DER LEISE SCHREI

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DER LEISE SCHREI
GROUP VENUS
• Weltweit bei Frauen in der Altersgruppe von 15-44
Die, die wegen GEWALT ihr Leben verlieren > Die, die wegen
Krankheit, Krieg, Verkehrsunfälle ihr Leben verlieren
• Die Gewaltanwendung gegen Frauen ist ein weltweit äußerst
verbreitetes Ereignis ohne jegliche geographischen Grenzen und
Berücksichtigung wirtschaftlicher Entwicklung bzw. schulischer
Ausbildung.
WISSEN BEDEUTET STARK SEIN.
• Sie verfügen über das Recht, sich vor Gewalt zu
schützen. Es macht keinen Unterschied, ob sie verheiratet
sind, aus einem anderen Land kommen bzw. nicht
kommen.
• Egal von welcher Rasse, egal aus welchem Staat, keine
Frau muss Gewalt ausstehen.
WAS BEDEUTET GEWALT?
• Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) definiert den Begriff
Gewalt wie folgt:
•
“Gewalt bedeutet die Anwendung der körperlichen Stärke
bzw. der Macht in Form einer vorsätzlichen Bedrohung oder
Authentizität auf eine andere Person und demzufolge die
Verletzung, der Tod bzw. die psychologische Störung oder die
Bildung der Wahrscheinlichkeit einer psychologischen Störung
der/des Betroffenen”.
• Die Gewalt ist ein wichtiges Problem der gesellschaftlichen
Gesundheit.
Wenn;
• - Ein Mann seine Frau im Haus einsperrt, diese bedroht,
schlägt, verletzt oder vergewaltigt,
• -die Familie, die Bekannten oder jemand Fremdes eine
Jugendliche oder eine Frau zu einem ihrerseits nicht
gewünschten Lebensstil zwingt,
• -ein Bekannter, ein Arbeitskollege, ein Chef oder ein ganz
Fremder die Frau sexuell plagt, diese verfolgt oder
vergewaltigt,
• -eine Frau zur Heirat oder Kuppelei gezwungen,
• -ein Mann aus der Familie, von den Nachbarn oder aus dem
Umfeld ein Mädchen oder einen Jungen sexuell misshandelt,
• -Männer aus der Tatsache, dass ihre Frau bzw. ihre Tochter
abhängig von ihnen ist oder sich nicht verteidigen, versuchen
einen Nutzen zu schlagen,
spricht man von GEWALT!
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Dann ist Gewalt gegen Frauen ein jedes Verhalten, das*;
die Frau
-körperlich,
-geistig,
-sozial,
-geistig und
-wirtschaftlich
verletzt, ihr Schmerz zufügt, ihre Ehre schädigt, durch
Ausübung von Druck in der Gesellschaft oder im Privatleben
die Verwendung ihrer Grundrechte oder Freiheiten verhindert
und die Diskriminierung von Frauen zur Folge hat.
• >Die Gewaltanwendung gegen Frauen ist die weltweit am
meist verbreitete, aber am wenigsten definierte
Menschenrechtsverletzung.
Die Umsetzung der großen Industriereform
Bedarf an der Arbeitskraft der Frau
Die Tatsache, dass im Ersten und Zweiten Weltkrieg die
Männer im Krieg waren und aufgrund des Arbeitskraftbedarfs
Auswanderungen zustande kamen
Gründung des Komitees innerhalb der UN für die
Beseitigung der Diskriminierung der Frauen (CEDAW).
Durch das Komitee konnte gewährleistet werden, dass die
sexuelle Diskriminierung durch Menschenrechtsanzeigen und
sonstige internationale Konventionen angesehen und
weltweit berücksichtigt werden.
• Die am meist verbreitete Form der Gewalt ist die
INNERFAMILIÄRE GEWALT des Mannes gegen Frau und
Kind.
• Jegliches Verhalten ihres MANNES gegen Sie oder Ihre
Kinder oder gegen einen Verwandten unter demselben Dach,
• Jegliches Verhalten eines VERWANDTEN unter demselben
Dach gegen Sie oder eine andere Person im selben Haushalt,
• Jedes Vorgehen Ihres MANNES, von welchem Sie nach
eigenem Wunsch oder durch ein gerichtliches Urteil
GETRENNT LEBEN, in Form von Bedrohung, Druck- bzw.
Kontrollausübung, jedes verhalten, das Ihnen körperlichen,
sexuellen, wirtschaftlichen oder psychologischen Schaden
zufügt oder Ihnen Schmerz zubereitet, ist INNERFAMILIÄRE
GEWALT.
• In vielen Gesellschaften wird die Gewaltanwendung
gegen Frauen als ein akzeptables Verhalten
wahrgenommen und als eine gewöhnliche Eigenschaft
einer Ehe angesehen. Es können verschiedene Formen
der innerfamiliären Gewalt aufgezählt werden. Zum
Beispiel;
• Die Gewaltanwendung
• Des Mannes gegen seine Frau und Kinder,
• der Frau gegen ihren Mann und ihre Kinder,
• unter den Kinder einander und gegen ihre Eltern.
• Davon ist jedoch am meist verbreitet die Gewalt des
Mannes gegen die Frau; die Gewalt hinter geschlossenen
Türen.
• Viele Frauen sind der Überzeugung, dass die
Gewaltanwendung des Mannes schon begründet sei und
sie ein Recht dazu haben, ihre Frau zu disziplinieren.
• Als Gründe der Gewaltanwendung des Mannes konnten
festgestellt werden: dem Mann nicht gehorchen, ihn
erwidern, das Essen nicht rechtzeitig bereit zu stellen,
Fragen zu Geld oder seine Freundinnen zu stellen und die
Geschlechtsbeziehung zu verweigern. (WHO, 2002)
«Er ist dein Mann, er tut das Richtige»
“Das Weibchen macht das Nest”,
“Sein wie ein Mann…”
“Vom Rücken der Frau ist der Stock und aus dem
Bauch der Frau der Nachkömmling nicht wegzulassen”
«wer seine Tochter nicht schlägt, schlägt sich die
Knie»
“Er ist dein Mann. Er kann dich lieben und schlagen”
Legende:
Realität:
1. Das ist keine Gewalt, sie
streiten sich nur.
1. Die Gewalt des Mannes
wird als eine akzeptable und
erwartete Verhaltensweise
angesehen. Aber das
Schlagen eines Mannes
durch eine Frau, wird schon
ganz anders betrachtet.
2. Frauen begehen nicht die
Tat der innerfamiliären
Gewalt.
2. Sowie Frauen als auch
Kinder und gar Männer sind
der innerfamiliären Gewalt
ausgesetzt.
LEGENDEN UND REALITÄT
Legende: falsche Überzeugung
3. Die Frau hat das ganz sicher 3. Die Frau ‘wünscht Gewalt’
oder ‘verdient Gewalt’
auf irgendeine Weise
keineswegs. Uns wird gesagt,
gewollt oder ‘verdient’.
dass die Frau die
Gewaltanwendung verdient,
wenn wir das Verhalten des
Mannes bezweifeln bzw.
‘motzen’. Gleich aus welchem
Grund auch immer: Kein Mann
hat das Recht, gegen eine Frau
Gewalt anzuwenden.
4. Die Frau hat aus dieser
Beziehung sicher einen
Nutzen, sonst würde sie sich
trennen.
4.
Es gibt unzählige Faktoren, die
ihn daran glauben lassen, dass
sich die Frau nicht trennen
kann. Zum Beispiel: keine
Unterkunft, kein Geld, Angst
vor dem Mann, Alleinsein mit
den Kindern, Angst allein zu
sein oder getrennt von den
Kindern zu sein.
5. Innerfamiliäre Gewalt
passiert nur mir, denn ich
bin das Problem.
5.
6. Eigentlich unterliegt die
Frau keiner schlechten
Behandlung. Dies nutzt
sie nur, um eine Wohnung
zu kaufen oder bessere
Scheidungsfolgen zu
erwerben.
6.
Weltweit sind sehr viele
Menschen innerfamiliärer
Gewalt ausgesetzt. Jede
Form der innerfamiliären
Gewalt ist falsch. Ein
Drittel bis zwei Drittel der
befragten Frauen in
Industrieländern und 2050% der befragten Frauen in
24 Entwicklungsländern auf
4 Kontinenten haben
angegeben, körperlicher
Gewalt ausgesetzt zu sein.
Das ist nicht Ihre Schuld!
Frauen lügen bezüglich der
Aussetzung innerfamiliärer
Gewalt niemals. Denn sich
zu diesem Thema zu
äußern, braucht Mut.
7. ‘In unserer Gesellschaft 7.
kommt es nicht vor’; es
geschieht in
problematischen
Familien.
Gleich aus welcher
Kultur, von welcher Rasse
oder aus welcher Klasse.
In jeder Familie kann es
vorkommen. Kultur kann
niemals eine Begründung
für die Gewaltanwendung
gegen eine Frau sein.
8. Sie haben
Alkoholprobleme und
machen es deswegen 8. Schuldige denken sich für
das Verdecken ihrer
Gewaltausbrüche eine
ganze Reihe von
Entschuldigungen aus.
Wie z.B. ALKOHOL …
9. Ich dulde den Aufenthalt
daheim nur für meine
Kinder.
10. Manche Personen suchen
gewaltanwendende
Männer /Frauen und gehen
von einem/einer zum/zur
anderen
9.
Die negativen
Auswirkungen daheim
zustande gekommener
schlechter Behandlungen
setzen sich auch in der
zukünftigen
Erwachsenenphase des
Kindes fort. Seien Sie nicht
Grund dafür, dass Ihre
Kinder in einem unwohlen
Umfeld aufwachsen.
10. Niemand sucht sich die
Aussetzung der Gewalt
selber aus. Generell ist zu
Beginn der Beziehung von
Gewalt keine Rede.
Wie schon zu sehen
Sind innerhalb der Gesellschaft einige generelle und
FALSCHE Auffassungen für die Gewalt:
• Die natürliche Wahrnehmung der Gewalt,
• Die Wahrnehmung der Frau nicht als Individuum,
sondern als ein Objekt ohne Gleichgerechtigkeit,
• die Unterstützung nicht von Frauen, die sich die Gewalt
nicht gefallen lassen, sondern von Frauen, die sich die
Gewalt gefallen lassen.
• Formen von Gewalt
• Körperliche Gewalt
• Sexuelle Gewalt
•
• Wirtschaftliche Gewalt
• Emotionale / psychische Gewalt
• Mündliche Gewalt
• SOZIALE GEWALT
• I.
Körperliche Gewalt
Ohrfeigen, einen Fußtritt versetzen, zausen, würgen,
anseilen, Haare ziehen oder mit einem Stock auf jemanden
eindreschen, jemanden mit einem scharfen Instrument
verletzen, Zigarette auf dem Körper ausdrücken, mit
Salpetersäure oder kochendem Wasser verbrennen,
zertrampeln, verstümmeln, in unhygienischen Bedingungen
zum Leben zu zwingen, Inanspruchnahme von
Gesundheitsleistungen zu verhindern oder Töten;
MISSHANDLUNGEN ALLER ART AM KÖRPER, ist
körperliche Gewalt.
Eine von drei Frauen ist der Überzeugung: “Es ist die Aufgabe einer
Frau, mit ihrem Mann zu schlafen, auch wenn sie es nicht.”
II. Sexuelle Gewalt
• Auch wenn es sich um die Person handelt, mit der Sie verheiratet
sind, die Frau an einem unerwünschten Ort, zu einer unerwünschten
Zeit, mit anderen oder auf unerwünschte Art zum Sex zu zwingen
(Vergewaltigung),
• Geschlechtsorganen zu schaden, diese anzufassen, die Beschneidung
der Frau zu fordern,
• die Frau zur Abtreibung, zum Inzest (Geschlechtsbeziehung unter
Verwandten), zur Kuppelei zu zwingen, die Verhütung gegen die
Bildung unerwünschter Schwangerschaften zu verhindern,
• im frühen Alter zur Zwangsheirat zu zwingen,
• im Sexualleben die Frau zu diskriminieren, durch Vorwände wie die
Ehre Druck auszuüben, mittels Telefone, Briefe oder auf mündliche
Art SEXUELL GESTÖRTES VERHALTEN aufzuweisen, ist
sexuelle Gewalt.
Die wirtschaftliche Gewalt gilt als Begründung für die
Scheidung oder einen Beschluss zum Schutz gegen Gewalt.
• III. Wirtschaftliche Gewalt
Ökonomische Gewalt: Eigentum und sonstige Erträge der
Frauen weg nehmen, Geld verweigern, Zurückhalten von
Informationen und wirtschaftlichen Fragen im
Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Situation der
Familie ohne die Idee der Frau zu berücksichtigen,
Berufstätigkeit verweigern, Einschränkungen auf das
Arbeitsleben der Frauen, die Insignien (Schmuck) ohne zu
fragen in den Besitz nehmen.
• Die wirtschaftliche Gewalt zeigt sich nicht
wie die körperliche Gewalt durch spontane
Wutausbrüche. Hier geht es vielmehr um
eine Persönlichkeits-und
Gewohnheitsstörung, ist von
systematischer und nachhaltiger
Eigenschaft. Es ist sehr schwierig, dass
die/der Betroffene dieses Verhalten auffasst
und darauf reagiert.
IV. Emotionale / psychische und mündliche Gewalt
• Dies sind Handlungen wie schreien, beschimpfen, beleidigen
(mündliche Gewalt),
• beängstigen, Streite wegen Eifersucht auszulösen und extrem
kontrollgierig zu sein, mit Selbstmord oder Verlass zu drohen,
• zu illegalen Handlungen zu zwingen, den Kontakt mit Bekannten zu
verhindern, im Haus einzusperren, einzuschließen oder im Dunkeln
zu lassen,
• durch Ausnutzung der Kinder bedrohende Nachrichten zu senden, ein
schlechtes Gewissen zu bereiten,
• wegen Schwächen zu hänseln, den Verlust des Vertrauens und der
Achtung des Mannes/der Frau herbeizurufen, die Bezweifelung der
Logik-und Entschlussphase der Frau/des Mannes zu veranlassen,
• Grund für die Hemmung des Redens der Frau mit anderen Männern
zu sein, zu diskriminieren, mit anderen Frauen zu vergleichen, zu
verachten,
• Druck darüber auszuüben, wie sich die Frau anzuziehen hat, wo sie
hingehen darf und mit wem sie Kontakt haben darf und die
Selbstentwicklung der Frau zu verhindern.
• V. SOZIALE GEWALT
Insbesondere die ins Ausland mitgenommene Frau, im
Hause einzusperren und nur die Erledigung des
Haushalts zu erwarten, keine separate Wohnung
einzurichten und zum Zusammenleben mit der Familie
des Mannes zu zwingen, ihr sämtliche sozialen Rechte
und Aktivitäten vorzuenthalten, ihr den Ausgang aus
dem Haus einzuschränken und dadurch die
Selbstentwicklung der Frau sowie deren Anpassung an
das fremde Land nicht zu unterstützen, ist soziale
Gewalt.
• VI. STALKING
Stalking ist eine andere Form der psychischen
Unterdrückung. Diese Art von Gewalt erleiden
Ehegatten während der Trennungs-und
Scheidungsperiode. Diese Art von Gewalt
beinhaltet: Stalking (verfolgen oder Belästigung
einer Person) sowie das nachspionieren der Partner.
ERGEBNISSE DER INNERFAMILIÄREN GEWALT IM
DREIECK FRAU-KIND-GESELLSCHAFT
GESELLSCHAFT
KIND
FRAU
• Die wichtigsten Zeugen und kleinen Betroffenen der
hinter verschlossenen Türen versteckten
innerfamiliären Gewalt sind die Kinder.
• Bei Kindern, die in Häusern mit innerfamiliärer
Gewalt aufwachsen, kann sich Aufsässigkeit, soziale
Isolation und ein Gefühl der Unterlegenheit
entwickeln. Es ist sogar nachgewiesen, dass Kinder,
die in Familien dieser Art aufwachsen und die
Gewalt internalisieren, aggressiv werden,
Selbstmordgedanken haben, drogenabhängige
Straftäter und Personen werden, die zukünftig
Gewohnheiten wie Vernachlässigung und
Missbrauch haben.
Die Probleme können in 3 Hauptgruppen zusammengefasst
werden:
• -Verhaltens-und emotionale Funktionsstörungen (antisoziales und aggressives Verhalten, Angst, Depressionen,
geringes Selbstwertgefühl, wütend)
• -Störungen kognitiver Funktionen und Einstellungen
(Abnahme verbaler und quantitativer Fähigkeiten,
Schulabgang, kein Erwachsenwerden, unzureichende
Fähigkeit zur Gewalt- und Konfliktlösung)
• - Physische Funktionsstörungen (psychologische
Probleme und körperliche Erkrankungen)
• GESELLSCHAFT
Die innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen bringt soziale
Probleme mit sich.
Die Familie, der Grundbaustein der Gesellschaft, erleidet
einen Schaden. Diese Situation führt zu der Bildung
ungesunder Gesellschaften. Die Gewalt stellt ein Problem
der öffentlichen Gesundheit dar.
• -Die Gegenleistung für Dienstleistungen im
Zusammenhang der Gewalt gegen Frauen; die Justiz, die
Gesundheit, soziale Dienste, die Unterkunft...
• -Die indirekte Gegenleistung zurückführend auf die
Leistungs-und Produktionsfähigkeit der Frau
• -Die Gegenleistung des Schmerzes als Mensch
Körperliche und seelische Gesundheitsprobleme von Frauen wegen innerfamiliärer Gewalt
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VERLETZUNG
CHRONISCHE SCHMERZEN
STÖRUNGEN DES VERDAUUNGSSYSTEMS, MAGENKRÄMPFE
SEXUELL ÜBERTRAGBAREN KRANKHEITEN, PROBLEME GENITALER ORGANE
DEPRESSION, ANGST, POSTTRAUMATISCHE BELASTUNGSSTÖRUNGEN,
GERINGES SELBSTWERTGEFÜHL,
SCHLAF-UND APPETITSTÖRUNGEN
WIEDERKEHRENDE ALPTRÄUME,
SELBSTMORDGEDANKEN,
KONTAKTVERMEIDUNG MIT MENSCHEN, ENTFREMDUNG, SOZIALER
RÜCKZUG,
KEINE SOZIALE UND WIRTSCHAFTLICHE TEILNAHME AN DER GESELLSCHAFT
HOFFNUNG ÜBER DIE ZUKUNFT VERLIEREN,
KÄMPFERISCHE ENTWICKLUNG, KONZENTRATIONSSTÖRUNGEN,
VERGESSLICHKEIT,
EXTREM ZURÜCKHALTEND UND IMMER WACHSAM SEIN
EXTREME WUT AUF MENSCHEN, DIE SIE NICHT UNTERSTÜTZEN
Wenn auch Sie diese Symptome aufweisen und Sie einer Form von Gewalt ausgesetzt sind,
DANN GEHT ES IHNEN NICHT GUT. SIE MÜSSEN SICH VON DER GEWALT
ENTFERNEN.
• Die Gewalt zerstört die Werte der Person, ihren
Charakter, ihr Unternehmertum und ihr Selbstvertrauen.
• Die Tatsache, dass Frauen, die einen Großteil der
Gesellschaft bilden, an Gewalt leidet, hat vor allem auf
Kinder negative Auswirkungen und führt zur
Verschlechterung der Familie und damit von Tag zu Tag
zur Verschlechterung der Gesellschaft.
• Die Toleranz gegenüber der innerfamiliären Gewalt stellt
ein Hindernis für das Starkwerden der Frau und für die
Verwendung der Menschenrechte dar.
• Zweck der innerfamiliären Gewalt gegen die Frau ist es,
Macht und Kontrolle auszuüben.
• INNERFAMILIÄRE GEWALT KOMMT IN DER
PRIVATSPHÄRE VOR UND WIRD DESHALB OFT
GEHEIMGEHALTEN.FRAUEN, DIE EINER FORM
VON GEWALT AUSGESETZT SIND, MÜSSEN DIE
SCHANDE, GEWALTTÄTIG BEHANDELT ZU
WERDEN, ERLEIDEN. SIE HALTEN DIE VORFÄLLE
GEHEIM. DIE WIRKT SICH IN FORM EINER
NEUEN GEWALT WIEDER AUF DIE FRAU AUS.
GEWALTZYKLUS
• Erste Phase: Zunahme der Spannung
In diese Phase fühlt sich die gewaltbetroffene Frau hilflos, sie wird von
ihrem Mann kontrolliert und die Spannung steigt zunehmend.
• Zweite Phase: Der AUSBRUCH kommt zustande und Gewalt wird
ausgeübt.
• Letzte Phase: FLITTERWOCHEN-AUSGLEICH
Es herrscht eine Stille. Gefühle wie Scham und Reue treten hervor und
Gewalttäter entschuldigt sich.
Generell verzeiht die Person, die der Gewalt ausgesetzt wurde, dem
Gewalttäter und es folgt eine schöne, kurze Zeit. An dieser Stelle wird
oft festgestellt, dass Frauen den Männern, die nach der
Gewaltanwendung sich entschuldigen und versprechen, sie nicht
nochmal zu schlagen, leider glauben.
Dies wiederholt sich wie ein unendlicher Zyklus immer und immer
wieder
Quelle der Gewalt; MÄNNER UND RISIKOFAKTOREN
• Faktoren, die die Entstehung innerfamiliärer Gewalt gegen Frauen
beeinflussen*;
• -individuelle Faktoren (genetische und psychologische Faktoren)
• - Beziehungsfaktoren
• - unmittelbare Umfeld-Faktoren
• -soziale Faktoren
• -sonstige;
• -AUSWANDERUNGEN;
• -Arbeitslosigkeit,
• -emotionale Verwirrungen,
• -kulturelle Veränderungen,
• -schnelle Urbanisierung,
• -zerstörte Familien,
• -Autoritätsverlust,
• -Angst, Unwissenheit, Missverständnisse
• - Alkoholkonsum,
• -aufgrund ihrer Eifersucht und Stress erschaffenden Rollen, Faktoren wie
die Armut, Naturkatastrophen sowie die Faktoren, die das Risiko der
Gewaltanwendung erhöhen
INDIVIDUELL
• Einer der grundlegenden Faktoren der Gewaltanwendung
des Mannes gegen die Frau ist, dass der Mann selber in
seiner Familie Gewalt ausgesetzt war und Alkohol
konsumiert wurde.
• Die Gewaltanwendung gegen die Frau ist eine erlernte
Reaktion auf Stress. Die Person beobachtet und erlernt
die Gewaltanwendung als eine Methode der
Stressbewältigung aus ihrer eigenen Familie.
• Einer der wichtigsten Faktoren bei der Entstehung
innerfamiliärer Gewalt ist der, dass der Mann in seiner
Vergangenheit wenn auch nur einmal gegen seine Frau
bereits schon Gewalt angewandt hat.
• Kommt zwischen den Ehegatten eine Machtungleichheit
wegen Bildung, Karriere, Einkommen zustande, so erhöht
sich die Wahrscheinlichkeit der Gewaltanwendung. Es ist
nachgewiesen, dass Konflikte zwischen Eheleuten aus
Arbeiter-bzw. Mittelklassen höherliegen und zwischen
der Gewaltanwendung gegen die Frau und dem
Bildungsniveau des Mannes sowie dessen Instabilität im
Berufsleben eine Beziehung besteht.
Die Tatsache, dass der Mann älter ist als die Frau, erhöht
das Risiko der Gewaltausübung gegen die Frau.
In patriarchalischen Gesellschaften wird der Mann als ein
höheres Wesen als die Frau angesehen.
• -Die Überzeugung, dass Frauen zu gehorchen haben und
• - der Mann für die Familie zu entscheiden hat
• gehören zu den wichtigsten Risikofaktoren, die eine Rolle
bei der Entstehung von Gewalt spielen.
Die Unterstützung der Familie, von Freunden oder des
Umfelds stellten einen schützenden Faktor gegen
innerfamiliäre Gewalt dar SOZIALISIEREN DIE
GEWALT.
• Ein weiterer Faktor: die Medien.
Modelle, die manchmal zu Gewalt führen,
zeigen manchmal so oft Gewaltbeispiele, dass es schon die
Gefühllosigkeit mit sich bringt.
Doch manchmal spielen sie bei der Bekämpfung der Gewalt eine
bedeutende Rolle.
• Die innerfamiliäre Gewalt wird angewandt, um Fehler von
Frauen zu korrigieren. Von dem Moment der Geburt an lebt die
Frau entsprechend den Regeln, die durch die Gesellschaft für
sie für angemessen gehalten werden.
• In arabischen und muslimischen Gesellschaften bildet die
emotionale Beziehung einer Frau zu einem Mann gegen den
Willen ihrer Familie bzw. eine uneheliche Schwangerschaft die
wichtigste Ursache von Ehrenmorden.
Zusammengefasst:
• Das Aufwachsen in einer Familie mit innerfamiliärer Gewalt,
• der Einsatz der Gewalt zur Problemlösung in problematischen
Beziehungen und Stresssituationen,
• die Tatsache, dass der Mann gegenüber der Frau überlegen gilt,
• die Trennung der Rollen von Mann und Frau,
• die schwachen sozioökonomischen Bedingungen der Frau
• treten uns als Grund für innerfamiliäre Gewalt gegenüber.
Aus Sicht der Frau sind die Gründe des Mannes zur
Gewaltanwendung wie folgt:
• -Nichterfüllung der häuslichen Aufgaben der Frau,
• -Probleme des Mannes,
• -die Gewaltanwendung des Mannes ohne jeglichen Grund,
• -die Gewaltanwendung gegen die Frau wegen der Eifersucht
des Mannes
• -die Nichterfüllung sexueller Wünsche des Mannes
• -der unerlaubte Aufenthalt der Frau an einem beliebigen Ort
• -die Gewaltanwendung gegen die frau aufgrund ihrer Meinung
• Innerfamiliäre Gewalt gegen Migrantinnen
• Etwa 25% der Bevölkerung in Deutschland haben einen
Migrationshintergrund. Diese Zahl ist in Städten wie die
Hauptstadt Berlin, Hamburg und Frankfurt bis zu 30%,
bei Jugendlichen bis zu 40% gestiegen.
• Ca. 3 Millionen Türkische Einwanderer bildenden
größten Anteil dieser Gruppe.
• * Laut einer Umfrage sind 38% der in Deutschland
lebenden Türkinnen Opfer von Gewalt. Diese Zahl liegt
bei Deutschen Frauen bei 25%.
• Die Angst, nach der Trennung Deutschland verlassen zu
müssen, wird immer als eine Bedrohung angesehen. Aber dies
weniger der Fall.
• Durch das Fehlen der Sprache und der Unkenntnis sind sich
viele Frauen ihrer Rechte nicht bewusst und wissen die
angebotenen Möglichkeiten nicht zu nutzen.
• Junge Mädchen und Frauen mit Migrationshintergrund leben
oft unter dem Druck familiärer Traditionen und die meisten
davon sind direkt oder indirekt einer Form von Gewalt
ausgesetzt.
• Es ist nachgewiesen, dass 40% der Immigrantinnen aus der
Türkei und aus Osteuropa ab einem Lebensalter von 16 Jahren
einer körperlichen und sexuellen Gewalt ausgesetzt sind*.
• Die introvertierte Struktur der türkischen Gesellschaft
verhindert die Integration der Frau mit den ländlichen
Institutionen und Mechanismen. Türken, die Probleme
wie Arbeitslosigkeit, geringes Einkommen oder Bildung
haben, machen erfolgslose Anpassungsphasen durch.
• Dass Frauen von ihrem Land entfernt sind und ihre
Bürgerrechte nicht ausüben können, fördert diese
Tatsache noch weiter und erhöht die Zahl der
innerfamiliären Gewalt auf das Zweifache.
DIE MIGRATION DES MENSCHEN STELLT EIN
GLEICHGEWICHT ZWISCHEN VERLUST UND
ERRUNGENSCHAFT DAR.
• Errungenschaften
• Verluste
• Glaubt die Person, dass die Verluste einer Einwanderung überwiegend
sind, wird sie weiterhin die Idealisierung der in Träumen verbrachten
Heimatwelt fortsetzen.
• Dies kann dazu führen, dass die Person irgendwo in ihrer Vergangenheit
hängenbleibt und mit der Realität nicht mithalten kann.
• Die Person wird zur Übermittlung dieses vergangenen Lebensstils an
Personen, für welche sie verantwortlich ist, Gewalt anwenden.

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