Osteoporose durch Sport verhindern - praxis

Report
Osteoporose
Wie die Muskeln - so die Knochen
Oder
Wie starke Muskeln zu starken Knochen verhelfen
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
Osteoporose
Gesunder Knochen
Osteoporot. Knochen
Osteoporose
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
Osteoporose
Niedrige Knochenmasse
Störung der Mikroarchitektur
>> Erhöhte Knochenbrüchigkeit
>> Erhöhung des Frakturrisikos
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Abnahme der Körpergröße als Warnhinweis
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Osteoporose
Wer ist gefährdet?
•Frauen in der Menopause
•(Ex-)Raucher
•Cortisonpatienten (z.B. Asthmatiker)
•Marathonläuferinnen
•Anorexie-Patientinnen
•Patienten mit jahrelanger Einnahme von
Magensäureblockern (PPI)
>> Erhöhung des Frakturrisikos
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Therapie
Medikamentös
Bisphosphonate o.ä. Medikamente
Calcium 1000- 1500mg/Tag
Vitamin D (Sonne, cave Wintermonate!)
UND
KÖRPERLICHES Training:
KRAFT
AUSDAUER
FLEXIBILITÄT
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Osteoporose und Krafttraining
Therapie
Was leistet körperl. Training bei
der
PRÄVENTION
der Osteoporose?
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Studien- EFOPS 1.
Sport und Rehabilitation in der frühen Menopause
3-Jahres-Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose
Präventions Studie (EFOPS)
Für viele Frauen sind die ersten Jahre der Menopause wegen der nachlassenden Östrogenproduktion
ein kritischer Lebensabschnitt mit zum Teil gravierenden Folgen für die Lebensqualität, körperliche
Fitness und Gesundheit. Die Erlanger Fitness Osteoporose Präventions-Studie (EFOPS) untersuchte
deshalb die Fragestellung, ob ein spezielles Training, das einfach und mit realistischer Häufigkeit
durchgeführt wird, alle Risikofaktoren der Menopause positiv beeinflussen kann .
137 Frauen (1-8 Jahre nach der Menopause), die eine erniedrigte
Knochendichte aufwiesen, wurden in die Untersuchung eingeschlossen.
86 Studienteilnehmerinnen trainierten, 51 Frauen bildeten die
Kontrollgruppe.
Nach einer Ernährungsanalyse erhielten alle Teilnehmerinnen eine
optimale Versorgung von 1500 mg Kalzium und 500 Einheiten Vitamin D
pro Tag.
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Studien- EFOPS 1a.
Sport und Rehabilitation in der frühen Menopause
3-Jahres-Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose
Präventions Studie (EFOPS)
Training:
Pro Woche 2x 60-70 Minuten unter Aufsicht Ausdauer und Kraft
Zusätzlich zuhause:
Ro Woche 2x 20 Minuten Seilspringen u. isometrische Übungen
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Studien- EFOPS 2.
Sport und Rehabilitation in der frühen Menopause
3-Jahres-Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose
Präventions Studie (EFOPS)
Ergebnisse
68 Frauen der Trainingsgruppe und 36 Frauen der Kontrollgruppe wurden nach 38 Monaten erneut
untersucht. 33 Frauen hatten die Studie vorzeitig beendet. 11 Frauen mussten aufgrund von Erkrankungen,
Medikamenteneinnahme oder zu geringer Trainingsteilnahme ausgeschlossen werden.
In der Trainingsgruppe blieb die Knochendichte an der Lendenwirbelsäule konstant. In der Kontrollgruppe
kam es trotz Kalzium- und Vitamin-D-Versorgung zu typischen, sehr deutlichen Abnahmen von 3 %. Im
trabekulären Bereich betrug die Abnahme sogar 7.5 %) Für den Oberschenkelknochen (total Hip Region)
zeigten sich in der Trainingsgruppe ebenfall keine Abnahmen, während die Knochendichte der Kontrollgruppe
innerhalb des Untersuchungszeitraumes sehr deutlich um 2.3% abfiel.
Das Gesamtcholesterin und die Triglyzeride im Blut der trainierenden Frauen wurden wesentlich (-5% vs. –14%)
verringert, während beide Größen in der Kontrollgruppe deutlich anstiegen (5% bzw. 23%).
Auch die Lebensqualität konnte positiv beeinflusst werden:
Die körperliche Fitness (Kraft und Ausdauer) verbesserte sich innerhalb der Trainingsgruppe je nach
Körperregion um bis zu 40%, während in der Kontrollgruppe leichte Rückgänge (< 10%) festzustellen waren.
Die Schmerzhäufigkeit und –stärke verringerte sich in Trainingsgruppe besonders deutlich an der
Lendenwirbelsäule, während sich die Beschwerden in der Kontrollgruppe erheblich verschlechterten.
Die Zufriedenheit mit der körperlichen und seelischen Verfassung, sowie der Krankheitshäufigkeit erhöhte
sich in der Trainingsgruppe sehr deutlich. Keine Veränderungen zeigten sich in der Kontrollgruppe.
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Studien- EFOPS 3.
Sport und Rehabilitation in der frühen Menopause
3-Jahres-Ergebnisse der Erlanger Fitness und Osteoporose
Präventions Studie (EFOPS)
Die trainierenden Frauen gaben einen positiven Effekt auf die typischen Wechseljahresbeschwerden wie
Stimmungsschwankungen, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Depressionen und Hitzewallungen an, wobei
sich die Beschwerden in der Kontrollgruppe ebenfalls leicht verbesserten.
Zusammenfassung:
Unser Programm orientierte sich hinsichtlich Geräteausstattung,
Trainingshäufigkeit und Übungsleiterschulung eng an den Grenzen und
Möglichkeiten derzeitiger Reha-Sportprogramme, um eine weitgehende
Übertragbarkeit unserer Ergebnisse zu gewährleisten.
Aufgrund der positiven Ergebnisse empfehlen wir dieses
Trainingsprogramm nicht nur Frauen in den Wechseljahren. Mit einem
relativ geringen zeitlichen Aufwand können die Risikofaktoren der
postmenopausalen Frau effektiv reduziert sowie körperliche Fitness (und
damit die Selbständigkeit im Alter) und Lebensqualität wesentlich
verbessert
© werden.
Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
Therapie
Was leistet körperl. Training bei
der
THERAPIE
der manifesten Osteoporose?
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Manifeste Osteoporose
Rheuma-Patienten:
Das niederländische Rapid-Programm
(Rheumatoide Arthritis Patienten in Training Programm) von de Jong:
Osteoporot. Patienten mit einem T-Score < 2,5 trainierten 2x/Woche über 2
Jahre
Ergebnis: Signifikant positive Reduktion des Knochendichtabbaus in der Hüfte!
Ähnliche Ergebnisse für transplantierte Patienten!
WICHTIG: Stolperfallen beseitigen, Motorik verbessern, Haltemuskulatur
Trainieren > Struzrisiko reduzieren!
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Zusammenfassung
Welche Sportarten schützen besonders vor Osteoporose?
Gewichtsbelastende körperliche Aktivität: Das Knochenskelett muss durch
körperliche Arbeit oder das Eigengewicht des Körpers oder durch
Kraft BELASTET werden!
Schwimmen eignet sich dafür nicht!
ALSO: Gezieltes Krafttraining unter Anleitung:
Kräftigung der Rumpf- und Haltemuskulatur
Verminderung der osteoporotischen Fehlhaltung, >
Entlastung der kleinen Wirbelgelenken und damit
Entlastung von möglichen Wirbelfrakuren
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
Zusammenfassung
Zusätzlich
Ausdauer- und Koordinationstraining
Verbessert die Dehungsfähigkeit, Alltagsmotorik, und reduziert damit die
Sturzneigung.
Der positive Effekt einer solchen kombin. Trainigsform läßt sich auch bei
Der Knochendichte von Männern nachweisen!
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
Zusammenfassung
Was kann ich Ihnen sonst noch raten?
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
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© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau
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Osteoporose..
…..es liegt an uns !!!!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
© Dr. med. Achim Spechter – Sportmedizin Passau

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