Achtsamkeit - HEMSHORN

Report
ELEMENTARPROGRAMM
FÜR HAMBURGER
SCHULEN
Elementarprogramm Hamburg
Trainingsprogramm zur
Persönlichkeitsentwicklung,
Förderung der Lernkapazitäten
der sozialen und emotionalen Kompetenzen
und zur Stressreduzierung
Warum überhaupt ein Programm?
Warum überhaupt ein Programm?
Lehrerbelastungen

Sozial wenig kompetente Schüler/innen

Emotional wenig gefestigte Schüler/innen

Steigende Anzahl und Intensität der Anforderungen

Verdichtung der Lernpläne

Integration multipler Kulturkreise

Inklusion

Mangelnde Wertschätzung von Gesellschaft, Schülern und Eltern

Konflikte am Arbeitsplatz mit Kollegen und Schulleitungen

Übergleiten der Arbeitsanforderungen in das Privatleben (Wochenendarbeit,
Zuhause arbeiten)

Ständiger Lärm
Stressbelastung und Leistung
Studie zu Stress (Yale 2013)

Eine Dauerbelastung durch Stress verursacht degenerative
Veränderungen im Gehirn (in Gehirnbereichen für Selbstkontrolle) und
verursacht zahlreiche körperlichen Beschwerden (Bluthochdruck,
Diabetes etc.)

Gleichzeitig braucht das Gehirn eine gewisse Stimulanz durch Stress,
um aktiv zu werden und auch Höchstleistungen zu bringen

Ein gelerntes und angewandtes Training (z.B. Achtsamkeit, EQ) zum
bewussten Umgang mit Stress kann das Gehirn wieder positiv
beeinflussen und zurückbilden

Wenn man äußere Umstände und Stress nicht verändern kann, kann
man aber seine innere Haltung dazu ändern – wirkungsvoll.
Warum überhaupt ein
Programm?
7
•
•
Schwache soziale Kompetenzen
Schule muss faktisch immer mehr erzieherische Aufgaben übernehmen
Verminderte Frustrationstoleranz
•
•
Schwache emotionale Kompetenzen
Kindern fehlen immer häufiger verlässliche, stabilisierende Bindungen im
familiären Umfeld
Verminderte Impulskontrolle
Bedarf nach umgehender Bedürfnisbefriedigung
•
•
Warum überhaupt ein
Programm?
8
Reizüberflutung
•
•
•
•
•
•
Multimediale Welt
Multiple Anforderungen in der Schule
Einseitiges kognitives Lernen
Ständiger Lärm
Veränderte Kindheit (Apfelbaum, Fahrrad fahren, Gummitwist)
Kinder lernen Stressverhalten von den Eltern, schon im Mutterleib
Psychosomatische Folgen
•
•
Jedes 10. Kind leidet an Ängsten
Jedes 20. an depressiven Verstimmungen
•
(zitiert nach Spiegel-online, Kinder- und Jugendgesundheitssurvey des Robert-Koch-Instituts)
Resilienzförderung
Die Elemente des Hamburger Programms

Im Zentrum steht die persönliche Entwicklung des Menschen und sein
Wissen zum Umgang mit sich selbst und den Ereignissen des Lebens.

Aufgrund unserer Erfahrungen und Konditionierungen verändern wir uns
ständig, unsere Persönlichkeit befindet sich in permanenter Entwicklung.
Die Persönlichkeit ist Grundlage für unsere Wahrnehmungen, Handlungen,
Kapazitäten und Ressourcen.

Die Qualität dieser Entwicklung können wir durch Bewusstsein,
Achtsamkeit, Selbstverantwortung und Empathie nachhaltig
beeinflussen.

Es entsteht eine solide Basis für eine erweiterte Sichtweise, den Ausbau
unserer Kapazitäten und die Stärkung unserer Ressourcen.

So können wir kraftvoll, selbstbestimmt und lösungsorientiert agieren
Elemente des Hamburger Programms
ich mache
ich denke
ich glaube
ich bin
Verhalten
Wahrnehmung
Glaubenssätze/Werte
Identität
Erneuerung = Verwandlung = Entwicklung

Vielleicht möchte ich mich gar nicht verändern?

Denken wir mal ein paar Jahre zurück.

Bin ich heute der/dieselbe wie vor 1 Jahr, 3 Jahren, 5 Jahren oder 10 Jahren ?

NEIN

Entwicklung ist unaufhaltsam.

Die Qualität, die Richtung unserer Entwicklung können wir gestalten..
Das Element der Bewusstheit
Entwicklung
durch
Bewusstheit, Achtsamkeit, Selbstverantwortung, Empathie

Die Entwicklung einer inneren Haltung, einer Vision von uns selbst und
unserer Beziehung zu der Welt um uns herum ist eine wichtige Grundlage.

Unsere Wahrnehmungen sind subjektiv und oft geprägt von früheren
Erfahrungen oder Glaubenssätzen. Machen wir uns diese Konditionierungen
bewusst, gewinnen wir an Klarheit und Handlungsspielraum.

Eine bewusste Betrachtung ermöglicht uns unser Sichtfeld auszuweiten und
Raum für neue Erfahrungen zu schaffen.
Das Element der Bewusstheit
Jeder Mensch möchte glücklich sein!
Alle Menschen haben den gleichen Anspruch auf Glück!
Das verinnerlichte Bewusstsein, dieses kleinsten gemeinsamen Nenners aller
Menschen verändert unsere Sicht und unsere Beziehung zu Anderen. Wir sitzen
alle im gleichen Boot.
Isolation und Egoismus lösen sich in dem Maße auf, in dem wir uns als Teil eines
Ganzen sehen
Das Element der Bewusstheit
Bewusstheit über Interdependenz schafft Verständnis über Ursache und Wirkung.
Jede Aktion oder Reaktion hat eine Wirkung.
Welche Wirkung will ich erzielen?
Wo will ich hin?
Das Element der Achtsamkeit
Was ist Achtsamkeit?
Achtsamkeit beinhaltet auf eine bestimmte Art und Weise aufmerksam zu sein:
Bewusst im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu bewerten.«
(Jon Kabat-Zinn – entwickelte das Konzept MBSR – Mindfulness-Based-Stress-Reduction)
Das Element der Achtsamkeit?
16
Was ist Achtsamkeit?
Die bewusste Wahrnehmung von „Ist“ Zuständen, Bedürfnissen,
Emotionen und Gedanken.
Wir halten inne, schauen in uns hinein, machen eine Bestandsaufnahme
unseres „Ist“- Zustandes.
Wir nehmen ein Bedürfnis wie Durst wahr.
Wir können jetzt reagieren und z.B. ein Glas Wasser trinken.
Wir nehmen eine Emotion, z. B. Wut, die aufkommt durch einen äußeren Reiz
wahr.
Diese Emotion nehmen wir bewusst wahr, in dem Wissen, das unsere
Emotionen und Gedanken, nicht unsere Identität sind, sondern nur
vorüberziehende Phänomene.
So können wir auch hier jetzt bewusst reagieren und selbstbestimmt mit der
Situation umgehen, d.h. entscheiden ob wir wütend reagieren wollen oder
nicht.
Das Element der Achtsamkeit
17
Was ist Achtsamkeit?
Das bewusste Verweilen im gegenwärtigen Augenblick
Wir halten inne, betrachten nur den gegenwärtigen Moment. Verlieren
uns nicht in Vergangenem oder Zukünftigen.
Wir sehen eine Herausforderung nur im Licht der Gegenwart. Was
kann ich jetzt tun? Und durchbrechen so den Kreislauf ewiger
Gedanken, To Do Listen, Bedauerns oder Hoffens.
Wir können jetzt entscheiden, ob wir etwas an einer Situation ändern
können oder nicht und entsprechend agieren oder loslassen.
Das Element der Achtsamkeit
18
Was ist Achtsamkeit?
Wahrnehmen ohne zu bewerten.
Wir halten inne, betrachten den gegenwärtigen Moment bzw. nehmen
unseren „Ist“ Zustand wahr – ohne zu bewerten.
Es ist wie es ist
Meist sind wir unsere eigenen härtesten Kritiker, werfen uns ständig
sehr viel vor und haben auch anderen gegenüber immer eine
wertende Haltung.
Das schafft Stress und bindet uns in endlosen Gedankenspiralen, in
einem emotionalen Auf und Ab.
Das Element der Achtsamkeit
Was ist Achtsamkeit?
Zwischen Reiz und Reaktion liegt die Freiheit
Victor Frankl
Das Element der Achtsamkeit
20
Reiz
Reaktion
Unbewusstes Handeln im Autopiloten
Reiz
Achtsamkeit
Bewusstsein eines
Handlungsspielraums
Reaktion
Wirkungsweise von Achtsamkeitsübungen auf
geistiger Ebene
„angewandte Neuwowissenschaft“

harmoniert die Gehirnströme

verbessert die intuitive Wahrnehmung

erhöht die Empathie und Einfühlungsvermögen

kann emotionale Schwankungen und depressive Verstimmungen positiv beeinflussen

verringert Angstgefühle und innere Unruhe

steigert Energie und Vitalität

verbessert Erinnerungsvermögen und kognitive Funktionen

steigert Konzentration und Kreativität

verursacht das Gefühl von Zentriertheit und Gelassenheit

Mehr Bewusstheit im Umgang mit sich selbst und Anderen

vermindert das Gefühl von Stress

höhere Leistungsfähigkeiten in Beruf und bei intellektuellen Tätigkeiten

wachsendes inneres Gleichgewicht

mehr Selbstwahrnehmung, Selbstakzeptanz, Selbstwert und Authentizität

fördert die persönliche Entwicklung

bessere soziale Kompetenz und Kommunikation

Klarheit und Sinnhaftigkeit

erhöht Widerstandskraft (Resilience) und führt zu einem gelasseneren Umgang mit Krisensituationen

bewusstes Erleben des gegenwärtigen Moments
.....auf körperlicher Ebene

vermittelt ein klareres Körperempfinden, das zu gesünderen
Lebensgewohnheiten führt

senkt den Blutdruck

senkt die Herzfrequenz

senkt den Cholesterinspiegel

ausgeglichenes Nervensystem

besserer Schlaf

stärkt das Immunsystem

entspannt Muskeln und Körper

bessere Koordination des Bewegungsapparats

vermindert die Schmerzwahrnehmung

verringert Nervosität und Spannungen

reduziert Burn-out-und seine Symptome
...und auf organisatorischer Ebene











Stärkung und Befähigung für Lehrer,
“lead by example” durch Authentizität
Mitgefühl und Verständnis
reduziert das wahrgenommene Stress- Niveau
besserer Umgang mit Krisensituationen und Herausforderungen
verbessert die intuitive Wahrnehmung und hilft in komplexen Situationen,
Entscheidungen zu treffen
verbessert die Kommunikation, erhöht die Empathie und damit die Effizienz
in der Zusammenarbeit von Teams
steigert die Anzahl an zufriedenen, ausgeglichenen und motivierten Lehrern
und Schülern und bringt ein Gefühl von Verbundenheit
mehr Engagement und Sinnhaftigkeit
Bildung einer „Schulkultur“ / „Schulseele“
Quellen: Bender Institute of Neuroimaging (BION) der Justus-Liebig-Universität Gießen., Uni Aarhus, Charite Berlin, Universität Pennsylvannia,
Harvard, Uni Freiburg, Max-Planck Institut,
Das Element der Selbstverantwortung
Äußere
Herausforderungen, die
uns einschränken.
Wachsende
Anforderungen
Was können wir
verändern?
ICH
Das Element der Selbstverantwortung
Entwicklung
durch
Bewusstheit, Achtsamkeit, Selbstverantwortung, Empathie

Viele äußere Umstände belasten uns, stellen Herausforderungen dar

Realität ist, dass wir auf die meisten dieser Faktoren keinen direkten Einfluss haben

Wir fühlen uns ohnmächtig und ausgeliefert.

Sind Objekt nicht Subjekt im eigenen Leben

Opfer
Das Element der Selbstverantwortung

Selbstverantwortung bedeutet Macht anstatt Ohnmacht

Selbstverantwortung bedeutet Handlungsspielraum in allen Situationen sehen, nicht
Schuldübernahme.

Selbstverantwortung bringt uns aus der Opferrolle in die Gestalterrolle

ICH im Zentrum meines Universums

ICH – das Einzige worauf ich absoluten Einfluss habe
Das Element der Selbstverantwortung
Innere
Glaubenssätze,
die uns
zurückhalten.
Was kann ich
verändern?
IC
H
Selbstverantwortung
Kraftvoll das eigene Leben gestalten
IC
H
Das Element der Empathie
Was ist Empathie?
Empathie ist die Fähigkeit Emotionen anderer Menschen zu teilen und adäquat darauf
einzugehen.
2 Kleinkinder sitzen im Sandkasten, eins tut sich weh und beginnt zu weinen.
Das zweite Kleinkind wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu weinen anfangen:
Pures Mitgefühl – Emotionen stecken an.
Die Mutter des weinenden Kindes fühlt auch mit ihrem Kind, ist aber in der Lage
adäquat und pro – aktiv zu reagieren. Sie wird das Kind trösten und Ihm helfen ohne in
Stress zu geraten. Das ist Empathie
Empathie - Wege der Verarbeitung
Ist auf die andere
Person gerichtet
Mit Empathietraining
Empathie/
Mitgefühl
Positives Gefühl
Pro-soziale Motivation
Das Vermögen die Gefühle einer
anderen Person zu teilen. Ich bin
glücklich/traurig, weil Du es bist.
Ist auf die eigene
Person gerichtet
Mitgefühl ohne Training
= Persönlicher Stress
Negatives Gefühl
Disassoziation
Empathie und Emotionale
Intelligenz
Emotionale Intelligenz (Universitäten New Hampshire und Yale,
1990) ist die Fähigkeit, eigene und fremde Gefühle
wahrzunehmen, zu verstehen und angemessenen mit ihnen
umzugehen

Wahrnehmung von Emotionen

Emotionen beeinflussen/Umgang mit Emotionen

Emotionen in die Tat umsetzen

Empathie

Umgang mit Beziehungen
Emotionale Intelligenz Modell
Emotionale Intelligenz: die
Wirkungen
Wie funktioniert das Elementarprogram
SEIN
Bewusst, offen, tolerant,
achtsam, nicht-wertend,
eigenverantwortlich,
empathisch, gelassen
TUN
Achtsamkeit üben und
praktizieren
Ruhe bewahren,
bewusst Handeln
Haben
Bessere Lernergebnisse,
ruhigere Klassen, weniger
Konflikte, mehr Resilienz,
bessere Gesundheit, höhere
Frustrationstoleranz, mehr
Lebensqualität
Wie funktioniert das Elementarprogramm an Schulen
Duales System
Lehrer/innen ausbilden
1. Werkzeugkasten zum Umgang mit Herausforderungen im Innen und Außen

Tägliche Übungen zu Hause

Ressourcen stärken & Werkzeuge zur Stressbewältigung

Leuchtturm positiver, toleranter, gelassener Haltung

Innere Kraft
2. Werkzeugkasten zum Training der Schüler/innen

Übungen werden in den täglichen Unterricht integriert

Sichtweise der Schüler/innen erweitert sich

Ressourcen und Selbstregulierungskompetenzen werden gestärkt

Soziale & emotionale Kompetenzen wachsen

Lernvermögen und Konzentration verbessern sich
Wie funktioniert das Elementarprogram
Ganzheitlicher, ressourcenorientierter Ansatz, in dem Lehrer/innen und
Schüler/innen als „Fachleute“ für ihre eigene Persönlichkeitsentwicklung und
Ressourcenstärkung angesehen werden. Das Programm schafft auf beiden Ebenen
den Rahmen; der/die Einzelne wählt die zur eigenen Persönlichkeit passenden
Inhalte.
Das bedeutet:
•Ein lebenslanger Wachstumsprozess
•Tägliche Übung
•Akzeptanz der „Herausforderungen“ als Lektion
•Erkennen der Gelegenheit für inneres Wachstum
•Achtsamkeit in Sprache und Kommunikation
Der Prozess verselbständigt sich
Wie funktioniert das Elementarprogram
Es entstehen:
•Persönliche Überlebensstrategien für Krisen
•Wertschätzung für sich und andere
•Positive Psychologie: Stärken kennen & nutzen macht glücklich (Prof. Seligmann)
•Humor, sich und andere nicht so ernst nehmen
•Fähigkeit zu Vergeben und Vergessen als inneres Reinigungsprogramm durch
achtsames Verweilen in der Gegenwart
•Empathische Grundhaltung: Jeder ist auf seinem Weg, hat seine Themen. Jeder
strebt nach Glück, ist einzigartig und damit genauso wie wir selbst.
•Erfahrung des Glücks „Gutes zu tun“
Wie funktioniert das Elementarprogram
Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Prozess
•Eigene Entscheidung – freier Wille
•Fester Wille
•Überzeugung
•Disziplin
•Tägliche Praxis
•Gruppensupervision zur Stärkung der Individuen
Methoden
Auf den folgenden Charts stellen wir ganz kurz einige
Methoden zu Achtsamkeit, Empathie und
Persönlichkeitsentwicklung an Schulen vor, die in
Deutschland oder im Ausland erfolgreich eingesetzt
werden
Prof. Daniel Favre

Professor an der Universität von Montpellier

Trainiert Lehrkräfte in Mitgefühl mit Fokus auf gewaltbereites Verhalten unter
Schüler/innen

Studie zum Bezug von sozialen Kompetenzen und Lernvermögen
Erkenntnisse zur Relation von sozialer Kompetenz
und Lernvermögen

Der Grad an Empathie steht reziprok im Verhältnis zum Grad der Gewaltbereitschaft
und Gewalterfahrung.

Emotionen sind ansteckend. Es liegt in der Natur des Menschen, sich von den
Emotionen im Umfeld anstecken zu lassen.

Mitgefühl muss geübt werden, so auch um zu Unterscheiden zwischen eigenen
Emotionen und denen der Anderen.

Um Raum für die Emotionen der Anderen zu machen, müssen wir eine Distanz zu
unseren eigenen Emotionen aufbauen.

Junge Menschen mit traumatischen Erlebnissen laufen Risiko ihre Emotionen
komplett abzuschneiden

Dies kann zu plötzlichen Gewaltausbrüchen führen.

Bezugsverlust zu eigenen Emotionen steht im umgekehrten Verhältnis zu
akademischen Leistungen.
Erkenntnisse zur Relation von sozialer
Kompetenz und Lernvermögen, Daniel Favre

Aggression wurzelt in Angst und Unsicherheit.

Aggressionen stehen in Bezug zu dogmatischem Denken

Alle Probleme werden auf die Welt außerhalb des Selbst projiziert.

So entsteht Hilflosigkeit ( ich selbst kann nichts ändern) und Angst (ich werde
bedroht, es kommt Gefahr)

Gewalt wurzelt in dem Bedürfnis andere Schwach zu machen um sich stark zu
fühlen, andere sich unwohl fühlen zu lassen um sich selbst wohl zu fühlen und
anderen die Kraft zu nehmen um sich selbst stark zu fühlen.

Das macht Lernen unmöglich! Denn es würde beinhalten neue Gedanken, andere
Meinungen und Ansichten – irgend etwas von der äußeren Welt an sich
heranzulassen, zuzulassen.

Übungen im nicht dogmatischen Denken führen zu Selbstkontrolle/Regulierung.

Gewalt und Schulversagen sind umkehrbar innerhalb eines Jahres.
Erkenntnisse zur Relation von sozialer Kompetenz
und Lernvermögen , Daniel Favre

Bezug schaffen zwischen Empathie und Ethik

Urteilsfreie Haltung gegenüber aggressivem Verhalten

Lehrer ist das Vorbild, er muss mit adäquaten Fähigkeiten ausgestattet werden, um
seine Emotionen kontrollieren zu können.

Entwicklung einer Haltung , die erkennt, dass jeder gute Gründe hat so zu denken,
wie er denkt. Prinzip der logischen Folge

Das ermöglicht die nicht konditionierte Akzeptanz des Anderen, anstatt eigene
Vorstellungen aufzwingen zu wollen.

Entwicklung einer positiven Haltung, Emotionen nicht als Schwäche sondern als
potentiellen Brunnen für Stärke erkennen.

Arbeitet für das Zentrum für wissenschaftliche Untersuchungen von Mitgefühl & Güte
und Bildung an der Stanford Universität, USA.

Studiert den Prozess der Umwandlung von Gewalt zu Frieden, von Straftätern zu
Heilern in der Gemeinschaft.

Ist in Israel geboren, inmitten von viel Gewalt und Leiden.

Geht der Frage nach: Warum Menschen, die Gewalt ausgesetzt werden, dazu
tendieren selbst Gewalt auszuüben.

Unter Zorn liegt Schmerz

Menschen, die sich in einer schlechten, gewaltbereiten, menschenverachtenden
Situation wiederfinden, tendieren dazu selbst gewalttätig und gemein zu agieren.

Kinder, die in einem Umfeld aufwachsen, dass von Bedrohung und Angst geprägt ist,
kennen nur diese Art zu leben.

Schmerz muss geheilt werden, um eine Veränderung zu bewirken

Kapazität Mitgefühl zu geben und anzunehmen muss entwickelt werden

Menschen brauchen Wärme, Nähe, eine Umarmung.

Dies zu erkennen ist die Grundlage, in Programmen helfen wir den Kids das zu
sehen.

Alle haben Güte in sich, die eigene Güte erkennen und so zu sehen, dass auch der
Andere Güte in sich hat, ist der erste Schritt.

Sichtweise verändern: Vormals war jeder ein potentieller Feind, heute ist jeder ein
potentieller Freund.

Enhancing Resilience Among Students Experiencing Stress

Programm zur Erweiterung der Kapazität von Schülern und Studenten mit sozialem
Stress umzugehen.

http://erase-stress-pscv.com/ERASE%20STRESS-PS-CV.pdf

Das Programm wurde inzwischen mit 50.000 Jugendlichen in Krisengebieten auf der
ganzen Welt durchgeführt.

In sozial benachteiligtem Umfeld ist die Wahrscheinlichkeit, das junge Menschen
Gewalt und Missbrauch erleben 50% größer als in sozial adäquatem Umfeld.

Direkte oder indirekte Erfahrung von Gewalt und Missbrauch in Schule, Familie,
Nachbarschaft.

Dies führt in der Mehrzahl zu posttraumatischem Stress:

Physiologische Probleme, wie Asthma

Aufmerksamkeitsdefizite, geringe Lernkapazität

Wut und Aggression

Feindliche (weil angstbasierte) Einstellung gegenüber Minderheiten

Respektlose, gewaltbereite Haltung anderen gegenüber

Stressabbau und Verbesserung der Kapazitäten damit umzugehen als Grundlage für
erfolgreiches Mitgefühltraining.

Schule ist der optimale Rahmen für Einführung und Übung der Techniken

Identifiziere und stärke die natürlichen Ressourcen der Bewältigung

Bilde adäquate Fähigkeiten zur Bewältigung

Entwickle Mitgefühl für selbst und andere

Verstärke die Ressourcen und Bewältigungsmechanismen und Fähigkeiten der
Lehrer

Hilf Lehrern zu erkennen welche Kids besondere Hilfe brauchen

1. Kontrolle der Eigenarbeit, Heimarbeit
Schüler lehren den Eltern die neuen Techniken
2. Aufwärmübung
3. Eigenerfahrungsbasierte Arbeit
4. Psychologisch – pädagogische Wissensgrundlagen
5. Vermittlung neuer Fähigkeiten/ Methoden
6. Beendung der Einheit
7. Ausgabe von „Heimarbeit“ – Eigenarbeit.

Psychologisch – pädagogisches Wissen

Stärkung der persönlichen Kapazitäten mit sozialem Stress umzugehen

Körperarbeit, Entspannung, Atmung

Kenne Deine Gefühle

Entwickle Mitgefühl (Rollenspiel)

Kontrolliere Deine Gefühle mit Deinem Geist

Fördere unabhängiges, vorurteilsfreies Denken

Erkenne die Vorurteile und Präferenzen Deines Umfeldes/Deiner Gruppe

Bewältige Deine Angst, inklusive der Angst vor dem Anderen, dem Fremden

Umgang mit Wut (Kanalisierung) und Hass

Bewältigung von Verlust und Trauer

Stärke Dein Selbstwertgefühl ( Körper & Persönlichkeit)

Erarbeite Dir Dein soziales Schutzschild

Lerne den Anderen zu akzeptieren

Entwicklung einer pro-sozialen Haltung

Streben nach einer besseren Zukunft ( Hoffnung, konstruktive Gedanken, Visualisierungen)
GLAUBENSSÄTZE
Haltung
Wahrnehmung
AFFEKT
Emotionen
Ausdruck
VORSTELLUNGSKRAFT
Kreativität
Fantasie
Symbole
Metaphern
SOZIALE KAPAZITÄTEN
Hilfe
Unterstützung
KOGNITIVE
FÄHIGKEITEN
Wissen
Positives Denken
Problemlösung

Gründerin des „Roots of Empathy“ (Wurzel des Mitfühlens) Programms.

Bietet Programme zur Entwicklung von Empathie bei Grundschülern an in den USA,
Neuseeland, Kanada, Irland, Schottland.

Wurde ausgezeichnet für ihre Erfolge als Sozialunternehmerin

Autorin, Erziehungsexpertin, Lehrerin und Kinderrechtsadvokatin.

http://www.rootsofempathy.org/en/who-we-are/mary.html
Warum Mitgefühl bei kleinen Kindern fördern?

Mitgefühl ist der entscheidende Baustein für unsere Zukunft

Kinder sind unsere Zukunft

Aggression verringern, Mitgefühl und Verständnis erhöhen

Entscheidend um nicht in Negativität und Aggression der Umwelt & Medien
abzurutschen

Emotionale Bildung ermöglicht ruhigere Klassen, besseres Lernvermögen, bessere
Resultate und weniger Konflikte.

Empathie ist der Schlüssel zu erfolgreichen Beziehungen auf jeder Ebene

Wurzel für ein glückliches, erfülltes Leben und eine konstruktive Gesellschaft.
80 % Steigerung von Empathie an Grundschulen nach 50 Sunden Training über 2 Jahre
„Train the Brain“

Das Gehirn ist trainierbar.
•
Neue Denkweisen und Gewohnheiten
bilden neue Datenautobahnen im Gehirn
und verankern sich
Neue Synapsen bilden sich in 21 Tagen
•

Quelle: Shawn Archor, Harvard
Methoden
Bewusstheit
Freitagsreflexion – zur Bewusstmachung was in der Woche gut/nicht – gut gelaufen ist
und warum
Ich Zeit und Selbstwahrnehmung: Raum schaffen für eigene Bedürfnisse (Ruhe, Schlaf,
Bewegung, Weiterentwicklung als Mensch, Erlernen einer neuen Fähigkeit, Zeit in
der Natur verbringen etc..
Hand – Wasser Übung – Meine Hand besteht zu 80% aus Wasser. Wo kommt dieses
Wasser her – Bewusstsein schaffen für Interdependenz und Verbundenheit
Methoden
Achtsamkeit

Ruhiges Verweilen im gegenwärtigen Moment

Bodyscan

Achtsame Sprache

Achtsame Atmung

Vorstellung des eigenen edlen Kerns – in Kontakt treten mit der inneren Kraftquelle

Betreten des inneren Tempels – Übung zum Loslassen negativer Emotionen und
Gedanken und zur Besinnung auf die eigene immer reine Grundquelle
Methoden
Selbstverantwortung

Kleiner Zirkuselefant

Positive Psychologie

Selbstakzeptanz & Toleranz

Life-Map (Klarheit über eigene innere Haltung und Werte und Umsetzung im
täglichen Leben)

Kurzgeschichten von Jorge Bucay
Methoden
Empathie
Training der emotionalen Intelligenz
„Switch“ – Rollentausch/ einen Tag in den Schuhen des anderen verbringen
Empathietraining der Studie von Tanja Singer
Studien und Forschung

Hier Hinweise zu aktuellen Projekten
Dr. Olga Klimecki, Neurowissenschaften und Empathie


Wissenschaftlerin am Max Planck Institut für Humanes Lernen und
Gehirnwissenschaften, Abteilung Soziologische Neurowissenschaft
Doktorarbeit zum Thema „Training des mitfühlenden emphatischen
Gehirns.“

Untersucht den Effekt von Empathie und Mitgefühl Training auf
neurale Funktionen, Verhaltensweisen und Gefühle.

http://www.cbs.mpg.de/staff/klimecki-11436?v=publications
Empathie Studie am Max Planck Institut

Studie Verhältnis Lernkapazitäten und soziale Kompetenzen

Prof. Dr. Tania Singer, Director Max Planck Institute for Human Cognitive and Brain
Sciences Department of Social Neuroscience

http://www.compassion-training.org
Das ReSource Projekt ist eine weltweit einzigartige, groß angelegte Studie zum mentalen
Training mithilfe westlicher und fernöstlicher Methoden der Geistesschulung. Über einen
Zeitraum von elf Monaten werden interessierte Laien an ein breites Spektrum von
mentalen Übungen herangeführt, mit deren Hilfe Fähigkeiten wie Aufmerksamkeit, Körperund Selbstgewahrsein, eine gesunde Emotionsregulation, Selbstfürsorge, Empathie und
Mitgefühl sowie Perspektivübernahme trainiert werden. Insgesamt zielt das Training
darauf ab, mentale Gesundheit und soziale Kompetenzen zu verbessern, um z. B. Stress
zu reduzieren, mehr geistige Klarheit zu erlangen, die Lebenszufriedenheit zu steigern
sowie andere Menschen besser verstehen zu lernen. Es handelt sich um ein säkulares
Programm, das mit einem Team von erfahrenen Meditationslehrern, Wissenschaftlern und
Psychotherapeuten entwickelt wurde. Es wird in Leipzig und Berlin durchgeführt und
durchgängig von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und
Neurowissenschaften begleitet werden. Das ReSource Projekt wurde initiiert von Prof. Dr.
Tania Singer, Direktorin der Abteilung Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut
für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und wird gefördert mit Mitteln des
Europäischen Forschungsrats sowie der Max-Planck-Gesellschaft
Literaturliste






Peterson, Christopher; Seligman, Martin E. P.: Character strengths
and virtues: A handbook and classification. Oxford University Press,
Oxford 2004,
Harvard Medical School Positive Psychology: Harnessing the power
of happiness, personal strength, and mindfulness, 2009
Jerrell C. Cassady, Mourad Ali Eissa (Hrsg.): Emotional Intelligence.
Perspectives on Educational and Positive Psychology. Peter Lang,
New York 2008,
Christian Bourion: Emotional Logic and Decision Making. The
Interface Between Professional Upheaval and Personal Evolution.
2004,
Daniel Goleman: Emotionale Intelligenz. Hanser, München 1996;
dtv, München 2011,
Maxwell Waltz, Psycho-Cybernetics, A New Way to Get More Living
Out of Life, New York,1969

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