Rapp_Hydrologie in Trockengebieten

Report
Hydrologie in
Trockengebieten
Definition
Albrecht Penck (1910):
 unterteilt Landschaft in aride und humide
Regionen
 aride Gebiete:
Verdunstung zehrt Niederschlag auf und
übersteigt diesen
 Penck‘sche Trockengrenze
Abb. 1: Unterschiedliche Trockengrenzen
Quelle: BESLER 1992, S. 2f.
Merkmale von Trockengebieten





Vegetationswuchs aufgrund von Dürre auf maximal
fünf Monate des Jahres beschränkt ist
während der Regenzeit herrscht trotzdem
Wassermangel
Feldbewirtschaftung wird gar nicht, unter hohem Risiko
oder mittels spezieller Methoden durchgeführt
Flüsse führen episodisch Wasser und enden in Seen
durch Bodenwasserbewegungen findet eine
Anreicherung von Calciumcarbonat und anderen
löslichen Salzen statt
 pH-Wert steigt in den alkalischen Bereich an
 dadurch können großflächige Krusten entstehen.
Verbreitung und Ursachen von
Trockengebieten


Polare Wüsten
Regenschatten- Trockengebiete
◦ Trockengebiete liegen in Regenschatten von
Gebirgen
◦ Einheitlich wehende und feuchte Winde
notwendig
◦ Höhenrücken quer zur Windrichtung
 Föhneffekt: Chinook, Zonda
◦ z.B.: Great Plains, Tularosa, Pampa, Patagonien
Verbreitung und Ursachen von
Trockengebieten

Kontinentale Inland-Trockengebiete
◦ Überquerung großer Landmassen
◦ v.a. in Asien
◦ z.B. Taklamakan  größte Sandwüste
Zentral- und Ostasiens
Wüste Gobi  fünftgrößte Wüste der
Welt
Verbreitung und Ursachen von
Trockengebieten

Litorale Trockengebiete
◦ Ursache: kalte, küstennahe Meeresströmungen
◦ Folge: Abkühlung und Inversionslage der Luft
 Entstehung von Nebel
◦ Kondensation kaum möglich
◦ z.B. Atacamawüste, Wüste Namib
Verbreitung und Ursachen von
Trockengebieten

Trockengebiete an den Wendekreisen
◦ Prozess der Hadley-Zelle
◦ Absteigen warmer, trockener Luft über den
Wendekreisen
◦ trockene Passate wehen äquatorwärts
 zonale Trockengebiete
◦ z.B.: Sahara, arabische Halbinsel, Wüste Thar,
Australien, Kalahari
Einteilung der Aridität

Trockengebiete der Mittelbreiten
◦ NS > 100mm/Vegetationsperiode
 Steppe
◦ NS: 100 - 50mm/Vegetationsperiode
 Halbwüste
◦ NS < 50 mm/Vegetationsperiode
 Wüste
Abb.2: Trockengebiete der Mittelbreiten
Quelle: SCHULTZ 2008, S.203
Einteilung der Aridität

Subtropische und tropische
Trockengebiete
◦ Wüsten
◦ Halbwüsten
◦ Dornsavanne und Dornsteppen
 Übergang zu sommerfeuchten Tropen
◦ Gras- und Strauchsteppen
 Übergang zu winterfeuchten Subtropen
Abb. 3: Übersicht zur Vegetationsgliederung der trop. & subtrop.
Trockengebiete
Quelle: SCHULTZ 2008, S.270
Abb. 4: Trockengebiete der Subtropen und Tropen
Quelle: SCHULTZ 2008, S.260
Niederschlagswerte der subtrop. und
trop. Trockengebiete
Äquatorwärts:
Wüste – Halbwüste
125 mm
Halbwüste- Dornsavanne
250 mm
Dornsavanne- Trockensavanne 500 mm
Polwärts:
Wüste – Halbwüste
Halbwüste – Steppe
Steppe – Hartlaubvegetation
100 mm
200 mm
300 mm
Abb. 5 & 6: Klimadiagramme aus Trockengebieten
Quelle: LAUER & RAFIQPOOR 2002, Beilage III,1
Wasser in Trockengebieten

Niederschlag
◦ Zeitliche und räumliche Variabilität,
Dürreperioden
◦ Intensität  in Randbereichen der trop.
Wüsten am größten
◦ Fleckenhaftigkeit
◦ Tau- und Nebelniederschlag
 allgemeingültige Aussage schwer
aufzustellen
Wasser in Trockengebieten

Oberflächenwasser
◦ Hochfluthäufigkeiten
◦ Ursache: höhere NS-Intensität,
Bodenverhärtung, fehlende Vegetation
geringe Wasserleitfähigkeit
hoher Oberflächenabfluss
Bodenerosion und Verschlämmung
◦ NS speist Flüsse und Wadis
 Endseen
z.B. Tschadsee, Lake Eyre
Wasser in Trockengebieten

Bodenwasser
◦ Bodenfeuchte
 Hoher Verdunstungssog
 Sickerwasseranteil gering, wegen hohem
Oberflächenabfluss
 Trockene Sande sehr wasserdurchlässig
 Schwebendes Wasser zw. Bodenfeuchte und
Grundwasser  Wasserspeicher
◦ Grundwasser




Große Sedimentbecken unter den Wüsten
Grundwasser meist fossil
Auffüllen ab ca. 100mm NS möglich
Absinken des Grundwasserspiegels durch Verdunstung
und Brunnenbohrungen
Danke für eure
Aufmerksamkeit
Literaturhinweise
BESLER, H. (1992) Geomorphologie der
ariden Gebiete. Darmstadt
 SCHULTZ, J. Die Ökozonen der Erde.
Stuttgart
 LAUER, R. & RAFIQPOOR, M. D. (2002)
Die Klimate der Erde. Stuttgart


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