Tagebuch einer Hochzeit Standesamtliche Hochzeit von Sabine und Dieter am Freitag, den 20. August 2004 in München Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung nach München.

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Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


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Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


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Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 4

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 5

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 6

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 7

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 8

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 9

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 10

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 11

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 12

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 13

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 14

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 15

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 16

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 17

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 18

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 19

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


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Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


Slide 21

Tagebuch einer Hochzeit
Standesamtliche Hochzeit

von
Sabine und Dieter
am Freitag, den 20. August 2004 in München

Begonnen hat alles mit einer vielversprechenden Einladung
nach München zu einer „Hochzeit mit einem echt bayrischen
Wochenende“. Die Anreise war am Donnerstag den 19.
August 2004. Sabine und Dieter nahmen im „schnellen“
BMW ihre Trauzeugen Simone und Gerhard mit. Gerald,
Monika und Friedl fuhren gemeinsam. Inge, Herwig und Michi
folgten knapp hinter Gitti und Herbert. Die ganze
Hochzeitsgesellschaft checkte im hervorragenden Hotel
Renaissance in München Theodor-Dombart-Strasse 4 ein.
Und dann, das erste Malheur. Dieters Auto hat den Geist
aufgegeben. Gott sei Dank hilft das Mobilitätsservice und
eine BMW Werkstatt mit Herz, die das Auto bis Freitag
reparieren wird. (Einspritzpumpe, Kat und Auspuff haben
sich verabschiedet, wird aber weil die Garantie nur kurz vorher
abgelaufen ist in Kulanz repariert) Somit das erste
Hochzeitsgeschenk von BMW mit über 3000 Euro.

Herzlichen Dank an BMW und an die Werkstatt! Glücklich
vereint machen wir uns fertig für das gemütliche Beisammensein
und familiäre Kennenlernen im Biergarten Erdinger in
Großhadern. Am günstigsten zu erreichen mit der U6. Geführt
von Sabine (Wo ist da die nächste U-Bahnstation?) ging´s los.
Wetter war in Ordnung, Schirme bleiben im Auto. Ab vom
Nordfriedhof mit zwei Sammeltickets die erste wirklich schwere
Entscheidung nach 16 Stationen für Sabine: Steigen wir jetzt
in Großhadern aus, oder im Klinikum Großhadern (Kommentar
S.-die Stationen sind neu ich kenn mich da nicht aus). Herbert
beeinflusst mit „fahren wir ins Klinikum“. Und dann die nette
Überraschung - es regnet. (Kommentar S.- Es sind nur 3
Minuten zum Erdinger?). Los geht´s, jeder versucht so gut es
möglich war sich zu schützen. Dieter stellt sein Sakko zur
Verfügung. Die schlauen Krebsen haben sogar einen Schirm
mitgenommen. Ein bisschen nass erreichen wir den Biergarten.

Die Eltern von Sabine einfach Spitze- Sie haben über 2
Stunden warten müssen und den Tisch mit Einsatz ihres
Lebens verteidigt. Wir verstehen uns auf Anhieb. Hungrig aber
sichtlicht entspannt genießen wir Bier, Brez´n mit Butter und
das großartige Essen. Herbert und Gerald läuten jede Stunde
die Zeit bis zur Hochzeit ein. (Ding-Dong und alle Dreizehn
usw.) Ungefähr um Mitternacht verabschieden wir uns von Uli,
Resi und Sabine, die als Frau Helgert noch eine Nacht bei
Mama und Papa schläft. Die Rückreise ins Hotel wieder mit der
U-Bahn, diesmal auf kundigen Rat von Uli ab Station
Großhadern. ( liegt 200 m neben dem Erdinger und in einer
Minute erreicht!) Im Hotel angekommen wollen wir noch
unbedingt die Hochzeitssuite besichtigen (Auffällig eine
Magnumflasche Prosecco-wozu wird die wohl noch gebraucht?)
Die Älteren gehen gleich in ihre Zimmer, die Jugend noch kurz
an die Bar. Im Einschlafen die Gedanken schon auf die
Hochzeit fixiert.

Der große Tag: In der Früh ein Blick zum Himmel-leider deutet
einiges auf Regen-macht nicht´s, auch der Himmel weint vor
Freude. Dieter erscheint uns schon etwas angespannt, er
braucht nur einen Kaffee zum Frühstück und Gerald steht
seinem Bruder hilfreich bei. Inge hilft ihrer Schwester bei der
Auswahl des Schmuckes - Gold- oder Perlenkette? (Und
schon passiert das nächste Hoppala, die Perlenkette reißt,
Entscheidung durch höheres Geschick) Direkt vor dem Hotel
warten Taxis mit einer echten Münchner Taxilenkerin, die wir
bitten noch ein Gemeinschaftsfoto zu machen. Wird von ihr glatt
verweigert. Dafür beschwert sie sich bei Dieter: Dös hab i
braucht 3 Stund worten und dann a Fahrt in die Mandlstraßn.
Der Rest fährt gemeinsam mit einem Taxibus zum Standesamt.
Auf die Magnumflasche wird nicht vergessen. Die
Mandlstrasse haben wir in einigen Minuten erreicht.

Dann ist es soweit, Sabine kommt mit ihren Eltern und der
Oma Helgert im schön geschmückten Hochzeitsauto. Frau Dr.
Helgert wunderschön im olivgrünen Salondirndl wird von Dieter
mit einem zärtlichen Kuss begrüßt. Beim Check ob alles
mitgenommen wurde, die nächste Überraschung: Die CD mit
der Wunschmusik ist nicht zu finden. (Im Auto oder zu Hause
vergessen?) Das ist für uns kein Problem mehr. Ein uriger
Amtsdiener fordert das Brautpaar auf in den Warteraum zu
kommen. (Geheiratet wird herin net auf da Stroßn) So sie
heißen Gschwendtner und wo sind die Unterlagen? Leicht
verunsichert gestehen Sabine und Dieter, wir heißen nicht
Gschwendtner aber die Mappe haben wir mit, aber keine Musik.
Da wird der Zerberus gleich freundlicher, er wittert Kohle für
die Kommune. Ein Musikvertrag wird ausgefüllt und alles ist
gelöst-oder doch nicht, denn es fehlt ein grünes Formular, ohne
dem gibt´s keine Hochzeit. (Papa wo ist der Zettel?) Wird halt
ein neuer ausgefüllt.

Ganz unauffällig sind die echten Gschwendtner´s eingetroffen
und vor uns zum Standesbeamten geladen. Jetzt erreicht die
Spannung schon ihren ersten Höhepunkt, gleich ist´s soweit.
Wo sind die Trauzeugen und schon öffnen sich die Türen. Der
Standesbeamter ein routinierter überaus freundlicher Beamter
bittet alle Platz zu nehmen. Die Fotographen dürfen sich sogar
hinter ihm stellen. Jetzt knistert´s schon gewaltig. Ich frage sie
Frau Dr. Sabine Helgert wollen sie Herrn Dieter
Ottenschläger zum Mann nehmen so sprechen sie ja: „Ja“. Jetzt
muss Dieter sein Eheversprechen bejahen. Und innerhalb von
wenigen Sekunden wird aus dem Brautpaar ein strahlendes
glückliches Ehepaar. In Gedanken gratulieren wir alle schon,
doch wir müssen uns noch ein bisschen gedulden. Mit dem
gegenseitigen Anstecken der Ringe wird noch das
Treueversprechen vom Beamten verlangt. Jetzt dürfen wir die
Emotionen zeigen.

Doch noch ist zu unterschreiben-für Sabine, das erste mal Dr.
Sabine Ottenschläger. Anschließend Dieter und die beiden
Trauzeugen. Für die Stadt München ist die Heirat damit
erledigt. Aber nicht für uns. Endlich können die Gefühle ihren
freien Lauf nehmen. Da es leider noch immer regnet wird
beschlossen im Inneren des Standesamt zu feiern. Die von
Resi besorgten Blumensträuße werden überreicht und bei
einigen Gläschen Prosecco feiern wir das Paar. Eine vor dem
Standesamt auf Neuigkeiten lauernde Reporterin von BR 2
interviewt Sabine und Dieter. (Es wird am nächsten Tag
tatsächlich um 10.46 Uhr auf BR2 gesendet) Die
Magnumflasche hätte jetzt ihren großen Auftritt, denn sie war
für den Umtrunk und Fotoshooting im Englischen Garten
vorgesehen. Auf Grund des Regens bleibt ihr dieses
Schicksal erspart, denn wir gehen gleich direkt zum
Mittagessen ins Seehaus, ein Nobelrestaurant direkt am
Kleinhessenlohe See.

Dieter bekräftigt in einer kleinen Ansprache nochmals, dass er
für die Familie Helgert ein neues Familienmitglied sein will und
Sabine immer zu lieben. Das bestätigt nur Sabines
Schlusssatz beim Interview von BR 2 auf die Frage: Was ist
für sie das wichtigste? Treue, denn sollte er die brechen, so ist
er mich los, aber das weiß er . Nach dem hervorragendem
Essen wird die von Resi bestellte Hochzeitstorte
hereingebracht. Eine Fruchttorte in Herzform auf der das
nächste glückbringende Hoppala stand. (Sabine und PeterDieter fragt Sabine ganz schüchtern: Wer ist der Peter?) So
schnell ist aus einem Peter noch nie ein Dieter geworden. Der
Kellner mit der Spritztüte kam schon zu spät, denn Sabine und
Dieter haben mit einem gemeinsamen Schnitt den Peter
ausradiert. Die Stimmung der Hochzeitgesellschaft ist
traumhaft, wir lassen uns durch nichts mehr die Freude nehmen.
Auch nicht mehr als Resi meldet Ihre Perlkette ist gerade auch
gerissen.

(Wenn das nicht das schönste Omen ist: Beide Mütter opfern
ihre angeblich tränenbringenden Perlenketten den Göttern)
Nach der Feier bestellt Dieter drei Taxis für fünf Personen
nicht wissend dass die Jugend zu Fuß ins Hotel zurückgehen
will. Den Taxifahrern wird erklärt, dass sie sich sicher verhört
haben, wir haben „zwei“ bestellt, doch eigentlich logisch bei fünf
Personen. Das Ehepaar mit Eltern und Oma fährt im festlich
geschmückten Auto ins Hotel. Sabine und Dieter zeigt uns
allen die Hochzeitssuite. Auffällig: Die Magnumflasche ist
auch dabei. Die Entscheidung zu Fuß ins Hotel zu gehen
sollte sich für Monika fast zur Katastrophe entwickeln. Wir
sitzen im Hotel schon an der Bar und schlürfen Caparinhas
und Calvados als wir die Nachricht vom Unfall erfahren. Gott
sei Dank ist Monika nicht viel passiert. (Sie ist mit einer
Radfahrerin zusammengestoßen-ein Fall für die Polizei)

Monika ist eine tapfere Frau und zieht sich einfach eine lange
Hose an und ist wieder bei uns. Nachmittags war auch
Gelegenheit sich im Zimmer ein bisschen zu relaxen. Um 18.45
geht´s ab ins Zentrum von München, den Marienplatz. Uli und
Resi warten beim Hofer zu einer Bierverkostung mit
bayrischen Schmankerln. Es helfen nur mehr Underbergs und
Fernets um noch etwas essen zu können. Gerald verweigert
überhaupt. Nachzutragen ist noch Hoppala Nummer 9.
(Herwig ist in der Nacht aus dem Bett gefallen-selber schuld
oder von Michi rausgestoßen lässt sich nicht mehr
nachvollziehen) Nach dem Hofer folgt der nächste
Höhepunkt. Uli führt uns in einer kleinen Runde durchs
Zentrum und besucht mit uns Beisln, die fast nur von
Münchnern besucht werden. Das bedeutet Biergenuss vom
feinsten. Wir lernen richtig zu bestellen: Einen Schnitt bitte!
Dieses Wissen geben wir nicht weiter, denn im Herzen sind wir
kleine Münchner geworden.

Wir hätten Uli und Resi gerne ins Hotel mitgenommen, doch es
war schon zu spät . Wir wollten das Ehepaar auch nicht mehr
länger stören. Jetzt hat die Magnumflasche sicher ihren großen
Einsatz.
Was in der Nacht passierte wissen wir nicht, geht uns aber auch
wirklich nicht´s an.
Samstag morgens trifft sich die Hochzeitsgesellschaft in der
Bar und verzichtet auf das Frühstücksbuffet, trinkt Kaffee und
verspeist den Rest der Hochzeitstorte. Ein großes Stück der
Hochzeitstorte wurde Oma mitgegeben, damit sie auch mit
ihren Nachbarinnen feiern kann.
Wer jetzt glaubt das war es jetzt und alle fahren wieder nach
Hause, der irrt gewaltig. Einen Höhepunkt hatten wir noch vor
uns: Das Weißwurstessen in Aying im Lokal in dem Sabine
während ihres Studiums gejobbt hat. Herbert zeigte gleich wie
man eine Weißwurst nicht essen sollte. (Die erste hüpfte
geschält, die zweite mit Haut auf den Boden)

Unter der fachkundigen Anweisung Uli´s gelang es dann die
Dinger doch zu bändigen. Wie viel Brez´n mit Butter
gegessen wurde lässt sich nicht nachvollziehen und auch die
Menge des ausgezeichneten Bieres liegt über der
Schallmauer. Wir lernten Kurt kennen, der auch zur Tafel in
Wien geladen ist. Dann endlich glaubten wir den ominösen
Peter kennen zu lernen, doch es war nur der Josef, der
Besitzer des Lokales (Anm.: ein Steirer) Josef schmiss noch
eine Runde Schnapserl. Als besondere Ehre und damit
verbundenen Verpflichtung der Nächste zu sein der heiratet,
übergab Sabine ihren Brautstrauß Michi. Auf Fotos ist
eindeutig verewigt, dass er sich anfänglich weigerte. Nach
einem großen Fernet wurde geistig schon die Heimfahrt
geplant. (Stau, etwas zuviel getrunken...) Die Autoschlüssel
wurden den Frauen übergeben. Beim Ausgang gab es einen
Alkomat, den Dieter und Herbert gleich testeten.

0,57 für Dieter und 0,15 Promille bedeuteten dass Herbert
den Schlüssel zurückbekam und selber fahren musste. Gerald,
Monika und Friedl waren schon etwas früher gefahren, denn sie
mussten um 18 Uhr Ines von den Machanec abholen. Der
Abschied von Uli und Resi war nur kurz, denn wir sehen uns ja
sowieso nächsten Freitag in Wien. Über Schleichwegen
überlistete Sabine den Stau auf der Autobahn. Eine kurze
Kaffeepause in Lindach und dann nach Hause.
Dieses Tagebuch habe ich deshalb verfasst, weil einfach das
Herz voll Freude mit euch beiden ist. Die Vorstellung von der
Wirklichkeit übertroffen wurde und zur Ergänzung der Bilder
das Erlebte nicht vergessen werden soll.
PS: Die Magnumflasche war auch noch dabei und war von den
wunderschönen Tagen in München genauso begeistert wie wir.

Unterrohrbach, den 22. August 2004

Herbert und Margit

EIN GROSSES DANKESCHÖN


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