- Michael Ende Schule Bottrop

Report
Ideen und Anregungen zum Umgang mit Störungen im
Übersicht
Alltag – Kinder mit herausforderndem
Verhalten
 Herausforderungen - Gründe dafür
 2 Grundsätze
 Eine Anregung zur Förderung
 Einordnung von Störungen
 Mögliche Lösungen
 Materialien und Literatur

Ralf Forreiter
* in Bottrop
verheiratet… 3 Kinder
Lehrer für Sonderpädagogik - seit 1991 in:
Oelde
Ausbildung an der Schule für Körperbehinderte
Essen
Vertretung für 1/2 Jahr - Schule für Körperbehinderte
Vreden
erste feste Stelle – Felicitas-Schule: Förderschule für Sprache /
Erziehungsschwierige / Lernbehinderte
Bottrop
Elternzeit für 1 Jahr
Reken-MariaVeen
Schule für Körperbehinderte – heute: Förderschule für Körperliche u. motorische
Entwicklung Klassen E / 1-10
seit 2011
Michael-Ende-Schule, heute: Adolf-Kolpingschule
Förderschule für Emotionale und soziale Entwicklung und Lernen
Standort: Michael-Ende / Klassen 1-5
GU in der Cyriakusschule Bottrop
Bottrop
Schwerpunkte
Beratung bei Kindern mit vermutetem Förderbedarf EsE (emotionale und soziale
Entwicklung)
Beratung bei Kindern mit Förderbedarf in der körperlichen Entwicklung
Biologie / Sachunterricht / Sport / bis Klasse 10 / Mathe und Deutsch bis Klasse 8…
Verhalten stört, ist „auffällig“ – herausfordernd:
Als verhaltensauffällig wird ein Mensch immer dann bezeichnet, wenn er sich oft
erheblich anders verhält als die meisten Menschen seines Alters in gleichen oder
ähnlichen Situationen.
Ein weiteres Kriterium, ob ein Verhalten als auffällig
bezeichnet wird oder nicht, betrifft das Alter des Kindes.
Es gibt Abstufungen / eine Eskalation von Störungen
und Auffälligkeiten.
Definition (eine von vielen)
Unterrichtsstörungen sind Ereignisse, die den Lehr- Lernprozess
beeinträchtigen, unterbrechen oder unmöglich machen, indem sie die
Voraussetzungen, unter denen Lehren und Lernen erst stattfinden
kann, teilweise oder ganz außer Kraft setzen. Gert Lohmann
Gründe für herausforderndes Verhalten
Die einschlägigen Untersuchungen zur Verbreitung von unakzeptabler
Aggression und Gewalt bei Kindern und Jugendlichen zeigen, dass physische
Gewalt heute bei bis zu 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen auftritt, mit
einem eindeutigen Höhepunkt um das 15. Lebensjahr herum. Psychische und
verbale Gewalt in nicht akzeptabler Form werden bei etwa zehn Prozent der
Kinder und Jugendlichen registriert. Alle Studien belegen ein Anwachsen der
Häufigkeit dieser Gewaltformen in den letzten 20 Jahren, auch wenn diese
Vergleichsmessung methodisch außerordentlich schwierig ist und mit Vorsicht
bewertet werden muss.
Aggressive und gewalttätige Kinder werden nicht
als solche geboren, sondern im Laufe ihrer
Lebensgeschichte, ihrer Sozialisation, zu solchen
gemacht.
Ein Schlüssel zum Verständnis liegt im Familienbereich.
Literatur
Bründel, H./Hurrelmann, K. (1994): Gewalt macht Schule. München:
Droemer-Knaur Verlag
Stolz sein auf Erfolge, Wertschätzung
erfahren
Schulvertrag
und Regelwerk
Fallbeispiele…

aus der aktuellen Arbeit

evtl. in Verbindung mit den ersten
Beispielen

mit mäßigem bis keinem Erfolg
Fallbeispiel aus der aktuellen GS-Situation...
In einer 4ten Klasse haben wir den Schüler K., der immer wieder ohne
aufgerufen zu sein während des Unterrichts und ohne Bezug auf seinen
Verlauf laut dazwischenredet. Er stört damit nicht nur seine Mitschüler,
sondern verhindert zunehmend, dass diese sich auch nur melden.
Darüber hinaus fällt er damit auf, dass er ohne jeden Anlass immer wieder
das Wort „Schalke“ in die Klasse ruft, schreit …
Er reißt damit jedes Mal seine Mitschüler aus ihrer – in einer eher
leistungsschwachen Klassen ohnehin nur mühsam erworbenen –
Konzentration.
Bisherigen Maßnahmen wie Ermahnungen, Einzelgespräche,
Motivforschung – blieben ohne jede Wirkung.
Sport - Lehrerin fordert die Schüler auf ihren Schmuck abzulegen.
Schülerin N wird von der Lehrerin aufgefordert vor dem Sportunterricht ihre Ohrringe zu
entfernen.
Schülerin N fängt an zu diskutieren, dass die Ohrringe genauso groß seien, wie ein
Nasenstecker von K und den dürfe sie schließlich auch während des Sportunterrichts
tragen.
Lehrerin begründet ihre Handlungsanweisung.
Schülerin weigert sich der Aufforderung Folge zu leisten. Lehrerin erklärt, dass sie nun
nicht am Unterricht teilnehmen dürfe (wegen der Verletzungsgefahr).
Schülerin wird ausfallend im Tonfall. Sie macht dann während der Sportstunde von der
Bank aus Bemerkungen, Anspielungen, etc. Die nicht erbrachte Leistung wird mit 6
bewertet.
...
Sportlehrerin und Klassenlehrerin tauschen sich während der Pause aus. Die
Sportlehrerin ist sehr aufgebracht.
...
Im Anschluss erfolgt zu Beginn des Unterrichts ein Gespräch zwischen Klassenlehrerin
und betreffender Schülerin:
Schülerin erklärt nach im Gespräch der Klassenlehrerin, dass sie wegen der
Sportlehrerin nun eine schlechte Note bekäme. Es läge nicht an ihr persönlich, sondern
an der Sportlehrerin. Die Klassenlehrerin erklärt, dass sie der Sportlehrerin dazu raten
werde, dass zukünftig – dank ihres Verhaltens - alle Schüler und Schülerinnen jeglichen
Schmuck abzulegen haben – ausnahmslos. Schülerin verlässt („latscht“ im Original) mit
ausdruckslosem Gesichtsausdruck in die Klasse.
Teufelskreis…
eine Anregung…
Kaugummi kauen, Kappe auf, Geräusche machen,
1
Streitigkeiten im Unterricht, Clownereien, dazwischen Reden,
Dauergeräusche, Füße auf dem Tisch,
Arbeitsverweigerung, Wutausbrüche, Beleidigungen,
Respektlosigkeiten,
2
3
intensives und stark forderndes Konfliktverhalten, wie Weinen, nachhaltiges Verweigern,
sich entziehen, verbale Gewalt, körperliche Gewalt (beides auch sexuell motiviert),
beschädigen, entwenden oder verschmutzen von fremdem Eigentum, massives und
anhaltendes Stören des Unterrichts,
4
starke Aggressionen / Autoaggressionen, Zwangsstörungen, massive Verweigerung,
Suizidandrohungen,
5
Diebstahl, Erpressung, Mobbing, Nötigung, Körperverletzung, Vandalismus, Hehlerei,
Straftaten
Ich bin der Chef
Die Lehrerin oder der
Lehrer vertritt offensiv
die Schule und damit
die Rechte aller am
Unterricht beteiligten
Classroommanagment
Klassenführung
gute Beziehung zum Lehrer
zu den SuS mit Schwierigkeiten
ein geordnetes Klassenzimmer
klare Regeln
auf der Basis von Grundrechten
Jede/r Schüler/in hat das Recht auf
ungestörten Unterricht.
Jede/r Lehrer/in hat das Recht ungestört zu
unterrichten.
Jede/r muss stets die Rechte der anderen
respektieren.
Klare Regeln
und
Konsequenzen
Keine persönliche
Auseinandersetzung
Fallbeispiel...
Lösungsansatz:
Einfordern der Beachtung von vorher vereinbarten Regeln
Einfordern der vorher vereinbarten Konsequenzen
Rolle des „Polizisten“ … ;-)
Beispiele…
Pause
Fallbeispiel...
Lösungsansatz:
Einfordern der Beachtung von vereinbarten Regeln / Konsequenzen
Rolle des „Polizisten“
Was tun, wenn sich die Schüler gegen eine weiter Mitarbeit vehement
entscheiden?
Die Struktur…
Übersicht)
(link: TR Ablauf in der
Das Prinzip… …
Link 1: Das Trainingsraumprgramm. Link 2: Bearbeitungsblatt für Schüler.
Ein mögliches Beispiel:
Der Trainingsraum am Standort
Michael Ende
Link: ppt vom Standort MES zum TR
Verantwortung für
das eigene
Handeln
Zusammenfassung

viele Schüler leiden an einer ausgeprägten Orientierungslosigkeit
und Beziehungsunsicherheit. Transparente und konsequent
umgesetzte Regeln sollen ihnen einen klar strukturierten Rahmen
bieten, der ihnen Sicherheit und Orientierung verschafft.

Es gibt Regeln für die gesamte Schule, die Klasse und individuelle
Regeln für einzelne Schüler. Diese werden gemeinsam erarbeitet
und umgesetzt.

Für die Regeln gilt:
einfach und klar formuliert
geben Verhaltenssicherheit durch Formulierung in Gebotsform
das Regelsystem ist weitgehend einheitlich
die Einhaltung muss geübt werden

Wir vertreten als Lehrer/Innen die Rechte aller.
Der Trainingsraum als Idee
Störungen werden aus dem Unterricht
verlagert
 … und (meist) gelöst

Verhalten steuern
Objektivität finden / Stufen zuordnen
 im Team denken und Handeln
 eigene Rolle überdenken
 Anregungen und Leitfaden entwickeln
 Regeln entwickeln und Maßnahmen
finden
 Umgang mit der Idee des TR
 Unterrichtsinhalte erweitern z.B.
Verstärkerplan vorstellen

Material zu
Beobachtung
 Förderung
 Hintergrundwissen
 Das Trainingsraumprinzip
 Unterricht
 Unterrichtsstörungen Stufenmodel
 Klassenführung

Viel Erfolg
… und auf gute
Zusammenarbeit …
Kritik
Rückmeldungen…
Literaturhinweise




http://www.bildungsakademie-sonderpaedagogik.de Andreas Hens
http://www.trainingsraum.de/ Das Trainingsraumkonzept
http://www.michael-ende-schule-bottrop.de/ Homepage der AKS – Standort MES
Rattay / Schneider / Wensing / Wilkes: Unterrichtsstörungen souverän meistern – ©
Auer Verlag – AAP Lehrerfachverlage GmbH, Donauwörth · 06799 Das Praxisbuch
u.a. Fünf Eskalationsstufen von Unterrichtsstörungen und mögliche Gegenmaßnahmen

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