4. Die Zeit bis Zur Synode 2015

Report
Mit der ganzen katholischen Kirche auf dem Weg
SYNODEN ÜBER EHE UND FAMILIE 2014 - 2015
VIER ETAPPEN AUF DEM WEG
1. Die Idee zur Familiensynode
2. Die Vorbereitung der Synode
3. Die ausserordentliche Synode im Oktober 2014
4. Jetzt: Die Zeit bis zur ordentlichen Synode im
Oktober 2015
1. DIE IDEE ZUR FAMILIENSYNODE
Ein langer Weg…
Schon das Zweite Vatikanische
Konzil (1962 – 1965) hat sich im
Dokument « Gaudium et spes »
zur Familie geäussert.
Damals wie heute stellten sich
immer wieder Fragen z.B. zu den
Themen der Verhütungspraxis
oder des Umgangs der Kirche
mit wiederverheiratet
Geschiedenen.
1. DIE IDEE ZUR FAMILIENSYNODE
Ein langer Weg…
Alle Päpste haben nach dem
Konzil das Thema der Familie
stark betont.
Auch Papst Franziskus widmet
gleich zwei Bischofssynoden den
Fragen von Partnerschaft, Ehe
und Familie.
Erstmals kommen dazu auch die
Gläubigen selbst ins Gespräch.
Die Synode wird zu einer Sache
der ganzen Kirche.
2. DIE VORBEREITUNG DER SYNODE
Die Einladung (8.10.2013) zum
Synodenprozess sah vier Elemente
vor:
1. Eine ausserordentliche
Synode(Oktober 2014)
2. Ein Welttreffen der Familien in
Philadelphia (USA, Sept. 2015)
3. Eine ordentliche Synode (Ende
2015)
4. Ein apostolisches Schreiben als
Ergebnis (2016 ?)
2. DIE VORBEREITUNG DER SYNODE
Die Vorbereitung der ersten Synode sah eine weltweite
Befragung der Gläubigen vor. So etwas gab es zuvor noch nie.
In der Schweiz wurden die Seelsorgenden befragt und – mit
einer vereinfachten Umfrage – die betroffenen Menschen selbst.
Mehr als 25’000 Menschen haben in der Schweiz auf die
Umfrage geantwortet.
3. DIE AUSSERORDENTLICHE SYNODE
OKTOBER 2014
«Eine Grundbedingung … ist es, offen zu sprechen.
Keiner soll sagen: „Das kann man nicht sagen, sonst
könnte man ja schlecht über mich denken…“
Nach dem letzten Kardinalsversammlung hat mir ein
Kardinal geschrieben: „Schade, dass einige Kardinäle
aus Respekt vor dem Papst nicht den Mut gehabt
haben, gewisse Dinge zu sagen, weil sie meinten, dass
der Papst vielleicht anders denken könnte.“
Papst Franziskus,
Ansprache zur
Eröffnung der
Synode
Das ist nicht in Ordnung, das ist keine Synodalität, weil
man alles sagen soll, wozu man sich im Herrn zu
sprechen gedrängt fühlt: ohne menschliche
Rücksichten, ohne Furcht!
Und zugleich soll man in Demut zuhören und offenen
Herzens annehmen, was die Brüder sagen. Mit diesen
beiden Geisteshaltungen üben wir die Synodalität
aus.»
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
Der Abschluss der ersten Synode spielt den Ball des Nachdenkens
und Suchens wieder in die Weltkirche zurück.
Die ganze Kirche ist überall in den synodalen Prozess
hineingenommen.
Der Begriff Synode lässt sich mit « gemeinsam unterwegs »
übersetzen.
Einige Anregungen für dieses gemeinsame Unterwegs-Sein:
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
«Liebe Schwestern und Brüder, wir haben jetzt noch
ein Jahr um die hier vorgeschlagenen Ideen in einer
wirklichen geistlichen Unterscheidung reifen zu
lassen und konkrete Lösungen für alle
Schwierigkeiten und die unzähligen
Herausforderungen zu finden, welchen die Familien
begegnen müssen; Antworten zu geben auf die
vielen Entmutigungen, welche die Familien
umgeben und einschnüren.»
(Schlussansprache von Papst Franziskus am Ende der
ausserordentlichen Synode 2014)
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
1)
2)
3)
4)
5)
Das Ziel des Weges
Worauf es ankommt
Sich Zeit nehmen
Herausforderungen
Kommunikation
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
1) Das Ziel des Weges
Es geht darum, gemeinsam zu hören,
was Gott uns mitten in den heutigen
Lebenssituationen sagen möchte.
In diesen Lebenssituationen sind wir
gemeinsam mit allen Menschen
gefordert, das Risiko neuer Wege zu
wagen.
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
2) Worauf es ankommt
Papst Franziskus hat zu Beginn der
Synode gesagt, dass es darauf
ankommt, drei Gaben des Geistes
Raum zu geben:
• Bereitschaft zum Hören
• Offenheit für Begegnung
• Blick auf Christus
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
3. Sich Zeit nehmen
Die Zeit ist knapp. Bis Ende März 2015 können unsere
Anregungen und Fragen noch für den Vorbereitungsprozess
der Synode 2015 berücksichtigt werden.
Der Austausch, die Begegnung miteinander und der Blick
auf Christus brauchen einen angemessenen Zeitrahmen.
Es ist sinnvoll, sich auf ausgewählte Fragen zu
konzentrieren. Nicht alle müssen alle Fragen beantworten.
Eine Ergebniszusammenfassung kann bis zum 27. März
2015 an die Geschäftsstelle der Pastoralkommission der
Schweizer Bischofskonferenz geschickt werden:
Infos:
www.pastoralkommission.ch
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
4) Pastorale Herausforderungen
1. Das Verhältnis zwischen Kirchenrecht
und persönlicher Moral
2. Das Verhältnis zwischen dem
kirchlichen Ideal der Familie und den
tatsächlichen Schwierigkeiten
3. Die Problematik sehr unterschiedlicher
Situationen in unterschiedlichen
Kontinenten und Kulturen
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
4) Pastorale Herausforderungen
4. Die Herausforderungen der
Kirche in einer Gesellschaft,
der die Anliegen des
christlichen Glaubens oft
fremd sind.
5. Die Problematik der
Spannung zwischen
dogmatischer Lehre
einerseits und pastoraler
Perspektive andererseits.
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
5) Kommunikation
Immer, wenn wir unser Handeln als
Christinnen und Christen neu
ausrichten, müssen wir auch unsere
Gesellschaft und unsere Mitmenschen
berücksichtigen.
Die Kirche lebt nicht für sich allein,
sondern immer auch in der
Öffentlichkeit. Ihr Zeugnis soll ja auch
sichtbar sein.
Daher ist es wichtig, viele Menschen in
unsere Synodengespräche
einzubeziehen und gut darüber zu
informieren.
4. DIE ZEIT BIS ZUR SYNODE 2015
Informationen:
www.pastoralkommission.ch
[email protected]
Geschäftsstelle der Pastoralkommission der Schweizer Bischofskonferenz
(c/o Schweizerisches Pastoralsoziologisches Institut SPI)
Gallusstr. 24, CH 9000 St. Gallen
www.spi-stgallen.ch
Wir danken der Conférence des baptisé(e)s – Lyon
für die Bereitstellung der Grundmaterialien dieser
Präsentation!

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