Patientenhotel - med

Report
Das Patientenhotel
Dr. Uwe K. Preusker
Januar 2009
Möglichkeit zur Erlösverbesserung und
Steigerung von medizinischer Qualität und
Patientenzufriedenheit
© 2004-2009
Dr. Uwe K. Preusker
Innovative Finanzierung
Wien, 17. Oktober 2012
Dr. Uwe K. Preusker
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Vorstand Preusker Health Care Ltd OY (Vantaa/Finnland)
Arbeitsfeld thematisch: Gesundheit
Arbeitsfeld räumlich: Europa
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Arbeitsfeld inhaltlich:
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(Schwerpunkte: Nordeuropa, Deutschland, Österreich, Schweiz
Vorstand des Beratungsunternehmens Preusker Health Care OY
Vortrags- und Gastdozenten-Tätigkeit zu Gesundheits- und Sozialthemen
Publizistisch:
• Chefredakteur und Hrsg. Brancheninformationsdienst „Klinik Markt inside“
• Herausgeber und Hauptautor „Lexikon des deutschen Gesundheitssystems“
• Autor des Buches „Das deutsche Gesundheitssystem verstehen. Strukturen und
Funktionen im Wandel“
• Mit-Herausgeber der Buchreihe „Zukunft Gesundheitswirtschaft“
Programmgestaltung und Moderation von Kongressen, Konferenzen und Seminaren
Beratung von Gesundheitsunternehmen
Vorsitzender des Deutschen Pflegekongresses im Rahmen des Hauptstadtkongresses
Medizin und Gesundheit, Berlin
2001-2005: Vorstandsmitglied der Gelenkersatz-Klinik COXA OY in Tampere/Finnland
Kontakt: [email protected]
© 2012 Dr. Uwe K. Preusker, Preusker Health Care OY, Finnland
Seite 2
Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
© 2012 Dr. Uwe K. Preusker, Preusker Health Care OY, Finnland
Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Was ist ein
Patientenhotel?
Zwei zentrale Ausprägungen:
Integriertes Patientenhotel
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Patientenhotel als integrierter Teil des Krankenhauses
- interdisziplinäre und flexible Versorgungsstufe
- speziell für Patienten, die stationäre Versorgung
benötigen, aber keine 24-Stunden-Überwachung
- Abrechnung der Kosten -> Teil der DRG-Fallpauschale
Hotel für Patienten und Angehörige:
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- Patientenhotel als zusätzliche und komfortable
Möglichkeit, in nächster Nähe zum Krankenhaus zu
übernachten / Kennzeichen:
- kein Bedarf an stationärer Versorgung
- überwiegend für Patienten und Angehörige, die so nah
wie möglich am Krankenhaus übernachten wollen
- Abrechnung: out of the pocket / Selbstzahler
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Patientenhotel als Prozess- und
Versorgungsinnovation
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Idee und gegenwärtige Situation
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Patientenhotels als interdisziplinäre
Versorgugnsstufe mit High-End-Service
Für alle aus medizinisch-pflegerischer Sicht dafür geeigneten
Patienten
Aufenthalt des Patienten im Patientenhotel ist Teil des stationären
Aufenthaltes
Patienten übernehmen hier zunehmend mehr Verantwortung für ihre
Gesundheit
Mit Ausstattungsmerkmalen eines Hotels
In skandinavischen Kliniken: Ausstattung wie 3- bis 4-Sterne-Hotel
Mittlerweile gibt es rund 60 Patientenhotels in Nordeuropa
Beispiele:
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Patientenhotel am Klinikum Karlstad/Schweden
Patientenhotel am Universitätsklinikum Odense/Dänemark
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Was ist ein •
Patienten•
hotel?
•
Platzierung nah an den Hauptzuweiser-Fachabteilungen
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Direktanschluss oder Verbindungsgang zum Hauptgebäude
Patientenpfad für jede Patientengruppe -> wichtiger
Baustein für medizinische Sicherheit
Patientenpfad beinhaltet (u.a.):
•
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Zeitpunkt sowie entscheidende medizinisch-pflegerische
Parameter für Verlegung ins Patientenhotel
Voraussichtliche Verweildauer im Patientenhotel
Ärztliche und pflegerische Versorgungsanforderungen
während des Aufenthaltes im Patientenhotel
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Was ist ein
Patientenhotel?
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Verlegung ins Patientenhotel
-> medizinisch-pflegerische Entscheidung!
Verantwortung für medizinische Versorgung ->
uneingeschränkt bei Ärzten des Krankenhauses
Ort der medizinischen Versorgung
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Meist in Behandlungsräumen des Krankenhauses
Zum Teil in speziellen Räumen des Patientenhotels
Medizinisch-pflegerische Sicherheit:
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Ständige Anwesenheit von ausgebildetem und langjährig
erfahrenem Pflegepersonal im Bereich der Rezeption
(=> eigener Pflegestützpunkt)
Alarmsystem: Notrufanlage in allen Zimmern sowie
Bädern/Toiletten
Ständige direkte Kontaktmöglichkeit mit den Abteilungen
des Krankenhauses
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Was ist ein
Patientenhotel?
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Ausstattung:
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Hotelmäßige „Drei Sterne“, „Drei Sterne plus“ oder
„Vier Sterne“ Ausstattung
Rezeption (= Pflegestützpunkt)
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mit speziell fortgebildeten Pflegekräften besetzt oder –
bei größeren Patientenhotels - Doppelbesetzung mit
Pflegekraft und Hotelfachkraft
Skandinavische Referenz-Häuser:
grundsätzlich Ein-Bett-Hotelzimmer mit AufbettungsMöglichkeit (Bettsofa) für Begleitperson
Behindertengerecht
Eigenes Restaurant
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Was ist ein
Patientenhotel?
Besondere
Aspekte
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Faustregeln:
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Zwischen 15 und 30 Prozent aller stationären
Patienten eines Akutkrankenhauses sind dafür
geeignet, einen Teil ihrer stationären
Aufenthaltsdauer im Patientenhotel zu verbringen
Anteil schwankt je nach Fachabteilungen jedoch
von fünf bis zu 80 Prozent
Nordeuropa: Anteil Aufenthalt im Patientenhotel an
gesamter Verweildauer im Durchschnitt bei rund 50
Prozent
Aber: Schwankungen von Fachabteilung zu
Fachabteilung (30 bis 80 Prozent)
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Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Vorteile des
Konzeptes
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Patienten:
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Hohes Maß an Individualität und Privatheit für die
Patienten -> deutlich höhere Lebensqualität und
Patientenzufriedenheit
Dadurch auch -> Übernahme von mehr
Eigenverantwortung ->Förderung des
Genesungsprozesses -> kürzere Verweildauer
Höherer Komfort durch Hotelcharakter und
Hotelausstattung
Möglichkeit der Unterbringung einer Begleitperson
im gleichen Zimmer
Gleiches Sicherheitsniveau wie in Akutstation
Der Aufenthalt im Patientenhotel dient auch der
frühzeitigen Aktivierung und damit Gewöhnung der
Patienten an die eigenständige Lebensführung im
Anschluss an eine Erkrankung
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Vorteile des
Konzeptes
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Krankenhausträger:
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Interdisziplinäre Belegung des Patientenhotels ist
die Regel
Flexibles Instrument, um Veränderungs- und
Anpassungsprozesse im Krankenhaus zu
unterstützen (Prof. Heinz Lohmann: vom
„horizontalen“ zum „vertikalen“ Patienten)
Hilfsmittel als Zwischenschritt im Rahmen der
weiteren „Ambulantisierung“ der Medizin
Kosteneinsparung durch Prozesskostenreduktion
Ertragssteigerung durch bessere Ausnutzung der
Ressourcen
Fallzahlsteigerung durch Wettbewerbsvorteil
Zusatzeinnahmen durch neue Angebote (z.B.
Checkup, Gastronomie)
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Vorteile des
Konzeptes
Zahlen und Fakten - Patientenhaus
Mannheim:
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120 Betten
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ca. 10.000 stationäre Patienten pro Jahr
•
ca. 1.000 Begleitpersonen pro Jahr
•
ca. 16 Fachkliniken, die regelmäßige mit Patienten belegen
•
Personalausstattung: ca. 35,5 VK (davon 14 VK Pflege)
•
24 h examiniertes Pflegepersonal vor Ort
•
Patientenzufriedenheit: Bewertung mit ca. 1,5 (in Schulnoten)
•
ca. 60–80,- € / Tag und Patient direkte Einsparungen (d.h. ohne
Berücksichtigung der Prozess-Einsparungen)
•
ca. 115.000,- € / Bett Herstellkosten (incl. Einrichtung, Konzept
und Einführung
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Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Gegenwärtige • In Nordeuropa gibt es zur Zeit etwa 60
Situation:
Patientenhotels
Patienten• Weitere Patientenhotels werden
hotels in
geplant oder derzeit gebaut – oder
Nordeuropa
wurden gerade eröffnet
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Beispiel: Universitätskrankenhaus
Tampere/Finnland
Die große Mehrzahl dieser
Patientenhotels arbeitet als
integriertes Patientenhotel
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Neu eröffnetes Patientenhotel am
Universitätsklinikum Tampere/Finnland
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Patientenhotel auf dem Gelände der
Uniklinik Tampere
130 Zimmern
Eröffnet 04.01.2012
Herzzentrum Tampere
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2004/2005 Bildung des Herzzentrums Tampere durch die
Zusammenlegung der Abteilungen Kardiologie, Herzchirurgie und
kardiologische Anästhesie
2007 Umwandlung in eine Aktiengesellschaft, die sich zu 100 Prozent
im Besitz des Krankenhausbezirks Pirkanmaa befindet
Gut 300 Mitarbeiter
Kennzahlen 2010:
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19.421 Ambulante Patientenbesuche
29.118 Pflegetage
5.419 Fälle
2.262 Angiografien
899 Angioplastien
735 Operationen am offenen Herzen
Umsatz rund 110 Millionen Euro
Seit 2012: Nutzung des neuen
Patientenhotels in Tampere als
Erweiterung für Bettenabteilung und Reha
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Patientenhotel
Beispiel Nordeuropa
•
Patientenhotel Karlstad
• Gegründet 1994
• 63 Zimmer, 14,5 Mitarbeiter
• 22.000
Übernachtungen/Jahr
• Ø Verweildauer im
Patientenhotel 2 Tage
• Ø Verweildauer im
Krankenhaus 2,3 Tage
•
Patientenhotel Odense
• Gegründet 1997
• 120 Zimmer
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Patientenhotels in
Dänemark
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Patientenhotels in Schweden – Übersicht
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New Karolinska, Solna
Mälar-Klinik, Patientenhotel Althea
Universitätsklinik Umea
Södersjukhus, Stockholm
Universitätsklinik Örebro
Danderyd, Patientenhotel Mörby
Falu Lasarett, Patientenhotel Ängsklockan
Södra Älvsborg Sjukhus; Pateintenhotel
Mandometer Clinic Huddinge, Patientenhotel
Norrlands Universitätssjukhus, Patientenhotel Björken
Sunderby Krankenhaus, Nordschweden
Krankenhaus Sundsvall-Härnösand
Krankenhaus Gällivare
Flemingsberg Krankenhaus, Huddinge
Universitätsklinik Uppsala
Universitätsklinik Lund
Krankenhaus Malmö
Krankenhaus Gävle
Dronning Ingrids Hospital, Nuuk
Skandion Clinic for Radiotherapy in Uppsala (eröffnet 2015)
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Patientenhotels in Norwegen– Übersicht
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Patientenhotel am Haukeland Krankenhaus Bergen
Universitätskrankenhaus Nord-Norge -> Patientenhotels in Harstad, Narvik
und Tromsö
Patientenhotel St. Olav, Universitätsklinik St. Olav, Trondheim
Gaustad Patientenhotel, Oslo
Radiumhospital Patientenhotel, Oslo
Patientenhotel am Ahus Krankenhaus, Loerenskog
Patientenhotel Ulleval, Universitätskrankenhaus Oslo
Patientenhotel Zefyr, Norlandskrankenhaus Bodö
Patientenhotel am Sörland-Krankenhaus, Arendal
Patientenhotel am Sörland Krankenhaus, Kristinesand
Patientenhotels am Krankenhaus Innland in Lillehammer, Gjövik und
Elverum
Patientenhotel am Förde Zentralkrankenhaus, Förde
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Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Patientenhotel: Instrument zur
Prozessveränderung
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1. Nordischer Patientenhotel-Kongress
im Herbst 2006 in Arhus:
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In Nordeuropa gab es zu diesem
Zeitpunkt bereits 50 Patientenhotels
nach dem hier beschriebenen Muster
In Dänemark gibt es heute faktisch kein mittelgroßes und größeres
Krankenhaus mehr ohne Patientenhotel
Das Patientenhotel wird als flexibles Instrument zur Veränderung
der Prozesse im Krankenhaus eingesetzt - so ist der Nutzen am
höchsten
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Patientenhotel: Symbiose mit
„Fast Track Surgery“
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Prof. Henrik Kehlet, Chirurg am Rigshospitalet in
Kopenhagen:
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Patientenhotel ist unverzichtbares Hilfsmittel bei Nutzung der „Fast
Track Surgery“
Patienten werden meist unmittelbar nach dem Eingriff in das
Patientenhotel weitergeleitet
Frühestmögliche Mobilisation und Übernahme von Verantwortung
durch den Patienten für seine Genesung ist absolut
sinnvoll/notwendig
„Mit Fast Track Surgery und Patientenhotel zusammen kann auf 30
Prozent der chirurgischen Betten verzichtet werden“
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Patientenhotel: Hotelfunktion
als Teil der Behandlungskette
•
Bent Christensen, Kaufmännischer Direktor des
Universitätsklinikums in Lund in Südschweden:
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„Für mich ist heute die größte noch nutzbare Ressource im
Gesundheitswesen der Patient selbst!“
„Der Behandlungsplatz der Zukunft ist ein integrierter Teil der
Versorgungstechnologie - alle anderen Typen von
Krankenhausbetten dienen immer mehr der Hotelfunktion.“
„Dabei werden die Hotelfunktion und damit die heutigen
Patientenhotels völlig in die Behandlungskette und die dafür
erforderlichen Prozesse integriert.“
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Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Das „Karlstad“-Modell
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Im Jahr 2002 gestarteter Verbesserungsprozess in der Orthopädischen
Abteilung des Zentralkrankenhauses Karlstad speziell für den Bereich
Hüft- und Knie-Arthrosepatienten
Ziele:
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•
Anzahl der behandelten Patienten erhöhen - bei gleichzeitiger Reduzierung
der orthopädischen Betten
Reduktion der Kosten pro Behandlungstag um > 40 %
Anzahl der Krankenhausinfektionen in diesem Feld reduzieren
Modell mit infektionsvorbeugender Kohortversorgung (Broomfield
Hospital, England -> ”Ring Fencing“/ Artikel publiziert im BMJ 2004)
Im Zuge der Prozessverbesserung wurde auch die Bettenabteilung der
Orthopädie (”Slussen”) komplett ins Patientenhotel Karlstad verlegt
Ergebnisse:
•
Mittlere Verweildauer wurde deutlich reduziert
•
•
•
•
Mittlere Verweildauer für Hüft-Endoprothesen-Patienten 2,4 Tage
Mittlere Verweildauer für Knie-Endoprothesen-Patienten 2,3 Tage
Deutliche Reduzierung der Krankenhausinfektionen bei Hüft- und KnieEndoprothetik-Patienten
Deutliche Kostenreduzierung
Quellen zum Karlstad-Modell:
Anna-Carin Edström, Quality manager, Department of Orthopedic surgery, Karlstad
Gunnvor-Maria Ludviksen; General Manager, Patienthotellet Karlstad
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Versorgungsprozess für Patienten mit Hüft- und
Kniebeschwerden (Arthrose) in Värmland/Schweden
2-3 weeks
before surgery
Night before
surgery
Preoperativ
planning/information
The Patient hotel
Day 0
OR
Day 0
Post.op
ward.
Day 0
Pre op preparations
”Slussen”
Hip
Physiotherapist
Day 1-2
ward
1-2 times
Physiotherapist
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Day 3-4(5)
Patient hotel
1-2 times
Physiotherapist
Knee
Follow up
surgeon
After 2-3 weeks
Follow up
Hip&knee school
Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
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Transfer nach
Mitteleuropa?
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Begriff „Patientenhotel“ umstritten und insb. mit Hotelkomfort verbunden
-> zentraler Vorteil des Konzeptes liegt aber in der Prozessoptimierung!
Die zentralen Funktionen eines Patientenhotels werden gekennzeichnet durch:
Interdisziplinär, integriert, Service, Patientensicherheit, Privatheit, Individualität
Transfer der Grundgedanken des Modells in andere europäische KrankenhausSysteme ist möglich – Beispiel: Patientenhaus am Uniklinikum Mannheim
Einführung DRG-System als möglicher Treiber
Verstärktes Engagement von Krankenhäusern in der ambulanten Versorgung:
-> ideales Instrument für den „diagonalen Patienten“
Cost Containment bei optimierten Prozessen und höherer Attraktivität
Besonders geeignet für folgende Krankenhäuser:
•
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Hoher Konkurrenzdruck
Hohe Auslastung
Eher mittelmäßige Komfort-Ausstattung
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Transfer
nach
Mitteleuropa
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Stolpersteine I:
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Skepsis von Ärzten/Pflegekräften
überwinden:
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Leitungsposition Patientenhotel mit akzeptierter
Persönlichkeit aus dem Klinikum besetzen
Gemeinsame Erarbeitung des Konzeptes und der
Patientenpfade
Belegung des Patientenhotels durch geeignete
Anreizsysteme gezielt fördern
Kassen-Skepsis:
•
•
Verlegung ins Patientenhotel nur bei stationärer
Behandlungsbedürftigkeit -> Aufenthalt im
Patientenhotel ist Teil der stationären Behandlung
Nicht stationär behandlungsbedürftige Patienten
bzw. Gäste -> Aufenthalt im Patientenhotel ist
Selbstzahler-Leistung
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Patientenhotel:
Beispiel
Patientenhaus
Universitätsmedizin
Mannheim
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Patientenhaus
Universitätsmedizin Mannheim
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Ergebnisse der DKI-Studie zum Patientenhaus UMM
Mannheim:
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zukunftsweisendes Konzept
in der Praxis in hohem Maße bewährt und bietet für Krankenhäuser,
Mitarbeiter und Patienten Vorteile
Für das Krankenhaus bzw. den Krankenhausträger hat das
Patientenhaus zudem merkliche ökonomische Vorteile
•
•
•
Auf der einen Seite sind die Kosten eines Belegungstages im
Patientenhaus niedriger als die entsprechenden Kosten für Low-CarePatienten auf den Normalstationen
Die Kostenvorteile des Patientenhauses resultieren dabei vor allem aus
einer Fokussierung auf pflegerische Kernleistungen, der Delegation
von patientenfernen Aufgaben der Pflegekräfte an Servicepersonal und
einer Zentralisierung von Prozessen im Patientenhaus
Auf der anderen Seite erhöht sich die Attraktivität des Krankenhauses
für die Bevölkerung im Einzugsgebiet. Damit trägt das Patientenhaus
zur Patientenbindung bzw. zur Neuakquise von Patienten bei
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Patientenhaus
Universitätsmedizin Mannheim
•
Ergebnisse der DKI-Studie zum Patientenhaus UMM Mannheim II:
•
großes und breites Patientenpotenzial für Einrichtungen dieser Art
•
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Internationale Studien und Experteneinschätzungen in dieser Evaluations-Studie
gehen von einem Potenzial von 10 - 20% der vollstationären Krankenhausfälle
aus.
Die Patienten im Patientenhaus Mannheim verbringen im Schnitt rund die
Hälfte ihres Krankenhausaufenthalts im Patientenhaus.
Unabhängig vom Patientenpotenzial insgesamt fällt somit das
Verweildauerpotenzial bei den tatsächlich verlegten Patienten in jedem Fall
vergleichsweise hoch aus.
Die Kernprozesse im Patientenhaus sind
•
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klar aus der grundlegenden Konzeption des PHM abgeleitet,
gezielt auf die besonderen Anforderungen der Versorgung im Patientenhaus
zugeschnitten
und gut strukturiert.
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Patientenhaus
Universitätsmedizin Mannheim
•
Ergebnisse der DKI-Studie zum Patientenhaus UMM Mannheim III:
•
•
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•
Angesichts der hohen Praxistauglichkeit ist eine Übertragbarkeit des
Mannheimer Modells auf andere Krankenhäuser grundsätzlich
gegeben
Bei der Versorgung in einem Patientenhaus nach dem Mannheimer Modell
oder alternativen Modellen handelt es sich in jedem Fall um eine
medizinisch-pflegerisch indizierte Krankenhausbehandlung und damit
um eine legitime Versorgungsform innerhalb der (voll-) stationären
Krankenhausversorgung
Angesichts der demographischen Entwicklung und steigender
Patientenerwartungen dürfte die Bedeutung dieser Versorgungsform in den
nächsten Jahren und Jahrzehnten merklich zunehmen
Es spricht daher einiges dafür, dass sich Patientenhotels perspektivisch als
„Vierte Säule“ der Krankenhausversorgung etablieren werden (neben
Intensive-, Intermediate- und Normal-Care-Einheiten)
© 2012 Dr. Uwe K. Preusker, Preusker Health Care OY, Finnland
Worum geht es?


Patientenhotel als Prozess- und Versorgungsinnovation

Die Idee des Patientenhotels

Besonderheiten und Vorzüge

Gegenwärtige Situation: Patientenhotels in Nordeuropa

Symbiose von „Fast Track Surgery“ und Patientenhotel

Das „Karlstad-Modell“ – Neuorganisation der Orthopädie in
Karlstad/Schweden unter intensiver Nutzung des dortigen Patientenhotels

Nutzung in Mitteleuropa
Thesen zur Zukunft des Patientenhotels
© 2012 Dr. Uwe K. Preusker, Preusker Health Care OY, Finnland
Patientenhotel:
Thesen zur zukünftigen Entwicklung
•
•
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OP, Therapie-Zentrum, Diagnostik-Zentrum sowie
Intensivstation sind die zentralen
Organisationseinheiten eines Krankenhauses
An die Stelle der abteilungsbezogenen
Normalstation wird mittelfristig die interdisziplinäre
integrierte Patientenhotel-Station treten
Patientenhotel = Normalstation der Zukunft!
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