Sehnsucht nach MEHR oder WENIGER

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SEHNSUCHT…
… nach MEHR oder WENIGER …
?
 Antonius legte als erster Mönch (= Single) den
Grundstein für das Eremitenleben
 Er war Großgrundbesitzer in Ägypten. Nach
dem Tod seiner Eltern, verschenkte er seinen
Besitz und wählte ein autarkes Leben in der
Einöde (eremos) als Einsiedler (monachos):
 „Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe,
was du hast, und gib’s den Armen; so wirst du
einen Schatz im Himmel haben; und komm und
folge mir nach!“ (Mt 19,21 )
 Antonius faszinierte junge Menschen, die ihn
besuchten und ihm nacheiferten
 Dieser Lebensweg wurde zum Vorbild und löste
die größte Jugendbewegung der Antike aus.
 Pachomius, ein früherer Soldat, steht als
Symbolfigur für den Beginn des klösterlichen
Gemeinschaftslebens im 4. Jh.
 Pachomius gab seiner Gemeinschaft um 325
n.Chr. feste Ordensregeln, um den Alltag zu
meistern
 Pachomius gründete neun Männer- und zwei
Frauenklöster
 Elemente der Regel: Gehorsam, Verzicht auf
Besitz / Gütergemeinschaft, Keuschheit
 Abraham als der erste Vorläufer des Mönchtums:
 Er verließ den Ruf Gottes folgend Heimat und Vaterhaus
 Jesus:
 „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder,
Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht
mein Jünger sein. Wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachfolgt, der kann nicht
mein Jünger sein“ (Lk 14,26f.)
 Der Verzicht auf die Ehe als „engelgleiches Leben“ (Lk 20,34f)
 Protest gegen die Volkskirche und den Staat:
 Durch die konstantinische Wende wurde Kirche Staatskirche und
somit auch machtpolitisch missbraucht
 Diesem Verfall des Christentums traten die ersten Eremiten /
Mönche entgegen
 Das römische Reich entwickelte sich zunehmend zum Zwangsstaat
aufgrund von Bürgerkriegen, Hungersnöten und Epidemien
 Benedikt stammte aus bürgerlichem Haus und widmete
sein Leben Gott
 Für seine Anhänger im neu gegründeten Kloster Monte
Cassino verfasste er 529 n. Chr. die REGULA
BENEDICTI:
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Gehorsam gegenüber dem Abt
Schweigsamkeit
Beständigkeit (stabilitas)
Demut
Besitzlosigkeit
Keuschheit
Ora et labora et lege
Ut in omnibus glorificetur Deus
 Benedikt wurde durch seine egalitäre Ordensregel zum
Vorbild: zum „Vater des Abendlandes“
 Das Stundengebet ist die Antwort der Kirche auf die
biblischen Gebote:
 Apostelwort: „Betet ohne Unterlass!“ (1 Thess 5,17)
 „Siebenmal am Tag singe ich dein Lob und nachts stehe ich
auf, um dich zu preisen.“ (Ps 119,62.164)
 „Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen“ (Ps 119,62)
 Sinn des Stundengebets:
 Durch das Stundengebet sollen einzelne Tageszeiten mit
ihren Besonderheiten vor Gott gebracht werden
 Das Gebet der Kirche rund um die Erde soll nicht abreißen
 Im frühen Mönchtum war es üblich alle 150 Psalmen
einmal pro Tag zu beten (heute Wochenrhythmus)
 Vorbeter: „O Gott, komm mir zu Hilfe.“ Antwort der
Chorgemeinschaft : „Herr, eile mir zu helfen“ (Ps 70,2)
Bettelorden/ Mendikanten:
Jesuiten (SJ)
•Bernhard von Clairvaux •Franz von Assisi und Dominikus •Ignatius von Loyola (16.
(11./12. Jh.) => Sumpf / (13. Jh.) => in den Städten
Jh.) => Regularkleriker
Wald
Zisterzienser
Ein Säkularinstitut ist eine ordensähnliche Gemeinschaft für Laien und
Priester und zählt zu den anerkannten Formen des geweihten Lebens
Die Brudergemeinschaft von Taizé:
•Gegründet von Frère Roger nach dem 2. Weltkrieg
•Internationale ökumenische Begegnungsstätte der
Jugend in Frankreich
 Der Weg in die Wüste (=Welt und Umwelt der Bibel).
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60.16.2011.
Liborius Olaf Lumma: Liturgie im Rhythmus des
Tages. Eine kurze Einführung in Geschichte und Praxis
des Stundengebets. Regensburg 2011.
Martin Klöckener; Heinrich Rennings: Lebendiges
Stundengebet. Freiburg u.a. 1989.
www.wikipedia.de
www.heiligenlexikon.de

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