlunge & andere Kreislauf komponenten
• Gurgelndes Geräusch & Atemwiderstand
• Auftriebsverlust
Gehe auf offenes System, Bail-Out
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Versagen des CO2 Absorber
Gefluteter Kanister
• CO2 Absorption fällt
• Kaustisches Cocktail im Kreislauf
Gehe auf offenes System, Bail-Out
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Hypoxie
• Gehe auf offenes System für ein oder mehrere
Atmungen
• Gehe zurück auf Rebreather
• Füllgasspülung
• Überprüfe PO2
wenn PO2 niedrig bleibt,
Gehe auf offenes System, Bail-Out
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Hyperoxie
• Gehe auf “Open-Circuit” für
einen oder mehrere Atemzüge
• Gehe zurück auf den Rebreather
• Füllgasspülung
• Überprüfe PO2
• Wiederhole die Maßnahme
bis PO2 wieder stimmt
wenn PO2 hoch bleibt,
Gehe auf offenes System, Bail-Out
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Magnetventil versagt
Das Magnetventil kann auf zwei
Arten versagen:
– Magnetventil klemmt “offen”
• Hyperoxie
– Magnetventil klemmt “zu”
• Hypoxie
IANTD Empfehlung:
Gehe auf offenes System, Bail-Out
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Magnetventil klemmt - offen
Taucher entscheidet weiter mit dem CCR zu tauchen
• Gehe auf “Open-Circuit” für
einen oder mehrere Atemzüge
• Schließe O2 Flaschenventil
• Gehe zurück auf CCR
• Füllgasspülung, Überprüfe PO2
• Halte den PO2 durch manuelles Öffnen und
Schließen des O2 Flaschenventils
IANTD Empfehlung: Bail-Out
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Magnetventil klemmt - zu
Taucher entscheidet weiter mit dem CCR zu tauchen
• Gehe auf “Open-Circuit” für
einen oder mehrere Atemzüge
• Gehe zurück auf CCR
• Halte den PO2 durch manuelles Drücken des
O2 Einlassknopfes
• Überprüfe und halte manuell den PO2
IANTD Empfehlung: Bail-Out
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Komplettausfall der Elektronik
Taucher entscheidet weiter mit dem CCR zu tauchen
Bei entsprechender Ausbildung und Training
hat der Taucher 3 Möglichkeiten:
– Open-Circuit bail-out
– Semi-Closed (Halbgeschlossen)
– Minimum Loop Volume
IANTD Empfehlung: Bail-Out
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110
Semi-Closed Mode
Taucher entscheidet weiter mit dem CCR zu tauchen
• Der Taucher muss für diese Notfallprozedur
ausreichend trainiert haben
• Gehe auf “Open-Circuit” für einen oder mehrere
Atemzüge
• Gehe zurück auf CCR, Füllgasspülung
• Nach jedem 3-5 Atemzug durch die Nase ausatmen
• Füllgasspülung vor/während des Aufstiegs
IANTD Empfehlung: Bail-Out
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Constant Loop Volume
Taucher entscheidet weiter mit dem CCR zu tauchen
• Taucher muss für die Notfallprozedur ausreichend
gelernt haben das CCR manuell zu tauchen
• Halte das Atemvolumen in den Atembeuteln
konstant, durch manuelles hinzufügen von
Sauerstoff
• Tauchtiefe muss gehalten werden
• SCR Modus beim Aufstieg bis auf 6 msw, dann
manuell mit Sauerstoff spülen
IANTD Empfehlung: Bail-Out
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Rebreather Pflege
•
•
•
•
•
Desinfektion & Reinigung
O-Ringe
Schläuche
Gegenlungen
Tarierweste
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Nach jedem Tauchtag
•
•
•
•
Trockne und lüfte die Elektronik
Lasse Flüssigkeit aus der Gegenlunge ab
Wasche Mundstück mit Frischwasser aus
Wenn erforderlich, fülle CO2 Reinigungskanister und Gaszylinder
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Nach dem Tauchen &
Lagerung
•
•
•
•
•
•
•
Spüle den Rebreather ab
Entferne CO2 Absorbierungsmittel
Spüle / Desinfiziere Atembeutel & Schläuche
Reinige den Kanister
Zur Lagerung, lasse Restdruck in Zylindern
Lasse den Rebreather trocknen
Schmiere alle O-Ringe
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Desinfizieren & Reinigen
• Kreislaufgeräte sind aufgrund ihrer warmen
und feuchten Umgebung eine ideale Brutstätte
für Bakterien
• Atemkreislauf muss regelmäßig desinfiziert und
getrocknet werden
• Nur sichere Desinfektionsmittel verwenden
(BUDDY Clean)
• Desinfektionsmittel können O-Ringe
beeinträchtigen
• Nur O2-Kompatible Schmiermittel verwenden
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O-Ringe
•
•
•
•
•
•
•
O-Ringe nicht unnötig manipulieren
Gründlicher Sichtprüfung unterziehen
Beschädigte O-Ringe ersetzen
Exzessives schmieren vermeiden
O-Ring Rillen auf Beschädigung prüfen
Nur O2-Kompatible Schmiermittel verwenden
Keine vom Hersteller versiegelten Bereiche öffnen
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Schläuche
• Nach jedem Tauchgang Schläuche einer
gründlicher Sichtprüfung unterziehen
• Schläuche in einem harten Behälter verwahren /
transportieren
• Gerät nicht an den Schläuchen tragen
• Keine schweren Gegenstände auf die Schläuche
legen
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Gegenlungen
• Halte trocken (belüften) –Wenn nicht benutzt
• Überprüfe Schlauchanschlüsse, speziell die
Gewinde auf Schäden
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Tarierweste
• Wichtig für Tarierung und Sicherheit
• Regelmäßige Sichtprüfung
• Vor dem Tauchgang – Aufblasen und auf
Lecks überprüfen
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Zusammenfassung
Die Vorteile von Kreislaufgräten
überwiegen ihre Nachteile bei weitem
Korrektes Training ist Obligatorisch
Kenne immer deinen PO2
Sei Sensibel und Sicher!
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Wichtige UW-Zeichen
• Setpoint auf oberen / angezeigten Wert - “V“
• Setpoint auf unteren / angez. Wert - “V“ nach unten
zeigend
• Bubble-check - Zeigefinger u. Daumen auf/zu - Leck
so auch anzeigen
• Diluent-Flush - „Toilettenspülung althergebracht“
• CO2- Hit - Scrubber arbeitet nicht mehr richtig - mit
Faust gegen das Kinn deuten
• PO2- zu hoch “V“ zeigen dann m. Faust gegen das
Kinn zeigen
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CCR Übungen
Confined Water
• Checkliste durchgehen
– Gehe alle “Pre-Dive Check” Sequenzen sorgfältig
durch
– Betone, dass Tauchen “Teamwork” ist. Auch vor
dem Tauchgang
– Merke, schließe das Mundstück beim Wechsel auf
Open Circuit
• “Einführung” in das CCR
– CCR in Ruhe “voratmen”
– Eingewöhnungstauchgang zum “Kennenlernen”
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CCR Übungen
Confined Water
•
•
•
Manuelles aufblasen des BCD mit dem Mund
– Schwimmen mit dem CCR an der Oberfläche und unter Wasser
Tarierübung
– Wiederholung der o.a. Übung unter Benutzung des Inflators
Tarierpraxis
– Nach den o.a. Übungen sollen die Schüler mit Hilfe der Gegenlungen tarieren
– Tarierung mit Hilfe des Wings (BCD)
– Schrittweiser Aufstieg in 1-1,5 meter Schritten bei gleichzeitiger Einhaltung der
Schwimmposition und stetigem Ortswechsel (z.B. im Kreis schwimmen).
Wiederhole die Übungen beim Abstieg.
– Nach ausreichendem training der o.a. Übung soll ein fließender
Aufstieg/Abstieg durchgeführt werden, während die Schwimmbewegungungen
auf ein minimum reduziert werden. Wiederhole die Übung in verschiedenen
Tauchtiefen
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CCR Übungen
Confined Water
• Gewöhnung an den Atemkreislauf und
Förderung der Fähigkeiten
– Zügiges Zurücklegen einer größeren Strecke unter
Wasser um zu erfahren, dass die Gasversorgung
ausreichend ist
• Volumen der Gegenlungen kontrollieren:
– Schüler tauchen bei wechselnden Tauchtiefen
– Aufrechterhalten eines angemessenen Gasvolumens im
Atembeutel bei gleichzeitiger stetiger Ortsveränderung
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CCR Übungen
Confined Water
• Einführung in das Tauchen mit minimum loop (constant
loop) Volume
– Demonstrieren der Constant Loop Volume Technik als eine
Maßnahme bei “Ausfall der Elektronik” oder O2-SensorenVerlust (nur in confined water). Ebenso als Tarierübung und um
die Schwimmlage zu verbessern.
– Demonstrieren der Constant Loop Volume Technik unter
Beibehaltung eines PO2 von mindestens 0.5 Bar. Der PO2 sollte als
unterer Setpoint aus Sicherheitsgründen auf 0.5 Bar eingestellt
werden. Der PO2 muss permanent überwacht werden. Bail-out ist
als Notlösung jederzeit anzuwenden.
– Tauchen (Strecke) mit constant loop volume um sich an die
veränderten Gegebenheiten zu gewöhnen
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CCR Übungen
Confined Water
• Übungen & Einstellungen am Gerät:
– Stetiges trainieren an der Tarierung und Einstellungen (Harness)
am Gerät verbessern .
– Überprüfe die System Konfiguration auf komfortabeles Tragen
und überprüfe die Bleimenge
• Praktische OC Bail-out Übungen
– Wechsel von CCR auf OC und zurück. Stelle sicher, dass das
Wasser aus dem Mund komplett ausgeblasen wird bevor auf CCR
gewechselt wird
– Wiederhole bis zur Beherrschung desr Übung
– Wiederhole die Übung während des tauchens
• Notfallübungen:
– Durchführen der Notfallübungen für Hyperoxy, Hypoxie und
Hyperkapnie
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CCR Übungen
Confined Water
• Hyperoxie :
– Simulation: Der Taucher bemerkt einen hohen PO2 und hört wie das
Magnetventil in offener Position klemmt
– Übung: Gehe auf open circuit, nimm ein paar Atemzüge, schließe
das Sauerstoff-Flaschenventil, gehe zurück auf CCR und beginne
mit dem Spülen mit Verdünnungsgas. Beobachte wie sich der PO2
Wert verhält und beginne aus dem CCR zu atmen, wenn der Wert
akzeptabel ist.
• Simulation eines “offen” klemmenden
Magnetventils
– Halte einen akzeptablen PO2 Wert durch manuelles auf- und
zudrehen des O2- Flaschenventils (Setpoint dazu auf 1,5 stellen und
1,3 manuell halten)
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CCR Übungen
Confined Water
• Hypoxie :
– Simulation: Taucher bemerk einen niedrigen PO2
– Übung: Gehe auf open circuit, nimm ein paar Atemzüge, gehe
zurück auf CCR und beginne mit dem Spülen mit
Verdünnungsgas. Beobachte wie sich der PO2 Wert verhält und
beginne aus dem CCR zu atmen, wenn der Wert akzeptabel ist.
– Halte den PO2 durch manuelles beigeben von Sauerstoff
– Bei Unsicherheit sofort auf Bail-out gehen
• Simulation eines “zu” klemmenden
Magnetventils
– Halte einen akzeptablen PO2 Wert durch manuelles zugeben
von O2 über den O2 – Inflator (Setpoint dazu auf 0,7 stellen
und 1,3 manuell halten)
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CCR Übungen
Confined Water
• Hyperkapnie :
– Simulation: Taucher bemerkt einen Anstieg des CO2
– Übung: Gehe sofort auf OC
• Wasser im Atemkreislauf:
– Demonstriere Wasser im Faltenschlauch
– Übung: Ausatmen und zu Seite rollen, so dass das Wasser in
die Wasserfalle (rechte Gegenlunge) läuft.
– In Position bringen und ziehen des Überdruckventils um
Wasser aus der Gegenlunge zu entfernen. Gleichzeitig
Verdünnungsgas-Inflator drücken um den notwendigen Druck
zu erzeugen.
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CCR Übungen
Confined Water
• Manuelle Kontrolle:
– Manuelles halten des Setpoints (PO2 - Wert niedrig
eistellen und höheren Wert halten)
– Beobachte PO2 - Wert
– Wiederhole die Tarierübungen gleichzeitig
– Halte den Setpoint über manuelles öffnen und
schließen des Flaschenventils
• Semi Closed Circuit (SCCR) Übung:
– Tauche im SCR Modus
– Ausatmen und Spülen alle 3 bis 5 Atemzüge
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CCR Übungen
Confined Water
• Messen des Sauerstoffverbrauchs:
– Setpoint auf 0,7 stellen und manuell bis 1,3 bar
Sauerstoff zuführen
– Zeit messen, bis der PO2 von 1,3 auf 0,8 gefallen ist
– Wiederhole die Übung unter Anstrengung
• Versorgung der Ausrüstung nach dem
Tauchgang und Reinigung des CCR
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CCR Übung
Freiwassertauchgänge müssen folgende Übungen enthalten
•
•
•
•
Pre-dive checks
Voratmen
Niedriger Setpoint einstellen
Auf hohen Setpoint stellen
wenn Zieltiefe erreicht ist
• Bubble und Partner Check
auf 5-6 meter
• Abtauchen und manuell
Füllgas nachgeben
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• Open Circuit bailout (statisch und
dynamisch) Übungen, incl. zwei OC
Aufstiege bis auf 6 m
• Tarierung
• Handset und Ausrüstung unter
Kontrolle
• Beobachte PO2 regelmäßig, d.h.
nicht öfter als 1 mal pro Minute
aber wenigstens alle 4 Minuten.
• Hypoxie (statisch and dynamisch)
• Hyperoxie (statisch and dynamisch)
• Hyperkapnie (statisch and
dynamisch)
• Wassereinbruch (statisch and
dynamisch)
133
CCR Übungen
• Tarierung während des
Tauchgangs und auf Safety
Stopps
• Hypoxie Übung wegen
klemmenden Magnetventils
(zu)
• Hyperoxie Übung wegen
klemmenden Magnetventils
(offen)
• Manuelles halten des Setpoints
• Minimum Loop Volume
• Tragen einer Bail-out Flasche
auf mind. 3 Tauchgängen
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• SCR mode während des
Tauchens
• SMB setzen
• Out-of-air, Wechselatmung
bzw. Partner am Oktopus
• Hypoxie und Hyperoxie
Übungen im Zusammenspiel
mit anderen Übungen
• Auftauchen
(Aufstiegsgeschwindigkeit
einhalten)
• Safety Stopp
• Post dive briefing
• Gerätepflege nach dem
Tauchgang
134
CCR Übungen
Tauchschüler muss auf die u.o. Szenarios auf
mindestens 2 Tauchgängen adäquat reagieren
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Einatemlunge füllt sich selbst
Unwohl fühlen
Abtrieb (schlechte Tarierung)
Hoher Atmenwiderstand bei
korrekter Befüllung der
Gegenlungen
Schwächegefühl in den Beinen
Kurzatmigkeit
Euphorisches Gefühl
Ohnmachtsanzeichen
Muskelzittern
Brechreiz
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•
•
•
•
•
•
•
•
Ohrensausen
Hör- oder Sehprobleme
Schwindelgefühl
Extreme Lautlosigkeit (kein
Magnetventil hörbar)
Magnetventil öffnet, aber keine
Sauerstoffzugabe)
Verdünnungsgas leer
2 Zellen zeigen hohen PO2, dritte
Zelle wurde mit Diluent geprüft
und ist OK
2 Zelle zeigen hohen PO2 und
wurden mit Diluent geprüft
135
CCR Übungen
Empfohlene Freiwassertauchgänge
• Es wird empfohlen, die folgenden Übungen in den
folgenden 8 Freiwassertauchgängen durchzuführen
• Änderungen im Prüfungsablauf Aufgrund von
externen Gegebenheiten oder dem Trainingsstand des
Schülers liegen in der Verantwortung des Tauchlehrers
• Alle Übungen müssen absolviert werden, auch wenn
der Prüfungsablauf geändert werden musste. Sind
zusätzliche Tauchgänge erfoderlich, so sind diese
durchzuführen.
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136
CCR Übungen
“Während der Freiwassertauchgänge”
Übungen können auch in geänderter Reihenfolge durchgeführt werden
•
•
•
•
Pre-dive checks
Voratmen
Auf Undichtigkeiten prüfen
Abtauchen – Verdünnunggas
hinzufügen
• Handsets Handhabung
• Handsets und Fini
kontrollieren
– Nicht öfter als 1 / Minute
– Nicht weniger als
innerhalb 4 Minuten
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• Auf Zieltiefe auf den hohen
Set point wechseln
• Tarierung in der Tiefe
• Tarierung beim Auftauchen
• Tariereing auf dem
Sicherheitsstop
• Nachbriefing
• Gerät säubern / versorgen
137
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 1
• Hauptaugenmerk auf die Tarierung
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Open Circuit bailout (statisch)
• Hypoxie (statischc)
• Hyperoxie (statisch)
• Hyperkapnie (statisch)
• Wasser aus dem Faltenschlauch entfernen (statisch)
• Aufstieg
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138
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 2
• Open Circuit bailout (dynamisch) wenigstens einmal
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Hypoxie (dynamisch)
• Hyperoxie (dynamisch)
• Hyperkapnie (dynamisch)
• Teilweise gefluteter Kreislauf (dynamisch)
• Langsamer Aufstieg mit Kontrolle der Tarierung
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139
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 3
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• O2-Ventil schließen. PO2
kontrollieren und von 1.3 auf
1.1 abfallen lassen. Dann
Ventil wieder öffnen.
• Hyperkapnie (dynamisch)
• Kreislauf enwässern
(dynamisch)
• Magnetventil klemmt zu!
Setpion auf 0,5 stellen und
manuell den gewünschten
PO2 halten (dynamisch)
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• Magnetventil klemmt offen!
Setpoint auf 1,3 stellen und
manuell 1,1 durch auf- und
zudrehen des O2 Flaschenventils halten
• Open Circuit bailout
(dynamisch)
• Aufstieg
• Safety Stop (stoppen, ohne
Festhalten am Seil )
140
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 4
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
•
•
•
•
•
Minimum Loop Volume
Hypoxie (dynamisch)
Hyperoxie (dynamisch)
Hyperkapnie (dynamisch)
Kreislauf enwässern
(dynamisch)
• Magnetventil klemmt zu !
Setpion auf 0,5 stellen und
manuell den gewünschten PO2
halten (dynamisch)
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• Magnetventil klemmt offen!
Setpoint auf 1,3 stellen und
manuell 1,1 durch auf- und
zudrehen des O2 Flaschenventils halten
• Kein Atemgas ! Atmung beim
Tauchpartner (Auto Air,
Bailout Flasche)
• Aufstieg (open circuit bailout
bis zum Sicherheitsstop)
• Sicherheitsstop (CCR )
141
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 5
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Seperate Bailoutflasche
mitnehmen
• No Set-point switch – Manual
control of PO2 – 20 Minutes
• Semi-closed für 12 Minutes
• Kreislauf enwässern
(dynamisch)
• Magnetventil klemmt zu !
Setpion auf 0,5 stellen und
manuell den gewünschten
PO2 halten (dynamisch)
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• Magnetventil klemmt offen!
Setpoint auf 1,3 stellen und
manuell 1,1 durch auf- und
zudrehen des O2 Flaschenventils halten
• Kein Atemgas ! Atmung beim
Tauchpartner (Auto Air,
Bailout Flasche)
• Safety Stop (dynamisch –
falls die Gegebenheiten es
erlauben)
142
CCR Übungen
Freiwassertauchgang 6
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Bailout Flasche an- und
ablegen und wechseln mit
dem Buddy
• Manuelle Kontrolle des PO2
während des gesamten
Tauchgangs
• Kreislauf enwässern
(dynamisch)
• Hyperoxie (dynamisch)
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•
•
•
•
•
•
Hypoxie (dynamisch)
Magnetventil klemmt zu !
Magnetventil klemmt offen!
Hyperkapnie
SMB nach oben lassen
Freier Aufstieg
143
CCR Übungen
Tauchgang 7 (Schüler reagiert auf die Szenarios)
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Bailout Flasche an- und ablegen
und wechseln mit dem Buddy
• Einatemlunge füllt sich
selbstständig
• Unwohlgefühl
• Tarierung ist negativ !
• Hoher Atemwiderstand
• Schwächegefühl in den Beine
• Kurzatmigkeit
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•
•
•
•
•
Brechreiz
Ohrenklingeln
Hörprobleme
Schwindelig
Extreme Lautlosigkeit (kein
Magnetventil hörbar)
• Magnetventil öffnet, aber
keine Sauerstoffzugabe)
144
CCR Übungen
Tauchgang 8 (Schüler reagiert auf die Szenarios)
Jede dieser Übungen wenigstens einmal durchführen
• Extreme Lautlosigkeit (kein
Magnetventil hörbar)
• Magnetventil öffnet, aber
keine Sauerstoffzugabe)
• Kein Verdünnungsgas
• 2 Zellen zeigen hohen PO2,
dritte Zelle wurde mit Diluent
geprüft und ist OK
• 2 Zelle zeigen hohen PO2 und
wurden mit Diluent geprüft
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•
•
•
•
•
Kurzatmig
Euphorisch fühlen
Ohnmachtsanzeichen
Hörprobleme
Schwindelgefühl
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