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Über die Hoffnung
Die Angst aller Ängste ist die Furcht vor dem
Ungeliebtsein, dem Verlust der Liebe;
Verzweiflung ist daher die Überzeugung, für
immer aller Liebe verlustig gegangen zu sein, das
Grauen der totalen Einsamkeit.
Benedikt XVI., Auf Christus schauen, S.81
Hoffnung im eigentlichen Sinn des Wortes ist
demnach die Gewissheit, dass ich die große
Liebe empfangen werde, die unzerstörbar ist, und
dass ich schon jetzt mit dieser Liebe geliebt bin.
Benedikt XVI., Auf Christus schauen, S.82
Verzweiflung
Die Wurzel der Verzweiflung: Acedia = Trägheit
Traurigkeit der Welt
Verzweiflung
Die tiefste Wurzel dieser Traurigkeit ist
das Fehlen der großen Hoffnung und
die Unerreichlichkeit der großen
Liebe:
Alles, was zu hoffen ist, ist bekannt,
und alle Liebe wird zur Enttäuschung
der Endlichkeit in einer Welt, deren
ungeheure Surrogate nur ein
kläglicher Deckmantel abgründiger
Verzweiflung sind. S.85
Die Wurzel der Verzweiflung: Acedia = Trägheit
Traurigkeit der Welt
Verzweiflung
Solche Traurigkeit rührt aus einem
Mangel an Hochgemutheit
(magnanimitas), aus einer
Unfähigkeit, an die Größe der
menschlichen Berufung zu glauben,
die uns von Gott zugedacht ist.
S.85
Die Wurzel der Verzweiflung: Acedia = Trägheit
Traurigkeit der Welt
Verzweiflung
Der Mensch will nicht glauben,
dass Gott sich mit ihm
beschäftigt, ihn kennt, ihn liebt,
ihn ansieht, ihm nahe ist.
S. 85
Die Wurzel der Verzweiflung: Acedia = Trägheit
Traurigkeit der Welt
Verzweiflung
acedia
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
acedia
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
acedia
Geschwätzigkeit und
Neugier
(verbositas)
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
acedia
Geschwätzigkeit und
Neugier
(verbositas)
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
Die innere Unruhe
(importunitas
- inquietudo)
acedia
Geschwätzigkeit und
Neugier
(verbositas)
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
Die innere Unruhe
(importunitas
- inquietudo)
Unbeständigkeit des Wollens
und des Seins
(instabilitas loci vel propositi)
acedia
Geschwätzigkeit und
Neugier
(verbositas)
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
Die innere Unruhe
(importunitas
- inquietudo)
Unbeständigkeit des Wollens
und des Seins
(instabilitas loci vel propositi)
Stumpfsinnigkeit
(torpor)
Kleinmut
(pusillanimitas)
Aufgebrachtheit
(rancor)
Gewollte Bosheit
(malitia)
acedia
Verzweiflung
acedia
Evagatio mentis
Schweifende Unruhe
des Geistes
acedia
Verzweiflung
acedia
Evagatio mentis
Schweifende
Unruhe des Geistes
acedia
Verzweiflung
acedia
Evagatio mentis
Schweifende
Unruhe des Geistes
acedia
Vermessenheit
acedia
Vermessenheit
acedia
Bürgerlich-liberaler Pelagianismus
Vermessenheit
acedia
Wenn es Gott schon geben und
wenn er sich tatsächlich um den
Menschen kümmern sollte, kann er
nicht so schrecklich anspruchsvoll
sein, wie es vom Glauben der Kirche
hingestellt wird.
S. 93
Vermessenheit
acedia
Der Pelagianismus der Frommen
Vermessenheit
acedia
Sie wollen keine Vergebung und eigentlich
überhaupt keine Gabe von Gott haben.
Sie wollen selbst in Ordnung sein – nicht
Vergebung, sondern gerechten Lohn.
Sie möchten nicht Hoffnung, sondern
Sicherheit. …
Ihnen fehlt die für jede Liebe wesentliche
Demut - die Demut über unser Verdienen
und Leisten hinaus Geschenktes zu
empfangen.
S. 93
Vermessenheit
Verzweiflung
Evagatio mentis
acedia
Die Meinung der Menschen ist Macht. Auch
wenn sie nicht mit der Wahrheit übereinstimmt,
übt sie ihre Gewalt aus; man muss mit ihr
rechnen. Der einzelne Mensch baut ebenfalls ein
Bild von sich auf, einen <Schein>, durch den er
sich in der Meinung der anderen behaupten will.
Er will seinen <Schein> wahren und muss sich
daher dem Schein der anderen beugen. Die
Wahrheit selbst ist weit entfernt und zeigt ihre
Macht nicht; aber die Meinung der Menschen ist
da und ist herrschende Macht.
Also richtet man sich nach ihr.
Vermessenheit
Verzweiflung
Evagatio mentis
acedia
Der Mensch fürchtet den nahen Schein der
menschlichen Meinungsmacht mehr als das ferne
und gewaltlose Licht der Wahrheit.
So beugt er sich der Meinungsmacht und wird
selbst ihr Verbündeter, einer ihrer Träger. Er wird
zum Sklaven des Scheins.
Hat er erst einmal begonnen, sich darauf
einzulassen, so muss er ihr Schritt um Schritt
weiterfolgen. Er kann aus dem Netz der
gemeinsamen Verstellung gar nicht mehr
ausbrechen. Er orientiert sich bei seinen
Handlungen nicht mehr an der Wirklichkeit,
sondern an den vermutbaren Reaktionen der
anderen. Es kommt zu einer Herrschaft der
Meinung, der Unwahrheit.
Vermessenheit
Verzweiflung
Evagatio mentis
acedia
Das ganze Leben einer Gesellschaft, die politischen
wie die persönlichen Entscheide können so auf
einer Diktatur der Unwahrheit beruhen: dessen,
wie die Dinge dargestellt und berichtet werden
anstelle der Wirklichkeit selbst.
Eine ganze Gesellschaft kann so aus der Wahrheit
in den gemeinsamen Betrug, in eine Sklaverei der
Unwahrheit, des Nicht-Seins abstürzen.
Die Erlösung, die der Logos, das menschgewordene
Wort Gottes anbietet, ist ihrem Wesen nach
Befreiung von der Sklaverei des Scheins, Heimkehr
zur Wahrheit.
Aber der Übergang vom Erscheinenden zum Licht
der Wahrheit geschieht in der Gestalt des Kreuzes.
Benedikt XVI. in: Auf Christus schauen, S.98/9
Der Mensch ist zum Großen geschaffen – für Gott
selbst, für das Erfülltwerden von ihm. Aber sein Herz
ist zu eng für das Große, das ihm zugedacht ist.
Es muss geweitet werden. „Indem Gott die Gabe
[seiner selbst] aufschiebt, verstärkt er unser
Verlangen; durch das Verlangen weitet er unser
Inneres; indem er es ausweitet, macht er es
aufnahmefähiger [für ihn selbst].“
Spe salvi 33
„Stell dir vor, Gott will dich mit Honig
[Bild für die Zärtlichkeit Gottes und seine Güte]
anfüllen. Wenn du aber ganz mit Essig angefüllt bist,
wohin willst du den Honig tun?“ Das Gefäß, d. h. das
Herz, muss zuerst ausgeweitet und dann gereinigt
werden: vom Essig und vom Essiggeschmack befreit
werden. Das kostet Arbeit, das kostet Schmerz, aber
nur so entsteht die Eignung für das, wozu wir
bestimmt sind.
Spe salvi 33
Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen,
der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt;
1 Petr 3,15

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