Was für ein Ballgefühl - WirtschaftsForum Brandenburg

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POTSDAMER STADTLEBEN
MONTAG, 18. FEBRUAR 2013
POTSDAMER NEUESTE NACHRICHTEN
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It’s raining men. Die Weather Girls waren die Stargäste des Abends. Als sie um Mitternacht auf der Bühne standen, gab es für die allermeisten der 650 Ballgäste kein Halten mehr. Sie tanzten vor der Bühne und bejubelten das Pop-Duo. Zuvor war an den festlichen Tischen das
Fotos: Manfred Thomas
Essen serviert worden. Dies genoss auch Topmodel Franziska Knuppe (u.r.). Ihr Konterfei zierte den Titel der von den PNN am Abend produzierten Ballzeitung. Außergewöhnliche Sitzplätze für einen Ball bot die Arena trotz edlem Ambiente auch (u.l.).
BALLGEFLÜSTER
D
Was für ein Ballgefühl
Aufgeregt mit
den Weather Girls
Wo sonst Volleybälle übers Netz fliegen, feierte am Samstagabend Brandenburgs
Wirtschaft mit 650 Gästen. Sie spendeten 27 000 Euro für ein Loriot-Denkmal
Von Jana Haase
und Ariane Lemme
Dass Sportsgeist in der Wirtschaft nicht
schaden kann, ist unbestritten. Nach dem
13. Ball der Wirtschaft am Samstagabend
in Potsdam ist klar: Auch feiern lässt sich
sehr gut in einer Halle, in der Bälle sonst
eher gegen oder über Netze fliegen. Mit
viel Kerzenlicht, rotem Teppich, eigens
eingebauten Logen auf den zur Wandel-Galerie umfunktionierten Zuschauerrängen, viel weißem Stoff und effektvollen Kronleuchtern hatte sich die Sportarena in dreitägiger Vorbereitung für den
großen Auftritt in Schale geworfen. Eine
gelungene Verwandlung, so das einhellige Urteil unter den rund 650 Gästen,
die der Einladung von Industrie- und Handelskammer Potsdam, Handwerkskammer Potsdam und WirtschaftsForum
Brandenburg gefolgt waren – darunter
das Potsdamer Topmodel Franziska
Knuppe, Ministerpräsident Matthias
Platzeck (SPD), Box-Weltmeisterin Ramona Kühne und Potsdams Kanu-Olympiasieger Sebastian Brendel. Als dann
kurz nach Mitternacht die legendären Weather Girls („It's raining men“) einen Hit
nach dem anderen sangen, hielt es kaum
jemanden auf den Stühlen.
Der neue Veranstaltungsort war mit Bedacht gewählt, wie IHK-Präsident Victor
Stimming sagte: „Wir wollen die
MBS-Arena bekannter machen, aber
auch unsere Verbundenheit zum Sport
zum Ausdruck bringen.“ Ein Fingerzeig
auf die Diskussionen um Transparenz
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Ausgang Süd, tägl. 9.30 - 21.30 Uhr
beim Sportsponsoring, die es in Potsdam
in den vergangenen Monaten gegeben
hat – und die für Ängste bei Sponsoren
und Vereinen gesorgt haben. Stimming
hat hier eine klare Botschaft: „Wir halten
die Bedenken für falsch – Sport ist gut für
das Land.“ Dabei gehe es nicht nur um
Olympiamedaillen, sondern auch um den
Sport im Alltag. Für Brandenburgs Jugendliche sei die Vereinsarbeit enorm
wichtig: „Jugend findet sich über den
Sport.“
Von den Vorzügen des Sports brauchte
man den Kanuten Sebastian Brendel
nicht erst zu überzeugen. Der Potsdamer
ist seit Samstag IHK-Botschafter für den
Sport und soll dafür sorgen, dass Jugendliche für die Ausbildung im Land bleiben.
Er kam zwar ohne Frau zum Ball – die
kümmerte sich daheim um die gemeinsame Tochter – landete dafür aber einen
modischen Hingucker: eine Fliege in den
Farben der britischen Flagge. Die habe er
nach dem Londoner Olympiasieg geschenkt bekommen: „Ich dachte mir,
heute passt es. Schwarz haben ja alle an.“
Damit lag er nicht ganz richtig. Vor allem die Damen glänzten am Ballabend
mit farbenfrohen Roben: tannengrün,
meerblau, türkis, lilafarben, sonnengelb
oder sogar komplett gold leuchtete es auf
dem Spielfeld, pardon Parkett. Topmodel
Franziska Knuppe, die noch am Freitag in
London über den Laufsteg geschwebt
war, bezauberte in sommerlichem Orangerot – ein Kleid aus dem Hause Minx,
wie sie verriet.
Vor dem Tanz wurde erst einmal getafelt. Matthias Rösch, Brandenburgs Meisterkoch 2012, ließ unter anderem eine
Variation von der Jacobsmuschel und
Loch Duard Lachs, Filet vom Simmentaler Rind und gratinierte Beerenfrüchte
mit Mascarpone und Limonen-Minz-Eis
auftischen. Auch Menü und Büfett vom
Potsdamer Mövenpick-Restaurant warteten mit immer neuen Leckereien auf. 700
Austern, 600 Currywürste, 500 Flaschen
Rotwein und 600 Flaschen Weißwein
brachte Restaurantchef Thomas Prange
mit rund 100 Mitarbeitern unter die
Menge.
Wenn Franziska Knuppe von „der Nudel“ schwärmte, dann hatte das allerdings einen anderen Grund: Gemeint war
der Sketch-Klassiker von Loriot. Dem gebürtigen Märker will Brandenburgs Wirtschaft ein Denkmal in Brandenburg an
der Havel ermöglichen und hat am Ballabend über Tombola und Spenden beträchtliche 27 000 Euro locker gemacht.
Frank-Walter Steinmeier, Chef der
SPD-Bundestagsfraktion und des Kulturvereins Brandenburg (Havel) – der Verein ist Initiator der Denkmalidee – ,
freute sich über den Spendenscheck.
„Wir sind auf der Zielgeraden“, sagte er
den PNN. 75 000 Euro habe der Verein
insgesamt schon einwerben können, nötig sind 100 000, damit das Denkmal
2015 zur Bundesgartenschau steht.
„Ein Leben ohne Loriot ist möglich,
aber völlig sinnlos“, brachte es Regierungschef Matthias Platzeck (SPD) im Gespräch mit der Moderatorin des Abends,
RBB-Journalistin Britta Elm, auf den
Punkt und bewies auch Selbstironie: „Heiterkeit ist ohne Ernst nicht zu verstehen“,
zitierte der Regierungschef eine Loriot-Weisheit und fügte hinzu: „Ernst hat
in Brandenburg zwei Landebahnen und
eine nicht funktionierende Entrauchungsanlage.“ Gefeiert wurde bis in die Mor-
genstunden, mit Giulia Siegel am DJ-Pult.
Dann gab es einen fliegenden Wechsel in
der Halle, die sich wieder in das verwandeln musste, was sie eigentlich ist: Am
gestrigen Sonntag stand ein Bundesliga-Volleyball-Spiel des SC Potsdam an.
Die Halle musste um neun Uhr früh für
das Training der gegnerischen Mannschaft, der Roten Raben Vilsbiburg, fertig
sein.Da warSportsgeistgefragtbei denOrganisatoren und Helfern.
Viele Fotos vom Ballgeschehen in der
MBS-Arena finden Sie unter:
www.pnn.de/mediathek
Goldglänzend. Unternehmer Theodor Semmelhaack und seine künftige Frau Annina.
NEU
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Ulli Zelle
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Foto: Manfred Thomas
Foto: Manfred Thomas
Foto: Manfred Thomas
Foto: Lutz Hannemann
Der Gastgeber und
Präsident der Potsdamer IHK, Victor Stimming, hatte am
Samstag gleich doppelt zu feiern: Der
Ballabend fiel auf seinen 62. Geburtstag.
J. Eschert
Glück beim Losen
hatte er auch noch.
Die Fünf-Liter-Flasche Champagner, die
er bei der Tombola gewann, gab er aber
umgehend weiter – an Jürgen Eschert,
Potsdams Kanu-Urgestein und ersten
Olympiasieger. „Wenn die neue Kanuscheune eingeweiht wird, dann könnt
ihr die köpfen“, sagte Stimming.
***
Ein glückliches Tombola-Händchen bewies auch Brigitte Gärtner, Ehefrau von
Hermann Gärtner, dem Chef der Möbelhauskette Porta. Sie gewann den Hauptpreis, eine Reise nach Washington inklusive Besuch beim deutschen Botschafter. Porta hatte sich mit einer 10 000Euro-Spende für das Loriot-Denkmal besonders freigiebig gezeigt.
***
Ballgast Ramona
Kühne wird schon
bald wieder zurück
sein in der
MBS-Arena am Luftschiffhafen – wenn
auch nicht ganz so
festlich gekleidet: Am
2. März will die SuperR. Kühne
federgewicht-Boxerin
dort ihren Weltmeistertitel gegen die Brasilianerin Halanna
Dos Santos verteidigen.
***
„I'm so excited“ sangen Dynelle Rhodes und Ingrid Arthur alias die Weather
Girls – und er war wirklich aufgeregt:
Die Powerfrauen holten Erik van Kessel
für ein gemeinsames Foto auf die
Bühne. Der Lebensgefährte von Beate
Fernengel, Leiterin des Arcona-Hotels
am Havelufer, entpuppte sich als Weather-Girls-Fan und ausgelassener Tänzer.
***
Die beiden Herren im
Bad, die Nudel, das
Frühstücksei, der
Senf-Rabatt – bei Loriot hatte fast jeder
Ballgast seinen Favoriten. Fernsehproduzent Ulrich Kling, Vater der SchauspieU. Kling
ler-Schwestern Anja
und Gerit Kling,
hatte den Humoristen bei dessen Arbeit
am Film „Pappa ante Portas“ in Babelsberg persönlich erleben können: „Ein
großartiger Mann – sehr diszipliniert,
sehr genau und mit hintergründigem Humor“, schwärmt er.
***
Gerührt oder geschüttelt – der Potsdamer
Barartist Vladislaw
Davidenko mixte jedem Ballgast den perfekten Cocktail. Der
gebürtige Ukrainer
und Star-Barkeeper
war 2012 für einen
V. Davidenko
besonderen Auftrag
zurück in seinem Heimatland, wie er berichtete: Er versorgte
dort die VIP-Gäste der Fußball-EM mit
edlen Drinks.
jaha
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Tanzverliebt. SPD-Politiker Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender.
Steinmeier war als Chef des Kulturvereins Brandenburg/Havel zum Ball gekommen.
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