Identifikation der Referenten von Pronomen und Redemodelle

Report
Isabel Kreimes
und
Sabrina Säuberlich
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Definition von Pronomen
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Grundlegende Annahmen der Forschung
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Testverfahren
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Bedeutung der Syntax
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Gruppenarbeit
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"Pro" bedeutet "für" - ein Pronomen steht also
für ein Nomen
sind “Fürwörter”
Beispiel: Christine liest ein Buch.
> Sie liest ein Buch.
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kann auch ein Nomen begleiten und es
genauer bestimmen
="Begleiter des Nomens„
Beispiel: Horst wäscht sich.
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Pronomen werden direkt beim 1. Hören
verstanden
Ohne bewusstes Anwenden von Mechanismen
Die Prozesse laufen folglich automatisch ab
(Clark &Sengul 1979)
Prozess endet erst bei Bestimmung des
Bezugswortes
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Die letzten 15 Forschungsjahre brachten
keine eindeutigen Ergenisse
Neue Grundlagenforschung:
Annahme: Prozess ist automatisiert
Ziel: Herausfinden welche Teile automatisch
und welche strategisch angewendet werden
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Das Pronomen wird als Auslöser für
komplexe Suchprozesse angesehen

Prozess besteht aus einzelnen Einheiten,
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Die alle bis zu einem Grad zugänglich sind.

Diese Zugänglichkeit (accessibility) wird an
der Umwelt festgemacht
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Als Umwelt gelten benachbarte Sätze und
Abschnitte
Durch Weiterlesen verändert sich die
Umgeung und
Somit auch die einzelnen “Eingänge”

Am Besten sind Eingänge zugänglich, die im
Fokus der Unterhaltung stehen
 Focus
 Center(s)
 Topic

Syntaxsstrukturen konnen genutzt werden,
um “Eingänge” gewisser Bereiche zu betonen
oder abzuschwächen
Bspl.:
a) Barry saw Harriet.
b) It was Berry who saw Harriet.

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Gewisse Syntaxstrukturen helfen beim
Aufgreifen von Wörtern
Bspl.:
a) When the food was prepared by the owner
of the restaurant, it was always delicious.
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b)
When the owner of the restaurant prepared
the food, it was always delicious.

Ergebnis:
Bessere Bestimmung in der Subjektrolle,
anstatt der Objektrolle

Bspl.:
a) His intolerant aunt was hostile.
b) His hostile aunt was intolerant.
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Ergebnis:
- In Form von Prädikaten besser verständlich
als ein Adjektiv
Bspl.:
a) Hunting deer
b) Deer hunting

Ergebnis:
- Nomen in Verbergänzungen (a) sind besser
greifbar als Nominalverbindungen (b)
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Pronomen sind manchmal auf mehr als 1
Bezugseinheit anwendbar
Sind alle Lösungen gleich gut/schlecht
So wird NICHT automatisch
ein Identifikator gewählt
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Auch Fehlschlagen der Indentifikation von
Pronomen ist möglich
Testperson interpretiert in eine andere
Richtung als die gemeinte (Yule,1982)
Gibt es keinen eindeutigen Bezug und die
Klärung ist nicht zwingend erforderlich, so
bleibt das Pronomen ungeklärt (Webber,1983)

Frühere Studien hatten einen anderen Fokus
Neue Fragestellung:
“ Ob und wann der Bezug erkannt wird”

Methode unter Chang, 1980:
- Probewörter werden zur Entzifferung
angeboten
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Erkennt ein Proband das richtige Pronomen,
so ist dessen Wiedererkennungswert bei den
vorgegebenen Lösungswortern hoch
Es folgten weitere Versuche dieser Art
Leicht variert: es wurden Fragen gestellt,
anstatt Lösungswörter vorgegeben
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Als Indiz für einen automatisierten Prozess
galt eine schnelle Lesezeit
Aber…….
Welche Geschwindigkeit ist als “schnell”
einzustufen?
Grundlage: Studien von Rayner (1978) oder
Just & Carpenter (1980)
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Studenten dienen als Beispiel:
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Nur jedes dritte Wort wird fixiert

Lesegeschwindigkeit von
240 Wörter in der Minute
Fragen
Mary and John were doing the dishes after
dinner.
 One of them was washing while the other
dried.
 Mary accidentally scratched John with a knife
and then she dropped it on the counter.




Test words:
Referent: Mary
Nonreferent: John
Control: Dishes

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