- Adventjugend in Berlin

Report
Du und dein
Temperament
Ich und meine
Art zu glauben
Mythen und Missverständnisse
 Ich weiß nicht genug.
 Ich genüge den Ansprüchen nicht.
 Ich kann nicht früher aufstehen!
 Bei mir funktioniert das nicht!
 Ich mag nichts aufschreiben.
Mythen und Missverständnisse
 falsche Erwartungen
 Es ist nicht relevant für mein Leben.
 negative Erfahrungen
 Ich vergesse es immer.
 Es ändert sich nichts.
Du und dein
Temperament
So wie du bist,
bist du richtig
Du und dein
Temperament
Ein
Überblick
Der Sanguiniker
Sanguiniker: „ Was wir tun, muss Spaß machen“
Wunsch: Spaß haben
Emotionale Bedürfnisse: Aufmerksamkeit, Zuwendung,
Zustimmung, angenommen sein.
Stärken: Fähigkeit, jederzeit, an jedem Ort über jedes
Thema zu reden, überschäumende Persönlichkeit,
Optimismus, Humor, Fähigkeit, Geschichten zu erzählen,
Spaß an Menschen und Geselligkeit.
Schwächen: Unorganisiert, erinnert sich nicht an
Namen und Einzelheiten, übertreibt gern, nimmt nichts
richtig ernst, verlässt sich darauf, dass die anderen die
Arbeit machen, zu leichtgläubig und naiv.
Werden depressiv, wenn: das Leben keinen Spaß macht
und scheinbar keiner sie liebt.
Haben Angst davor: unbeliebt zu sein oder sich zu
langweilen, in einem festgesteckten Zeitrahmen leben
zu müssen, über ihre Ausgaben Buch führen zu
müssen.
Mögen Leute, die zuhören und lachen, loben und
zustimmen.
Mögen Leute nicht, die kritisieren, nicht auf ihren
Humor reagieren, sie nicht nett finden.
Zeichnen sich bei der Arbeit aus durch: Kreativität,
Optimismus, Lebensfreude, die Fähigkeit, andere
aufzuheitern, Unterhaltsamkeit.
Könnten noch besser werden, wenn sie organisierter
wären, nicht so viel reden würden, Zeiteinteilung
lernen würden.
Als Leiter sind sie: spannend, anregend, können
andere überzeugen und motivieren; charmant und
unterhaltsam; vergesslich und nicht besonders gut im
Durchziehen und Durchhalten von Dingen.
Heiraten am ehesten: Melancholiker, die sensibel und
ernst sind. Dabei sind Sanguiniker es aber auch schnell
leid, den Partner dauernd aufzumuntern, und es gefällt
ihnen ganz und gar nicht, wenn ihnen vom Partner
oder der Partnerin signalisiert wird, dass sie albern
oder dumm sind.
Reaktion auf Stress: Flucht von der Stressursache,
machen Einkaufsbummel, suchen sich Leute, mit
denen sie Spaß haben können, erfinden Ausreden,
schieben die Schuld auf andere.
Man erkennt sie daran, dass sie pausenlos reden, eine
laute Stimme haben und viel lachen.
Der Choleriker
Choleriker: „Es wird gemacht, wie ich es sage"
Wunsch: Die Kontrolle zu haben.
Emotionale Bedürfnisse: Gefühl, dass andere
gehorchen, sich unterordnen, Wertschätzung für
Leistungen, Anerkennung der Fähigkeiten.
Stärken: Fähigkeit, jede beliebige Angelegenheit von
jetzt auf gleich in die Hand zu nehmen und schnell
richtige Entscheidungen zu treffen.
Schwächen: rechthaberisch, beherrschend, autokratisch, unsensibel, ungeduldig, nicht bereit zu
delegieren und andere anzuerkennen.
Werden depressiv, wenn das Leben außer Kontrolle
gerät und die anderen Dinge nicht so tun, wie er/sie es
für richtig hält.
Haben Angst davor, die Kontrolle zu verlieren (z.B. die
Arbeit zu verlieren, nicht befördert zu werden,
ernsthaft krank zu werden, ein schwieriges Kind zu
haben oder eine(n) Ehepartner/in, der/die sie nicht
unterstützt).
Mögen Leute, die sich unterordnen, die die Dinge so
sehen wie sie, die kooperativ sind, die ihnen
Anerkennung geben.
Mögen Leute nicht, die faul sind und kein Interesse
daran haben, ausdauernd und stetig zu arbeiten,
Leute, die sich gegen ihre Autorität sträuben, die
unabhängig und nicht loyal sind.
Zeichnen sich bei der Arbeit dadurch aus, dass sie in
kurzer Zeit viel schaffen können; haben normalerweise
Recht.
Könnten noch besser darin werden, wenn sie auch
andere Entscheidungen treffen lassen würden, wenn
sie Vollmachten delegieren würden, geduldiger wären,
nicht erwarten würden, dass alle anderen genauso
arbeiten wie sie.
Als Leiter haben sie ein natürliches Gespür dafür, wer
das Sagen hat, ein sicheres Gefühl, was funktioniert,
viel Vertrauen in ihre Fähigkeit, etwas zu leisten, das
Potenzial,
weniger
offensive
Menschen
zu
überrumpeln.
Heiraten am ehesten: Phlegmatiker, die sich
stillschweigend unterordnen und sich nicht gegen ihre
Autorität sträuben, die aber auch in den Augen des
Cholerikers nie genug leisten und selten ihre eigenen
Projekte spannend und aufregend finden.
Reaktion auf Stress: verschärfte Kontrolle, noch härter
arbeiten, noch mehr Sport treiben, sich der
Stressquelle entledigen.
Man erkennt sie an ihrem Tempo, an der „Hand am
Steuer", an ihrem Selbstvertrauen, an rastloser und
überzeugender Grundhaltung.
Der Phlegmatiker
Phlegmatiker: „Lasst es uns so einfach wie möglich
machen“
Wunsch: Konfliktvermeidung, Frieden halten
Emotionale Bedürfnisse: Respekt, Wertschätzung,
Verständnis, emotionale Unterstützung.
Stärken:
Ausgeglichenheit,
trockener
Humor,
angenehmes Wesen.
Schwächen:
Unentschlossenheit,
Mangel
an
Begeisterung und Energie; verborgener eiserner Wille.
Werden depressiv, wenn das Leben konfliktreich wird,
wenn sie mit einer persönlichen Konfrontation zu tun
haben, wenn keiner ihnen helfen will.
Haben Angst davor, größere persönliche Probleme
angehen zu müssen, im Regen stehen gelassen zu
werden, vor größeren Veränderungen.
Mögen Leute, die für sie Entscheidungen treffen, die
ihre Stärken erkennen, die sie nicht übergehen, ihnen
Respekt erweisen.
Mögen Leute nicht, die zu sehr drängen, zu laut sind
und zu viel von ihnen erwarten.
Zeichnen sich bei der Arbeit aus, indem sie zwischen
zerstrittenen Leuten vermitteln und objektiv Probleme
lösen können.
Könnten noch besser werden, wenn sie Ziele setzen
und sich selbst motivieren würden, sie bereit wären,
mehr zu tun und schneller zu arbeiten, als von ihnen
erwartet wird, wenn sie sich genauso gut ihren
eigenen Problemen stellen würden, wie sie mit den
Problemen anderer umgehen können.
Als Leiter bleiben sie ruhig und gelassen; treffen keine
impulsiven Entscheidungen; sind beliebt und
friedfertig; machen keine Probleme, bringen aber nicht
oft brillante neue Ideen hervor.
Heiraten gern Choleriker, die stark und entschlossen
sind, aber oft sind sie es schon bald Leid, sich vom
Choleriker herumschubsen zu lassen und abschätzig
behandelt zu werden.
Reaktion auf Stress: Verstecken sich davor, sehen fern,
essen, blenden das Leben aus.
Man erkennt sie an ihrem ruhigen Auftreten, der
entspannten Haltung.
Der Melancholiker
Melancholiker: „Lasst es uns richtig machen“
Wunsch: Es muss richtig sein.
Emotionale Bedürfnisse: Gefühl der Stabilität, Raum,
Stille, Sensibilität, Unterstützung.
Stärken: Können gut organisieren und langfristige Ziele
setzen, hohe Maßstäbe und Ideale, gehen allem auf
den Grund.
Schwächen: Leicht niedergeschlagen, brauchen zu viel
Zeit zur Vorbereitung, konzentrieren sich zu sehr auf
Einzelheiten, erinnern sich in erster Linie an Negatives,
sind anderen gegenüber misstrauisch.
Werden depressiv, wenn das Leben in Unordnung
gerät, wenn Maßstäbe nicht erfüllt werden und das
scheinbar niemanden interessiert.
Haben Angst davor, dass niemand versteht, wie es
ihnen wirklich geht; Fehler zu machen; Kompromisse
in Bezug auf die selbst gesetzten Maßstäbe eingehen
zu müssen.
Mögen Leute, die ernsthaft sind, intellektuell,
tiefgründig, und die ein vernünftiges Gespräch führen
können.
Mögen Leute nicht, die oberflächlich sind, vergesslich,
unpünktlich, unorganisiert, zu Ausreden greifen und
unberechenbar sind.
Zeichnen sich bei der Arbeit aus durch Gespür fürs
Detail, Liebe zur Analyse, Durchhaltevermögen, hohen
Anspruch in der Leistung, Mitgefühl mit anderen
Menschen.
Könnten noch besser werden, wenn sie das Leben
nicht so schrecklich ernst nehmen würden und nicht
darauf bestehen würden, dass alle anderen ebenfalls
perfektionistisch sein müssen.
Als Leiter sind sie gut im Organisieren, sensibel in
Bezug auf die Gefühle anderer, ausgesprochen kreativ,
mögen qualitativ erstklassige Leistung.
Heiraten gern Sanguiniker wegen ihrer Offenheit und
Geselligkeit, versuchen aber in aller Regel recht bald,
sie herunterzuschrauben und dafür zu sorgen, dass sie
sich an die aufgestellten Pläne halten.
Reaktion auf Stress: Rückzug, verlieren sich in einem
Buch, werden depressiv, geben auf oder sprechen
eingehend über ihre Probleme.
Man erkennt sie an ihrem ernsthaften und sensiblen
Wesen, an ihrem höflichen Verhalten, an ihren
selbstkritischen Bemerkungen, an ihrem makellos
gepflegten Äußeren.
Du und dein
Temperament
Und wie bin ich?
Finde dein Temperament heraus!
Du und dein
Temperament
Ich und meine
Art zu glauben
Der Sanguiniker
Freut euch an ihm und jubelt laut, die ihr
zum Herrn gehört! Singt vor Freude, die ihr
Gott gehorcht.
Ps 32:11
empfinden ihr geistliches Leben oft als zweitklassig
 Trost beim Vergleich: Gott gebrauchte Petrus
trotz allem Auf und Ab … erneute Neubekehrung unnötig
Glaube mehr Beziehung als Leistung
 Gott als bester Freund
 er sucht die Beziehung
 es geht um sein Suchen nach uns
Gottesdienst – sehr emotional beteiligt, alle Sinne
einbezogen, möglichst kreativ
Musik, Natur




weniger Gebetstagebücher
keine starren Bibellesepläne
Bibelleseanleitungen ohne Datum
moderne Sprache
christliche Romane
Gebet … sehr wichtig
1 Thess 5:17 „Betet ohne Unterlass“
Stärken: Menschen begeistert von Jesus erzählen
 Hilfe in Begegnung mit anderen Christen, zum
Begeisterung tanken bzw. Neu-Bekehrten von Gott
erzählen
Herausforderung: Zuhören
 Gott ist nicht böse, wenn ich mal aus dem Plan falle
 Gott liebt mich, auch wenn ich nicht die totale
Begeisterung spüre
Der Choleriker
Ich habe mich mehr als alle anderen
eingesetzt, aber das war nicht meine
Leistung, sondern Gott selbst hat dieses in
seiner Gnade bewirkt.
1 Kor 15:10





Typ: „Martha“
geborene Leiter
dynamisch, aktiv
geistliche Seite sehr auf „Tun und Machen“ fixiert
Gefahr der Werkgerechtigkeit
alles unter Gottes Kontrolle  alles unter der eigenen
Kontrolle
 Problem: Loslassen
Herausforderung: aus Glauben zu leben (Hab 2:4), StilleWerden und Abwarten
Aufgabe: Sicherstellen, dass die eigenen Ziele auf Gottes
Ziele sind
Gefahr, geistlich zu verkümmern, weil zu wenig Tanken
Interesse fürs Beten (aktiv sein) … Suche nach einem
Gebetspartner
Gefahr: öffentliches Beten (Eindruck machen, „Wie
komme ich an?“)
Handlungsorientierter Ansatz beim Beten: „Gott kann
eher ein fahrendes Boot steuern als eines, das vertäut
am Ufer liegt.“
Stille Zeit abseits von Menschen  Stille-Übungen nötig
Zurücktreten vom Alltag : Tagebuchschreiben
 brauchen beim Bibelstudium messbare Ergebnisse
 Bibelleseplan
 Bibel ist ein Anleitungsbuch: Gott lenkt und leitet
seine Kinder
 Andachtsbücher: kurze Gedanken, klare Aussagen,
Aufgaben am Ende
Der Phlegmatiker
Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden
gebe ich euch.
Joh 14:27
 friedfertig
 scheuen die Auseinandersetzung
 fügen sich in eine Gruppe leicht ein, deren Standards
werden schnell ihre
 mögen keine Aufrufe
 keine angstmachenden Predigten
 keine temporeichen Gottesdienste
Gefühl der Freiheit für das Handeln vor Gott
oder
Glauben als Herr-Knecht-Beziehung („Dienst nach
Vorschrift“)
Gebet, Bibellesen, geistliche Musik
Jak 4:8 „Gott wird zu euch kommen“
 Wunsch: „Sein“, „Zur Ruhe kommen“
Stille Zeit während alltäglicher Verrichtungen
Gebet – hohe Priorität … Abgeben können
gern auch vorformulierte und auswendig gelernte
Gebete
unbeständige Bibelleser (Schuldgefühle)
lassen Bibelworte sacken und wirken, denken aber nicht
unbedingt über praktische Konsequenzen nach
Lectio Divina (Lesen - Meditieren - Beten - Ruhen)
 kleine, verbindliche Gruppen (Bibelkreis)
 Gruppenarbeit als Gewinn (passiver Teilhaber)
selbst Lehren und dabei lernen
anderen helfen / für andere sorgen – sehr hilfsbereite
Menschen
Der Melancholiker
Seid vollkommen, wie auch eurer himmlischer Vater vollkommen ist.
Matt 5:48
„Gottes Gedanken sind höher als unsere Gedanken.“ (Jes
55:9)
 permanente Selbstprüfung … Ergebnis:
Unzulänglichkeit
 bei Unsicherheit oft Zweifel
Wunsch nach Vollkommenheit (Perfektionismus)
 überhöhte persönliche Erwartungen
Selbstgerechtigkeit, Stolz ggü. anderen
häufig: starre Routine anstelle lebendigen Glaubens
suchen Stille und Abgeschiedenheit / Musik




Tagebücher
Bibelleseplan
Studienmaterial
geistlich tiefe Literatur: C.S. Lewis, D. Bonhoeffer etc.
Weniger tun! Weniger reden, mehr hören.
Littauer, Marita & Betty Southard.
So wie wir sind : Wie wir unsere
Beziehung zu Gott unserem Temperament gemäß leben können.
1. Aufl. Asslar: Schulte & Gerth,
2001.
ISBN: 3-89437-706-2
www.adventjugend-berlin.de

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