Sonographisch gesteuerte Shuntpunktion durch

Report
Sonographisch gesteuerte
Shuntpunktion durch Dialysepersonal
Michael Hennrich
Fachkrankenpfleger für Innere Medizin,
Anästhesie und Intensivpflege DKG
Bereichsdaten Hämodialyse DZW
• Derzeit ca. 160 chronische Hämodialysepatienten im
Mehrschichtbetrieb inkl. Nachtdialyse
• 93% der Dialysezugänge über AV Fisteln, Tendenz
steigend!
• 99% der Punktionen erfolgen durch nichtärztliche
Mitarbeiter in der Dialyse
© Michael Hennrich 2012
Tagesablauf……
• Je nach Belegung stehen bis max. 48 Patienten
innerhalb von 1,5h zur HD Therapie an.
• Schwierige Punktionen………
• Wartezeiten auf den diensthabenden Arzt für
schwierige Punktionen………..
• Zeitliche Verluste im Arbeitsablauf………..
• Die Situation konnte verbessert werden……..
© Michael Hennrich 2012
Die ersten Schritte…..
• Interesse ………….
• Einweisung in die Grundbedienung des
Sonographiegerätes
• „ Nichtinvasives“ Üben am eigenen
Unterarm…………. oder bei der
Arbeitskollegin/en
• „Invasives“ Üben am Dummy (Gelatineblock)
© Michael Hennrich 2012
Herstellung eines „Punktionsdummys“
Rezeptur Gelatineblock
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100g Gelatinegranulat in 200ml kaltes Wasser einrühren.
1,1 ltr. Wasser aufkochen.
Gelöstes Gelatinegranulat ohne Luftblasen einrühren.
Ca. 24 h stehen lassen
© Michael Hennrich 2012
Die ersten Schritte…..
• Interesse ………….
• Einweisung in die Grundbedienung des
Sonographiegerätes
• „ Nichtinvasives“ Üben am eigenen
Unterarm…………. oder bei der
Arbeitskollegin/en
• „Invasives“ Üben am Dummy (Gelatineblock)
• Training von Augen-Hand Koordination
© Michael Hennrich 2012
Augen Hand Koordination
© Michael Hennrich 2012
Querprojektion
•Der Schallkopf wird ca. 90° quer zum erwarteten Gefäßverlauf aufgesetzt.
•Die Shuntstrecke wird in dieser Haltung abgefahren
•Gefäße stellen sich tiefschwarz dar
© Michael Hennrich 2012
Querprojektion
1.
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5.
Beurteilung auf
Verlauf
Gefäßbreite
Höhe
Gewebsdicke
Arterie / Vene
© Michael Hennrich 2012
Längsprojektion
• Der Schallkopf wird dabei in Längsrichtung auf das zu schallende Gefäß gesetzt
• Durch Drehung um die Hochachse erfolgt die Feinjustierung
• Es sollte möglichst über die gesamte Schallkopflänge das Gefäß einstellbar sein
© Michael Hennrich 2012
Längsprojektion
Beurteilung auf
1. Höhe
2. Gewebsdicke
3. Länge möglicher
Punktionskanal
© Michael Hennrich 2012
Sonographisch
gesteuerte
Punktion
Voraussetzungen Anwender
• Punktionserfahrung
• Räumliche Orientierung
• Manuelle Geschicklichkeit
• Absolviertes „Sonographietraining“
• Augen/Hand Koordination !
Durchführung
Markierung
• Längsprojektion
• Projektionsfläche gut einstellen
• Hautdesinfektionsmittel dient als
Übertragungsmedium
•Punktion an der Markierung
•Sensibles Vorschieben der Kanüle !
© Michael Hennrich 2012
Indikationen zur Sonographie
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Unklare Shuntsituation
Angebot - / Abflussprobleme
Häufige Punktionsprobleme
Anlegen eines Shuntprotokolles / Punktionsplan
Weiterbildung Mitarbeiter
Lieber einmal zu viel geschallt als Fehlpunktiert!
© Michael Hennrich 2012
Vorteile
• Reduktion der Fehlpunktionsrate bei schwierigen
Shunts
• Frühzeitiges Erkennen von „Zeitbomben“ wie z.b.
Stenosen , Thromben, Aneurysma spurium
• langfristige Reduzierung von Totalverlusten einer
AV Fistel
• Punktionssicherheit, sinkende Komplikationsrate
• Stressreduktion
• Zufriedenere Patienten !
© Michael Hennrich 2012
Anspruch an die Technik
• Möglichst kleine Geräte, tragbar, Akkubetrieb
• Schnelles Booten ( Hochfahren des Systems)
• Einfache Bedienung
© Michael Hennrich 2012
Zusammenfassung
Die sonographisch gesteuerte Shuntpunktion
ist ein sehr gutes zeitgemäßes Verfahren um
schwierige Dialyseshunts zu punktieren.
Es reduziert bei richtiger Anwendung die
Anzahl der Fehlpunktionen.
Bei guter Anleitung und Training kann dieses
Verfahren durch nichtärztliche Mitarbeiter mit
sehr gutem Erfolg angewendet werden
© Michael Hennrich 2012
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit
© Michael Hennrich 2012

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