Australien3

Report
15. April – Die Tour beginnt
Jau, geschafft, Wecker gehört Doch hatten trotzdem nachher richtig Streß, denn der Tour-Truck kam viel zu früh bei uns an!
Konnten somit nicht mal richtig frühstücken. Tja und laut Will unserem Tourguide hätten wir ausgesehen wie zwei Leichen.
Leu und ich haben dann noch versucht zwei Stunden im Truck zu pennen, aber bei den Straßen, bzw. Feldwegen einfach nicht
möglich. Gegen 9 dann erst mal Kaffeepause und erst mal Vorstellung der Reisenden. Jennifer aus den Staaten, knapp über 40,
hat im Marketing gearbeitet und gönnt sich jetzt für ein Jahr ne Auszeit und bereist die Welt. Becky und Tracy, zwei
Studentinnen ebenfalls aus den Staaten, knapp über 20, studieren für ein Jahr hier in Newcastle bei Sydney und haben grad
Semesterferien und wollten sich derweil mal Australien ein wenig näher anschauen. Also alle drei nicht grad für nen Miss
World Wettbewerb geschaffen, wenn ich es mal höflich ausdrücken darf. So und zur Krönung dann noch 2 ältere Damen um
die 60 aus Berlin!
So, da ich keinen größeren Wert auf weitere Kommunikation mit den Damen legte, hab ich mir die Gegend, die an uns vorbei
rauschte mal etwas genauer angeschaut. Also die Namen hier sind schon alleine das hinschauen wert, nachdem wir den Mt.
Remarkable passiert hatten kamen wir durch das Beautiful Valley Hey, kein Scheiß, die verteilen hier tatsächlich solche
Namen!
Schließlich in Quorn Pause gemacht. Auch zu dieser Stadt gibt es mal wieder so eine typische australische Geschichte. Also
diese Stadt war ursprünglich eine Zeltstadt 15km weiter nördlich. Eines Tages blieb der Biertransporter aber an dieser Stelle
liegen. Als die Einwohner davon erfuhren, haben sie kurzer Hand ihre Zelte abgebaut und am liegen gebliebenden
Biertransporter halt wieder aufgebaut.
Tja, da sich unsere beiden Omis ohne australischen Dollar oder
Kreditkarte auf den Weg ins Outback gemacht haben, hat unsere
Pause hier ein wenig länger gedauert, da wir warten mussten, bis
die Bank wieder auf machte.
Gegen 2 sind wir dann am in den Flinders Ranges angekommen,
dort schön Hamburger gegrillt, bevor es dann auf eine
zweieinhalb stündige Wanderung zum Pound ging. Wieder eine
wahnsinnig schöne Landschaft und auch die Tierwelt hier; Euros
(Mischung aus Känguruh und Wallaby), wilde Emus, wilde
Ziegen und 1000 bunte Vögel.
Wilpena Pound
Huhu Emu
Der spektakulärste Punkt der Flinders Ranges ist zum Glück auch der am besten
zugängliche. Wilpena Pound, ein von Quarzhügeln umgebenes Hochtal. Es sieht
zwar aus wie ein Krater, entstand jedoch durch Auffaltungen des Gebierges und
nicht durch einen Meteoriteneinschlag. Das Hochtal erreicht man nur zu Fuß vom
Wilpena Pound Resort aus durch die Schlucht des Wilpena Creek. Die Gipfel rund
herum sind für die Aborigines von großer Bedeutung. Der Legende zufolge entstand
der kraterähnliche Rand von Wilpena Pound durch zwei zum Ring geformte
Schlangen. Wie gesagt auf dem Weg zum Hochtal begegneten wir den
unterschiedlichsten Tieren, hier konnten wir dann auch mal näher an die Emus ran.
Tja und Zeit für kleine Klettertouren blieb wie man links sehen kann auch
Man, man, waren wir froh, dass wir vor der Wanderung Bier kalt gestellt hatten,
denn nach so einer Wanderung gibt es doch nichts besseres als ein kühles Pils
Danach haben wir dann Feuerchen gemacht und Will hat ein sagenhaftes Känguruh
Ragout mit Reis zubereitet. Alles schön in freier Natur, ein Wahnsinn. Da die 3
Mädels nicht pünktlich zum Essen zurück waren, durften sie den Abwasch
übernehmen. Während Leu und ich schön durch die Dunkelheit durch den Busch
zum nächsten Pub gelatscht sind. Haben uns dort mit Bier eingedeckt und sind dann
zurück zum Schlafplatz. Dort hatten unsere Rentnerinnen bereits ihr Zelt
aufgeschlagen. Alle anderen haben dann mit dem Swag einfach unter freiem
Himmel gepennt. Also einen Sternenhimmel, einfach der Wahnsinn!
So, an dieser Stelle wird es dann Zeit das weltbeste Mittel
gegen die super dämlichen Fliegen in Australien vorzustellen.
Also diese Fliegen wollen jedem einfach nur ins Gesicht
fliegen. Meine Kollegin Michelle kannte offensichtlich das
Problem und bastelte mir kurz vor meiner Abreise diesen
genialen Hut Ein gefakter Schlangenlederhut an dem in
kurzem Abstand an Fäden Weinkorken herunter hingen. Bei
jedem Schritt schwingen diese automatisch hin und her und
vertreiben die Fliegen. Die anderen, man beachte Leu unten,
nahmen sich einen Stock und mussten diesen ständig vor dem
Gesicht hin und her schwingen um die Fliegen zu vertreiben.
Ich kann euch sagen, die haben nachher schon wie in Trance
den Stock geschwungen
Seit diesem Tag wart
Leu nur noch mit
Stock gesehen!
Also wir haben echt alles versucht, sämtliche Insektensprays, die Frauen haben
sich nachher Fliegennetze zugelegt, aber wenn da erst mal ne Fliege drunter war,
na dann herzlichen Glückwunsch. Ehrlich Leute, es gab nichts effektiveres als
meinen Hut. Im Laufe der Tour sollte ich fast täglich auf meinen Hut
angesprochen werden. Für einige musste ich sogar stehen bleiben, damit sie ein
Foto machen konnten.
Also Leu hat dann
selbst Abends am
Lagerfeuer noch seinen
Stock geschwungen,
obwohl die Fliegen
eigentlich
verschwunden waren
sobald es dunkel wurde
und wir unser Feuer
angesteckt hatten.
Unser erster
„Campingplatz“
16. April
Bin um 6 aufgestanden und hab schön erst mal mit den Motten geduscht. Es
war halt noch dunkel und nur in den Duschen Licht und ihr wisst ja wie datt
mit den Motten und dem Licht ist. Tja, kann somit nichts dafür, dass sich ein
paar von denen nasse Flügel geholt haben. Hab dann, während die anderen
noch schön am pennen waren, meine Sachen zusammen gepackt und wollte
nen Hügel erklimmen um mir von da aus den Sonnenaufgang anzusehen.Auf
dem Weg dorthin, hätte mich doch dann fast dieses Känguruh über den
Haufen gerannt. Also ich war noch nicht ganz wach und plötzlich donnert das
Ding keinen Meter vor mir her, bis ich dann endlich meine Kamera soweit
hatte, war es natürlich schon ne Ecke weiter! Tja, aber danach war ich wach
und konnte den Sonnenaufgang in vollen Zügen genießen
Das Heitzer Känguruh
So, nach dem Frühstück ging dann unser Abenteuer weiter. Es ging direkt in
den Busch oder die Wüste oder was auch immer, auf alle Fälle immer nur
Gravel Road und die auch nicht vom Feinsten, an manchen Stellen mussten
wir dann auch umkehren, weil es selbst mit unserem Truck nicht weiter ging!
Links und rechts der Strecke tausende von den großen Big Red Kangaroos.
Kurz nachdem man die Stelle passiert hat, von der das Photo unten links
geschossen wurde, kommt ein Abzweig nach rechts, an diesem kleinen
Abzweig liegt ein kleiner Steinhaufen, auf dem jetzt ganz oben ein roter
Quarz seinen Platz hat. Ein Zeichen, ein Zeichen
Unser Truck
Am Mt. Champers gab es dann mal wieder Aborigional Kunst zu bewundern, diesmal sogar mit Erklärungstafel und diesmal
keine Männchen, sondern nur lauter komische Zeichen, die alle bestimmte Bedeutungen haben, wie Wasserloch, oder
Emupfad usw. So konnten sich dann die nächsten anhand dieser Steinmalereien zurecht finden.
Gegen 11:30 haben wir dann erst mal irgendwo mitten in der Walachei angehalten und durften Feuerholz sammeln, natürlich
nur die dicken Dinger!! Man, man, watt ne Schlepperei. Es ging dann weiter nach Arkaroola, ein kleines Nest hier mitten im
Nirgendwo. Dort ne nette Erklärung von nem Geologen zur Entstehung der Gebirge hier bekommen. Außerdem steht dort ein
Seismograph, der uns dann auch noch näher gebracht wurde. Erst gestern gab es knapp 140 km von hier ein kleines Beben.
Man wir dachten erst alle WOW und dann meint der Typ, wäre hier nichts besonderes, käme hier in der Gegend so 50 mal im
Jahr vor. Na dann wollen wir mal hoffen, dass wir nicht des Nachts mal wach gerüttelt werden
Hier gab es dann schließlich auch Mittag und Leu und ich haben die letzte Chance für heute genutzt um uns mit Bier zu
versorgen. Schließlich sind wir dann 3 Stunden mit unserem Truck durch die Landschaft gegurkt. Also echt so was von miese
Straßen, nee, Straßen ist die falsche Bezeichnung wohl eher Trampelpfade oder was weiß ich, ging echt nicht. Sind praktisch
im Kreis gefahren, Leu und ich sind uns nicht sicher, ob das so geplant war. Tja, zum Schluss ging es dann nen Lookout mit
dem Wagen hoch. Also ich kam mir vor wie bei so einem Four-Wheel-Wettbewerb, wie man ihn ab und an auf Eurosport
bewundern kann. Also da wäre ich wohl kaum zu Fuß hoch gekommen. Oben mussten wir dann wenden und naja, was soll ich
sagen, eigentlich kein Platz zum wenden. Also schön immer bis direkt an den Abgrund und dann wieder zurück bis zum
anderen Abhang usw. Einmal täuschte Will an Bremse und Gas zu verwechseln, da wollte Jenni nur noch aussteigen, aber
letztendlich sind wir dann doch alle heile im Truck den Berg wieder runter
Gegen 4 uns dann in der Nähe von Arkaroola nen Platz zum
nächtigen gesucht. Ich sag nur FTF (Fuck the Flyes), mussten
mit dem kochen warten, bis es dunkel geworden war. Dann gab
es lecker Hähnchenschenkel mit Gemüse und ich konnte mich
als weltbesten Kartoffelzerstampfer beweisen Gekocht wird
dann schön alles in Gusseisentöpfen direkt auf dem Lagerfeuer.
Hey, wisst ihr was das Beste ist, wenn man da am Lagerfeuer
sitzt, so dem Feuer und den Töpfen zusieht und ein kaltes Bier
seine Kehle genussvoll runter laufen lässt Leu und ich fanden
das so klasse, das wir so lange gemacht haben, bis sämtliche
Biervorräte (auch die von den Mädels, die schon schliefen)
vernichtet waren. Und um den zu bewundernden SternenHimmel zu beschreiben, fehlen mir mal wieder die Worte. Wir
kamen sogar in den Genuss Satteliten zu verfolgen!
17. April
Duschmöglichkeiten gab es heute Morgen nicht, also auch erst um kurz
vor 7 aufgestanden, fix gefrühstückt und weiter Richtung Norden. Um
kurz vor 10 Toilettenstop in Copley, dort ne alte Mine besucht, hier
fuhren früher diese riesen Trucks rum, in deren Räder man es sich
gemütlich machen kann. Das Rad auf dem Bild hält übrigens den
Weltrekord, was gefahrene Kilometer bei dieser Größe Reifen angeht. Es
hatte über 289.000 km auf dem Buckel, bevor es ausgewechselt wurde.
So, nun endgültig Bye Bye Flinders Range, es geht auf nach Maree. Hier
war früher mal ein Handelslager für afghanische Kameltreiber, die einen
Großteil von Zentralaustralien erschlossen haben. Hier lebten mal ca.
3800 Einwohner mit ca. 5000 Kamelen.
Der alte Ghan
Zu Ehren der afghanischen Kameltreiber heißt der Zug, der ein mal quer
durch Australien von Adelaide nach Darwin führt der Ghan. Die erste
Bahnstrecke wurde häufig überflutet, so dass es heute eine neue
Bahnstrecke etwas weiter westlich gibt. Nachdem wir gegessen haben.
Fahren wir über den Oodnadatta Track an der alten Ghan Strecke entlang
weiter nach Norden. Für Leu gibt es an dieser Stelle extra Midnight Oil
zu hören Nach ca. 30 km halten wir an um uns eine alte Brücke genauer
anzusehen. Hier testen wir dann auch mal die örtliche Vegetation, es gibt
Salzbusch als Nachtisch. Doch was müssen wir feststellen, als wir zum
Truck zurück kehren?
Es hat uns erwicht,
vorne links voll der
Plattfuß. Tja nicht
umsonst wird einem
hier geraten
mindestens zwei
Ersatzreifen mit sich
zu führen!
Jetzt war Leu und meine große Zeit gekommen, während Will sich ans Werk machte um den Reifen zu wechseln, gingen Leu
und ich auf der alten Ghan-Strecke ein wenig zurück um ein Zeichen für die Nachwelt zu hinterlassen. Auf unserem Weg
mussten wir noch den Dingo-Fence überwinden. Das längste von Menschenhand errichtete Bauwerk, welches von Ost nach
West quer durch Australien führt und die Dingos von den Schafsherden fern halten soll.
Da Leu mal wieder nur in Badeschlappen unterwegs war erwies sich die Überwindung des Zauns als gar nicht so einfach.
Endlich erreichen wir unser Ziel an der alten Bahnstrecke, eine Stelle wo der Bahndamm von Track aus gut zu sehen ist und
genügend alte Bahnschwellen rumliegen. Fix bauen Leu und ich uns ein Denkmal aus Bahnschwellen. Zunächst gibt es Fotos
mit M + M, für Martin und Martin. Schließlich und mit letzter Kraft legen wir dann auch noch E + KH, für Erwin und KarlHeinze an den Damm, leider musste dies schon unter Zeitdruck passieren, da die anderen uns schon wieder einsammeln
wollten. So blieb nur noch die Zeit für ein schnelles Foto! Ich sag euch Leu und ich waren nass im Schweiß nach dieser
Aktion!
Auf dem letzten Foto wird es vielleicht nicht ganz so deutlich, aber
glaubt mir, jeder der den Oodnadatta Track entlang fährt wird
unweigerlich an uns erinnert werden, da er den Schriftzug im vorbei
fahren deutlich lesen können wird.
Also sollte einer von euch dort mal entlang kommen. Haltet doch
kurz an, macht ein Foto und schickt es uns dann!
E + KH und M + M
Tja, nachdem wir dann alle wieder im Truck saßen, blieb kaum Zeit sich zu erholen, denn nur ca. 5 km weiter mal wieder ein
Skulpturenpark mitten im nix, also ich hab ja keine Ahnung, wie die Australier immer auf die Idee kommen mitten im Nix
Kunst auszustellen, aber das findet man hier immer wieder.
Weiter geht die Reise, erreichen schließlich in der prallen Mittagssonne Lake Eyers. Leu blickt auf dem Bild zurück in die
Wüste, würde er in die andere Richtung gucken, so würde er nix als weiß sehen. Alles Salz, so weit man schauen kann. Lake
Eyers liegt 12 m unter dem Meeresspiegel und ist damit der zweit tiefste Punkt auf dem Festland weltweit.
Nee, nee, voll der ereignisreiche Tag und was macht Leu der Depp. Will seinen Film wechseln ohne drauf geachtet zu haben,
ob der denn auch schon zurück gespult ist. Tja, ich sag mal die Bilder sind hin; unsere Denkmal-Aktion die andere Hälfte,
alles weg! Wir sind dann noch weiter zum sogenannten Bubbler. Ein Wasserloch mitten in der Wüste, wo das Wasser aus der
Erde an die Oberfläche bubbelt. So, schnell noch 2 Bahnschwellen als Feuerholz eingeladen und weiter nach Williams
Creek. Dieser Ort hat ganze 6 Einwohner, 4 arbeiten im hiesigen Pub, einer ist Pilot und fliegt die Touristen über Lake Eyer
und einer ist der Campingplatzwärter Da noch viel zu viele Fliegen unterwegs sind, sind wir direkt in den Pub Also so
einen geilen Pub hat die Welt noch nicht gesehen! Hier scheint jeder ein Andenken zu hinterlassen, die meisten ihre
Visitenkarten, aber man findet auch Führerscheine, diverse Ausweise und die ganz harten lassen ihre Wäsche da!
Das sind
mörder
BH´s, also
da kann ich
locker
meinen
Kopp in
eine Hälfte
stecken!
Also leider ist das Bild mal wieder nicht so gut, aber die
BH´s die da an der Decke hängen, also nee, kann es
nicht beschreiben, also solche Mörderteile sind mir noch
nicht unter gekommen Da hingen auch Unterhosen in
Größen, wie sie eigentlich nur Elefanten tragen können.
Naja egal, ich hab auf alle Fälle meine Visitenkarte
direkt unter die Theke getackert, also wieder ein
Zeichen auf unserem Weg. Bloß ich glaube kaum, dass
bei diesen tausenden von Karten jemand meine Karte
wiederfinden wird. Das untere Bild soll einen Eindruck
davon vermitteln, wie die Wände dort aussehen. Also
viel Spaß beim suchen Man kann hier auch
Geldscheine an die Decke tackern und seinen Namen
drauf schreiben, wenn man dann mal zurück kommt und
kein Geld mehr hat, kann man seinen Schein wieder von
der Decke holen und fröhlich weiter saufen
Während Leu und ich schon schön Gas gegeben haben
und uns nebenbei mal wieder nen Wahnsinns
Sonnenuntergang vorm Pub angesehen haben, hat Will
Spaghetti gemacht. Nach dem Essen ging es dann direkt
wieder in den Pub. Man kommt gleich mit den Leuten
ins quatschen, sind einfach alle supernett hier.
So habe ich dann auch Malcolm Gordon kennen gelernt,
der hat den ersten Reiseführer über´s Northern Territory
geschrieben. Er schreibt noch immer und organisiert
hier Touren. Wenn einer Interesse dran hat, ich hab seine
Adresse, könnte euch dann direkt an ihn vermitteln,
dann kriegt ihr garantiert ne einmalige Tour geboten.
Oder ihr schreibt an [email protected]
Leu und ich haben mal wieder alles gegeben und sind als letzte aus diesem einfach nur noch genialen Pub raus. Ich kann nur
jedem raten auf dem Weg zum Rock, wo ja wohl jeder mal hin will, plant Williams Creek mit ein Tja, als wir dann im
Lager unsere Swags zurecht machen wollten, bin ich voll über Will gestolpert. Also der hat mich dann mit einem solchen
Reflex gepackt, da haben wir uns wohl beide ziemlich erschrocken!
18. April
Um 6:30 von den Krähen geweckt worden, man können die nen Krach machen, aber das Gute daran, ich hab voll den
Sonnenaufgang mitbekommen, also die Farben am Himmel, einfach mal wieder unbeschreiblich! Übrigens unten könnt ihr
euch mal ansehen, wie die Swags aussahen. Ich kann nur noch mals betonen, die Dinger sind einfach genial und es gibt nichts
schöneres als unter diesen sagenhaften Sternenhimmel ruhig einzuschlummern.
Jau, während Leu wie immer noch am ratzen war, also dem können die Krähen gar nichts, bin ich dann erst mal ausgiebig
duschen gegangen. Anschließend schnell gefrühstückt um den Fliegen noch zu entgehen und weiter geht die Reise Richtung
Cooper Pedy. Haben kurz noch mal am Dingo (bzw. Dog) Fence halt gemacht. Leu hatte ja gestern schon Fotos geschossen,
aber ihr erinnert euch vielleicht noch an sein Talent mit dem zurück spulen
Hier kurz ein paar Infos zu Cooper Pedy unserem nächsten Halt. In Cooper Pedy lagern die weltweit größten Vorkommen an
weißen Opalen. Der Name Cooper Pedy bedeutet bei den Aborigines „Loch der Weißen im Boden“. Die gnadenlose Hitze
(bis zu 50°C) zwang die Bewohner in den Untergrund. Auf den ersten Blick wirkt der Ort wie ein verwüstetes Schlachtfeld.
Das baumlose Terrain besteht aus Hunderten von aufgeworfenen Erdhügeln und verlassenen Minen.
In vielen Farben leuchtet der „Stein der tausend Lichter“ wie der Opal auch genannt wird. Winzige Silikatkörner zerlegen
das Licht in seine Spektralfarben und verhelfen jedem Opal zu seinem individuellen Farbenspiel. Über 90% aller Opale
werden in Australien gefunden.
Wie bereits erwähnt schlafen in Cooper Pedy aufgrund der Hitze alle unter der
Erde, die alten Opalminen sind zu Wohnungen ausgebaut worden. Das heißt,
nachdem man den Opal abgebaut hat, wurde der Stein so bearbeitet, dass er mit
einem speziellen Wachs bestrichen wurde und somit keinen Staub abgibt. Hier
unter der Erde herrschen immer angenehme Temperaturen. Manch ein Einwohner
von Cooper Pedy entdeckt aber auch immer wieder eine neue Opalader in seiner
Wohnung und so entstehen halt immer wieder neue Räume!
Nachdem wir erst durch eine Opal Mine geführt wurden, wurde uns ein Film
über die Geschichte der Opale und somit die Geschichte von Cooper Pedy
vorgeführt. Abschließend gab es noch eine kleine Schleifvorführung, bevor es
dann zur Stadtrundfahrt ging. Naja, bei geschätzten 4000 Einwohnern, war die
innerhalb von 30 Minuten geschafft, was bei der Hitze auch wohl gut war. Nach
dem Mittagessen sind Leu und ich dann zur Bücherei gelatscht, weil man da
angeblich umsonst ins Internet kann. Tja, nur leider ist heute Sonntag und die
Bücherei hat zu.
Einfach zu heiß um durch die Gegend zu wandern, also ab in die nächste
Untergrund Bar und schön Pool gespielt und langsam mit dem Bier trinken
angefangen Ab 3:30 haben wir es uns dann schon auf der Terrasse vor unserem
Hostel gemütlich gemacht und uns ganz gemütlich voll laufen lassen, nach und
nach kamen dann auch die anderen dazu!
Gegen Abend fing Will dann an sein Lasso aus dem Truck zu holen und dann
ging es ans Stühle fangen, also ich hab ja kläglich versagt, kann datt Ding nicht
mal richtig schwingen Leu musste dann noch rennendes Viehzeug spielen und
wurde prompt wieder eingefangen.
Nachdem wir am heutigen Tag schon unsere 2. Kiste Bier kaufen mussten, da die
erste schon gegen 6 entsetzlich leer war, ging es gegen 7 zum Pizza essen in ein
örtliches Lokal. Anschließend sind Leu und ich wieder in die Untergrund Bar und
haben noch schön bis eins weiter gemacht. Tja, diesmal mussten wir ja alle in
einem Raum pennen und so hat Leu dann dafür gesorgt, dass außer mir (ich hatte
genug intus) wohl keiner schlafen konnte. Also der muß gesägt haben wie ein
Weltmeister. Er soll dann sogar als man ihn geweckt hat mir versucht haben die
Schuld in die Schuhe zu schieben! Na was für ein Freund!!
Hostel unter der Erde

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