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Report
Vorgeschichte in der Antike
Bereits im antiken griechischen Theater verband man szenische
Aktion mit Musik. Der Chor hatte hierbei eine tragende Rolle:
Chorgesang wurde einerseits zu den pantomimischen Tänzen
herangezogen, welche das Theaterstück in verschiedene Teile
gliederten; andererseits hatte der Chor auch die Aufgabe, die
Handlung kommentierend zu begleiten (z. B. „Antigone“, Sophokles).
Es ist nicht bekannt, ob die Römer diese Tradition übernommen
hatten. Mit der Zerstörung der römischen Theater im 6. Jahrhundert
sind Aussagen hierüber nicht mehr zu belegen – das gilt auch für alle
anderen Aktivitäten, die das Theater betreffen.
Als erstes Werk der Gattung Oper gilt „La Dafne“ von Jacopo Peri (1597)
Unter Stimmlage versteht man den Tonumfang einer Singstimme:
Darunter versteht man nicht den Umfang einer Singstimme,
sondern deren Klangfärbung und Beweglichkeit.
Sopran
Dramatischer Sopran (g-c’’’)
Titelpartie in Richard Strauss Elektra
Brünnhilde in Wagners Walküre
Dramatischer Koloratursopran (c’-f’’’) : http://www.youtube.com/watch?v=aO7UGWmL5P8
Königin der Nacht in Mozarts Zauberflöte
Titelpartie in Verdis La Traviata
Charaktersopran (h-c’’’)
Mélisande aus Claude Debussys Pelléas et Mélisande
Jugendlich-dramatischer Sopran (c’-c’’’)
Elsa in Wagners Lohengrin
Leonora aus Verdis Il trovatore
Agathe aus Webers Der Freischütz
Lyrischer Sopran (c’-c’’’) :
http://www.youtube.com/watch?v=2vIIttlSHSg
Marzelline in Beethovens Fidelio
Susanna aus Mozarts Le nozze di Figaro
Lyrischer Koloratursopran (c’-f’’’)
Norina aus Donizettis Don Pasquale
Zerbinetta in Strauss' Ariadne auf Naxos
Soubrette (c’-c’’’)
Despina aus Mozarts Così fan tutte
Gretchen in Lortzings Der Wildschütz
Mezzosopran und Alt
Dramatischer Mezzosopran - (g-b’’)
Eboli aus Verdis Don Carlos
Brangäne in Wagners Tristan und Isolde
Koloratur-Mezzosopran - (g-b’’)
Rosina aus Rossinis Der Barbier von Sevilla
Lyrischer Mezzosopran - (g-b’’)
Cherubino aus Mozarts Le nozze di Figaro
Oktavian aus Strauss' Der Rosenkavalier
Dramatischer Alt - (g-b’’)
Die Hexe/Jezibaba aus Dvořáks Rusalka
Koloraturalt (selten)
Angelina aus Rossinis La Cenerentola
Spielalt (g-b’’)
Irmentraut aus Lortzings Der Waffenschmied
Tiefer Alt (f-a’’)
Geneviève in Debussys Pelléas et Mélisande
Eine Kranke in Schönbergs Moses und Aron
Countertenor (f-f’’) (Altus)
Oberon in Benjamin Brittens A Midsummer Night's Dream
Tenor
Heldentenor (c-c’’)
Tristan aus Wagners Tristan und Isolde
Titelpartie in Verdis Otello : http://www.youtube.com/watch?v=ueOeqinDk8Q
Jugendlicher Heldentenor - (c-c’’)
Radames in Verdis Aida
Max aus Carl Maria von Webers Freischütz
Charaktertenor (A-b’)
Mime aus Richard Wagners Siegfried
Lyrischer Tenor (c-d’’) :
http://www.youtube.com/watch?v=rMzxtQFGUIU
Don Ottavio in Mozarts Don Giovanni
Nemorino aus Donizettis L’elisir d’amore
Tenorbuffo oder Spieltenor - (c-h’)
Pedrillo aus Mozarts Die Entführung aus dem Serail
Beppo in Leoncavallos Pagliacci
Haute-Contre
Titelpartie in Jean-Philippe Rameaus Hippolyte
Bariton und Bass
Heldenbariton (G-fis’)
Titelpartie in Wagners Der fliegende Holländer
Titelpartie in Verdis Rigoletto
Jochanaan aus Richard Strauss' Salome
Charakterbariton (A-g’)
Titelpartie in Alban Bergs Wozzeck
Kavalierbariton (A-g’) :
http://www.youtube.com/watch?v=LYF4ZFqnnh4
Don Giovanni aus Mozarts gleichnamiger Oper
Titelpartie in Tschaikowskis Jewgeni Onegin
Lyrischer Bariton (B-a’)
Titelpartie in Rossinis Der Barbier von Sevilla
Valentin aus Gounods Faust
Seriöser Bass (C-f’) :
http://www.youtube.com/watch?v=3wFWzt4qdFI
Sarastro in Mozarts Zauberflöte
Zaccaria in Verdis Nabucco
Charakterbass oder Bassbariton (E-f’)
Titelpartie in Mozarts Le nozze di Figaro
Alberich in Wagners Götterdämmerung
Schwerer Spielbass (D-f’)
Baculus in Albert Lortzings Der Wildschütz
Bassbuffo oder Spielbass (E-f’) :
http://www.youtube.com/watch?v=9EaqZizTTYw
Bartolo in Rossinis Der Barbier von Sevilla
Kastraten
Sängerknaben, die bereits im Kindesalter kastriert wurden, um ihren
Stimmbruch zu vermeiden. Besonders in Italien und Spanien wurde
die Kastration zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert praktiziert. In
den vorwiegend katholischen Ländern waren Frauenstimmen für die
Kirchenmusik nicht zugelassen, so dass die höheren Stimmen fehlten.
Die erwachsenen Kastraten erreichten durch ihr größeres
Stimmvolumen, dank ihres Resonanzkörpers eine enorme Strahlkraft
und Virtuosität. Doch mehr noch als in der Kirchenmusik begann mit
dem Aufschwung der Oper für die Kastraten eine Blütezeit der Erfolge.
Einzig das französische Publikum lehnte Kastraten ab. Gegen Ende
des 18. Jahrhunderts wurde die Natürlichkeit wieder mehr gefragt und
Kastraten fanden bis zum Ende des 19. Jahrhunderts nur noch
Beschäftigung in den päpstlichen Kapellen.
Alessandro Moreschi, der letzte Kastrat (1858 – 1922)
http://www.youtube.com/watch?v=wv-S3uoeTXg&feature=related
Klassischer Gesang
Belting
Musical / Pop / Rock / Jazz
Ohne Mikrofon
Mit Mikrofon
Der klassische Gesangsweg ist bekannt
dafür, einen gezielten Ausbau des
inneren Resonanzbereiches und ein
Bemühen um ein müheloses Legato mit
möglichst ausgeglichenem Timbre in
allen Lagen zu erreichen. Vor allem wird
eine möglichst ruhige und eher tiefere
Kehlkopfstellung empfohlen.
Beim Belting finden sich hauptsächlich
die technischen Unterschiede in den
Klangeinstellungen im Ansatzrohr, die
Vokalebildung bei Mundstellung und
Zungenlage. Je nach Geschmack werden die inneren Resonanzbereiche oft
kaum benützt, Legato ist kaum gefragt,
eher mehr Sprechgesang. Die Kehlkopfstellung ist viel flexibler und oft höher eingestellt, um bestimmte Klangqualitäten zu erzeugen. Je höher der
Kehlkopf, desto kürzer die Vokalräume
und desto heller das Timbre (Klangfarbe).
Weitere Informationen dazu:
http://jasminschmid.ch/jasminschmid/jasminschmid.php?contents=belting.php&link=unterricht.php
Tragödie
Komödie
Anstelle von Rezitativen
Keine Nummernoper
werden Texte gesprochen
Verwandt mit Singspiel,
jedoch noch mehr gesprochenen Text
Weiterentwicklung der
Operette (Englisch). Tanz
nimmt wichtige Rolle ein
• Ouvertüre
• Rezitativ (Handlung wird vorangetrieben)
• Arie (Handlung ruht)
• Ensemble (Duett, Terzett, Quartett)
• Chor
• Ballett
Ouvertüre / Orchestrale Einleitung zur Oper
Gewisse Ouvertüren nehmen den Verlauf der Handlung vorweg:
Es kommen Motive der folgenden Musik vor.
Beispiel:
«Carmen» von Bizet: http://www.youtube.com/watch?v=vpUJ4-qqV-I
Libretto
Dabei handelt es sich um die Textvorlage zu einer Oper.
Oft bildet ein klassisches Drama die Vorlage dazu. Jene
ist als solche nicht direkt als Textvorlage für eine Oper
geeignet.
Monodie / Vorbedingung für die Opernarie
Die Monodie, oder seconda pratica, ist eine etwa um 1600 in
Italien aufgekommene neue Art von Musik, die aus Einzelgesang
mit sparsamer Instrumentalbegleitung bestand.
Solosingstimme
Basslinie
Seconda Pratica
Die Hinwendung zur Textverständlichkeit und damit die Vorherrschaft
der menschlichen Stimme in einem in Musik übersetzten Sprechgestus
gilt in den Vokalwerken als wesentlicher Übergang von der
Renaissance zum Barock. Dies wurde erreicht durch stärker am
Bedeutungsgehalt der Worte orientierter Phrasierung, durch am
Textrhythmus orientierten rhythmischen Formen und Chromatik und
Monodie.
Dagegen ist die als Prima Pratica bezeichnete Form durch strenge
Polyphonie, Kontrapunkt und reduzierte Chromatik, die den rein
musikalischen Formen Vorrang geben, gekennzeichnet.
Prima Pratica
Oberstimme
Mittelstimmen
Bassstimme
Bessere Textverständlichkeit , da
keine sich überlagernden Textstellen mehr vorhanden sind.
Seconda Pratica
Oberstimme
Harmoniestimme
Bassstimme
Rezitativ
Es gibt zwei Arten:
1. Recitativo secco: Der Gesang wird nur durch ein Bassinstrument (Cello,
Kontrabass Fagott) und ein Harmonieinstrument (Orgel,
Cembalo, Laute, Harfe) begleitet: Continuo-Gruppe
2. Recitativo accompagnato: Der Gesang wir durch weitere Instrumente begleitet.
Rezitative secco («trockenes» Rezitativ) aus einem Oratorium
(Oper mit geistlichem Inhalt, nicht auf Bühne gespielt):
In dieser Art Sprechgesang
werden betonte Silben des
Textes musikalisch ebenfalls
hervorgehoben durch
- Tonschritt nach oben,
- grösseren Notenwert,
- Position der Silbe auf
betonten Taktteil.
Zudem gibt es hin und wieder
tonmalerische Elemente:
d.h. der Text wird durch
musikalische Mittel ausgemalt.
http://www.youtube.com/watch?v=euAfnXeoyxw
Rezitative secco («trockenes» Rezitativ) aus einer Mozart-Oper:
Recitativo accompagnato («begleitetes» Rezitativ)
http://www.youtube.com/watch?v=vOudIoqZbfM
Arie
In ihr werden die Gefühle, die in der singenden Person im Verlauf des vorangegangenen
Rezitativs entstanden sind, musikalisch ausgebreitet. Daher kommt es auch zu Textwiederholungen.
Barock: Da capo Arie
A - B - A’
Dur
Moll
Dominante
Dur
Dur
Moll
Im Wiederholungsteil A’ wird vom Interpreten etwas improvisiert und verziert:
Aus …………………….... wird …………………………………
Beispiel:
http://www.youtube.com/watch?v=MnBT84764ds
«Lascia ch’io pianga» aus einer Oper von G.F. Händel
Lascia ch’io pianga mia cruda sorte,
e che sospiri la libertà.
Il duolo infranga queste ritorte
de’ miei martiri sol per pietà.
Lassen Sie mich über mein grausames Schicksal weinen
und Seufzen über meine verlorene Freiheit!
Möge der Schmerz die Ketten meiner Qualen
aufreissen,nur aus Barmherzigkeit.
Verdi
Mozart
Puccini
Wagner
Rossini
Donizetti
Strauss,Richard
Bizet
Händel
Offenbach
Tchaikovsky
Britten
Lehár
Humperdinck
Bellini
Janáček
Gounod
Massenet
Leoncavallo
2259
2124
1732
920
772
713
512
485
463
365
322
289
250
221
213
199
198
193
169
Mozart
Verdi
Bizet
Puccini
Mozart
Die Zauberflöte (451)
La Traviata (447)
Carmen (424)
La Bohème (420)
Le Nozze di Figaro (399)
Puccini
Mozart
Puccini
Tosca (379)
Don Giovanni (360)
Madama Butterfly (349)
Rossini
Il Barbiere di Siviglia (327)
Verdi
Mozart
Donizetti
Rigoletto (314)
Così fan tutte (282)
L'elisir d'amore (218)
Verdi
Humperdinck
Aida (215)
Hänsel und Gretel (212)
Puccini
Verdi
Tchaikovsky
Donizetti
Turandot (206)
Nabucco (183)
Eugene Onegin (175)
Lucia di Lammermoor (170)
Leoncavallo
Mozart
Pagliacci (159)
Die Entführung (157)
Verdi
Verdi
Wagner,R
Il Trovatore (147)
Falstaff (144)
Der fliegende Holländer (137)

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