LebeDeinTalent_BOLehrer_20131011

Report
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
1
Wähle einen Beruf, den Du liebst,
und Du brauchst keinen Tag in Deinem
Leben mehr zu arbeiten !
Konfuzius ( 551—479 v. Chr. )
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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2
Dieser Satz gilt leider nicht mehr ganz
Unser Wohlstand erfordert in Zukunft
auch mehr Flexibilität während des
Berufslebens
–
wir werden daher im Laufe unseres Lebens
öfters unsere Tätigkeit wechseln und
lebenslang lernen
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3
trotzdem:
die erste Berufswahl ist noch immer
eine der wichtigsten Entscheidungen
im Leben
darum reden wir über:
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4
in unserer heutigen
Arbeitswelt
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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die Lehre:
Ausbildung:
im Rahmen eines sogenannten dualen Systems:
etwa 4/5 der Zeit in einem Ausbildungsbetrieb
etwa 1/5 der Zeit in der Berufsschule
Regeln:
Berufsausbildungsgesetz (BAG)
Kinder- und Jugendbeschäftigungsgesetz (KJBG)
Dauer:
2 – 4 Jahre
zB. FriseurIn 3 Jahre, MechatronikerIn 3 ½ Jahre
Schutz:
insbesonders erhöhter „Kündigungs“schutz
(aber schon immer: kein Schutz bei Pflichtverletzung)
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die Lehre:
Doppellehre:
paralleles Erlernen von 2 Berufen,
zB. Friseur-Kosmetiker
verkürzte Lehrzeit:
besonders bei schulischen
Vorkenntnissen
integrative Berufsausbildung:
für reine Praktikertypen, öfters mit
verlängerter Lehrzeit (bis zu 2 Jahre)
„Teillehre“:
Ausbildungsvertrag über eine
Teilqualifizierung (1 – 3 Jahre)
Lehrabschluss ohne Lehre:
ausnahmsweise Zulassung zur
Lehrabschlussprüfung
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die Lehre:
Variante verkürzte Lehrzeit – (zB. bei abgeschlossener BMS, AHS, Vorlehre):
zB. 3- jähriger Lehrberuf: Lehre dauert „3 x 8 Monate“ = 24 Monate = 2 Jahre,
Variante Lehrzeitanrechnung – (zB. Schulabbrecher ):
zB. 3- jähriger Lehrberuf: Einstieg im 2. Lehrjahr, nur 2 Klassen Berufsschule,
Achtung:
Lehrzeitverkürzungen und –anrechnungen sind freiwillig, der
Lehrbetrieb muss Lehrzeitanrechnungen nicht gewähren
(Ausnahme: Vorlehrzeiten in gleichen oder verwandten Berufen),

daher unbedingt vor Beginn des Lehrverhältnisses Vereinbarung mit
Lehrbetrieb treffen !
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die Lehre:
integrative Berufsausbildung und Teillehre besonders für Jugendliche, die
vom AMS nicht in eine Lehrstelle vermittelt werden können und :

am Ende der Pflichtschule sonderpädagogischen Förderbedarf
hatten

keinen positiven Hauptschulabschluss aufweisen

Behinderungen im Sinne des Behinderteneinstellungsgesetzes
aufweisen

aus sonstigen in der Qualifikation des Jugendlichen liegenden
Gründen bei der Lehrstellensuche erfolglos blieben

Lehrling und Ausbildungsbetrieb werden während der Lehrzeit durch eine
Berufsausbildungsassistenz begleitet !
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die Lehre:

Grundmodul



Hauptmodul(e)



2 Jahre
Vermittlung der grundlegenden Kenntnisse und Fertigkeiten
mindestens 1 Jahr
Erweiterung der Grundkenntnisse und –fertigkeiten
Spezialmodul(e)


½ Jahr
Spezifizierung der Kenntnisse und Fertigkeiten
(spezielle Produktionsweisen und Dienstleistungen)
max. LZDauer
4 Jahre
Jeder Lehrling eines modularen Lehrberufes muss ein Hauptmodul
wählen und kann darüber hinaus – Kombinationsmöglichkeiten lt.
entsprechender Ausbildungsverordnung vorausgesetzt - in einem
weiteren Haupt- oder Spezialmodul ausgebildet werden
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die Lehre:
Modular aufgebaute Lehrberufe – Stand September 2012









KFZ- Technik
Metalltechnik
Elektrotechnik
Installations- und Gebäudetechnik
Elektronik
Werkstofftechnik
Holztechnik
Bekleidungsgestaltung
Glasbautechik
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max. LZDauer
4 Jahre
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11
die Lehre:
Beispiel Kraftfahrzeugtechnik:
Spezialmodul
Spezialmodul
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Systemelektronik
Hochvolttechnik
Kür
Hauptmodul
Lehrzeit 1,5 Jahre
Hauptmodul
Lehrzeit 1,5 Jahre
Hauptmodul
Lehrzeit 1,5 Jahre
PKW- Technik
Nutzfahrzeugtechnik
Motorradtechnik
Pflicht
Grundmodul
Lehrzeit 2 Jahre
Kraftfahrzeugtechnik
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die Lehre:
Beispiel Metalltechnik:
Spezialmodul S1
Spezialmodul S2
Spezialmodul S3
Spezialmodul S4
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Automatisierungstechnik
Designtechnik
Konstruktionstechnik
Prozess- und
Fertigungstechnik
Kür
Hauptmodul
H1
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H2
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H3
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H4
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H5
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H6
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H7
LZ 1,5 Jahre
Hauptmodul
H8
LZ 1,5 Jahre
Maschinenbautechnik
Fahrzeugbautechnik
Metallbau- +
Blechtechnik
Stahlbautechnik
Schmiedetechnik
Werkzeugbautechnik
Schweißtechnik
Zerspanungstechnik
Pflicht
Grundmodul
Lehrzeit 2 Jahre
Metalltechnik
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die Lehre:
Beispiel Elektrotechnik:
Spezialmodul S1
Spezialmodul S2
Spezialmodul S3
Spezialmodul S4
Spezialmodul S5
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Lehrzeit 0,5 Jahre
Gebäudeleittechnik
GebäudetechnikService
Sicherheitsanlagen
technik
erneuerbare
Energien
Netzwerk- und
Kommunikationstechnik
Spezialmodul
S6-S11
Lehrzeit 0,5 Jahre
6 EisenbahnSpezialmodule
Kür
Hauptmodul H1
Lehrzeit 1,5 Jahre
Elektro- und
Gebäudetechnik
Hauptmodul H2
Lehrzeit 1,5 Jahre
Hauptmodul H3
Lehrzeit 1,5 Jahre
Hauptmodul H4
Lehrzeit 1,5 Jahre
Energietechnik
Anlagen- und
Betriebstechnik
Automatisierungs - und
Prozessleittechnik
Pflicht
Grundmodul
Lehrzeit 2 Jahre
Elektrotechnik
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die Lehre:
Beispiel Installations- und Gebäudetechnik:
Spezialmodul
Spezialmodul
Lehrzeit 1,0 Jahre
Lehrzeit 1,0 Jahre
Badgestaltung
Ökoenergietechnik
Spezialmodul
Spezialmodul
Lehrzeit 1,0 Jahre
Lehrzeit 1,0 Jahre
Steuer &
Regelungstechnik
Haustechnikplanung
Kür
Hauptmodul
Lehrzeit 1,0 Jahre
Hauptmodul
Lehrzeit 1,0 Jahre
Hauptmodul
Lehrzeit 1,0 Jahre
Gas- und
Sanitärtechnik
Heizungstechnik
Lüftungstechnik
Pflicht
Grundmodul
Lehrzeit 2 Jahre
Installations- und Gebäudetechnik
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die Lehre:
Beispiel Metalltechnik:
aus alt
mach neu
Schlosser Maschinenbautechnik
GM Metalltechnik
H1 Maschinenbautechnik
Schmied - Schmiedetechnik
GM Metalltechnik
H5 Schmiedetechnik
WerkzeugmacherWerkzeugbautechnik
GM Metalltechnik
H6 Werkzeugbautechnik
Universalschweißer
GM Metalltechnik
H7 Schweißtechnik
Zerspanungstechniker
GM Metalltechnik
H8 Zerspanungstechnik
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die Lehre:
Beispiel Elektrotechnik:
aus alt
mach neu
Elektroinstallationstechnik
GM Elektrotechnik
H1Elektro- und Gebäudetechnik
Elektroinstallationstechnik
Prozessleit- + Bustechnik
GM Elektrotechnik
H1Elektro- und Gebäudetechnik
S1 Gebäudeleittechnik
Elektroenergietechnik
GM Elektrotechnik
H2 Energietechnik
Elektroanlagentechnik
GM Elektrotechnik
H3 Anlagen- und Betriebstechnik
Elektrobetriebstechnik
GM Elektrotechnik
H3 Anlagen- und Betriebstechnik
Elektroanlagentechnik
Prozessleitechnik
GM Elektrotechnik
H3 Anlagen- und Betriebstechnik
H4 Automatisierungs - und
Prozessleittechniktechnik
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die Lehre:
 6.707 UnternehmerInnen bilden in 7.779 Ausbildungsbetriebsstätten per
31.12.2012 26.703 Lehrlinge aus
= 21,31 % aller Lehrlinge in AUT kommen aus OÖ = Nr. 1 in AUT
= 16,80 % aller Österreicher leben in OÖ = Nr. 3 in AUT
 2012 haben 7.862 junge Menschen eine Lehre im ersten Lehrjahr begonnen
 65,4 % der Lehrlinge sind männlich - 34,6 % sind weiblich
 es werden 1.756 Lehrlinge aus 72 Nationen ausgebildet (BIH, HR, D, TR, SRB)
 892 Lehrlinge nutzen in 840 Unternehmen die Möglichkeit einer integrativen
Berufsausbildung mit verlängerter Lehrzeit
 501 Jugendliche machen in 131 Unternehmen eine „Teillehre“
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18
wusstet Ihr schon, dass:

über 50% aller Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber eine Lehre
absolviert haben?

Universitätsrektoren eine Lehre absolviert haben?
(Starkstrommonteur)

Vorstandsvorsitzende bedeutender österreichischer
Unternehmen einen Lehrberuf erlernt haben?
(Werkzeugmacher, Elektriker)

Bischöfe aus der Lehre kommen?
(Fleischhauer)
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19
Die Auswahl ist groß:
Unser „Problem“: alle wollen das Gleiche lernen
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20
Die Auswahl ist groß:
TopTen der Berufe  58,42 % aller Lehrlinge
Lehrberuf
Metalltechnik
Einzelhandel
Elektrotechnik
Kraftfahrzeugtechnik
Bürokaufmann/- frau
Installations- und Gebäudetechnik
Friseur/in und Perückenmacher/in (Stylist/in)
Maurer/in
Tischlerei
Koch/Köchin
sonstige Lehrberufe
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Lehrlinge
in %
3.341
3.068
1.982
1.678
1.621
934
858
780
669
668
12,51 %
11,49 %
7,42 %
6,28 %
6,07 %
3,50 %
3,21 %
2,92 %
2,51 %
2,50 %
11.104
41,58 %
31,42 %
rr
21
Die Auswahl ist groß:
TopTen der Berufe  69,02 % aller weiblichen Lehrlinge
Lehrberuf
Lehrlinge
in %
Einzelhandel
Bürokauffrau
Friseurin und Perückenmacherin (Stylistin)
Gastronomiefachfrau
Großhandelskauffrau
Köchin
Restaurantfachfrau
Pharmazeutisch- kaufmännische Assistenz
Verwaltungsassistentin
Metalltechnik
2.327
1.413
810
334
303
292
257
250
198
190
25,20 %
15,30 %
8,77 %
3,62 %
3,28 %
3,16 %
2,78 %
2,71 %
2,14 %
2,06 %
sonstige Lehrberufe
2.859
30,98 %
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
49,27 %
rr
22
Die Auswahl ist groß:
TopTen der Berufe  63,47 % aller männlichen Lehrlinge
Lehrberuf
Lehrlinge
in %
Metalltechnik
Elektrotechnik
Kraftfahrzeugtechnik
Installations- und Gebäudetechnik
Maurer
Einzelhandel
Tischlerei
Mechatronik
Produktionstechniker
Koch
3.151
1.927
1.635
924
776
741
588
530
441
376
18,04 %
11,03 %
9,36 %
5,29 %
4,44 %
4,24 %
3,37 %
3,03 %
2,52 %
2,15 %
196 sonstige Lehrberufe
6.381
36,53 %
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38,43 %
rr
23
für manche Lehrberufe gibt es weniger Lehrstellen:

Büro

IT- EDV

Mediendesign

„Schönheits“- Berufe

rund um die Elektrotechnik (für Lehrlinge mit sehr schlechten
Noten zB. in Mathematik oder überhaupt ohne
Schulabschluss)

rund um den Maschinenbau (für Lehrlinge mit sehr schlechten
Noten zB. in Mathematik oder überhaupt ohne
Schulabschluss)
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24
für manche Lehrberufe gibt es weniger Lehrstellen:
Warum ist das so ?
es gibt in einigen Wirtschaftszweigen gar nicht so
viele Unternehmen mit entsprechendem Arbeitsplatzangebot, daher gibt es da auch weniger Lehrstellen
Was nutzt die beste Ausbildung, wenn es nach Ende der Lehrzeit
keinen entsprechenden Arbeitsplatz gibt
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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25
Die Auswahl ist groß:
!!! nicht verzagen, trotzdem bewerben !!!
jedoch bei eventuellen Absagen
nicht resignieren
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rr
26
Die Auswahl ist groß:
199* Lehrberufe
warten auf Euch!

* mit zusätzlich 33 Haupt- und 29 Spezialmodulen in 9 modular aufgebauten Lehrberufen
* mit zusätzlich 65 Schwerpunkten in 19 Schwerpunktberufen
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27
Die Auswahl ist groß – es gibt noch mehr als die TopTen:
nur einige Beispiele:

Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger

Bäcker

Fleischverarbeitung

Dachdecker

Maurer

Zimmermann

Maler und Beschichtungstechnik

Stukkateur

und viele, viele mehr
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rr
28
Die Auswahl ist groß:


Tatsache ist:
viele Berufe verkennt man mangels
Information
und/oder

man hat alte, nicht mehr zeitgemäße
Vorstellungen vor Augen
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29
Die Auswahl ist groß:
in diesen Berufen gibt es (fast) immer mehr
freie Lehrstellen als Lehrstellensuchende
und dazu:
für tüchtige MitarbeiterInnen
tolle Aufstiegschancen schon kurz nach dem
Lehrabschluss, denn gute Fachkräfte sind
in diesen Berufen schon lange Mangelware
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30
die Welt ist Euer Feld:

Lehrabschlussprüfung

Berufsreifeprüfung (Matura) – man kann mit 15 Jahren starten

Meisterprüfung
(gefragter denn je, die ideale Qualifikation für junge UnternehmerInnen,
wird auch für den Fachbereichsteil bei der Berufsreifeprüfung
angerechnet)

Fachakademien


Universitätslehrgänge (zB. MAS, MBA)
Fachhochschule oder Universität (zB. MSc)
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31
Lehre mit Matura:

Lehre mit Matura wird während der Lehre begonnen

die Matura wird in D, M, lebender Fremdsprache sowie einem
Fachbereich abgelegt

ein Gegenstand muss während der Lehre abgeschlossen werden

maximal drei Gegenstände können während der Lehre abgeschlossen werden

nach der Lehrabschlussprüfung und nach Vollendung des 19.
Lebensjahres kann die 4. Prüfung abgelegt werden.
Unser Tipp:
im 2. Lehrjahr beginnen – wenn im 1. Lehrjahr die Berufsschule mit gutem oder ausgezeichnetem Erfolg absolviert wurde sind die Chancen, die Matura zu bestehen, sehr gut
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Lehre mit Matura:
zur Vorbereitung auf die Matura werden Lehrgänge von

Einrichtungen der allgemeinen und berufsorientierten
Erwachsenenbildungen (zB. WIFI)

weiterführenden Schulen (Berufsschulen und höhere Schulen)
angeboten.
Damit die Kurse auch bezahlt werden, ist eine Anmeldung beim Trägerverein „Verein
zur Förderung der Lehrlinge in Oberösterreich“ notwendig. Die Anmeldung erfolgt
üblicherweise mittels Formular über die Berufsschule.
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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33
Lehre mit Matura:
Basiskurs
Hauptkurs
Prüfungsvorbereitung
M 1 (45 TE)
M 2 (180 TE)
M 3 (20 TE)
D 1 (45 TE)
D 2 (160 TE)
D 3 (20 TE)
E 1 (45 TE)
E 2 (180 TE)
E 3 (20 TE)
FB 1 (40 TE)
FB 2 (120 TE)
FB 3 (20 TE)
915 Trainingseinheiten inkl. Information und Coaching
1:1 – Regel beachten!
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34
Lehre mit Matura:

Deutsch
eine fünfstündige schriftliche Klausurarbeit und eine mündliche Prüfung

Mathematik
eine vierstündige schriftliche Klausurarbeit

Lebende Fremdsprache: z.B. Englisch
eine fünfstündige schriftliche Klausurarbeit oder (noch) eine mündliche Prüfung

Fachbereich*
eine fünfstündige schriftliche Klausurarbeit und eine mündliche Prüfung aus dem
Berufsfeld des/der Prüfungskandidaten/in oder eine projektorientierte Arbeit
(einschließlich Präsentation und Diskussion unter Einbeziehung des fachlichen
Umfeldes)
* der Fachbereich kann unter bestimmten Voraussetzungen entfallen
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35
Lehre mit Matura:

Meisterprüfungen

div. Befähigungsprüfungen

Fachakademien

Colleges etc.
können den Fachbereich ersetzen
Unser Tipp:
Sofort nach der Lehrabschlussprüfung mit der Vorbereitung auf die Meisterprüfung
beginnen und diese ablegen.
Meister und Matura: die ideale Kombination
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36
Lehre mit Matura:
wichtig:

spätestens 5 Jahre nach Ende der Lehrzeit muss Matura
abgeschlossen sein – ab dann nicht mehr kostenlos

bei Ausstieg keine Rückzahlung notwendig

Einstieg bei Lehre mit Matura nur mit gültigem Lehrvertrag

Anwesenheitspflicht bei mindestens 75% der TE

Die Prüfungen zur Lehre mit Matura finden grundsätzlich in
Zusammenarbeit mit einer höheren Schule (HTL, HBLA, HAK....) statt,
in Zusammenarbeit mit dem Trägerverein und abhängig vom
Fachbereich meldet sich der Lehrling bei einer Schule an
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Lehre mit Matura:

„Arbeitermittelschule“

Abend- HTL

Abend- HAK

Studienberechtigungsprüfungen
und sowieso:

Werkmeisterschulen

Fachakademien, Colleges usw.
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Lehre mit Matura:
die Matura gibt es kostenlos,
aber nicht geschenkt
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Lehre mit Matura:
Verein zur Förderung der Lehrlinge in Oberösterreich
E:
[email protected]
W:
www.ooe-lehre-mit-matura.at/Matura/anmeldung.html
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meine Lehrstelle auswählen:
Meine Interessen? Meine Stärken? Meine Fähigkeiten?
Welche Berufe gibt es?
Welche Berufe passen zu mir?
Entscheidung für
meinen Beruf
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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meine Lehrstelle auswählen:

3 verschiedene Talente Checks – Dauer 1,5 – 3 Stunden:
kaufmännischer Talente Check
handwerklicher Talente Check
technischer Talente Check
(€ 25,00)
(€ 35,00)
(€ 25,00)
gecheckt wird zB.:
Merkfähigkeit, sprachlich-logisches Denken,
Konzentrationsvermögen, Organisation, exaktes Rechnen,
Rechtschreibung, physikalisch-technisches Verständnis,
Reaktionsvermögen
Ergebnisse unbedingt den Bewerbungsunterlagen beigelegen!

Potenzialanalyse – Dauer etwa 4 Stunden
Intensive Stärken- und Schwächenanalyse, begleitet durch SpezialistInnen
der Karriereberatung (€ 154,00 – beachtet mögliche Förderaktionen bei
Teilnahme ganzer Schulklassen der 8. Schulstufe)
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rr
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meine Lehrstelle auswählen:
BEWERBUNG
BEWERB
WERBUNG
WER
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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meine Lehrstelle auswählen:

Interesse am gewählten Beruf

Deutsch und für manche Berufe auch Englischkenntnisse

handwerkliche, technische und geistige Eignung für den gewählten
Beruf

Mathematik (dazu zählt speziell auch Kopfrechnen!)

soziale Kompetenz (vier Zauberworte)

Allgemeinbildung

Freude am Lernen

Einsatzfreude
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rr
44
auch Unternehmen wählen:
Persönliches Interesse am Beruf
90
10
Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit
90
10
Lern- und Leistungsbereitschaft, Arbeitsm otivation
85
Genauigkeit, Sorgfalt
80
Gute Um gangsform en /Höflichkeit, Freundlichkeit, etc)
78
Eigenverantw ortung, Problem lösungsfähigkeit
15
20
21
73
Fähigkeit zum selbständigen Arbeiten
26
68
Soziale Kom petenz/Team fähigkeit
65
Ausdauer und Durchhalteverm ögen
1
56
1
28
4
32
3
42
48
45
6 1
Positive Ausstrahlung, Fröhlichkeit, Hum or
47
48
5
40
Sicheres Auftreten
50
37
0%
10% 20%
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
51
30% 40%
50%
60% 70%
Eher w ichtig
Eher nicht w ichtig
Gar nicht w ichtig
2
Schnelle und effiziente Arbeitsw eise
Sprachliches Ausdrucksverm ögen, Kom m unikation
Sehr w ichtig
10
11 1
80% 90% 100%
rr
45
auch Unternehmen wählen:
Schnuppern
81 %
Bewerbungsgespräch
75 %
Aufnahmetest
21 %
Zeugnis
19 %
(?)
Bewerbungsschreiben
18 %
0%
10 %
20 %
30 %
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
40 %
50 %
60 %
70 %
80 %
90 %
rr
46
auch Unternehmen wählen:

Zeugnis ist wichtig (oder wie würdet Ihr eine Vorauswahl treffen?)

Eignungs- und Neigungstests (zB. von der WK OÖ Karriereberatung)
der Bewerbung beifügen

unbedingt Zusatzqualifikationen, Hobbys, Aktivitäten in Vereinen (zB. bei
Feuerwehr) angeben

Bewerbungen ordentlich und ohne Rechtschreibfehler schreiben

angeben, warum Ihr gerade diesen Beruf in gerade diesem
Unternehmen erlernen wollt
 aber Vorsicht bei Computerbriefen
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
47
auch Unternehmen wählen:

Piercing

Mobile (=Handy)

Auftreten

Kleidung (Hoody, Kapperl usw.)

………… aber das hört Ihr auch in der Schule – und Eure Eltern haben
Euch da sicher auch schon was dazu gesagt
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48
Info ist alles, zB.:
Lehrlingsentschädigungen
durchschnittliche Richtwerte 2012
1. LJ
2. LJ
3. LJ
4. LJ
Bürokaufmann/frau
457,57 €
631,54 €
781,88 €
Kraftfahrzeugtechnik
516,87 €
693,08 €
932,51 €
1.252,76 €
Maschinenbautechnik
516,87 €
693,08 €
932,51 €
1.252,76 €
Friseur/in u. Perückenmacher/in (Stylist/in)
353,00 €
449,00 €
619,00 €
Elektroinstallationstechnik
516,87 €
693,08 €
932,51 €
Einzelhandel
475,00 €
602,00 €
856,00 €
Koch/Köchin
534,00 €
599,50 €
728,00 €
Tischlerei
494,36 €
634,69 €
759,27 €
Maurer/in
813,60 €
1.220,40 €
1.627,60 €
Denkmal-, Fassaden- und Gebäudereiniger/in
533,72 €
654,31 €
816,20 €
Bäcker/in
419,61 €
538,04 €
765,37 €
Dachdecker/in
679,38 €
848,38 €
1.019,07 €
Fleischverarbeitung
581,96 €
749,40 €
998,81 €
Dachdecker/in
679,38 €
848,38 €
1.019,07 €
Zimmerei
561,08 €
748,67 €
1.123,85 €
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
1.252,76 €
rr
49
Info ist alles, zB.:
Welche Unternehmen bieten
jetzt Lehrstellen an
Welche Unternehmen haben
in den letzten 3 Jahren
Lehrlinge in welchen
Berufen ausgebildet
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
50
Info ist alles, zB.:
www.wko.at/ooe/karriere
www.lehrvertrag.at
www.wko.at/lehrstellen
www.ams.at
www.bic.at
www.ooe-lehre-mit-matura.at
www.berufsinfo.at
www.karrierekompass.at
www.arbeiterkammer.com
www.jugendservice.at
www.bewerben.at
www.arbeitszimmer.cc
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
51
Info ist alles, zB.:

Eure LehrerInnen

WK OÖ Karriereberatung

Arbeitsmarktservice

Internet (zB. www.lehrvertrag.at)

Inserate in Zeitungen

die beste Initiative ist die Eigeninitiative
übrigens: nicht alle Lehrstellen sind beim AMS gemeldet –
also auch „Herumhorchen“ lohnt sich
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
52
Lehrlingscoaching
und andere Neuerungen
Stand: 16. Oktober 2012
F 53
lehre.fördern – Schwerpunkt neue Förderarten:
Vermeidung von Ausbildungsabbrüchen
und damit nachhaltige
Verhinderung von Arbeitslosigkeit
F 54
lehre.fördern – neue Förderarten:

Coaching Lehrlinge
Pilot bis Ende 2013

Coaching Lehrbetriebe
Pilot bis Ende 2013

Beratung Lehrbetriebe
unbefristet nach Maßgabe
vorhandener Mittel
F 55
lehre.fördern – neue Förderarten:

Coaching Lehrlinge
Fördervoraussetzung:

aufrechtes Lehrverhältnis bei Unternehmen analog zur bisherigen Lehrbetriebsförderung

bereits beendetes Lehrverhältnis, soferne die Lehrabschlussprüfung noch nicht abgelegt wurde und die
Coachingmaßnahme innerhalb von 6 Monaten ab Ende des Lehrverhältnisses startet
Ablauf:

Förderantrag durch den Lehrling (Betrieb, Schule, Eltern können ausdrücklich keinen Förderantrag stellen, auch
minderjährige Lehrlinge brauchen keine Einwilligung der Eltern )

Prüfung des Förderantrages durch lehre.fördern und Information des Unternehmens, welche das Coaching durchführt

Kontaktaufnahme mit dem Lehrling durch das Coachingunternehmen und Start Coaching

Coaching Phase I:
Erstgespräch - Dauer maximal 3 Stunden

Coaching Phase II:
bedarfsorientiertes bzw. anlassbezogenes Coaching - Dauer maximal 8 Stunden

Coaching Phase III:
Unterstützungsbedarf bei mehrdimensionalen Problemen - Dauer maximal 15 Stunden
nach Rücksprache mit lehre.fördern auf 30 Stunden verlängerbar
Dauer Coaching maximal 41 Stunden

Abschluss mit Enddokumentation
F 56
lehre.fördern – neue Förderarten:

Coaching Lehrlinge
F 57
lehre.fördern – neue Förderarten:

Coaching Lehrbetriebe
Fördervoraussetzung:

aufrechte Lehrverhältnisse analog zur Lehrbetriebsförderung sowie konkreter Anlassfall

bereits beendete Lehrverhältnisse betroffener Lehrlinge, sofern deren Lehrabschlussprüfungen noch nicht abgelegt
wurden und die Coachingmaßnahmen innerhalb von 6 Monaten ab Ende der Lehrverhältnisse starten
Ablauf:

Förderantrag durch den Lehrbetrieb

Prüfung des Förderantrages durch lehre.fördern und Information des Unternehmens, welche das Coaching durchführt

Kontaktaufnahme mit dem Lehrling durch das Coachingunternehmen und Start Coaching

Coaching Phase I:
Erstgespräch - Dauer maximal 3 Stunden

Coaching Phase II:
bedarfsorientiertes bzw. anlassbezogenes Coaching - Dauer maximal 8 Stunden
Dauer Coaching maximal 11 Stunden

Abschluss mit Enddokumentation
F 58
Info ist alles, zB.:
Karriereberatung der Wirtschaftskammer OÖ
Wiener Straße 150
WIFI-Gebäude
4021 Linz
T: 05-90909-4051 bis 4054
F 05-90909-4059
E: [email protected]
wko.at/ooe/karriere
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
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Viel Glück, Freude und Erfolg bei Unterstützung
Ihrer Schülerinnen und Schüler bei deren
Auswahl ihres weiteren Ausbildungsweges
wünscht Ihnen
Ihre
Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
rr
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Lehrgang Berufsorientierung PH OÖ - 11. Oktober 2013
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