Evaluation und Maßnahmenplanung von freiwilligen Sozialleistungen

Report
Masterarbeit zum Thema:
Evaluation und Maßnahmenplanung von
freiwilligen Sozialleistungen
- Dargestellt am Beispiel der ABB AG Deutschland
Referentin:
Nicole Bender
Betreuender Dozent:
Prof. Dr. Karl-Heinz Beißner
Studiengang:
IHRM
Datum Disputation:
02. Februar 2012
Agenda
 Problemstellung des Themas in der Praxis
 Zielsetzung der Arbeit
 Vorstellung des Unternehmens
 Methodische Vorgehensweise
 Ergebnisse der empirischen Analyse
 Handlungsempfehlungen
 Abschließende Betrachtung
Masterarbeit Nicole Bender
Problemstellung des Themas in der
Praxis
Problematik Nutzenseite
Informationsdefizite
Nachweis
Wirkeffekte
Problematik Kostenseite
Unzureichendes
Controlling
Fehlende KostenNutzen-Analysen
Mangelnde Wirtschaftlichkeit im Rahmen des betrieblichen Sozialleistungsmanagements
Masterarbeit Nicole Bender
Zielsetzung der Arbeit

Untersuchung der praktischen Problemfelder bei der ABB AG Deutschland:

Wahrnehmung: Wie hoch ist der Bekanntheitsgrad des derzeitigen
Sozialleistungsangebots?

Wertschätzung: Inwieweit werden die angebotenen freiwilligen Sozialleistungen von
der Belegschaft als attraktiv eingeschätzt?

Wirkung: Welche potentiellen Verhaltenseffekte resultieren aus der Inanspruchnahme
von freiwilligen Sozialleistungen?
 Entwicklung eines Bewertungsansatzes für das Sozialleistungsmanagement
Masterarbeit Nicole Bender
Vorstellung des Unternehmens
ABB AG Deutschland

Tochtergesellschaft des Konzerns ABB Ltd.

Hauptsitz in Deutschland: Mannheim

Technologieunternehmen, spezialisiert auf Energie- und Automatisierungstechnik

2010: 10.100 Mitarbeiter in Deutschland

Besonderer Stellenwert: Nachhaltigkeitsaspekt

Ökologisches Engagement

Sozialer Fortschritt

Ökonomischer Erfolg
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Methodische Vorgehensweise
Empirische Analyse
Identifizierung der zentralen Indikatoren: Wahrnehmung, Wertschätzung und Wirkung
Auswahl des methodischen Instruments: Mündliche Befragungen im Rahmen von Einzelinterviews
Entwicklung von Hypothesen
Erarbeitung eines stark strukturierten Fragebogens
Durchführung der Interviews / Datenerhebung
Datenauswertung/Überprüfung der Hypothesen und anschließende Interpretation der Ergebnisse
Entwicklung eines Bewertungsansatzes für das Sozialleistungsmanagement
Durchführung einer exemplarischen Kosten-Nutzen-Analyse (am ABB Ideenprogramm) und
anschließende Interpretation der Ergebnisse
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Ergebnisse der empirischen Analyse*
- Befragung Hypothese
Resultate
1. Die relative Mehrheit der freiwilligen Sozialleistungen ist mindestens der
Hälfte der Mitarbeiter nicht bekannt.
Hypothese ist vorläufig falsifiziert.
2. Die Tätigkeit der Mitarbeiter hat einen Einfluss auf deren
Informationsstand zu freiwilligen Sozialleistungen.
Hypothese ist vorläufig verifiziert.
3. Die Tätigkeit der Mitarbeiter hat einen Einfluss auf die Inanspruchnahme
der freiwilligen Sozialleistungen.
Hypothese ist vorläufig falsifiziert für
gewerbliche Mitarbeiter und Angestellte,
jedoch vorläufig verifiziert für
Führungskräfte.
4. Die relative Mehrheit der freiwilligen Sozialleistungen wird als attraktiv
eingeschätzt.
Hypothese ist vorläufig verifiziert.
5. Die Tätigkeit der Mitarbeiter hat einen Einfluss auf die Wertschätzung der
einzelnen freiwilligen Sozialleistungen.
Hypothese ist vorläufig falsifiziert.
6. Die relative Mehrheit der Mitarbeiter weist freiwilligen Sozialleistungen
eine hohe bis sehr hohe Bedeutung auf die Mitarbeiterbindung, motivation, -identifikation und Arbeitszufriedenheit zu.
7. Die relative Mehrheit der Mitarbeiter schätzt freiwillige Sozialleistungen bei
einem Arbeitgeberwechsel als sehr wichtig bis wichtig ein.
*Die Hypothesen und deren Resultate beziehen sich lediglich auf den Untersuchungsrahmen bei der ABB.
Masterarbeit Nicole Bender
Hypothese ist vorläufig falsifiziert für
Mitarbeiterbindung, -identifikation und
Arbeitszufriedenheit, jedoch vorläufig
verifiziert für Mitarbeitermotivation.
Hypothese ist vorläufig verifiziert.
Handlungsempfehlungen
Verminderung der Wahrnehmungsdefizite (= Erhöhung des Bekanntheitsgrades)
Nutzung effektiver und effizienter Informationskanäle sowie klare Darstellung der Inhalte
 Broschüre
 Intranet (eine zentrale Rubrik)

Für alle Zielgruppen zugänglich

Gewährleistung höherer Transparenz

Unterstützung eines proaktiven

Zentrale Einbindung auf Startseite
Sozialleistungsmarketings

Information der Änderungen per E-Mail/

Kompakte Sammlung aller freiwilligen
Mitarbeitermagazin ankündigen
Sozialleistungen
Prüfung auf Aktualität, Verständlichkeit und Vollständigkeit der dargestellten Informationen
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Handlungsempfehlungen
Erhöhung der Wertschätzung (= Verbesserung der Attraktivität)

Regelmäßige Evaluierungen der Angebotsqualität
 Feedbackbogen
 Jährliche Mitarbeiterbewertungen (u.a. über Zufallsstichproben)

Differenzierte Evaluierungen
 „Bieten wir die richtigen freiwilligen Sozialleistungen an?“
 „Sind die angebotenen freiwilligen Sozialleistungen qualitativ/inhaltlich ansprechend?
Regelmäßige Abstimmung mit der aktuellen Bedürfnisstruktur der Mitarbeiter
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Handlungsempfehlungen
Realisierung von Wirkeffekten und deren Nachweis

Effekte freiwilliger Sozialleistungen unterliegen Interpretationsspielraum

Im Rahmen der Befragung: Erhebung der Einstellung, kein Nachweis über tatsächliches
Verhalten

Prüfung der methodischen Sinnhaftigkeit von Kennzahlen

Herstellung eines methodischen Zusammenhangs
Potentielle Anreizwirkungen der freiwilligen Sozialleistungen können sich im Zeitverlauf
grundlegend ändern
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Handlungsempfehlungen
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung / Kosten-Nutzen-Analyse

Ideenprogramm
 Verbesserung der bisherigen Umsetzung (z.B. schnellere Bearbeitungszeit, höhere
Transparenz in Prozessbeschreibung)
 Identifizierung zusätzlicher „Leistungstreiber“ (Indikatoren mit direktem oder indirektem Einfluss
auf Steuergrößen)

Einsatz von Kosten-Nutzen-Analysen
 Einbezug der Nutzen- und Kostenaspekte
 Zielgerichtete Anwendung bei strategisch wichtigen und kapitalintensiven Angeboten
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Abschließende Betrachtung

Praxisrelevanz von freiwilligen Sozialleistungen weiterhin hoch

Differenzierte und regelmäßige Evaluierungen von zentraler Bedeutung
 Nutzen- und Kostenaspekte einbeziehen
 Sozialleistungsmanagement als dynamisches Themenfeld
 Veränderung individueller Bedürfnisse
 Einflussgrößen im Rahmen eines erweiterten Kontextes erkennen

Einbezug alternativer Konzepte (Bsp. Cafeteria-Ansatz)
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