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Report
Fördermöglichkeiten zur altengerechten Anpassung von
Mietwohnungen/Wohneigentum
Lubmin, 16. Mai 2014
Dr. Edith Nolte
Bevölkerungsentwicklung
in Mecklenburg-Vorpommern
2.000.000
1.874.838
1.823.084
1.800.000
1.775.703
1.609.982
1.600.000
1.566.943
1.476.408
1.400.000
1.200.000
1.000.000
800.000
600.000
400.000
200.000
0
1991
1995
2000
2011*
2020**
Jahr
2030**
* Zensus 2011
** aktualisierte 4. Landesprognose
2
Prognose der Bevölkerungszahl und der Altersstruktur
in M-V 1990 bis 2030
Auszug aus der aktualisierten 4. Landesprognose (2012)
Quelle: Oberste Landesplanungsbehörde 11/2012
3
Entwicklung des Wohnungsbestandes
in Mecklenburg-Vorpommern von 1991 bis 2011
Anzahl
900.000
880.000
860.000
840.000
820.000
800.000
780.000
760.000
740.000
720.000
700.000
1991
1995
2000
2005
Zensus 2011 Jahr
Foto:
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG
4
Wohnungsbestand
in Mecklenburg-Vorpommern 2011
Art der Nutzung des Wohnungsbestandes
zu
Wohnzwecken
vermietet
57%
Ferien- oder
Freizeitwohnung
2%
Leerstehend
6%
von
Eigentümer/-in
bewohnt
35%
5
Wohnungsleerstand
in Mecklenburg-Vorpommern 2011
6,9 %
7,0 %
3,8 %
4,3 %
7,6 %
5,0 %
5,9 %
10,6 %
6,7 %
6,4 %
4,2 %
6,8 %
6,0 %
Quelle: GeoBasis-DE/M-V; CC-BY-SA 3.0
6
Wohnungsleerstand
Deutschland und Neue Bundesländer 2011
12,00
10,1
Leerstandsquote in %
10,00
9,5
8,00
7
6,3
5,8
6,00
Deutschland 4,5
4,00
3,6
2,00
0,00
Berlin
Brandenburg
Mecklenburg-Vorpommern
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
7
Weitere Entwicklung des Leerstands
Entwicklung Haushaltszahlen
2010: 853.000 Haushalte
2030: 770.000 Haushalte
= Abnahme um 83.000 Haushalte
Gleichzeitig:
Zunahme des Wohnungsbestandes durch Neubau –
Prognosen sprechen vom Neubau weiterer 70.000 Wohnungen
=> Der Leerstand wird wieder wachsen!
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Anpassung der Wohnraumförderung an diese
Entwicklung

Konsequente Konzentration auf den vorhandenen Bestand

Konsequente Konzentration auf zukunftsfähige Orte mit Infrastruktur, d. h.
Anbindung an Zentrale-Orte-Prinzip des Landesraumentwicklungsprogramms und der Regionalen Raumentwicklungsprogramme
Sicherung der infrastrukturellen Basisangebote von Dienstleistungen

Entwicklung der Kategorie „barrierearm bzw. –reduziert“

Erweiterung der Förderung für Eigennutzer
9
Und außerdem?

Anpassung der Förderbeträge an tatsächliche Kosten, dabei Beibehaltung
der Förderquote

Anpassung von Förderhöchstgrenzen an größere Wohnungen, damit
höhere Förderung

Frage nach Senkung der Zinsen im Prüfungsstadium

Gewährung von Zuschüssen – derzeit Anhörung des
Landesrechnungshofes zum Richtlinienentwurf
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Wohnraumförderung
in Mecklenburg-Vorpommern 2014 und 2015
2014
Fördervolumen:
11,0 Mio. Euro
davon
Darlehensprogramm:
6,0 Mio. Euro
Zuschussprogramm:
5,0 Mio. Euro
2015
Fördervolumen:
10,5 Mio. Euro
davon
Darlehensprogramm:
5,5 Mio. Euro
Zuschussprogramm:
5,0 Mio. Euro
Foto:
Schweriner Wohnungsbaugenossenschaft eG
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Novellierung der Wohnraumförderung
Modifizierung der Förderrichtlinien Modernisierung und Instandsetzung von Mietund Genossenschaftswohnungen sowie von selbst genutztem Wohneigentum
Programmteil 1:
Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen –
allgemeines Programm (einschl. Balkonanbau, Dachaufbau und Wiederherstellung von
Außenanlagen nach Teilrückbau)
Programmteil 2:
Modernisierung und Instandsetzung von selbst genutztem Wohneigentum (Eigenheime,
Eigentumswohnungen, Baujahr vor 1990) einschl. barrierearmer Anpassung
Programmteil 3:
Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen sowie von
selbstgenutztem Wohneigentum (Baujahr vor 1949) in innerstädtischen Altbauquartieren
12
Novellierung der Wohnraumförderung
Modifizierung der Förderrichtlinien Modernisierung und Instandsetzung von Mietund Genossenschaftswohnungen sowie von selbst genutztem Wohneigentum
Programmteil 4:
Schaffung von barrierefreien Miet- und Genossenschaftswohnungen und selbstgenutztem
Wohneigentum im Bestand
Programmteil 5:
Barrieren reduzierender
schaftswohnungen
(barrierearmer)
Umbau
von
Miet-
und
Genossen-
Programmteil 6:
Nachrüstung von Personenaufzügen
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Novellierung der Wohnraumförderung
1. Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen allgemeines Programm –
Förderkonditionen:
Modernisierung /Instandsetzung von Wohnungen:
40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 500 €/m²WF
Förderhöchstbetrag 12.000 €/WE
nachträglicher Anbau bzw. Ersatz von Balkonen:
40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 130 €/m² WF
Förderhöchstbetrag 3.200 €/WE
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Novellierung der Wohnraumförderung
1. Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen allgemeines Programm –
Förderkonditionen:
Dachaufbau nach partiellem Rückbau von Wohngebäuden:
40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 300 €/m² Bruttogrundfläche des zu
überdachenden letzten Geschosses
Wiederherstellung Außenanlagen nach partiellem Rückbau:
40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 50 €/m² WF
Förderhöchstbetrag 1.200 €/WE
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Novellierung der Wohnraumförderung
2. NEU: Modernisierung und Instandsetzung von selbst genutztem Wohneigentum
(Eigenheime, Eigentumswohnungen)
Bisherige Förderkonditionen
Neue Förderkonditionen
Gegenstand der Förderung:
selbstgenutztes Wohneigentum,
o das vor 1970 fertiggestellt wurde,
o in Wohngebäuden mit höchstens vier
Wohnungen belegen ist sowie
o von Haushalten mit mindestens
einem Kind zu eigenen Wohnzwecken
genutzt wird
Gegenstand der Förderung:
Modernisierung und Instandsetzung von
selbst genutztem Wohneigentum in
Wohngebäuden, die vor 1990 erbaut
wurden
Gebietskulisse:
Gemeinden mit mehr als 5.000 Einwohnern
Gebietskulisse:
Lage in einem Ober-, Mittel- oder
Grundzentrum
Förderdarlehen:
o 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben
von bis zu 500 €/m²WF
o Förderhöchstbetrag 20.000 €/WE
o Kinderzusatzdarlehen 3.000 €/Kind
o barrierearme Anpassung bis zu Höhe der
Mehrausgaben, höchstens 250 €/m²
Höhe Förderdarlehen:
unverändert einschl. Kinderzusatzdarlehen,
Darlehen barrierearme Anpassung
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Novellierung der Wohnraumförderung
3. Modernisierung und Instandsetzung von Miet- und Genossenschaftswohnungen
sowie von selbstgenutztem Wohneigentum in innerstädtischen Altbauquartieren
Bisherige Förderkonditionen
Neue Förderkonditionen
Gegenstand der Förderung:
Wohngebäude in innerstädtischen
Altbauquartieren, die vor 1949 fertiggestellt
wurden
Fördergegenstand: unverändert
Gebietskulisse: Lage in einem Ober- und
Mittelzentren bzw. in einer Stadt mit mehr als
10.000 Einwohnern
Gebietskulisse: unverändert
Förderdarlehen:
o 40 % der zuwendungsfähigen
Ausgaben von bis zu 1.000 €/m²WF
o Förderhöchstbetrag 24.000 €/WE
o Kinderzusatzdarlehen bei
Wohneigentum 3.000 €/Kind
o barrierearme Anpassung von
Wohneigentum bis zu Höhe der
Mehrausgaben, höchstens 250 €/m²
o Balkonanbau, Dachaufbau und
Außenanlagen wie unter 1.
Förderdarlehen:
o 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben
von bis zu 1.200 €/m²WF
o Förderhöchstbetrag 43.200 €/WE
z.B.:
60 m² Wfl. Darlehen 28.800 €
65 m² Wfl. Darlehen 31.200 €
90 m² Wfl. Darlehen 43.200 €
o Kinderzusatzdarlehen, Darlehen
barrierearme Anpassung, Balkone u.s.w.
unverändert fortsetzen
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Novellierung der Wohnraumförderung
4. NEU: Schaffung von barrierefreien Miet- und Genossenschaftswohnungen und
selbstgenutztem Wohneigentum im Bestand
Bisherige Förderkonditionen
Neue Förderkonditionen
Gegenstand der Förderung:
altengerechte Wohnungen mit Betreuungsangebot - barrierefreier Umbau nach DIN
Gegenstand der Förderung:
barrierefreier Umbau von Mietwohnungen und
selbstgenutztem Wohneigentum nach DIN
Gebietskulisse:
keine
Gebietskulisse:
Lage in einem Ober-, Mittel- oder Grundzentrum
Förderdarlehen bei Wohnflächen bis
28.000 € je Wohnung
o unter 50 m²
33.000 € je Wohnung
o ab 50 m²
Förderdarlehen bei Wohnflächen bis
31.000 € je WE
o unter 50 m²
o von 50 bis 70 m² 37.000 € je WE
43.000 € je WE
o ab 70 m²
Zweckbestimmung:
o 15 Jahre
o Wohnungen ausschließlich für ältere
Menschen (60+)
Zweckbestimmung:
o 15 Jahre (unverändert)
o Altersbegrenzung aufheben
Miethöhe (kalt):
o 4,75 € je m² monatlich für 10 Jahre
Miethöhe (kalt) monatlich für 10 Jahre:
o in Grundzentren: 4,75 €/m²
o in Mittelzentren: 5,00 €/m²
o in Oberzentren: 5,50 €/m²
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Novellierung der Wohnraumförderung
5. Barrieren reduzierender Umbau von Miet- und Genossenschaftswohnungen
Gegenstand der Förderung:
Modernisierung, Instandsetzung und barrierefreie und – arme Anpassung von
Mietwohnungen
Gebietskulisse Ober-, Mittel- u. Grundzentren
Förderdarlehen:
60 % der zuwendungsfähigen Ausgaben von bis zu 700 €/m²WF
Förderhöchstbetrag 25.200 €/WE
Technische Mindestvoraussetzungen:
schwellen- u. stufenloser Zugang zum Haus u. zur Wohnung
barrierefreie Zugänglichkeit der Räume innerhalb der Wohnung u. zum Freisitz
Durchgangsbreiten Hauseingangs-, Aufzugs- u. Wohnungseingangstüren
mind. 90 cm u. Türen innerhalb der Wohnung mind. 80 cm
stufenlos zugänglicher Duschplatz
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Novellierung der Wohnraumförderung
6. Nachrüstung von Personenaufzügen
Bisherige Förderkonditionen
Förderdarlehen:
Neue Förderkonditionen
Förderdarlehen:
o 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben
o 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben
von bis zu 100.000 €/Aufzug
o Förderhöchstbetrag 40.000 €/WE
von bis zu 150.000 €/Aufzug
o Förderhöchstbetrag 60.000 €/WE
20
Kumulation mit anderen Fördermitteln

Städtebauförderungsmittel einschließlich des Denkmalschutzes,

Mittel der Dorferneuerung, sofern sie sich auf die Gebäudehülle (Dach,
Fassade) beziehen,

Mittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)
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Ausblick: Weitere Diskussion

Prognosen konsequent weiter fortschreiben und anpassen

Zusammenarbeit mit den Kommunen – zum Beispiel über die
Monitoringberichte im Rahmen der Städtebauförderung

Weitere Diffenzierung der Diskussion erforderlich
22
Vielen Dank für Ihre
Aufmerksamkeit!
23

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