Klimawandel_und_Gerechtigkeit_Praesentation_deutsch_071029

Report
Klimawandel und Gerechtigkeit
Klimapolitik als Baustein einer gerechten Globalisierung
und nachhaltigen Armutsbekämpfung
Praxis der Entwicklungspolitik
Ausgangspunkt des Projekts
Klimawandel und globale Armut werden oftmals als
zwei getrennte Aspekte der Globalisierung betrachtet.
Beide Aspekte sind allerdings eng miteinander verbunden:
 Die Industriestaaten sind die Hauptverursacher des Klimawandels,
die Armen in den Entwicklungsländern werden aber von den
Auswirkungen besonders betroffen sein.
 Gleichzeitig stehen den ärmsten Ländern, Regionen und Menschen
weit weniger Mittel zur Anpassung an den Klimawandel zur
Verfügung.
 Eine nachhaltige Entwicklung verlangt deshalb eine enge
Verknüpfung von Klimaschutz und Armutsbekämpfung.
Globale Vermögensverteilung
Quelle: Füssel (2007)
Globale Verteilung der CO2-Emissionen
Quelle: Füssel (2007)
Kohlenstoffschuld
Fazit: Globale Gerechtigkeitslücke
hinsichtlich des Verhältnisses von Vermögen und CO2-Emissionen
Globale Gerechtigkeit als Leitfaden
Gerechtigkeit als Leitfaden zielt auf eine faire Verteilung der
CO2-Emissionen wie auf eine bestmögliche Bekämpfung globaler Armut.
 Bedarfsgerechtigkeit als Ausgangspunkt: Globale Gerechtigkeit
besteht zuerst darin, das Überleben aller Menschen zu sichern.
 Umfassendes Armutsverständnis: Ursachen wie Folgen von Armut
sind vielfältig. Zur Armutsbekämpfung braucht es deshalb ein
umfassendes Verständnis von Gerechtigkeit, das auch eine Förderung
von Chancen-, Gender- oder Verfahrensgerechtigkeit beinhaltet.
 Intergenerationelle Perspektive: Gerechtigkeit zwischen den
Generationen bedeutet, den zukünftigen Generationen bestmögliche
Überlebens- und Gestaltungschancen zu hinterlassen.
Analysefragen des Projekts
Interdisziplinäre Analyse und Reflexion von…
 … Zusammenhängen und Wechselwirkungen zwischen der
Vermeidung des globalen Klimawandels und der Bekämpfung
weltweiter Armut;
 … Folgen des Klimawandels für die Entwicklungsländer und im
Besonderen für die Armen;
 … Ernährungssicherung, Energieversorgung und Wasserverfügbarkeit als zentrale Problempunkte;
 … ethischen Implikationen von Vermeidungs- und
Anpassungsstrategien;
 … regionalen Besonderheiten und Problemen hinsichtlich der
Verschränkung von Klimawandel und Armut.
Vier Partner – vier Expertisen
 Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e.V.
- Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in Deutschland für die partnerschaftliche Entwicklungszusammenarbeit mit den Ländern des Südens.
- Seit 1958 wurden in über 100 Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas
mehr als 94.000 Projekte mit rund 4,5 Milliarden Euro unterstützt.
- MISEREOR leistet Hilfe zur Selbsthilfe, die vor allem auf die Bekämpfung
der Ursachen von Armut und Unterentwicklung abzielt.
 Münchener Rück Stiftung „Vom Wissen zum Handeln“
- Die Münchener Rück beschäftigt sich seit über 125 Jahren mit globalen
Risiken und setzt sich mit globalen Herausforderungen auseinander.
- Wer über viel Wissen verfügt, trägt auch Verantwortung.
- Mit der Münchener Rück Stiftung wird der global tätige Finanzdienstleister
dieser Verpflichtung gerecht. Die Stiftung stellt Wissen über Risiken in den
Dienst der Menschen.
Vier Partner – vier Expertisen
 Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)
- Im PIK arbeiten Natur- und Sozialwissenschaftler zusammen, um den
globalen Klimawandel und seine ökologischen, ökonomischen und
sozialen Folgen zu untersuchen.
- Rund 150 Mitarbeiter erforschen in interdisziplinärer Perspektive die
Belastbarkeit des Erdsystems und entwerfen Strategien für eine
zukunftsfähige Entwicklung von Mensch und Natur.
 Institut für Gesellschaftspolitik (IGP)
- Das IGP ist ein Institut des Jesuitenordens, das der ordenseigenen
Hochschule für Philosophie in München angegliedert ist.
- Schwerpunkt sind Grundlagenfragen und Anwendungsfelder der
Sozialwissenschaften und Sozialethik, besonders internationale
Themen wie Globalisierung, Entwicklungspolitik, nachhaltige
Entwicklung oder der Dialog der Religionen.
Fünf Schritte des Projekts
 Entwicklung eines Vulnerabilitätskonzeptes, das klima- und sozialbedingte Aspekte verbindet.
 Erstellung globaler Vulnerabilitätskarten
(inkl. ethischer Reflexion auf Indikatoren und Leitplanken).
 Entwicklung von Zukunftsszenarien mit Auswertung der
Anpassungs- und Vermeidungsoptionen für ausgewählte Regionen.
 Einrichtung von Dialogforen mit Partnern aus ausgewählten
Regionen zur gemeinsamen Diskussion der Forschungsergebnisse.
 Entwicklung politischer Handlungsoptionen in einem öffentlichen
Dialog.
Politische Zielrichtung
 Eine nachhaltige Entwicklung verlangt eine enge Verknüpfung von
Klimaschutz und Armutsbekämpfung.
 Politische Strategien müssen Entwicklungs-, Wirtschafts-, Klimaund Agrarpolitik miteinander verbinden.
 Es sind politische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf nationaler wie internationaler Ebene zu schaffen,
die faire, transparente und verlässliche Verfahren zur Bekämpfung
von Klimawandel und Armut ermöglichen.
 Das Handlungsvermögen der armen Länder und Regionen, v.a.
der konkreten Armen, ist zu stärken.
 Die Menschen vor Ort mit ihren sozio-kulturellen und religiösen
Traditionen sind unverzichtbare Partner in der Diskussion um den
Klimawandel und seinen Folgen.
Mehrwert des Projekts
 Zusammenhang von Folgen des Klimawandels und aktuellen
globalen Entwicklungen untersuchen
Damit wird die Klimafrage in einer integrierten Perspektive in den Kontext der
Globalisierung eingebettet (z.B. Global Governance, Welthandel).
 Ökologische und soziale Frage verbinden mit dem Ziel einer
menschengerechten Globalisierung
Klimaschutz und Armutsbekämpfung werden dabei als sich wechselseitig
bedingende Faktoren globaler Entwicklungen betrachtet.
 Regional ausdifferenzierte Perspektive eröffnen
Insbesondere wird untersucht, welche Lasten und Möglichkeiten einzelne
Regionen hinsichtlich der Verknüpfung von Umwelt- und Armutsfrage haben.
Mehr als nur ein Buch
 Die Komplexität der Problemstellung sowie möglicher
Lösungsvorschläge soll in einem breit angelegten Dialog zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft, kirchlichen Akteuren und breiter
Öffentlichkeit diskutiert werden (Prozesscharakter des Projekts).
 Die Dialogforen sollen einen kooperativen Dialog mit
unterschiedlichen Partnern in Entwicklungsländern über das Thema
ermöglichen.
Ziel: ► Interdisziplinäre Forschung
► Entwicklung politischer Strategien
► Gesellschaftlicher Wandel
Informationen über das Projekt und seine Partner
www.klima-und-gerechtigkeit.de
Projektpartner
www.pik-potsdam.de
www.hfph.mwn.de/igp
www.misereor.de
www.munichre-foundation.org

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