Die Entdeckung Der Physikalischen Welt

Report
DIE ENTDECKUNG
DER PHYSIKALISCHEN WELT
25.07.2011 – Entwicklungspsychologie Seminar: Frühe Kindheit
Gliederung

Perceptual structure
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Reasoning and problem solving
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Learning
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What babys can‘t do
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Summary
Perceptual structure
Wahrnehmungsstruktur und Begriffsanalysen
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
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Imitation
Wahrnehmung der Kausalität
Wahrnehmung lebendiger Beziehungen
Intermodale Signale der Wahrnehmungsstrukturen
Trennbare kausale Rahmenbedingungen für mechanische und
menschliche Angelegenheiten?
Wahrgenommene Repräsentationen der Kausalität oder
kognitive Repräsentationen?
Spezialisierte Module für bestimmte Informationen?
Imitation
•
•
•
Meltzoff und Moore (1983):
Babys im Alter zwischen 1 Stunde und 3 Tagen konnten
bereits Gesten wie Mund öffnen oder Bewegungen mit
der Zunge nachahmen.
Wichtig: aktive Darstellung der nachzuahmenden
Geste!  Bewegung als entscheidender Auslöser
„Mirror neurons“ werden zur Imitation und
Nachahmung der Bewegungen Anderer benötigt
Wahrnehmung der Kausalität
Direkte Beweise durch Experimente, die gänzlich
vor den Augen der Babys ablaufen
 Kollisionsexperimente (Ursache-Wirkung-Effekte)
• Illusion von Kausalität bei Erwachsenen
• Leslie und Keeble (1987): 6 Monate alte Babys
erkannten Kausalität des mechanischen Vorgangs
des Anstoßens
 Vorstellung von Kräften und deren Wirkung
•
Wahrnehmung lebendiger Beziehungen



Wahrnehmung tendiert zur Annahme von Lebendigkeit
(sich bewegende Punkte werden als Gestalt
wahrgenommen)
Merkmale wie Geschwindigkeitsänderung,
Richtungsänderung oder Orientierungsänderung lassen
auf Lebendigkeit schließen
Gergely, Nadasdy und Biro (1995): 12 Monate alte
Babys konnten bewusste Einstellung des Handelnden
erkennenund als Erklärung für dessen Handlung nutzen
Wahrnehmung lebendiger Beziehungen
Begründung von Physikalischem und Psychologischem
Geschehen möglich
 Entstehung aus der gedanklichen Repräsentation
des räumlichen und zeitlichen Verhaltens von
Objekten und Handelnden
• Rochat, Morgan & Carpenter (1997):
bereits 3-6 Monate alte Babys bevorzugten Punkte,
die scheinbar sozial interagierten
 Merkmale für soziale Kausalität werden schon
erkannt

Intermodale Signale der
Wahrnehmungsstrukturen


Kombination aus Wahrnehmungsmodalitäten
beeinflusst Wahrnehmung (sehen und hören lässt
andere Rückschlüsse ziehen als nur sehen)
Scheier (2003): bei 6-8 Monate alten Babys kann
ein akustischer Reiz visuelle, zweideutige Szenen
eindeutiger erscheinen lassen
Trennbare kausale Rahmenbedingungen für mechanische und
menschliche Angelegenheiten?

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

Nach Leslie (1994) dient die kausale Analyse von Bewegung dem Zweck,
mechanische Beschreibungen der Geschehnisse zu entwickeln
Interesse der Babys an Bewegung hilft ihnen, die Quelle von UrsacheWirkung-Beziehungen zu identifizieren
Spelke, Phillips and Woodward (1995): Babys im Alter von 7 Monaten
können zwischen Verhaltensweisen von belebten und unbelebten Körpern
unterscheiden
Meltzoff (1995): 18 Monate alte Babys können Intentionen ausmachen und
die dahinterstehende Handlung erkennen und fortsetzen
 verschiedene Rahmenbedingungen für Physikalisches und Psychologisches
Wahrgenommene Repräsentationen der
Kausalität oder kognitive Repräsentationen?
Kognitive Konzepte und Schemata zur Erfassung und
dem Verständnis der Welt
 Skripte (Schemata für Ereignisse)
 Entwicklung von kognitiven Repräsentationen
mithilfe von wahrgenommenen Repräsentationen

Spezialisierte Module für bestimmte
Informationen?
Bereich-übergreifender Ansatz
 Bereich-spezifischer Ansatz (Sprache, (Zahlen),
Musik)
 Nach Leslie (1994): wichtigsten kognitiven Bereiche
von Babys: Objektmechanismen und Theory of Mind

Reasoning and
problem solving
reasoning & problem solving
about the physical world

2 Kennzeichen des geistigen Denkens:
„reasoning“ → logisches Denken,
Schlussfolgerungen
 „problem solving“ →
Problembewältigung/Problemlösung

Logisches Denken
Struktur (nicht Inhalt) betreffend
 Strukturierte Teile des Gedächtnisses? →
Reasoning nach Anderson
 1. Gewünschtes Erreichen eines Endstadiums,
beinhaltetes Ziel
 2.geistige Prozesse statt zielgerichtetes
Verhalten
 3.kognitive statt automatisierte/routinierte
Prozesse

Schlussfolgerungen über Objekte und
Ereignisse

Experimente zur Problembewältigung der
physischen Welt von Kleinkindern
→ Baillargeon, Graber, DeVos, Black,
1990
„Bear in the cup“
Bei diesem unmöglichen
Ereignis
schauen die Kinder deutlich
länger!



Bewusstsein der weiteren Existenz von Bär, Becher und
Käfig hinter der Abdeckung
Beibehalten einer Repräsentation der Örtlichkeiten
Schlussfolgern (reason), dass es unmöglich war, den
Bären aus dem leeren Käfig zu hole
Weiteres Experiment..

Größe eines verdeckten Objekts
→ Baillargeon & de Vos 1994:
„Dog beneath the cloth“
Schwierigkeit hierbei..
Erinnerung der absoluten Größe des
„Klumpens“
 Also:
zweite, identische Ausstülpung als
Erinnerungs-Cue sichtbar lassen.
→ direkter Vergleich möglich → signifikant
längeres Beobachten beim unmöglichen
Ereignis. (Durch schlussfolgern!)

Wirklich eine Schlussfolgerung?
Test: Überraschung trotz Aufklärung des
„Tricks“?
 Um zu beweisen, dass es geistige, NICHT
automatisierte Prozesse waren, sondern
logisches Denken

Weitere Studie dazu..
-neue Gruppe von Kindern
-Offenbarung des Tricks durch Probeläufe
-zeigten erst 2 große, dann 2 kleine Hasen
-Weiter wie Experiment 1
→ Diesmal keine Überraschung mehr!
Schlussfolgerung..
Nutzen der Information über 2 verschieden
große Hasen (aus Vortests)
→ Sinn aus dem überraschenden Phänomen
geschlossen, Problemlösung durch logisches
Denken!
Beweis für
'reasoning' & 'problem solving'?
Kriterien von Anderson (1990) scheinbar
erfüllt:
 1.) gewünschtes Endstadium=Erklärung für ein
unmögliches Ereignis
 2.) erreicht durch eine Reihe geistiger Prozesse
 3.)eher kognitiv als automatisch, Informationen
nicht direkt beobachtbar

Reaktion auf zahlenmäßige
Beziehungen
Grundlegend: Verständnis von Beziehungen wie
„größer als“ oder „kleiner als“
 Verständnis, dass eine Menge gleich bleibt,
wenn ihr nichts hinzugefügt/weggenommen
wird
 → Können Babys schon früh Mengen-und
Zahlenverhältnisse verstehen?

Cooper 1984





Karos, die die Beziehung „größer als“, „kleiner
als“ oder „gleich“ darstellten
Gewöhnung an die „größer als“-Beziehung
Im Test entweder umgekehrte, gleiche oder neue
Beziehung derselben Relation
10 Monate: Gleichheit von Ungleichheit
unterscheiden
14 Monate: Ebenso Verständnis für umgekehrte
Relation
Starkey Spelke und Gelman
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




Können Kinder 3(2) Töne mit 3(2) Objekten
gleichsetzen?
Auswahl zweier Anordnungen, eine mit 2 und eine
mit 3 Objekten
Hören einer Melodie aus Lautsprechern
→ 2 oder 3 Trommelschläge
→ Kinder schauten bevorzugt auf Anordnung mit
3(2) Objekten bei 3(2) Trommelschlägen
=cross-modal congruence
Jordan und Brannon





7 Monate alte Babys
Nummer gehörter Stimmen kongruent oder
inkongruent mit Nummer „sprechender“ Köpfe in
einem Video
2 Videos: 1 / 3 Frauen sagt „look“ oder
1 / 2 Frauen sagt „look“
→ bevorzugtes Schauen bei Video in dem die
Anzahl der Stimmen die gleichzeitig „look“ sagten
zum Gesehenen passte
Beweis für die multisensorische
Repräsentation von Anzahlen in der
Kindheit?
→ Generalisierbarkeit?
Wynn 1992
-ebenfalls zum
Verständnis von
Anzahlen
-5 Monate alt
-einfache
mathematische
Aufgaben zu
Addition/Subtraktion
Mögliches Ereignis
Unmögliches Ereignis
Ebenfalls verlängertes Betrachten. Wynn
meinte, das sei der Beweis,, dass Kinder
einfache mathematische Aufgaben lösen
könnten.
Simon, Hespos und Rochat 1995

Argumentation: Wynns Ergebnis aufgrund
physikalischen Wissens von Kindern, nicht
mathematisch, da Objekte aufhören zu
existieren oder aus dem Nichts erscheinen
Wenn tatsächlich auf physikalische, nicht
mathematische Gründe zurückzuführen:
 Verstärktes Schauen bei mathematisch
möglichem, aber physikalisch unmöglichen
Ereignis?


→ Hinzufügen einer „impossible identity“ und
„impossible identity and arithmetic“ Bedingung.
Identity Impossible, z.B.:
-Elmo + Elmo- = Ernie und Elmo
-Elmo und Elmo -Elmo = Ernie
→ arithmetisch korrekt aber
physisch unmöglich.

Verhalten wie beim mathematisch
möglichen Event bei Wynn, also nicht
verwirrt, also haben sie die andere
Identität nicht bemerkt und es war
mathematisch möglich.
Identity & Arithmetically Impossible
- Elmo + Elmo
= Ernie
- 2 Elmos – Elmo = Elmo und Ernie
Ergebnis

Verhalten wie beim mathematisch unmöglichen
Experiment von Wynn. Erkannten den
mathematischen Fehler
→ Also schauten sie länger auf mathematisch
inkorrekte Ergebnisse, nicht aber physikalisch
falsche.
In einer Kontrollbedingung wurde gezeigt dass sie
Ernie und Elmo unterscheiden konnten.

Neurowissenschaftlich..
→ dorsal: wo, spacial locations (Wäre bei Interesse
an Anzahl der Objekte dominant, leitet
Handlungen → es wurden kleine greifbare
Spielzeuge benutzt!)
→ ventral: was, object identification (zB Tausch von
Ernie zu Elmo, ventral processing wäre dazu nötig
Also: dorsale Route aktiv, sodass Informationen über
Identität verlorengehen.
Learning
Allgemeines und Definition
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Definition Lernen: Aufnahme und Abspeicherung von Informationen über
das neuronale System
Definition bei Babys: Entwicklung der Art eines Verhaltens durch
Erfahrungssammlung
---> Lernen fordert Aufmerksamkeit auf die einzelnen Objekte in der Natur,
die durch das Sichtfeld eingeschränkt sind
---> Entwickelt sich im Laufe der Kindheit
Erste Versuche zum Thema Lernen mit Tieren: zweite Definition trifft auch
bei einfachen Organismen zu vor allem im Bezug auf Gewohnheiten,
Assoziationen, soziales Verhalten, problemlösendes Verhalten
„Gemessen“ wird der Grad des Lernens an Wiedererkennung und Abruf
aus dem Gedächtnis („recognition“ und „recall“)
3 Arten des Lernens
bei Babys bzw. Kleinkindern
●
Lernen durch Nachahmung („Learning by imitation“)
●
Lernen durch Vergleichen („Learning by analogy“)
●
●
Lernen durch Erklärungen („Explanationbasedlearning“)
(Lernen von Ursachen „Causal learning“)
Learning by imitation
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●
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Definition: „B lernt von A die Art eines
(neuen) Verhaltens“
Vergleich mit Tieren: geht über die
kognitive Entwicklung von Tieren
hinaus, da man die Fähigkeit braucht
die Intentionen eines gewissen
Verhaltens zu verstehen
Ab ca. 9 Monaten möglich
Ab 18 Monaten Verständnis für
Intention
Wichtigster Forscher: Andrew N.
Meltzoff, amerikanischer Psychologe
---> Testete ob Kleinkinder eine neue
Handlung, die sie genau beobachtet
haben, auch ohne Verfügbarkeit der
Materialien, reproduzieren können
--->Prinzip
der „deferred
imitation“ = verzögerte
Nachahmung, d.h. Erst
Beobachtung, danach
eigener Versuch
●
●
Theorie: „active imitation“ ,
d.h. Fähigkeit Dinge
nachzuahmen , obwohl sie
nur von außen beobachtet
wurden
---> „recognition“, „recall“
Meltzoffs Versuche
Versuch 1: 14 Monate alte Babies
●
Manipulation eines Spielzeugs: auseinandernehmbare Holzhantel
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Versuchsaufbau: 3 Varianten
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→ Variante 1: „imitation condition“ = Nachahmungsgruppe
VL nimmt Spielzeug dreimal in Folge auseinander auf genau gleiche Art
→ Variante 2: „control condition“ = Kontrollgruppe
VL dreht das Spielzeug dreimal im Kreis jeweils mit kurzer Pause
→ Variante 3: „baseline group“ = Basisgruppe
VL gibt dem Kind das Spielzeug einfach nur in die Hand und lässt es
damit spielen
Ergebnis nach 24 Stunden:
45% der Gruppe 1 kann Spielzeug auseinander nehmen, aus Gruppe 2
und 3 nur wenige (7,5%), außerdem Babies aus Gruppe 1 viel schneller
als Babies aus Gruppen 2 oder 3
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Versuch 2: 14 Monate alte Babies
Erweiterung der Spielzeuge auf 6, Verlängerung des Zeitraums auf
1 Woche
Ergebnis:
→ Gruppe 1 schafft die meisten Targets und ist wiederum am
schnellsten
Weitere Versuchsänderungen:
- 9 Monate alte Babies 3 Spielzeuge, Zeitraum 24 Stunden
- 14 Monate alte Babies Zeitraum 2-4 Monate
→ wiederum selbes Ergebnis
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Versuch 3: 14 Monate alte Babies
Gleicher Versuchsaufbau wie bei Versuch 1,
Präsentation des Spielzeugs über Fernseher nicht live
VL kann Kinder sehen und warten bis diese aufpassen
bzw. durch Zurufe ihre Aufmerksamkeit erlangen
Ergebnis:
→ Gruppe 1 wiederum am besten (40%), Gruppe 2 und
3 jeweils 10%
Meltzoffs zwiespältige Meinung: Gefahr für Kinder
durch starke Beeinflussung durch den Fernseher, aber
auch Möglichkeit der gezielten Förderung des Lernens
Learning by analogy
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Lernen über Vergleiche
Vorraussetzung:
Übereinstimmung zwischen zwei
Ereignissen finden, dann Wissen
vergleichen und auf bestimmte
Situation übertragen
→ nur
bei wenigen Tieren möglich
(Ausnahme Bsp. Affe Sarah)
Meistens getestet bei Kindern
von 3 Jahren und älter, aber
auch bei Kleinkindern möglich
Versuch von Greco, Hayne
und Rovee-Collier
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Versuch 1: 3 Monate alte Babies
„Reaktivierungsmodell“ mit Mobilen am Kinderbett → Tritte des Babies gegen
Mobile um es zu bewegen
Versuchsaufbau: nach 24 Stunden Erinnerung an das sich bewegende Mobile, 3
Minuten lang Bewegung durch den VL, dann Kind
→ Messen der Trittrate
Versuch 2 Greco:
Versuchsaufbau: 2 verschiedene Mobile, eines für die Lernphase eines für die
Reproduktionsphase nach 24 Stunden
Ergebnis:
→ von Erwachsenen als großer Unterschied eingeschätzt
→ Kinder reagieren trotz Unterschied gleich
Theorie: Übertragung des Gelernten auf das andere Mobile
→ Vergleich: beide bewegen sich
→ gleiche Wahrnehmung → gleiches Verhalten
Versuch von Brown, Chen, Sanchez und
Campbell
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Teil 1 Brown: 17-36 Monate alte Babies
Test: Spielzeuge an sich bringen, die außerhalb der Reichweite
sind
Versuchsaufbau: verschiedene Objekte als Hilfsmittel angeboten,
manche sehr effektiv, manche weniger
→ „means-to-an-end-solution“ = Mittel zum Erreichen des Ziels
Ergebnis:
→ „means-to-an-end-solution“ funktioniert für alle Spielzeuge auch
wenn sie sich in
Form und Fläche unterscheiden
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Teil 2 Chen, Sanchez, Campbell: 10 Monate alte Babies
Versuchsaufbau:
- Baby in Labor, kriegt Puppe gezeigt, außerhalb der Reichweite
- Puppe hinter Barriere (Box), Faden an ihr befestigt, Faden auf Tuch,
wahlweise Erschwerung der Aufgabe durch 2 Tücher und 2 Fäden aber
nur ein
Teil befestigt an Puppe
- 3 Versuche mit 3 verschiedenen Puppen
Lösung: Handlungskette
1. Box wegräumen
2. Am Tuch ziehen
3. an Schnur ziehen
Ergebnis:
→ ältere Kinder haben es allein geschafft, jüngere brauchen Mutter die es
vormacht
→ 13 Monate: Übertragen des Vorgemachten auf Problem, schaffen es
→ 10 Monate: Hilfestellungen nötig: Vormachen, Vereinfachung des
Versuchs
z.B. immer gleiche Puppen
Fazit: Learning by analogy besonders wichtig, weil es Denken z.B. über
Beziehungen miteinbezieht
Explanation-based learning
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Grundmechanismus für Kinder um
Variablen zu identifizieren, während sie
ihre Umwelt aufnehmen
●
Grundwissen/Erfahrung sammeln
●
→ in Kategorien einteilen
●
●
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●
→ Grundgerüst für einfache
Wahrnehmungen
→ beruht auf verschiedenen Prinzipien
z.B. Langlebigkeit
Je mehr Ereignisse, desto mehr
Erfahrung
→ desto mehr Variablen in Kategorien
auf die man bei neuen Situationen
zurückgreifen kann
●
●
●
Vergleich mit Maschinen/Roboter:
De Jong 2006)
→ bilden von kausalen
Beziehungen für Ereignisse auf
der Basis von Training mit
gleichzeitigem Benutzen des
schon vorhandenen Wissens
aus den Wissenskategorien
- Ziel der Mathematiker:
→ Roboter, die verschiedene
Wissensbereiche gespeichert
haben aus denen sie Verallgemeinerungen ziehen können
um es auf andere Dinge zu
übertragen
Zugrundeliegende Idee:
→ Bezug herstellen zwischen gelerntem Bereich und neuem
→ „Bewertung mutmaßlicher
Erklärungen“
Ergebnisse von Baillargeon
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


Kinder haben ihr eigenes Trainingsset - Bsp:
Objekte fallen von Fläche oder
nicht
→ Verallgemeinerung: „Objekte fallen
wenn sie falsch gelagert sind“
3 Unterprozesse des Lernens:
Kinder bemerken die Folge eines
Phänomens (Fällt oder fällt nicht)
1.
2. Suchen nach der Ursache bzw.
Bedingung für diese unterschiedl.
Folgen
3. Benutzen des Grundwissens und
Erfahrungen um Ursache
herauszufinden
der
→ Beziehung zwischen Ursache und
Folge wird abgespeichert für diese
bestimmte Ereigniskategorie
Erfahrung ist altersabhängig, da oft noch das
Verständnis fehlt
Versuch von Baillargeon und Wang
●
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●
●
9 Monate alte Babies
Theorie: Babies beschäftigt mit Lernen durch Erklärungen
→ Manipulieren der Häufigkeiten der Schlüsselvariablen müsste sich auf
das Alter auswirken in welchen sie die Variablen den Situationen
zuordnen können
Test: Kindern beibringen auf die Rolle der Höhe bei Verdeckungsereignissen zu
achten durch intensives Üben
→ laut früherer Tests erst mit 12 Monaten möglich
Versuchsaufbau: 3 Versuchsdurchgänge, 2 verschiedene Objekte zum verdecken
(ein großes und ein kleines), ein großes Objekt, das verdeckt wird Durchführung:
1. VL wählt eines der beiden Deckobjekte aus und dreht es um 90
Grad, um zu zeigen, dass es hohl ist
2. Deckobjekt hochheben und auf anderes Objekt absenken
→ großes Deckobjekt verdeckt Zielobjekt vollkommen, kleines Deckobjekt nicht ( ein Teil schaut oben raus)
3. Den Kindern wird der frühere Originalversuch gezeigt (sowohl
kleines als auch großes Deckobjekt verdecken hier das Zielobjekt
komplett)
●
●
Ergebnis:
→ Babies erkennen den „Fehler“ (kleines Deckobjekt bedeckt Zielobjekt trotzdem komplett)
●
Versuch 2: gleicher Versuch, nur zwei Übungsdurchgänge
●
→ gleiches Ergebnis
●
Versuch 3: Test 24 Stunden nach Versuchsdurchführung
●
→ gVersuch 4: Bedecken eines kleinen Objekts von einem großen und einem kleinen
●
→ hier lernen die Kinder nichts, da die Rolle der Höhe nicht betont wird
●
●
●
Explanation-based learning sehr wichtig, da Kinder dadurch Vorhersagen über neue Ereignisse treffen
können durch Übertragung auf diese Ereignisse → „causal learning“ = Übertragung des Wissens auf
andere Ereignisse durch Verstehen der Ursachen
leiches Ergebnis
→ Erfahrungen unterschiedlicher Folgen von groß und klein haben auf Erfahrung basierendes Lernen
ausgelöst und die Rolle der Höhe wurde in eine Kategorie eingeteilt, welche Kinder später wieder
identifizieren konnten und so den Fehler erkennen konnten, welcher nicht mit ihrer Erfahrung
übereingestimmt hat
Causal Learning
●
●
●
●
Weiterer Versuch von Baillargeon und Wang
Idee: Situationsählicher Aufbau, wie zu den anderen Versuchen, aber ohne kausale
Erklärungsmöglichkeit
Versuchsaufbau: wie bei den vorherigen Versuchen, aber falsche Deckel in kurzem
und langem Deckobjekt, so dass beide nur 2,5 cm tief sind
bei Rotation um 90 Grad sehen Babies dass Objekte sehr flach
sind
→ macht keinen Sinn, dass kurzes Deckobjekt das Zielobjekt nur
halb bedeckt und langes trotzdem ganz
Ergebnis:
→ kein Lernvorgang
What babys can‘t do
‚What babys can‘t do‘
Präfrontaler Cortex:

Teil des Frontallappens der Großhirnrinde

Befindet sich etwa auf Stirnhöhe

Empfängt zu verarbeitende Signale

Kontrollzentrum zur Handlungssteuerung

Regulation emotionaler Prozesse

Läsion: Schädigung einer physiologischen
Struktur (z.B. im Präfrontalen Cortex)
‚Search errors in reaching‘
A – nicht – B – Fehler:
1.
2.
3.
4.
‚Perseverative Behavior‘

Nachwirkung psychischer Eindrücke

Beharrliches Wiederholen von Bewegungen

z.B.

- Sortierung von Spielkarten
- ‚delayed reaching task‘
zurückzuführen auf die Unfähigkeit, die bereits getane
Handlung/Vorstellung zu hemmen (Diamond, 1990)
‚Search errors in crawling‘
1. Experiment von Rieser, Doxey, McCarrell, Brooks (1982)
 unregelmäßige Variation der Barriere
2. Experiment von McKenzie, Bigelow (1986)
 konstant gehaltende Variation der Barriere
Babys können lernen
die perseverativen Fehler zu
korrigieren.
Logische Schlussfolgerungen ziehen
Summary
Summary





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Wahrnehmung durch Imitation ( mirror neurons)
Wahrnehmung der Kausalität
Wahrnehmung tendiert zur Annahme von Lebendigkeit?
 soziale Kausaliät
Rahmenbedingungen für Physik und Psychologie
Kognitive Repräsentation durch wahrgenommene
Repräsentation
Objektmechanismen und die Theory of Mind als die
wichtigsten kognitiven Bereiche
Summary






Geistiges Denken:
- Logisches Denken und Problembewältigung
Baillargeon „Bear in the cup“
Baillargeon „Dog beneath the cloth“
Rabbit-Experimente: Problemlösung durch Logisches
Denken
Grundlegendes Verständnis von zahlenmäßigen
Beziehungen
Physikalische oder Mathematische Fähigkeiten?!
Summary


•
•
•
•
Aufnahme/Speicherung im neuronalen System
Lernen durch:
Nachahmung = X lernt von Y das neue Verhalten
Vergleich = Voraussetzung: übereinstimmendes Ergebnis,
mit anschließendem Vergleich
Erklärung = Erfahrung wird in Kategorien eingeteilt
Ursache = aufgrund der Ergebnisse: Kein Lernvorgang
Summary


Der Frontale Cortex dient der situationsangemessenen
Handlungssteuerung
Perserveration ist das Nachwirken von bestimmten
Eindrücke:
 Search
Errors in Reaching
 Search Errors in Crawling
Quellen


Goswami, U.(2008). Cognitive Developement. The
learning brain. Hove: Psychology Press.
Kapitel 2: Infany: The physical world2

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